Weil das für die meisten Menschen völlig uninteressant und unverständlich ist. Preis, Preis und Preis interessieren. Der Rest ist völlig egal.
Da stimme ich ebenfalls zu!
Um das nochmal nachzuvollziehen, hier der aktuelle Chart der letzten 60 Tage von blockchain.com:
Wichtig dabei ist: Die Raw Values sind natürlich nicht „raw“, sondern über 24 h gemittelt!
Unter dem Chart steht dazu:
Methodology
The hashing power is estimated from the number of blocks being mined in the last 24h and the current block difficulty. More specifically, given the average time T between mined blocks and a difficulty D, the estimated hash rate per second H is given by the formula H = 2^32 D / T
Bei passender Difficulty schwankt die Anzahl von Blöcken pro Tag mit einer Standardabweichung von sqrt(144) = 12. Für die Anzahl von Blöcken pro Tag, sowie auch für die Hashrateschätzung H nach der Formel oben, entspricht das einer relativen Standardabweichung von ca. 8 %.
Dieser Wert wird durch den Chart bestätigt. Sieht man sich H über einen längeren Zeitraum an, liegt die Schwankung im Bereich bis max. 2…3 Standardabweichungen.
Selbst wenn die Difficulty komplett daneben liegt, und man nur 50% der entsprechenden Hashrate hätte, läge die relative Standardabweichung noch bei 1/sqrt(72) = ca. 12 %. Bei der Hashrateschätzung H ergibt sich also aktuell ein guter Näherungswert für die relative Standardabweichung von ca. 10 %.
Ein Teils des Dips auf 58 EH/s von gestern kann einer Fluktuation nach unten entsprochen haben.
Unter Berücksichtigung der Schwankungen würde ich schätzen, dass das Hashratemaximum bei ca 180 EH/s lag, während wir jetzt bestenfalls auf ca. 70…80 EH/s gefallen sind. Letzteres wäre der Bereich der echten Hashrate, falls die 58 EH/s einem Ausreißer des Schätzwertes von 2…3 Standardabweichungen nach unten entsprochen haben; es ist also eine optimistische Schätzung!
Wir würden entsprechend bei ca. 40…45 % der Hashrate liegen, die wir Anfang Mai noch hatten.
Wenn man die aktuellen Vorgänge als potentielle Bedrohung sieht, hilft einem das aber auch nicht wirklich.
Falls man im „Normalbetrieb“ plötzlich mehrere größere Blockabstände hintereinander hätte, könnte es einem aus Angst vor einer 51% Attacke helfen, mehr Bestätigungen als sonst abzuwarten, oder zu warten bis sich alles wieder normalisiert.
Aber wenn wir davon ausgehen, dass aktuell für einen längeren Zeitraum mehr als 50% der Hashrate abgeschaltet sind, ist das nicht so. Die Chinesen könnten tagelang an längeren Kette arbeiten, ohne dass das auffällt. 24 Bestätigungen würden da reichlich wenig helfen.
Helfen könnte es höchstens, jetzt alle Bitcoin gegen Fiat zu verkaufen. In der Hoffnung das diese Transaktion in der chinesischen Kette nicht mehr auftaucht. ![]()
(letzteres ist natürlich nicht ganz ernst gemeint)
Damit wäre die China-Konzentration beim Mining bewiesen. BTC ist nun doch nicht so sicher, wie Bitcoiner so wahnsinnig gerne verbreiten. Die Sicherheit war doch immer einer der wichtigsten Punkte im Btc-System.
Ab jetzt sollten Maxis doch etwas bescheidener auftreten - finde ich -, und sich nicht über 51 % Attacken bei Eth unterhalten. NICHTS IST SICHER, AUCH BTC nicht. Das sollte man nun einfach mal sehen.
Ich glaube auch nicht an Zusammenbruch von Btc, aber die Verletzlichkeit ist nun ganz offensichtlich.
Ist doch geil. Wenn man selbst ein paar Asic Miner rumstehen hat, dann macht sich das richtig bemerkbar. Und das wird auch nicht von Dauer sein. Die Asic Miner in China werden im großen Stil verkauft oder ins Ausland verschoben. Dauert halt etwas bis die wieder alle stehen.
Wieso ist Roman in seinem Video darüber so erfreut/überrascht, dass die Blöcke jetzt voller sind als vorher? Ist das nicht völlig klar und auch kein besonderer Grund zur Freude, wenn es doch vorher eine halbe Stunde lang nur darum ging, dass die Blöcke grad total langsam sind?
Naja, doch schon.
Das sind zwei Paar Schuhe. Ethereum kann eben nur max. so sicher sein, wie es die Ethereum Found. gerne hätte.
Metaphorisch gesprochen stimme ich dir zu… nix in diesem Universum ist sicher, außer das hier und jetzt.
Glaub ich auch nicht… habe ich auch nie geglaubt. Ich fand der Einbruch sollte trotzdem jedem zur Vorsicht aufrufen in dem Moment. „Wenn“ der Wert weiter abgenommen hätte, dann könnte man sich im Vorhinein schon Strategien zurecht legen können, auch wenn es natürlich für den ein oder anderen überflüssig erscheint… wie gesagt: Vorsicht immer besser als Nachsicht.
Naja die war ja schon vorher offensichtlich genug… es war zumindest ja kein Geheimnis das in China dick gemined wurde. Verletzlichkeit ist ja auch nicht direkt Angreifbarkeit.
An sich eine schöne „relativ wissenschaftliche“ Betrachtung der Situation, aber was deine Schätzung bezüglich der aktuellen Hashrate angeht würde ich doch widersprechen.
70 war es niemals in den letzten Tagen, 80 sehr unwahrscheinlich.
Am einfachsten argumentieren lässt sich dafür mit den selbst gemeldeten Hashrates von den Pools.
Quelle dazu ist Bitcoin (BTC) SHA-256 | Mining Pools
„Geglättet“
„Roh“
Historisch haben die selbst gemeldeten Hashrates die Neigung dazu leicht zu „untermelden“, wenn man nach der Netzwerkhashrate/den Blockzeiten geht. Leicht im Sinne von 0.1-1 EH/s in früheren Zeiten und in den letzten Jahren 1-5EH/s, aber sind praktisch für das Niveau die zuverlässlichste Quelle, weil die Pools in „Echtzeit“ über unzureichende Blöcke (zu niedriges PoW) eine sehr genaue Erfassung ihrer Hashrate machen.
