BTC Full Node Betrieb Fragen

Ich habe jetzt eine Full Node nach der Anleitung von Raspibolt gebaut. Ich bin natürlich noch nicht fertig, (Lightning, Mempool) aber die Node ansich läuft schonmal und zwar seit einigen Tagen. Ich gehe momentan nur über Tor-Netzwerk (Clearnet will ich nicht) und ich habe immer nur 13 Peers (3 Inbounds, 10 Outbounds). Manchmal auch 11 Outbounds und manchmal auch ganz kurz 4 Inbounds, aber meistens 3 Ins, 10 Outs.

Wann wird sich diese Zahl denn erhöhen? Die Node ist durchgängig online, seit Tagen. Ich weiß, dass Tor alleine einen schlechten Score hat, aber es gibt doch auch tor-only Nodes, die mehr Peers, vor allem Inbounds, haben oder nicht? Man untersützt das Netzwerk doch eher, wenn man viele Inbounds hat oder? “maxconnections” ist default.

Da wird sich sehr wahrscheinlich nicht mehr viel tun. Ich hab max. 210 Verbindungen erlaubt (inkl. Clearnet), allerdings geht Tor so gut wie nie auf über 13 Verbindungen:

Ok, danke für die Info. Schade allerdings, es gibt doch so viele Tor Nodes? Einmal, als ich KI gefragt habe, sollen es 62 % gewesen sein (ein anderes Mal allerdings weniger, aber immer noch eine ganze Menge).

Aber I2P wollte ich auch nochmal einrichten. Dann gibt es anscheinend noch 4 dazu :smiley: . Woran liegt das denn, dass über Tor so wenige Verbindungen aufgebaut werden? An Bitcoin Core selber?

Bitcoin Core baut absichtlich nur eine begrenzte Anzahl stabiler Verbindungen auf (meist ~10 Outbounds + ein paar Inbounds). Über Tor kommt dazu, dass die Verbindungen langsamer sind und viele Nodes um Inbound-Slots „konkurrieren“. Deshalb pendeln sich Tor-only Nodes oft genau in diesem Bereich ein (so 10–15 Peers).

Auch wenn es viele Tor-Nodes gibt, heißt das nicht, dass jede Node automatisch viele Verbindungen bekommt. Dein Setup mit ~13 Peers ist also absolut im grünen Bereich. Mit I2P kommen eventuell noch ein paar dazu, aber große Sprünge darf man da auch nicht erwarten.

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Und wieso macht Core das mit Absicht und nicht “volle Granate”?

Helfe ich so dem BTC-Netzwerk etwas bei der Dezentralisierung?

Bitcoin Core versucht nicht, möglichst viele Verbindungen aufzubauen, sondern setzt bewusst auf stabile und effiziente Verbindungen. Über Tor kommt zusätzlich hinzu, dass die Verbindungen eine höhere Latenz und geringere Bandbreite haben, weshalb viele Nodes, auch Tor-Nodes, nicht unbegrenzt neue Verbindungen aufbauen. Mehr Verbindungen würden das Netzwerk nämlich nicht verbessern, sondern eher langsamer und anfälliger machen.

Und ja: Du hilfst dem Netzwerk definitiv. Schon allein durch deine Tor-Node trägst du aktiv zur Dezentralisierung und Zensurresistenz bei – auch mit „nur“ rund 13 Peers.

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Es ist toll, dass du das Raspibolt Setup verwendet hast. Hab ich auch ;-) hat bisher Spass gemacht oder? ;-)

Als Nachtrag noch zu deinen Fragen, Einundzwanzig hat sie ja schon beantwortet: Zum erstmaligen Herunterladen der Blockchain, würde ich das clearnet nutzen, bei der Größe der Blockchain, belastet man das Tor-Netzwerk nicht so stark und hat die Daten schneller auf der Platte. Sobald du die Blockchain auf der Platte hast, kannst du ruhig auf Tor-only gehen, das hilft dem Netzwerk definitv, auch mit der genannten Anzahl an Peers. Es ist am Ende trotzdem super schnell, denn die Verbreitung deiner Weiterleitungen erfolgt exponentiell. Wenn du eine Transaktion weiterleitest, bekommen es deine ~10 peers. Diese leiten es weiter an ihre 10, schon sind es 100. diese dann weiter und schon haben es 1000 nodes. Das passiert im Millisekundenbreich. Wenn also jeder „nur“ im Tor-Netzwerk wäre, dann würde eine Weiterleitung über 9 Ecken, ~10^9 nodes erreichen. So viele nodes gibts nicht einmal und selbst das passiert super schnell, wahrscheinlich unter 1 Sekunde.

Also top, Glückwunsch zum Aufsetzen und Respekt dass du es selbst gemacht hast. Hast sicherlich was bei gelernt.

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Ja, hat Spaß gemacht und ich will auch noch weiter machen. Umbrel wollte ich nicht (zu viel blinki blinki und aufgebläht), eigentlich wollte ich erst RaspiBlitz nutzen aber Raspibolt ist noch mal minimalistischer und man lernt so einiges.

