Bitvavo weigert sich BTC auszuzahlen!

Hallo,

ich habe im Okt’25 einen Bekannten ge-orange-pilled.
Er wollte daraufhin für einen höheren Betrag (> 50’000 €) BTC kaufen und
auf einem Hardware-Wallet ablagern (= typisches hodlen).

P2P-Kauf kam bei dem hohen Betrag nicht in Frage und
somit musste eine Exchange her.
Auf dem Blocktrainer-Event dieses Jahr (2025) in Köln
habe ich Bitvavo an deren Ausstellerstand kennen gelernt.
Euro-Einzahlung, BTC-Kauf und BTC-Abhebung
schienen dort zu rel. guten Konditionen möglich zu sein.

Bis zum BTC-Kauf ging alles glatt :-)
Doch dann weigerte sich Bitvavo bis heute
die BTC auf das Hardware-Wallet zu transferieren :-(
Die wahren Gründe nennt Bitvavo nicht, s.u.
Ich habe mal das wesentliche aus der Support-Konversation angehängt.

Ich muss hier leider alle die Hodler warnen,
die ähnliches bei Bitvavo vorhaben !
Ich kann Bitvavo leider keines falls weiter empfehlen !

  1. Was hat mein Bekannter falsch gemacht ?
    Wie hodlet ihr in größerem Stile ?
    Wie würdet ihr verfahren,
    um doch noch die BTC ausgezahlt zu bekommen ?

  2. Bitvavo überweist die BTC nicht, aber Euro.
    Das würde einen BTC-Verkauf (und Steuern) auslösen.
    Ob Bitvavo nur gierig ist und
    an den Verkaufs-Gebühren verdienen will ?
    Ist das nicht eine Art Nötigung zum Verkauf ?

  3. Mein Bekannter hat eine Rechtsschutz-Versicherung.
    Aber macht deren Einschalten Sinn ?
    Bitvavo verweist ja auf seine ABG und
    ein Anwalt kann auch nicht zaubern …

  4. Man könnte einen niederländischen Ombudsmann aufsuchen.
    Könnte das Sinn machen ?
    Hat jemand Erfahrungen mit Ombudsmännern,
    oder sogar einen Kontakt ?

  5. Sollte ich mich an den „Bundesverband Bitcoin e.V.“,
    oder an den „Bitcoin Bundesverband“ wenden ?
    Meint ihr, dass sich ein Bundesverband
    mit diesem Thema beschäftigen würde ?
    Erfahrungen oder Kontakte ?

  6. Perplexity sagt
    a) die „Transfer of Funds Regulation“ (ToFR) (ab 30. Dezember 2024 in Kraft) verlangt, dass Krypto-Dienstleister Informationen zu Absender und Empfänger bei Kryptowertetransfers erheben, speichern und an staatliche Behörden melden und
    b) die EU bzw. Deutschland kann verdächtige Transaktionen sperren.
    D.h. dass das Abhebe-Begehren meines Bekannten wohl gemeldet worden ist.
    Ob Bitvavo garnicht schuldig ist und
    die EU bzw. Deutschland die Transaktion blockiert ?
    Ich weiß dass Anwälte, Steuerberater und 34f-/34h-Berater
    auch melden müssen und dies dem Kunden aber nicht sagen dürfen !
    Ob es so ist, dass Bitvavo mir nicht sagen darf,
    dass sie Weisung bekommen haben die BTC nicht zu überweisen ?
    Ich habe die BaFin in dieser Sache angerufen und
    die sagten sie können mir nicht weiter helfen !
    Weiß jemand an welche Behörde ich mich wenden müsste ?
    Hat jemand von einem Black-Listing von Behörden gehört ?
    Alles nur Verschwörungs-Theorie ?

Dumm gelaufen !
Wie war das mit „Not your keys, not your coins“ ?
Danke im voraus für alle sachdienlichen Hinweise
für die Punkte 1 bis 6 und überhaupt.

LG Vavolnix

*** Support-Konversation … ***

… zw. meinem Bekannten („Kunde“) und dem Bitvavo-Support.
Chonologisch angeordnet von Ende Okt’25 bis Anfang Nov’25.
Die Nachrichten sind auf das wesentliche gekürzt.

Kunde:
Beim Versuch BTC abzuheben erhalte ich eine Fehlermeldung.