Die höchste gemeldete Hashrate ist irgendwo bei 170.5 EH/s. (Bitte in der Grafik für genaue Kommastellen nachschauen)
Die aktuelle befindet sich irgendwo bei 83.5 EH/s. (Siehe Kommentar oben)
Eine „Übermeldung“ der Hashrate um 3-13 EH/s ist praktisch nie der Fall (gewesen), daher kann man davon ausgehen, dass die 83 EH/s und 90-85 EH/s die letzten Tage so ziemlich das untere Niveau der Hashrate der letzten Tage waren.
Deine Schätzung der 180 EH/s als Höchstwert dürfte sehr gut hinkommen, sei es nun 173 oder 178 in der Realität gewesen, die Größenordnung ist ungefähr dort wo es tatsächlich war oder was anzunehmen ist.
Den Boden mit 70-80 EH/s als optimistische Schätzung geh ich aber nicht mit.
Wenn wir nur die selbstgemeldeten Hashrates hernehmen, unsere Quelle die wohl die genausten Daten liefert, dann sind wir bei ungefähr einem Verhältnis von 83.5 / 170.5 = 48,97% aktiver Hashrate bezogen auf den Höchstpunkt.
Nun ist das aber nicht der tatsächliche Abfall von den chinesischen Minern, die wegen dem Verbot abgedreht haben.
Wenn wir vom Höchstwert reden, dann reden wir von einer Zeit um den 8 Mai herum, zu dieser Zeit waren aber die Bedingungen vollkommen andere.
Wir hatten nicht wirklich den doppelten Preis pro Bitcoin, aber von der Größenordnung her war es ~2x, damals ~57-58k Dollar, die letzten Tage ~32-33k Dollar.
Was es dann von einem nicht ganz Faktor 2 von der Entlohnung her zu einem ziemlich genau auf Faktor 2 der Entlohnung her bringt ist der Mempool zu der damaligen Zeit.
Die Blöcke hatten halt damals noch etwas mehr Fees im Vergleich zur aktuellen Zeit.
Damals wurde noch etwas vom Restbestand der ATH-Euphorie und der Xinjiang Überflutung im Mempool mitgetragen und wegen der Lieferengpässe waren damals halt sehr viele „alte“ ehemals unprofitable Miningmodelle wieder aktiv und profitabel. Wir hatten dann vom 08.05. bis zum 29-31.05. einen gemeldeten Drop von ~ 40 EH/s. Zu dieser Zeit war der Backlog im Mempool praktisch weg und der Preis pro Bitcoin ebenfalls um ca 33% niedriger (40k Bereich).
Da der Drop weniger (ungefähr 23%) als der Preisdrop war (>33%, weil Fees eben auch noch geringer geworden sind) lässt sich eben darauf schließen, dass hier viele unprofitable Miner weggefallen sind. Diese werden eher außerhalb Chinas sein, weil „alte“ Hardware eher im Ausland landet sobald neuer Modelle in China verfügbar sind (meistens etwas früher) und die alten dann mit relativ günstigen Strompreisen betrieben werden und noch ältere fast schon unprofitable Hardware im Ausland in irgendwelchen Ländern ersetzen.
Natürlich sind hier nicht ALLE 40 EH/s wegen der niedrigeren Entlohnung offline, es wird auch welche geben die in Ländern abdrehen mussten, weil die Regierung ihnen auf die Füße gestiegen sind, manche Werke werden abgebrannt sein usw. wird natürlich viele individuelle Schicksale gegeben haben, aber diese dürften eine unbedeutende Minderheit sein.
So nun sind wir also im Bereich 40k in einer Range von ~140 EH/s von realistisch anzunehmender Hashrate was die Profitabilität angeht.
Siehe ungefähr die erste Woche im Juni, noch kein tatsächlicher Crackdown auf die chinesischen Miner der Regierung, also relativ „zuverlässige“ vom freien Markt erarbeitete profitable Hashrate.
Als Randnotiz hier die „Network Hashrate“ in der Grafik „Roh“ zu dem Zeitpunkt, da sind im Juni 2 große Ausreißer dabei, beide gehen auf/über 180 EH/s und das bei gemeldeter Hashrate von einmal ~125 EH/s am Anfang vom Juni und dann einmal ~140 EH/s kurz vor dem Drop auf ~110 EH/s am 09.06. Das sind 2 tolle Beispiele dafür wie auch das mit dem Beispiel auf der fork.lol Seite wieso man während solchen Events der reinen Blockanzahl pro Zeit oder durchschnittlichen Blockzeit auf so kurze Dauern und ja dazu zählt auch ein Tag, nicht blind vertrauen darf.
Wir ignorieren mal, dass in den letzten Tagen der Preis ungefähr nochmal 1/5 - 1/4 unter dieser 40k Range war und somit nochmal ein gewisser Einbruch durch abschalten unprofitablerer Miner zu erwarten wäre. Dieser würde wie auch zuvor nicht dem Verhältnis entsprechen um den der Preis gefallen ist, sondern etwas weniger betragen. Wahrscheinlich 1/6-1/7, eher 1/7, weil die Fees auch wieder bissl höher sind und so den Drop etwas abfangen. Aber wir reden dann von sowas wie ~120 EH/s statt der ~140 EH/s bei 40k.
Wenn wir sagen, von diesem 09.06. wäre der ganze Drop, der wohl nun doch bis auf ungefähr 85 EH/s die letzten Tage gefallen ist, alleine auf das Verbot Chinas zurückzuführen, weil manche vielleicht schon vorgreifend abgedreht haben, weil sie davon wussten und andere eben erst seit dem es durchgegangen ist, dann reden wir von 85 / 140 = 60,7% und im Umkehrschluss ~40% Drop ist auf das Verbot zurückzuführen.
Das heißt jedoch nicht, dass nur ungefähr 40% der Hashrate in China ist.
Das wird man nicht wirklich genau sagen können, hier spielen schließlich noch andere Faktor mit rein, wie viel Hashrate fällt noch in den nächsten Tagen/Wochen weg, die sich bisher gewehrt hat abzudrehen und relativ abgelegen ist und so hofft nicht gefunden zu werden, wie viele unprofitable Miner sind dazugekommen und lassen den Drop wie einen ~40% Drop aussehen, weil sie nun wegen dem Wegfall der Chinesen einen größeren Share haben durch den sie wieder profitabel werden. Eventuell hätten wir ohne „Neuzuwachs von ehemals unprofitabler Mininghardware“ einen Drop auf tatsächlich 60 EH/s gehabt, aber haben durch dauernder Wiederinbetriebnahme alter Hardware den Drop immer etwas gebremst.