Ich bin auch der Meinung, dass jeder, der einen Computer einschalten kann, das auch hinkriegt, denn man hat ja eine sehr gute Anleitung, die muss man einfach nur befolgen. Zusätzlich habe ich noch teilweise die KI befragt, was GENAU ein Skript oder ein Befehl macht, also Zeile für Zeile. Und Linux nutze ich ja auch schon seit einigen Jahren, also war das Terminal für mich auch nichts Unbekanntes. :slightly_smiling_face:

Ich will diesen Thread auch nutzen um bei anderen Themen bzgl. Node Fragen zu stellen. Und eine Sache wäre z. B. noch das Mining. Ich will auch in diesem Bereich bei der Dezentralisierung helfen (auch wenn es nur einen winzigen Beitrag leistet). Und deswegen will ich nicht in einen Pool minen, sondern in meine eigene Node Solomining betreiben. Aber bei RaspiBlitz ist ja dafür dann der “Public Pool” verfügbar, also mined man bei Bitcoin immer praktisch in einen Pool, auch wenn man ihn alleine betreibt? Laut KI braucht man einen Stratumserver? Was müsste ich genau machen, wenn ich irgendwann einen Miner habe und in meine eigene Node, lokal, ohne Pool minen möchte?

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ja genau. du kannst beim public pool auch solo minen. der pool generiert meist ein eigenen Block-template und verteilt es an die pool-Teilnehmer. Wenn du den Block findest, gehört der Reward dir und du musst nur ne relativ kleine Fee an den Pool zahlen, glaube bei 2 % oder so müsste die liegen.
wenn du deinen eigenen Pool betreiben willst, also echtes Solomining betreiben willst, dann ja, musst du zusätzlich einen stratum server betreiben und deine eigenen Block templates generieren. Das kann man mit der Software CK pool zum Beispiel machen. Das ist auch noch etwas was ich irgendwann mal installieren werde, einfach just for fun.

Hier wird es einige geben, die dir davon abraten werden, weil die Wahrscheinlichkeit bla bli blub… Ich seh das anders. Kann man durchaus machen. Vielelicht werde ich mit ein paar ausgewählten Leuten einen Pool betreiben, ich weiß es noch nciht. Hab noch andere Projekte zu tun, deswegen bin ich mit dem public pool auf dem ich solo mine erst mal zufrieden.

ok, aber dann minest du ja nicht in deine eigene Node oder? Und ist es sicher für die eigene Node, wenn man sie auch für seine eigene Wallet und für Lightning verwendet, andere Leute in den Pool mit reinzuholen, um einen eigenen Pool zu betreiben?

Wegen dem Blockchainexplorer: Erst wird ja der BTC RPC Explorer verwendet, der ja leichtgewichtig ist. Aber ich nutze eigentlich immer Mempool, wenn ich in die Blockchain gucken will. Also könnte ich doch nur Mempool installieren und BTC RPC Explorer weglassen oder? Und reichen 8 GB RAM, wenn man dann auch noch Joinmarket und Lightning installiert?

ja 8 GB RAM reichen absolut. Hast wahrscheinlich nen Raspberry Pi 5? also das ist nämlich mein Setup. Ich ahb den leichtgewichtigen BTC RPC Explorer weggelassen und meine eigene mempool Instanz installiert. Mag die animierte Grafik von mempool auch lieber. bei mir läuft gerade:

  • BTC core
  • electrs server
  • mempool server
  • LND
  • RTL
  • watchtower
  • und noch ein paar Skripte für Backups und temperatur-monitoring

und hab immernoch 3-4 GB RAM frei. Das einizige was ich noch installieren muss sind channel-backups und ich muss noch nen lightning Kanal öffnen. Solange ich kein Kanal offen habe verbrauche ich natürlich auch weniger RAM. Aber selbst wenn die Channels noch zusätzlich 1 GB RAM fressen würden, hätte ich immernoch 2-3 GB frei. Also kannste ruhig alles installieren.
Vergrößere noch auf jeden Fall deine Swapdatei, Speicherplatz solltest du ja genug haben.

ne. mein Bitaxe ist auf einen public pool gerichtet. Bekomme das block template von dem. Dafür ist es aber easy einzurichten und bei den 2% Fees… ists mir wurscht erst mal. Statistisch finde ich eh kein Block, also sind mir die 2 % erst mal egal. Hab wichtigeres zu tun als nen eigenen mining pool einzurichten ;-) aber irgendwann mache ich das vielelicht noch.

sind ja 2 verschiedene Sachen. 1. hat man auf der lightning wallet normalerweise eh nicht alles BTC drauf was man besitzt, sondern nur eben so viel wie in einer vollen Brieftasche und 2. gibst du den Leuten ja keinen Zugriff auf deine node. Alles was du tust ist, du schickst denen ein block template, welches die zum minen benutzen. Das sollte kein Risiko darstellen. Aber ich bin auch nicht tief drin in der eigenen mining pool Materie drin, weil ich es noch nciht selbst aufgebaut habe. Aber nach meinem Verständnis gibt es da kein Risiko. Ich kann ja den public pool auch nciht hacken, nur weil ich da mine ;-)