Bitvavo:
Krypto-Auszahlungen sind vorübergehend deaktiviert.

Kunde:
Immer noch Fehlermeldung.

Bitvavo:
What do we need from you?

  1. Purpose of purchase
    Could you please clarify the purpose for which you acquired this cryptocurrency?
  2. Destination of the crypto
    What is the intended destination of this crypto?
    If you are using an investment platform, please provide us with a link to that platform.
    If you are using another type of wallet (e.g. a Ledger wallet), please let us know which wallet provider you use.
  3. Contact with third parties
    Are you currently in contact with anyone who claims to be a bank employee or a Bitvavo employee?

Kunde:

  1. The purpose is investing.
  2. The destination of the crypto is a Ledger wallet.
  3. There’s no contact with anyone who claims to be a bank employee or a Bitvavo employee.

Bitvavo:
Could you please share a bit more about the strategy behind this transaction?
Specifically, will the funds remain on the Ledger wallet after being sent there,
or will they eventually be transferred to another destination?

Kunde:
The strategy is buy and hold.
The funds remain on the Ledger wallet.

Bitvavo:
After a careful review of your account and the information you gave, we have determined that the risk of facilitating outgoing crypto transactions in this case is too high. Therefore, it is not possible to withdraw crypto to an external wallet.
At Bitvavo, we regularly conduct risk analyses to ensure the safety of our platform and our users. In some cases, this may result in certain features being restricted, such as crypto withdrawals.
You can still withdraw euros to your bank account, deposit euros into your Bitvavo account, and deposit crypto from external wallets to Bitvavo. Trading in crypto remains possible as well.

Kunde:
Would you allow crypto withdrawals up to a certain limit ?
Would you allow crypto withdrawals to a different exchange ?

Bitvavo:
We are no longer able to facilitate outgoing crypto transactions, as the risk associated with your account is too high.
This decision is final and we are unable to make exceptions.
This policy is in place to help protect both your security and the safety of the platform.

Kunde:

  1. Would you allow crypto withdrawals up to a certain limit ?
  2. Would you allow crypto withdrawals to an exchange ?
  3. Would you please state the legal basis for your decision.
    Can you just decide arbitrarily whether to make crypto payments or not ?

Bitvavo:
We will not facilitate any crypto withdrawals, not even up to a certain limit or to an exchange.
We make this decision based on our Terms and Conditions, which you accepted upon registration:
Article 19.1
Without prejudice to Article 19.2 and 19.8 below and Bitvavo’s rights to terminate the User Account and the User Agreement pursuant to Article 2.10.1 of this Agreement, Bitvavo and Bitvavo Custody, in their sole discretion, for any reason and without liability to User, may modify, discontinue or terminate, temporarily or permanently, part or all of its Services or amend, add, or remove parts of the User Agreement in general.

Kunde:
Is it possible to withdraw crypto to an exchange instead ?

Bitvavo:
Outgoing crypto withdrawals are not possible at all.
This means that you cannot withdraw to a hardware wallet or to another exchange.

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Meinst du da fallen Steuern drauf an? Wenn dein Bekannter im Oktober gekauft hat, dann hat er wahrscheinlich Verluste gemacht. Er könnte die Bitcoin wieder verkaufen und den Eurobetrag zurückbuchen und andere vor der Bitavo Börse warnen. Ist dann ärgerlich um die Gebühren, aber dass sie die Bitcoin nicht auszahlen, obwohl alle Informationen gegeben wurden, ist schon problematisch.

Das mit den Steuern hatte ich in Klammern gesetzt, weil es mir in diesem Artikel nicht auf Steuern ankommt. Deine Überlegung stimmt, wenn man jetzt verkauft. Im nächsten Jahr könnte das anders aussehen! Die Verkaufs-Gebühren sind leider hoch, weil der Betrag groß ist. Und dann fallen auch wieder Kauf-Gebühren an, wenn man woanders kauft…

Ist halt der übliche Geldwäscheverdacht. Dein Bekannter hätte in kleinen Teilen kaufen und transferieren müssen.

Ich denke das beste ist es die Gebühren zu schlucken und woanders klein anzufangen oder es auf mehrere Börsen zu verteilen wenn er unbedingt alles ausgeben will.