Was man wohl sagen kann, es ist sehr wahrscheinlich, dass wir >40% der Hashrate in China bis zum 09.06. ungefähr hatten und realistische Annahme sich zwischen 45% und 60% bewegen können. 40 und 65% noch als Extremwerte durchgehen, nicht UUUUNDENKBAR, aber schon unwahrscheinlich.
Wollte das alles nur zu deinem sehr guten Ansatz, mit unheimlich wenigen Daten, ein relativ aussagekräftiges Bild zu zeichnen, ergänzen.
Deine (selbst gemittelten) rohen Werte/Daten vom Blockchain.com sind dennoch nicht wirklich verlässlich, dazu ist das Hashen, welches wahren Zufall nachstellt einfach nicht verlässlich auf so kurze Zeiten gepaart mit Großereignissen, denn auch bei aller Unwahrscheinlichkeit, sei sie noch so klein und liegt bei 0.001%, dass es 2 Blöcke in Folge gibt die beide erst nach 1,5 Stunden nach dem vorherigen Block gefunden werden, dann wird das dennoch irgendwann passieren oder 7 in Folge, die jeweils 25 Minuten brauchen obwohl die Hashrate der Difficulty entspricht, wird auch passieren. Auf Dauer gleicht sich das mit „positiven“ schnellen Blöcken aus und gibt dann auf eben 2 Wochen ein gutes Bild ab und 1 Tag ist bei weitem besser als 12 Stunden, aber noch immer in solchen Fällen zu wenig, weil auch die Bedingungen sich ändern, es werden aktiv noch immer wahrscheinlich Maschinen abgedreht, andere aufgedreht. Es ist keine binäre Sache, alle Chinaminer sind jetzt weg und wir vergleichen die 3 Tage zuvor und die 3 Tage danach.
Siehe wie gesagt eine errechnete Hashrate von 180 bei tatsächlich von allen Pools zusammen gemeldeten 125 EH/s, diese Ereignisse entsprechen dann nicht 2…3 Standardabweichungen, auch nicht die 157 EH/s bei gemeldeten 113. Es ist natürlich wieder etwas unwahrscheinlicher, dass solche noch größeren Ausreißer als die max 2…3 Standardabweichungen dann ausgerechnet zeitgleich mit dem Großereignis auftreten, aber nicht auszuschließen, deswegen dienen die in der Praxis dann nur als Indikator dafür ob Miner „lucky/unlucky“ sind, es sowas wie ein generelles „underreporting“ gibt oder -füge noch eine Ableitung aus den Informationen ein die dir einfällt-.
Als potentielle Bedrohung in welcher Form?
Das musst du etwas ausführen, damit ich besser darauf Bezug nehmen kann.
Was für Ängste bleiben einem Nutzer bezüglich einer 51% Attacke, die sich nicht durch abwarten von mehr Bestätigungen „lösen“ lassen?
Da es keine Finalität bei Bitcoin gibt und theoretisch sogar die ganze Chain bis Block 50 heute reorgt werden könnte, hat man immer die Sache gehabt, dass es ein „Vertrauen“/„Glauben“/„Wissen“ darauf war, dass es nicht ökonomisch nutzvoll ist für jemanden die Chain zu reorgen.
Prinzipiell eine auf dieser Methodik basierende Wirtschaft ist nicht wünschenswert, aber es ist keine permanente Sache, dass man etwas aufstockt auf 12, 18 oder 24 Bestätigungen und ich persönlich werde genauso wie vorher 3 abwarten und damit segeln, weil ich persönlich absolut keine Gefahr für mich in den kommenden Tagen/Wochen sehe.
Ich würde sagen, dass nicht erst seit jetzt über 50% der Hashrate abgeschaltet ist, das ist bei allen Grafikkarten-Mining-Algorithmen immer der Fall, da liegen Unmengen an Hashrate rum und werden nicht genutzt, genauso wie es Unmengen an CPUs gibt die nicht Monero minen und alles davon zusammen plus die alten ASICs liegen was SHA256 angeht nur rum und könnten wahrscheinlich deutlich mehr als 50% als Kollektiv zu jeder Zeit in der Geschichte stemmen.
Mir ist klar, dass du dich darauf beziehst, dass es nun „effizientere“/„bessere“ Hardware ist, die in deinen Augen erstmals in diesem Ausmaß für den Staat China abrufbar ist, aber weder teile ich, dass das nun KLAR 50% der Netzwerkhashrate (siehe Diskussion/Argumente oben) noch teile ich die Ansicht, dass es abrufbar ist oder unbemerkt passieren könnte/würde.
Diese Anlagen sind zu großen Teilen gewaltig, ziehen enorm viel Energie und sind bekannt in der Region.
Unbemerkt erfordert, dass sich das nicht herumspricht, weder von den Leuten die nur daran vorbeifahren, dazu kommen die Leute die in den Kraftwerken daneben arbeiten, die Leute die es wieder aufbauen, die Regierungsmitglieder die es diesen Anschaffen usw. selbst wenn es sich nicht von denen ins Ausland verbreitet, so wird es sich im Inland ausbreiten die Information, Leute reden einfach gerne und es wird seinen Weg ins Ausland finden. Frage ist eher, wie misstrauisch ist der Westen/Rest der Welt gegenüber Whistleblowern aus China und misstraut deren Aussagen, dass die Chinesen was vorhaben.
Weiters bleibt wie bei den >50% Hashrate die ungenutzt seit Jahren rumliegt die Frage, ist es profitabel für jemanden das alles aufzustellen und zu versuchen Unruhe zu stiften, da derjenige viel mehr Energie braucht wegen der schlechteren Hardware wird er deutlich mehr Energie verbrauchen als von der Entlohnung gedeckt wird und von den „guten Minern“ aufgebracht werden muss, diese haben deutlich niedrigere Stromkosten im Vergleich zu ihm und sind entweder gerade noch profitabel oder machen zumindest keine Verluste im Normalfall. Er macht jedoch rund um die Uhr Verluste und wird irgendwann kein Geld mehr haben und die Kraftwerke drehen ihm den Strom ab.
Hier ist die Situation etwas anders, aber für den Nutzer wird es kaum einen Unterschied machen auf Dauer. Hier ist die Hardware etwas konkurrenzfähiger und man kann von ungefähr gleich hohen Energiekosten ausgehen, egal ob man nun glaubt es sind um die 60% in China gewesen vor paar Tagen oder man glaubt es waren 40%, so groß der Unterschied auch ist, so nah vom Niveau sind sie dann doch wieder ~ die Hälfte wird es sein.
