Bitcoin von eigenem Wallet senden, Vermögen aber verbergen

Hallo,

habe die meisten meiner Bitcoin Spot Käufe in einer UTXO zusammengefasst und würde gerne ein paar Satoshi über einen OpenDime an meinen Neffen verschenken.
Wie kann ich es verhindern, dass er anhand des Wechselgeldes mein BTC Vermögen sehen kann? Erst auf eine Börse?
Oder kann ich das anders lösen?

Ich hoffe ihr versteht, was ich meine.

Danke!

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Wenn du nicht mixen willst, ist das eine Option.

Bei einer Börse müsste man eine mit geringen Auszahlungsgebühren nehmen. Sonst ist das bei kleineren Beträgen blöd.

Alternativ könntest du deinen Coin an eine Custodial Wallet schicken und von dort dann weiter (z.B. Crypto(.)com App falls du die eh schon hast).

Oder ganz anders: Du verschenkst die BTC über eine Lightning Transaktion.

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Dank dir. Werde dann wohl über BSDEX gehen. Dort einzahlen und dann wieder auf (dann ja noch meinen) OpenDime auszahlen.
Sollte kostenfrei alles sein (Konto nutze ich da eh).
Ohne Lightning ist das Versenden von BTC an andere Personen ja wirklich sehr gläsern, wenn man keinen Aufwand betreibt.
Wie kann man denn Lightning mit OpenDime kombinieren? :face_with_monocle:

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Gar nicht. :sweat_smile:

Obwohl:

Du könntest deine Bitcoin auch auf Lightning transferieren und dann wieder zurück auf die Main chain. Anschließend auf den Opendime.

Ist aber kein Vorteil ggü. den anderen Varianten. Eher umständlicher, da du ohne eigene Node auch einen Service brauchst.

Lightning würde dies verschleiern.

Lighting verschleiert auch nur die off chain zahlungen, kanal öffnen und schließen ist genauso öffentlich einsehbar (ohne taproot sogar als lightning channel zu erkennen)

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Vor allem für den gewünschten Anwendungszweck ist eine Börse oder Custodial Wallet wesentlich einfacher und geeigneter.

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Das war hinsichtlich der „Privatsphäre“ deiner vorherigen Transaktionen quasi dein „Fehler“ bzw. suboptimal, wodurch alle zusammengefassten UTXOs gläserner und zuordbarer wurden.
Hättest du nicht zusammengefasst, hättest du sicherlich einen ausreichend kleinen UTXO gefunden, aus dem du dein OpenDime-Geschenk hättest bedienen können, ohne einen Zusammenhang mit all deinen anderen Transaktionen zu verknüpfen.

Beim Transfer über Börsen oder Custodial-Wallets werden Coinflüsse meist einigermaßen gut verschwurbelt. Wie gut das jeweils geht, kann ich nicht sagen. Das würde ich mir vorher ansehen, bevor ich mich darauf verlassen würde, daß es nur schwer nachvollziehbar ist.
Don’t trust, verify!

Coins zu anonymisieren ist mühsam und mit höheren Kosten verbunden, wenn man es denn mal braucht. Da ist es ja fast einfacher, du kaufst ein bisschen ‚was auf der Börse komplett neu, als deine eigenen Coins zu nehmen. Dann direkt von der Börse auf den OpenDime.
OpenDime hab‘ ich zwar mal gesehen und ein bisschen zu gelesen, erinnere mich aber an kaum Details.

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@Bert, das könntest du ja noch machen, falls du möchtest.

Du nimmst einfach mal ein oder mehrere Transaction IDs von ehemaligen BSDEX Auszahlungen auf deine Wallet. Dann gibst du sie in einem Blockchain Explorer wie z.B. mempool.space ein.

Börsen Transaktionen haben typischerweise ein oder mehrere große Inputs und viele kleinere Outputs. Die Transaktionen sollten auf keinen Fall alle von der gleichen Adresse abgehen, welche dir evtl. zusammen mit anderen Kunden persönlich von der Börse zugeordnet wurde.

Dadurch wird deine Auszahlung, die ja nur einer dieser Outputs ist, möglichst gut verschleiert und kann nicht mehr dir zugeordnet werden.