Wenn er Bitcoin wirklich verstanden hat, sind die Gebühren irrelevant.

Danke.
Mein Bekannter hat lieber ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende.
Im Moment tendiert er auch eher zum Verkauf, ist aber noch nicht entschieden…

Wenn jemand, ohne Historie auf der Exchange, sofort hohe Summen investiert, kommt da der übliche Geldwäscheverdacht auf.

Das ist beschissen aber da kann er sich bri der EU bedanken.

Am Ende wird er nachweisen müssen wo as Geld herkommt.

Er muss sich wohl auf ein paar Wochen/Monate hin und her einrichten.

Das ist genau der Grund warum die Behörden diese Regeln erlassen. Frust erzeugen um vom Kauf abzuhalten.

Nicht verkaufen. Erst klären. Lasst euch nicht von der Schikane abschrecken. Wenn er jetzt verkauft, kauft er nie wieder und wird das später bereuen.

PS aber Wenn ich die bitvavo Antworten lese hört es sich so an, als ob sie nicht vorhaben auszahlen zu lassen. Dann verkaufen, auszahlen und woanders neu anfangen.

Coinfinity hust

Da kann er auch im Vorfeld Kontakt aufnehmen wenn er größere Summen einzahlen will.

Danke Chris,
ja, Geldwäscheverdacht haben auch schon andere geschrieben.
Verstehe ich bloß nicht ganz.
Was ich noch nicht erwähnt hatte ist,
dass mein Bekannter nach der Einzahlung der Euros
diverse Fragen zur Euro-Herkunft beantworten musste.
Dies hat er alles plausibel offen gelegt.
Die Überwachungs-Behörden wissen also doch eigentlich alles !
Ja, es wird wohl um “Frust erzeugen” gehen …
Glaubst du dass Bitvavo Frust erzeugen will,
oder dass Bitvavo von der EU gezwungen wurde
die Auszahlung zu verweigern ?

Ich nutze Bitvavo nun seit sehr langer Zeit und hatte bisher gute Erfahrungen gemacht.
Ich habe im Frühjahr eine größere Summe dort in Tranchen in BTC umgewandelt was dann später auch zu einer Mittelherkunft Prüfung geführt hat…
Dieser Vorgang war sehr zäh und mühsam aber am Ende hat’s dann gepasst.

Ich hatte bis auf die Mittelherkunft Prüfung nie schlechte Erfahrungen und selbst da war es immer möglich auf meine eigene Wallet zu transferieren.

Das Problem ist hierbei wohl eher du oder dein n bekannter ist/bist neuer Kunde und möchtest direkt eine hohe Summe transferieren. Da klingeln bei allen regulierten Broker die Alarmglocken.
Kein Grund hier Bitvavo deswegen schlecht zu reden…

Servus!

Ich kenne die Gängelei mit dem Nachweisen von Euros bei Bitvavo zu gut, hatte zu meiner Anfangszeit ebenfalls dort gekauft und musste jeden Euro penibel mit Auszügen nachweisen. Aber sie haben bei mir dadurch immer wieder das Limit für Auszahlungen dementsprechend angehoben, warum die mittlerweile komplett die Auszahlungen von BTC verweigern können (angeblich gem. AGB) erscheint mir ein wenig zu heftig.

Lasst euch doch mal die entsprechenden Passagen aus deren AGB zusenden, aus denen hervorgeht, dass solch eine Auszahlungssperre unheilbar ist, trotz sämtlicher Nachweise der Mittel, irgendwie stinkt diese Ausrede bzgl. AGB ein wenig.

Wenn sie die Sperre tatsächlich nicht aufheben werden, so sieht es ja aktuell aus, bleibt nur das Hodln auf der Börse oder switchen in Euro und eine neue Suchen… es ist Immer ratsamer seine Euros, vor allem wenn es mehrere sind, über verschiedene Börsen in Tranchen zu tauschen, dadurch fliegt man definitiv eher unter dem Radar, als wenn man alles über eine abwickelt, egal wie lange man schon bei einer Börse oder einem Broker tätig ist. Ab gewissen Summen brennen bei denen alle Lampen… :smiling_face_with_tear:

Weiterhin viel Erfolg mit “Eva” so “hieß” mein damaliger Kontakt aus der Compliance Abteilung :sweat_smile:

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Danke Chris,
hier die Passage aus den Bitvavo-AGBs:

Article 19.1
Without prejudice to Article 19.2 and 19.8 below and Bitvavo’s rights to terminate the User Account and the User Agreement pursuant to Article 2.10.1 of this Agreement, Bitvavo and Bitvavo Custody, in their sole discretion, for any reason and without liability to User, may modify, discontinue or terminate, temporarily or permanently, part or all of its Services or amend, add, or remove parts of the User Agreement in general.