Nun gibt es viele Optionen wie sich das entwickeln kann, entweder die Chinesen publizieren rein leere Blöcke und wollen das Netzwerk „töten“ oder publizieren x leere Blöcke einmal nach langer Zeit um eben das Netzwerk zu töten, dann arbeiten sie weiterhin wie der Angreifer im oberen Beispiel mit konstanten Verlusten, der Unterschied hier ist nur, dass es nicht auf die Ersparnisse des Angreifers geht und durch steigende Fees die Verluste immer größer werden, weil andere Miner dazu gedrängt werden nachzurüsten, weil die Entlohnung höher wird, sondern hier geht es auf die Ersparnisse eines ganzen Landes, aber kostet eben auch manpower, fragwürdig wie sehr China dazu bereit ist so ein Spiel zu spielen. Zu ihren Gunsten fällt, dass wohl der Preis sobald sich das rumspricht dumpen würde und so die Entlohnung der Blöcke fallen würde und damit ihre Verluste zeitgleich. Wenn das die Sorge ist, dann gibt es eh nur eine Option für denjenigen der diese Sorge hat, Bitcoins schnell verkaufen.
Andere Option ist die Chinesen machen mehrere mittellange Reorgs um einfach Unruhe zu stiften.
Weil das eben ~ die Hälfte ausmacht und die nächste Difficulty ungefähr auf das Niveau fallen wird, dass beide Hashparteien, die „Guten“ wie die Chinesen ungefähr 10 Minuten brauchen werden pro Block, so wird es selbst nach dem Reorg halt nicht großartig mehr Blöcke als zuvor gegeben haben, eventuell 1-2, der einzelne Nutzer wird vielleicht merken, dass sich seine Transaktion um 10 Blöcke nach hinten/vorne verschoben hat mit der Bestätigung, aber danach kämpfen die Netzwerke sowieso immer nur um die Blöcke oben drauf und da du im PoW eine objektive Maßeinheit hast was die gültige Chain ist (meiste Arbeit) wird es auch keinen Netzwerksplit geben in dem eine Gruppe meint, diese hier ist gültig, die andere nicht. Wenn die Chinesen diese mittellangen Reorgs ohne Transaktionen immer wieder machen wollen werden sie, weil es eben ~50/50 ist hier und da mal Runs abbrechen, weil sie unlucky waren und manchmal eben lucky sein und 10-20 Blöcke reorgen in denen keine Transaktionen sind, dann wird halt für diese Periode die Blockchain so ausschauen 10 leere Blöcke, 20 volle, 20 leere, 10 volle usw. da aber doppelt so viel Hashrate sich abwechseln bei difficulty bekämpft die für eine Hälfte ausgelegt ist wird sich der Nutzer nicht wirklich an der Blockzeit „stören“, weil die halt ungefähr 10 Minuten sein wird für die ganze Periode. Nun verliert China diesen Kampf auf Dauer, weil sie Fees usw. ignorieren und durchgehend für dieselbe Hashrate + bisschen was verglichen zu den guten weniger Einnahmen haben und irgendwann einfach das nicht mehr getragen werden wird, sei das durch die Bevölkerung oder sonst jemanden aus der Regierung der es als reine Ressourcenverschwendung ansieht.
Wenn sie ihre Blöcke jedoch mit Transaktionen füllen, so wird das halt absolut keinen Effekt auf für den Nutzer haben, dem/seiner Node ist es schließlich egal wer die Blöcke macht, es gibt ja nicht sowas wie böser Porduzent oder guter Produzent von Blöcken, ob das die chinesische Supermacht macht oder die gute Bauernvereinigung, die sich wehrt, es gewinnt der dessen Blöcke mehr Arbeit hinter sich haben und wenn sich diese dauernd reorgen, so wird bei ~50/50 Verteilung der gewinnen, der mehr Entlohnung kriegt = nicht zensiert und die Difficulty wird dort ca. bleiben wo 50% der Hashrate ca. 10 Minuten im Schnitt braucht. In der Praxis wird sich dann sowas herauskristaliersieren ab wann die eine Seite immer ihren Run aufgibt, sei das 20, 40 oder 50 Blöcken, dann wird das zur magischen Grenze.
Gibt noch zig andere Verläufe die das haben könnte, ich behaupte mal, es wird absolut nichts nennenswertes passieren. Ein gewisser (entscheidender) Anteil wird sich unter derselben Führung neu lokalisieren, meine Schätzung wäre 5-20% der ehemaligen globalen Hashrate dieser ursprünglichen 180 EH/s, viele werden ihre Hardware auch verkaufen und diese wird in anderen Miningfarmen zum Einsatz kommen und ein großer Teil wird glaube ich in 6-24 Monaten wieder in China Mining betreiben.
Ich habe meine Zweifel, dass das Verbot eine dauerhafte Sache ist.
Sorry für die späte und lange Antwort, aber die Arbeit beschäftigt einen sehr (spät) und das Thema ist finde ich nicht in kurzen Sätzen oder einer Grafik erklärt (lang).
Die ganzen Rechtschreib- und Grammatikfehler schiebe ich mal auf die Uhrzeit.
Weil:
plus der Tatsache, dass Menschen in der Öffentlichkeit wegen der Umgebung einfach dazu neigen zu überhypen und genauso zu überdramatisieren. Das liegt nicht an dem Individuum (zumindest nicht gänzlich), sondern daran, dass man sonst keine wirkliche Beachtung kriegt, wie auch niemand jemandem zuhört der sehr monoton redet, da kann er noch so interessante Sachen sagen, man hört dem zu der es mit mehr Elan erzählt, auch wenn man am Ende merkt, dass er die ganze Zeit nichts gesagt hat.
Danke für die Quelle, ist sehr informativ!
Wie belastbar die selbst gemeldeten Hashrates sind, hängt wahrscheinlich auch von der Situation ab?
Im Normalbetrieb meldet man vielleicht etwas weniger. Aber ich könnte mir vorstellen bei einem starken Einbruch, wo niedrige Zahlen für den Großteil der User beängstigend wirken, meldet man vielleicht auch mal ein bisschen mehr.
Gut, mein Argument war ein reich statistisches. Ich habe das auch eben nochmal selbst etwas genauer nachvollzogen, indem ich mir die Blöcke angesehen habe. Damit muss ich nicht der einen Website vertrauen.
Die aktuelle Difficulty liegt bei 1.993E+13, was einer erwarteten Hashrate von 142.7 EH/s entspricht.