Da hast du recht.

Vor längerer Zeit wollte ich auch mal einen UTXO nicht anonymisieren, aber in kleinere Häppchen aufteilen. Und zwar so, dass man nicht direkt einen Zusammenhang zwischen den Teilbeträgen feststellen kann, falls ich damit bezahle oder BTC verschenke. Mixen war ein Buch mit sieben Siegeln.

Also habe ich den UTXO auf die Börse geschickt und danach in Teilbeträgen wieder auf die Wallet transferiert.
Leider war ich dumm genug, die Börsen-Auszahlungen in identischen Teilbeträgen und direkt hintereinander weg anzustoßen. Also gab es am Ende nur eine Batch-Transaktion der Börse, in der man offensichtlich die vielen kleinen identischen Teilbeträge erkannt hat.

So zahlt jeder sein Lehrgeld; hier in Form von mehrfachen Withdrawal Fees. :slight_smile:

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Du eröffnest aber ja keine Kanäle, du nutzt die dir zur Verfügung gestellten Kanäle der Nodes!

Wallet of Satoshi kombiniert beides. Meiner Meinung nach um ein tausendfaches einfacher als sich bei einer Börse mit KYC zu registrieren.

Bei einer Börse ist man doch üblicherweise sowieso angemeldet.

Kann WoS on-chain Bitcoin empfangen, diese auf Lightning übertragen und anschließend wieder auf eine Main Chain Adresse auszahlen?

Dann wäre das natürlich eine einfache Alternative.

Werden zusätzlich zu den on-chain Transaction Fees Gebühren von WoS verlangt?

Einzahlen kostet 0,3% und Auszahlen 10000 sats also ca. 2,50€. Aber das ist dann effektiv das Gleiche als würde ich bei einer Exchange ein- und auszahlen. Nur halt ohne KYC, aber darum ging es ja garnicht.

Ich weiß auch nicht wie aktiv dass genutzt wird und wie zuverlässig bzw. schnell das ist.

Ja, sogar ohne irgendwas einstellen zu müssen.
Einfach Adresse eingeben und fertig, stellt von alleine auf Lightning oder On-Chain um.

Nur ist die KYC Pflicht höchstens zwei Jahre alt. Viele haben wohl noch kein KYC auf den Börsen durchgeführt.

Nein, nur von Lightning auf On-Chain pauschal so um die 2.- (je nach Kurswert).
Ansonsten paar % Gebühren, aber nicht teuerer als bei Börsen.

Meiner Erfahrung nach einiges zuverlässiger und schneller als die BlueWallet.

Lightning zu On-Chain, mir ging es darum.
So verbergt man sein Vermögen.

Was hat das mit Lightning zu tun? Du zahlst hier nur auf eine custodial Wallet ein und wieder aus.

Du zahlst z.B. On-Chain auf BlueWallet ein, sendest diese Coins per Lightning auf die WoS, sendest diese dann von dort aus wieder On-Chain zu Bert’s Neffen.

Für den Neffen ist deine Ursprungsadresse nicht mehr einsehbar.
Oder habe ich einen Denkfehler?

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Ach, so meinst du das… Macht zwar für dieses konkrete Problem hier keinen Unterschied, hat aber den Vorteil dass die beiden zentralen Entitäten nicht wissen was mit der Zahlung passiert bzw. wo sie her kommt, das stimmt schon.

Komplett wasserdicht ist das natürlich nicht, aber auf jeden Fall besser als über eine KYC Exchange.

Ich würde @Bert hier trotzdem eine normale Exchange empfehlen, einfach weil es günstiger ist. Er ist ja sowieso irgendwo angemeldet und seine UTXO sind (der Exchange) ohnehin bekannt.

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Danke für eure Antworten. Hier rödelt zwar ein Raspiblitz rum, über den ich meine Walletsoftware angebunden habe, aber werde wohl den Weg ohne Lightning über die Börse nehmen. Da muss ich aber halt noch gucken, von welchen Adressen die letzten Auszahlungen von BSDEX wie kamen.
Aber ich denke mal, dieser Weg ist am komfortabelsten. :+1:

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