Ja, “ab gewissen Summen brennen bei denen alle Lampen”.
Was denkst du bei wem genau die Lampen brennen ?
Könnte es sein dass Bitvavo von der EU vorgeschrieben bekommt,
die BTC-Abhebung anzulehnen ?

Sorry, wenn ich mich einmische, aber ich denke, dass durch diese Threads zu einem bestimmten, namentlichen Anbieter ein verzerrtes Bild entsteht.

Ich schreibe das nicht nur, weil ich ein sehr zufriedener Kunde von Bitvavo bin (inklusive Ein- und Auszahlungen), sondern weil ich ähnliche Meldungen auch von fast allen mir bekannten Anbietern hier gelesen habe. Egal, ob 21Bitcoin, Bitpanda, Strike, BSDEX, Coinfinity und was nicht alles!

Immer sind es Erfahrungen einzelner Nutzer, bei denen ich in jedem Fall die Empörung 100%ig nachvollziehen kann. Nur verschleiert das den Blick auf den tatsächlichen Verursacher, bzw. das eigentliche Problem: Das sind (meiner Beobachtung nach) nämlich weniger die Anbieter, als mehr politische Entscheidungsträger! Wir haben das hier im Forum ja in aller Breite und allen möglichen Facetten ausgiebig diskutiert!

Zu Bitvavo kann ich zum Beispiel (positiv) berichten: Ich hab da über die letzte Jahreswende einen (für mich) größeren Betrag auf der Börse gehalten, weil es dafür eine satte Prämie gab. Und sowohl die Prämienauszahlung, als auch der Rücktransfer der BTC auf meine Coldwallet haben reibungslos funktioniert. Dazu handele ich dort sehr preisgünstig.

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Danke forti,
ich habe auch schon gehört,
dass anderen Bitvavo-Kunden BTC-Abhebungen gelungen sind.
Ich möchte Bitvavo nicht bewerten,
sondern nur den Vorfall schildern.
Andere möchte ich damit vorwarnen und informieren,
damit sie nicht in die gleiche Situation rennen …

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Wow, vermutlich steht das bei allen Anbietern drin, hätte nur nicht gedacht, dass das mal so individuell umgesetzt wird… echtes Trauerspiel. Dann geht mal davon aus, dass ihr tauschen und abheben müsst.

Die “Lampen” brennen in den ganzen Überwachungssystemen, welche implementiert werden müssen, weil alle ab gewissen Schwellenwerten als verdächtig gelten. Ich bezweifle, dass die EU so individuell solch eine Aktion vorschreibt, dass riecht mir alles nach subjektiver Entscheidung der Compliance Abteilung von Bitvavo.

Vollkommen korrekt(bzgl. der Offenlegungen sind alle Anbieter gleich verpflichtet, diese gem. EU-Vorgaben einzuhalten/zu erfassen), ich musste mich schon bei so manchem “nackig” machen und irgendwelche handschriftlichen Texte aufsetzen, damit ich meine BTC abheben darf etc.pp. (siehe ältere Posts in einem Thread zu 21bitcoin, sry. bin jetzt zu faul zum Nachschauen)

In diesem Fall allerdings und der individuellen Entscheidung von Bitvavo und deren Compliance Abteilung sich auf ein AGB Artikel zu beziehen und einfach die Auszahlungen zu blockieren finde ich dann schon individuell erwähnenswert, weil das nichts mit irgendwelchen Vorgaben der EU zu tun hat, wie bei den gängigen Gängeleien. :wink:

Danke BlackMirrus,
alles bis vor der BTC-Abhebung hat bei Bitvavo gut funktioniert und
ich finde Bitvavo auch sehr preisgünstig.
Vllt. oder wahrscheinlich verhält sich Bitvavo bzgl. BTC-Abhebungen
wie andere Exchanges auch …