Ich weiß nicht welches 24 h Zeitfenster blockchain.com für seinen Hashrate Chart verwendet. Aber von Mittag 27. Juni bis Mittag 28. Juni unserer Zeit habe ich beispielsweise 58 Blöcke (Block 688962 bis Block 689019). Das scheint auch vom Fenster her nahe am Minimum zu liegen.
Wenn ich die 58 Blöcke entsprechend ihren (evtl. auch ungenauen) Timestamps auf 24 h umrechne, erhalte ich 58.7 Blöcke pro 24 h, bzw. eine daraus abgeleitete geschätzte Hashrate von 58.2 EH/s.
Angenommen die echte Hashrate wäre „nur“ auf 80 EH/s eingebrochen. Dieser Wert entspricht aktuell einer erwarteten Blockanzahl von 80.7 Blöcken pro 24 h, mit einer Standardabweichung von 8.99 Blöcken.
Die 58.7 Blöcke liegen 2.45 Standardabweichungen von 80.7 entfernt. Die Wahrscheinlichkeit für so einen Ausreißer liegt bei ca. 1…2 %. Bei dieser groben Abschätzung ist übrigens nicht entscheidend, ob es 58, 59 oder 60 Blöcke in 24 h waren.
Du schreibst relativ oft, dass der kurze Zeitraum von 24 h keine genauen Aussagen zulässt. Das ist richtig, aber die Wahrscheinlichkeit sagt dennoch, dass solche Ausreißer nur alle 2-3 Monate vorkommen sollten.
Fazit:
Dafür, dass der Einbruch sich zeitlich einigermaßen mit den Meldungen aus China deckt, wäre das ein großer Zufall. Alleine statistisch betrachtet, würde man sehr wohl vermuten, dass die Hashrate kurzzeitig auf mindestens 80 EH/s eingebrochen war.
Man muss ergänzen, dass die Blockanzahl sicher nicht nur statistisch fluktuiert, was einer konstanten Hashrate entsprechen würde. Zusätzlich werden auch unabhängig von wichtigen Vorkommnissen täglich Geräte an- und abgeschaltet. Wenn ich mir die vergangenen Daten in den Zeiträumen ansehe, in denen es keine signifikanten Änderungen gab, vermute ich aber, dass dieser Effekt eher gering ist.
Evtl. gab es Gründe, warum auch Miner außerhalb China ihre Geräte gleichzeitig abgeschaltet haben. Du hast einige genannt, man wird es nicht herausfinden.
Das Profitabilitätsargument erscheint mir allerdings nicht wirklich plausibel. Dazu hatte ich in Beitrag Nr. 9 ein bisschen was geschrieben.
Im Mai war der Backlog weg und der Preis gefallen, die Hashrate ging runter, ok.
Aber der Drop vor ein paar Tagen war doch nicht zufällig der Tag, an dem der Rest festgestellt hat, dass er nicht mehr profitabel ist?
Richtig, darauf wollte ich hinaus. Genau das ist doch denke ich auch der Grund für die Besorgnis beim ein oder anderen.
Ich persönlich mache mir ehrlich gesagt nicht so viel Sorgen. Ich denke ebenfalls, dass man das irgendwie mitbekommen hätte, wenn Farmen in China vom Staat übernommen worden wären. Die Miner werden ihr Equipment entweder verkaufen oder ins Ausland gehen.
Denkst du tatsächlich, jetzt mal unabhängig von der Effizienz, dass so viel Hashpower ungenutzt herumliegt? CPUs und GPUs sind vernachlässigbar. FPGAs und ASICs stehen noch in dem Ausmaß ungenutzt herum und sind nicht verschrottet?
Ich muss sagen das fände ich super. Dann könnte man sich im Ernstfall zur Wehr setzen.
Ich wollte oben nicht auf eine Art DOS Attacke hinaus, sondern das Minen einer zweiten Chain.
Natürlich hast du nie endgültige Finality. Aber die Situation jetzt ist schon anders als sonst. Mir sind sonst wenig Gründe einfallen, warum jemand plötzlich genug HW und Strom aufbringen kann, um unauffällig (!) eine zweite Chain zu minen.
Aber auch wenn viele kompetente Bitcoiner durch die aktuellen Vorkommnisse in China nicht übermäßig besorgt sind, ist die Wahrscheinlichkeit vielleicht immer noch sehr klein, aber so groß wie nie, dass unbemerkt an einer anderen Chain gemined wird. Deshalb meinte ich, dass es aktuell nichts bringt 10 oder 20 Blöcke abzuwarten.
Umbringen wird es Bitcoin nicht. Aber die Adoption wahnsinnig verzögern und den Preis für lange Zeit einbrechen lassen, was das Netzwerk gleichzeitig noch unsicherer macht.
Kein Problem. Danke für die Antwort!
Hinter der „Untermeldung“ im Normalbetrieb befindet sich in meinen Augen keine Strategie oder sonst etwas. Wir haben hier einfach das „Problem“ der Offenheit.
Es ist schwer jeden genau zu erfassen der gerade Mining betreibt, diese Pools sind nicht nur jeweils ein Rechner, alle Pools haben mehrere Server, auf dem einen oder anderen kann einer der Dienste zur Erfassung solcher Daten sich aufgehängt haben und da wir eben zig solcher Rechner haben, die solche Dienste am Laufen haben werden, manche werden regelmäßiger drüberschauen, manche sind etwas amateurhafter und merken solche Sachen sehr spät, dann hat man kleine Minipools die wahrscheinlich deutlich wichtigeres zu tun haben um wirtschaftlich zu bleiben als Zeit in solche Sachen zu investieren und regelmäßig die Genauigkeit dieser Daten zu prüfen. Weiters noch so Sachen wie die „Wartung“ die ich manchmal in der Industrie gesehen habe, da gibt es dann ganz tolle Philosophien von den hausinternen IT Abteilungen, die einen starten beispielsweise jede Woche jeden Windows Server einmal durch, weil alte 90ziger Philosophie, Windows Server sind RAM-Fresser und Tempfüller, das ist gefährlich, deswegen machen wir immer einen braven Reboot. Andere wechseln dauernd (alle 4-5 Tage) zwischen ihrem Hauptsystem und dem Backup um das Backup auf Funktionsfähigkeit zu testen usw.
Die Summe wird dann dazuführen, dass etwas „untermeldet“ wird.
Genau wie ich dahinter keine Strategie vermute, sehe ich auch nicht wirklich ein menschliches Eingreifen um sowas wie die Sorgen der „Nutzer“ zu schmälern.
