immer wenn es um Inflation vs. Deflation geht, bekommen Bitcoiner sehr oft das aktuelle Gegenargument zum Preis der Butter. Die No Coiner lieben die Butter und verschließen dadurch Ihre Augen vor der Inflation. Durch die Butterpreise fühlen Sie sich bestätigt und ignorieren jedes Argument der Bitcoiner.
Der Butter Preis sinkt tatsächlich stark und da kommen viele Bitcoiner ins schwitzen, wie man dann noch die heutige Inflation auf Lebensmittel argumentieren soll, wenn beim Beispiel Butter alles eher wie eine Deflation abläuft.
Deshalb meine Frage bzw. worüber ich diskutieren möchte: Wie kann man gegen dieses Butter Argument ankommen? Klar sind viele Lebensmittel von der Inflation betroffen aber wenn wir einen Dialog „gewinnen“ wollen, müssen wir auch die Butter dazu berücksichtigen.
Butter ist halt das denkbar schlechteste Beispiel für die Bewertung der mittel- und langfristigen Inflation.
Da spielen Subventionen und dadurch Überproduktionen eine große Rolle. Zumindest war das früher so. Da hat man öfter von Milchseen und Butterbergen gehört.
Sidequest: wie stehts mit dem Tierwohl und der Qualität der Butter über die Jahre hinweg? Besser geworden, schlechter geworden?
Auch beim sogenannten Warenkorb der Inflationsberechnung müsste man mMn heutzutage Preise von Bioprodukten zum Vergleich herziehen, da Brot ≠ Brot, Eier ≠ Eier, Fleisch ≠ Fleisch, Gurke ≠ Gurke .. usw
Gibts da nicht langsame Fortschritte wegen Regulation zu Tierschutz z.B.?
Ich finde wir sollten ggü. den Punkten vom OP nicht defensiv werden, sondern die Kreisläufe in denen das neue Geld sich als Inflation bemerkbar macht genauer analysieren, um präzisere Aussagen treffen zu können.
Ist wirklich so. Ganz viele Produkte werden schlechter und minderwertiger. In vielen fertigen Pestos ist heute z. B. Sonnenblumenöl oder sogar Rapsöl drin. Früher war da logischerweise immer Olivenöl drin.
Gilt auch für Schokolade. Der Schokoladenanteil bei Milka und Ritter Sport sinkt, dafür kommen billige Fette und Glukosesirup rein. Wirklich widerlich.
Ihr habt beide Recht. Wollte nur meinen Senf dazu geben, dass man nicht einfach stumpf vergleichen kann und solche Dinge wie Shrinkflation in seine Überlegungen mit einbeziehen sollte. Genauso wie allgemeine Überlegungen über die Herstellung. Wenn beispielsweise beim Bauer weitaus nicht mehr so viel Gewinn übrig bleibt und die Tiere es schlechter haben, da evtl. die Ställe kleiner geworden und das Futtermittel minderwertiger geworden sind (möchte ich jetzt nicht unbedingt behaupten), was bringt dann ein die Entwicklung des Preises des Endkunden über eine Zeitspanne?
Mag natürlich sein, dass man beim Tierwohl in den letzten Jahren durchaus weitergekommen ist - aber das Niveau ist leider eben ziemlich niedrig; da ist nich viel Luft nach oben.
Abgesehen davon dass zurzeit die Butter schmilzt hier ein wichtiger Faktor.
Die EU-Agrarsubventionen für die Milchwirtschaft (indirekt für die Butterproduktion) betragen für Deutschland im Jahr 2026 etwa 6,7 Milliarden Euro. Europaweit werden rund 55,71 Milliarden Euro für Agrarzahlungen bereitgestellt, wobei Deutschland nach Frankreich und Spanien den dritten Platz einnimmt. (Mistral AI)
Sich mit notorischen Butterlobbyisten zu debattieren, da hätte ich besseres zu tun.
Das heißt, wenn man Supermärkte untereinander vergleicht schauen viele Menschen auf die paar KVIs wie Butter usw., jeder Schnäppchenjäger kann dir den Butterpreis von Aldi, Lidl und co sagen.
Das führt dazu, dass viele Märkte diese KVIs supergünstig, teilweise sogar unter den Kosten, also mit Verlust, anbieten, um Kunden in ihren Markt zu locken und dann bei anderen Produkten abzukassieren.
Das ist zwar ein guter Hinweis auf die Methodik welche praktiziert wird, aber dennoch sollte das keinen Einfluss haben auf einen Index wie von OP geteilt, oder?
Naja es ging ja hauptsächlich um den Butterpreis den Nocoiner im Laden sehen.
Ich weiß nicht, was das für ein Index ist. Kummulierte Einzelhandelspreise, Großhandelspreis, Erzeugerpreise…? Deutschland, Europa, Weltweit?
Aber wenn Butter tatsächlich zu solchen Kampfpreisen angeboten wird und alle nachziehen, wenn jemand die Butter billiger reinstellt, wie ich vermute, müssen sie die Butter ja auch entsprechend einkaufen, dann wirkt sich das auf alle genannten Charts aus und verzerrt diese irrational.
Nur meine Laienmeinung und auf jeden Fall eine Erklärung. Subventionen usw. spielen ebenfalls mit rein.
Der Butterpreis ist doch lediglich ein Thema der Discounter (und Müllermilch) und hat absolut nichts mit sonstigem Markt, real schon gar nichts mit Landwirtschaft und Subventionen zu tun
dürfte schwer sein, da die Produkte und Subventionen quer durch die EU gehen, in den einzelnen Ländern nach Regionen.
Und da ist Milch ganz vorne dabei.
Manche Landwirtschaftliche Produkte werden mehrfach quer durch Europa und nach Nordafrika (und zurück) gekarrt, überall gibt es spezielle Subventionen für den Verarbeitungsschritt und dann auch noch für den jeweiligen Transport