Wir reden hier von einer sehr dynamischen (aber von Menschen geführten) Branche in der in solchen Situationen viele Chancen sehen werden und während solcher Vorfälle auch unheimlich viele Anfragen auf die Betreiber kommen werden, seien es private Nachrichten von Freunden „Bist du auch betroffen? Fürchtest du, dass Frankreich das bei uns auch verordnet?“ oder irgendwelche Cryptonewsblätter oder oder.
Dazu kommt noch, dass übermelden prinizpiell für alle von Vorteil wäre, weil sie neuen Minern signalisieren, bei uns sind die Zahlungen regelmäßiger und sicherer, also dürfte prinzipiell wenn es um Anreize geht schon immer der Drang bestehen mehr zu melden als man hat, das würde aber eben auch im Normalbetrieb gelten um Miner anzulocken und bedeuten die 170 EH/s sind schon „übermeldet“ und wir waren noch nie so hoch.
Auszuschließen kann man es natürlich nicht zu 100%, dass hier manuell eingegriffen wurde oder Automatismen wie „bei Drops von 10% melde nur 8%“ eingebaut sind, aber damit es bei der gesamten gemeldeten Hashrate einen nennenswerten Effekt hat müssten da alle mitmachen und es ist ja nicht diese Seite die einzige die von den Pools direkt (oder wo genau sie diese holt, vielleicht Glassnodes oder irgendwem) Daten bezieht. Da werden noch viel mehr Daten eingeholt von vielen anderen Unternehmen und Webseiten und ich glaube die haben schon immer und werden immer größere Sorgen haben als eben welche Eindrücke „Nutzer“ wegen ihrer individuell erfassten Eckdaten haben.
Woran ich nichts konkret auszusetzen habe, ich möchte betonen wie ich oben gesagt habe, es ist bemerkenswert mit wie wenigen Daten man doch relativ gut den Bereich einordnen kann und zum Beispiel deutlich näher dran ist als ein aus dem Kopf heraus schätzen wie von mit mir 90-120 EH/s, die ich im Gefühl hatte, weil ich noch im Kopf hatte, gut Anfang Juni waren wir in der Range ~150, was wird da wohl realistisch sein, 90-120.
Deine 70-80 sind ja schon mal deutlich näher gewesen als meine 90-120 ausm Bauch heraus.
I don’t disagree.
Bin ja auch selber oben in meinem Text darauf eingegangen, dass die Wahrscheinlichkeit für so einen Ausreißer zeitgleich mit einem „Großereignis“ unwahrscheinlich ist, aber eben nicht ausgeschlossen werden kann.
Weil wir eben nicht sowas haben wie (nutzen wir zum leichteren Verständnis nur runde Zahlen) ok, alle 1% haben wir einen Ausreißer von X%. Wir hatten die letzten 99 Tage keinen solchen Ausreißer, ok, weil einer von 100 Tagen so einen Ausreißer statistisch hat kann ich nun davon ausgehen, dass morgen zu 100% so ein Ausreißer kommt.
Wir haben in der Realität Phasen von 100 Tagen in denen es 0 Ausreißer dieser Art geben wird und Phasen in denen es genau 1 geben wird und dann eine Phase die 5 haben wird und wieder welche die 0 haben usw. (mir ist bewusst, dass du das weißt, geht nur darum, dass es mal niedergeschrieben ist und klar ist worauf ich abziele). Nur weil wir solche Ausreißer halt vielleicht vor 3 Wochen 2x in derselben Woche hatten heißt es halt nicht, dass es nun am (28.06.?) nicht ebenfalls so einen gegeben haben kann. Die Wahrscheinlichkeit ist weiterhin bei 1% gewesen, dass es an dem Tag so einen Ausreißer gibt (ich nehme mal deine Zahl mit 1…2% und rechne jetzt nicht genau nach, da es keinen wirklich Unterschied fürs Argument macht ob die Wahrscheinlichkeit nun bei 0.75% oder 3% dafür lag).
Agree. Ich schließe ihn jedoch nicht aus, besonders, weil (meine) Quellen wie unter anderem die selbst gemeldete Hashrate und anderes darauf schließen lässt, dass es nicht under 80 EH/s war und die eine viel höhere Samplesize und -rate haben als die Statistik die darauf schließen lässt, dass es doch der Fall gewesen sein sollte. Die Incentives hierbei falsche Daten zu liefern sehe ich nicht, diese Pools „brauchen“ Teile dieser Daten für die Entlohnung ihrer Miner und damit groß zu spielen dürfte wohl weniger in ihrem Langzeitinteresse sein als „Nutzer“ zu beruhigen.
Um aber so einen halben Punkt für meine Ansicht >80 EH/s und deine Ansicht at least vor a slight moment <80 EH/s zu bringen. Obwohl hier natürlich zig Rechner sekündlich mehrfach Daten von unzähligen Minern erfassen und so über sehr viel mehr Daten in einer Sekunde, über viele voneinander unabhängige Punkte, ein gutes Gesamtbild ermittelt werden kann als über normalerweise 144 Sample an einem Tag, so kann ich dir zumindest nicht sagen wie regelmäßig diese Seite die Daten von den Pools abfragt und wie sehr diese geglättet werden um eben nicht zu stark zu fluktuieren. Vielleicht gar nicht, weil die Abweichungen der Pools sich gegenseitig meistens so schon ausgleichen und so dann einzelne Ausreißer alle paar Tage in seiner Erfassung sind, die besser zu ignorieren sind als alles an „Glättung“ was er da künstlich einbauen würde.
I agree.
Agree.
Agree.
Ich gehe mal davon aus, dass du mit vor ein paar Tagen den 27.06. mit ~60 EH/s Blockchain.com meinst.
Zum Vergleich dazu am 17.06. Hashrate ~ 127 EH/s miningpoolstats.stream, ~ 128 EH/s bc.com und Preis bei 39k$
22.06. Preis zwischen 29k-33k$, ungefähr ein Drop von 1/4-1/5. mps.stream Hashrate ~93 EH/s und bc.com ~90 EH/s.
Nun sage ich wie beim „Beispiel“ im Mai, prozentuell fällt die Hashrate weniger als die Entlohnung/der Preis, weil die „schwächeren“/ineffizienteren Miningmaschinen unprofitabel werden und wegfallen. Da wir hier ungefähr einen gleichen Drop haben ~1/4 beim Preis und ~1/4 bei der Hashrate ist es schon mal ziemlich sicher nicht rein wegen der Profitabilität, aber zu 100% werden auch Miner in diesem Drop wegen der sinkenden Entlohnung abgefallen sein. Das Verhältnis ist jetzt schwer zu sagen, gehe mal davon aus, dass zumindest 15 EH/s wegen dem Chinaverbot weg sind, vielleicht bis zu 20 EH/s von den ~35, kann ich mir gut vorstellen und gehe von irgendwas zwischen 17 und 20 aus, mit 15 als untere Grenze für mich, dass da mehr als 20 EH/s wegen des Preisdrop weggefallen sind halte ich für gewagt.
Nun gab es vom 25.06. auf den 26.06 ebenfalls einen Drop von einer Range auf die andere ~10% von 35k auf unter 32,5k, teils 30k, teils 32k, wie halt üblich beim Bitcoin.
Deine Bedenken, dass solche Preisdrops die Hashrate unter ein Niveau drücken können welches mit einem Preis von ~10-12k rentabel war verstehe ich vollkommen und teile ich zu einem gewissen Grad, hier würde ich jedoch dennoch gerne einwerfen, dass wir hier aktuell nicht eine Situation haben in der wir die 3-fache Entlohnung haben und wie zu Zeiten der 1-fachen Entlohnung „praktisch“ nur die effizientesten Maschinen diese Entlohnung einnehmen und mit dieser die Stromrechnung bezahlen, nun ist es so, dass kaum welche dieser effizientesten Maschinen nachgerückt sind (habe irgendwann um die Jahreswende auf den Seiten der größeren Minerproduzenten geschaut und da stand überall ausverkauft bis …, teils Juli, teils August frühestens auf Nachfrage und oft nur ein out of stock auf der Webseite, weiß nicht wie es aktuell aussieht).
Also diese 2-fache zusätzliche Entlohnung wurde von nicht so effizienten alten Miningmaschinen eingenommen, die teilweise das doppelte oder gar 3-5 fache der Energie für dieselbe Anzahl an Hashes brauchen und somit in einem ganz anderen Bereich profitabel sind oder eben nicht
Hierzu eine Grafik die die Joule pro TH anzeigt, die die jeweiligen Generationen der Miner über die Jahre bisher ca. gebraucht haben.
Wir sind erst 2020 so wirklich wirklich unter die 50 J/TH gestoßen und davon sind sicherlich keine Unmengen im Einsatz gewesen, dass nur solche aktiv waren im Jahr 2020.
Nun ist diese „bessere“ Hardware halt historisch früher in China im Einsatz als an anderen Orten der Welt und wird eben mit dem Verbot jetzt wegfallen bzw. ist es schon und durch andere teils 3x so ineffiziente Hardware ersetzt. Glaube der AntMiner S9 z.B. (aktuelle laut paar bekannten von mir gerade so profitabel für ihre Strompreise) ist irgendwo in der Range von 100J / TH und die aktuellen Spitzenmodelle liegen bei ~30. Das heißt ja, die dreifache Entlohnung ist zwar da und würde instinktiv sowas wie einer Abschaltung von Hashrate wegen der Profitabilität widersprechen, weil es sich lächerlich anhört, warte, wir kriegen das dreifache, aber sind im selben Bereich ~100EH/s angeblich dieses Jahr nicht mehr profitabel, aber letztes Jahr schon?
Nun ist das vor ein paar Tagen in meinen Augen sicherlich nicht ein primärer Drop wegen der Profitabilität gewesen, das war primär wegen des Verbotes, du sagst von ~108 ( 25.06. bc.com) auf 70-80, vielleicht tiefer, fair enough, ich würde da eben nicht ganz mitgehen und bin bei mps.stream mit ~93 auf 83 oder was es nun aktuell ist (siehe auch die Abweichung am 25.06. bei bc.com und der selbstgemeldeten Hashrate, deswegen ist eben die „gemessene“ über die Blöcke so gefährlich, man würde glauben vom 22.06. bis zum 25.06. hätten sich wieder Chinesen dazugeschalten von ~90 auf 108 hin, während die gemeldete einen viel glaubwürdigeren stetigen Verlauf hat), aber stimme dir zu, dass es primär die Chinesen waren, würde nur einen zusätzlichen Faktor der Profitabilität nicht gänzlich ausschließen.
Wie gesagt, mir ist klar, dass es eine gefährlichere Situation als die Zeiten zuvor ist, aber ich würde dennoch niemandem raten großartig „nervöser“ zu sein und achtsamer als zuvor. Vielleicht etwas achtsamer und bissl hellhöriger als zuvor, aber eben nicht ein binärer Wechsel von, vorher hattest du dir üüüüüberhaupt keine Sorgen zu machen, jetzt musst du echt wachsam sein. Du solltest immer etwas skeptisch sein und immer don’t trust verify leben und jetzt halt etwas mehr, aber ich sehe nicht diesen Grund jetzt einen gewaltigen Umschwung in der Einstellung haben zu müssen. Meiner Meinung nach war die bestehende aktive Infrastruktur für einen Angriff besser ausgelegt, du maschierst ungemeldet auf die Farmen und beschlagnahmst sie im Betrieb, musst dann nicht wie jetzt teilweise alles neu aufbauen, die Hardware aufsuchen, weil sie schon abgebaut wurde usw.
Agree
Zu „Höchstzeiten“ wie dem ATH 2017 oder dem jetzt im April (Anfang Mai?) kann ich mir vorstellen, dass es vielleicht nicht ganz so viel Hashrate auf der Seite gab wie aktive Hashrate, aber die restlichen Zeiten, wo kein Preisrush ist und diese alte Hashrate nicht von inaktiv auf aktiv wechselt bin ich persönlich stark überzeugt davon, sehe und höre immer wieder von welchen die ihre unprofitablen Miner halt trotzdem behalten, weil ein 2x im Preis sie wieder profitabel machen würde usw.
Und ich meine aktuell gibt es offensichtlich >50% inaktive Hashrate, sonst wären ja manche nicht besorgt In diesem Fall auch sehr effiziente Hardware ![]()
Agree, ist sie, die Dramatik würde ich persönlich nur nicht so hochspielen wie manch andere, weil ein Preisdrop jetzt auf unter 20k oder sowas z.B. dann wirklich sowas wie einen Angriff nicht so kostspielig machen würde und dieser Preisdrop folgt eben durch das dramatisieren der Lage und kreiieren von Panik.
Ungeachtet dessen, dass der individuelle Schaden für den einzelnen nur eine Frage von temporärer Zensur wäre und somit die Frage besteht, ist es mir wert meine Ersparnisse um 50-90% durch Panikmache zu entwerten, weil ich fürchte VIELLEICHT 5-10 Wochen zensiert zu werden, was eh schon unheimlich unwahrscheinlich ist.
I agree again. Will nicht so tun als ob es heute nicht „schlimmer“ als gestern ist, aber das viel schlimmer sehe ich nicht. Gestern (ich meine jetzt nicht wortwörtlich gestern, sondern vor dem Verbot und nach dem Verbot) waren alle Miner in China montiert und nutzbar und für einen Angriff vielleicht noch greifbarer als heute. Während heute noch vieles mehr organisiert und verschwiegen gehört als gestern, Neuaufbau, Besorgung der Hardware usw.
Gibt auch viele kompetente Bitcoiner, die das genauso wie du denken (würde dich jetzt genauso als kompetenten Bitcoiner bezeichnen wie x andere, außer du siehst in Bitcoin nichts und bist mehr an Altcoins interessiert und bezeichnest dich deshalb selber nicht als Bitcoiner, aber dem scheint mir nicht so). Würde hieraus keine OGs denken so und sind cool und Neulinge sind so schwach und weinerlich Sache machen, glaube da gibt es allgemein eine 50/50 Aufteilung, bei „OGs“ und bei „Neulingen“, wie auch immer man die definiert.
Dadurch das eben ~50/50 jetzt vorliegt, ob nun 40/60 oder 60/40 spielt nicht diese gewaltige Rolle für den Nutzer wird eben durch eine sich herauskristallisierende Grenze von X Blöcken eine „natürliche“ Safezone entstehen.
Vielleicht ist das auch ein Mitgrund wieso ich nicht so besorgt bin.
Dieser Rückschritt / die Bremse in der Adoption wäre mir gar nicht so unangenehm.
Den könnten wir gut brauchen um zurück zu den Wurzeln zu kommen, mehr Selbstverantwortung, weniger KYC-Services, mehr die Philosophie weitergeben an andere Nutzer, das alles geht in der „Krise“ besser, weil nur interessierte Leute noch dabei sind bzw. die die keinen anderen Weg haben.
Kann ich nur zurückgeben.
Mal kurz off-topic…
Auf der MiningPoolStats Seite macht u.a. folgender Shop Werbung:
Kennst du oder jemand anderes den und ist der vertrauenswürdig?
Dort gibt es Antminer S19 Pro für 3 k$, was mir ungewöhnlich günstig vorkommt.
Bestimmt ne blöde Frage:
Wenn nun nach der Schwierigkeitsanpassung durch irgendwen mit einer gewissen Hash Power Offline weiter mined wird, würde doch auch die Schwierigkeit weiter in dieser Offline Chain sinken, richtig? Wenn der Angreifer dies nun über einen längeren Zeitraum so treibt, könnte er doch zu einer sehr moderaten Schwierigkeit gelangen. Klar das finden neuer Blöcke würde länger als der durchschnitt brauchen. Aber wenn er dann nach Erreichung einer niedrigen Schwierigkeit dann immer weitere Miner hinzuschaltet, könnte er doch voraussichtlich schneller als alles 10 Min minen und ggf. die online Chain irgendwann überholen, oder? Longest Chain wins.
Vor 4 Jahren gab es beim Versand der S9 das Problem, dass sie kein CE Label hatten. Es kam vor, dass der Zoll die Einfuhr verweigert hatte. Kosten für den Rückversand waren dann vom Käufer zu zahlen, wobei der Zoll natürlich eine saftige Bearbeitungsgebühr aufschlug.
Je nach Spediteur erfolgte die Einfuhr über eine unterschiedliche Zollstelle. Probleme machte wohl der Versand mit DHL, UPS funktionierte dagegen.
Keine Ahnung, ob die neuen Miner mittlerweile das CE Siegel bekommen haben. Da wäre aber ggf. drauf zu achten, falls die Geräte von außerhalb der EU kommen.
@TommyM
Ich finde deine Frage gut und hab mal drüber nachgedacht.
Man kann die Schwierigkeit um max 75% verringern also muss man mit 25% der gesamten hashrate offline minen und würde 4mal so lange brauchen. Man wäre nun also ca 7000 Blöcke im Rückstand. Wenn man nun weitere 75% verringern will kostet das wieder 7000 Blöcke usw
Wenn man dann die hashrate erhöht bzw wieder verdoppelt gewinnt man nur ca 1300 Blöcke wo man vorher 7000 verloren hat.
Also mMn ist das POW auf diese Weise nicht angreifbar. Bin allerdings auch noch kein Experte bei dem Thema
Ich habe noch einen S9 aus diesem Grund behalten – zur Selbstverteidigung. Keine Ahnung wie viele andere Deppen wie mich es da draußen gibt.
Klingt für mich sehr plausibel. Danke für das Beispiel. 
Nachdem die Schwierigkeitsanpassung nun vorgenommen wurde, würde mich mal interessieren wie sich die Hashrate dadurch verändert. Vielleicht gibt es hier ja den ein oder anderen Experten der mal einen aktuellen Stand übermitteln kann
eine Analyse der Charts fällt mir noch wirklich schwer
(ich steige ja schon bei Euren detaillierten Erläuterungen aus
)
Ich bin kein Experte, aber seitdem wurden 31 Blöcke in 345 min gefunden.
Die Statistik ist natürlich für die paar Stunden sehr schlecht. Aber die 31 Blöcke passen zu der Annahme, dass die Difficulty jetzt wieder zumindest einigermaßen passt (liegt innerhalb einer Standardabweichung um den Erwartungswert 34,5 ± 5,9).
Allerdings wurde die neue Difficulty auf Basis der Blockabstände seit 13. Juni berechnet. Da die Hashrate seitdem von ca. 130 EH/s in den Bereich um 80…90 EH/s gefallen ist nehme ich an, dass die neue Difficulty für den aktuellen Zeitpunkt noch etwas zu hoch angesetzt ist.
Die neue Difficulty entspricht einer erwarteten Hashrate von 103 EH/s, von der wir aktuell schätzungsweise noch ca. 10 % entfernt sind. Sollten die umgezogenen Miner bald wieder zuschalten, oder der Preis steigen, passt es vielleicht wieder.
Hier sieht man eine Übersicht über die Difficulty-Perioden:
Von der Bezeichnung Durchschnittliche Hash-Rate der letzten Spalte darf man sich allerdings nicht täuschen lassen. Dieser Wert gehört zur vorangegangenen Periode, welche die Basis für die Berechnung der neuen Difficulty ist.
Es ist also die erwartete Hashrate, die exakt zur Difficulty der jeweiligen Periode passt, bei der man also im Mittel genau 1 Block in 10 min finden würde.
Nein, kenne ich nicht.
Ein schnelles Urteil will ich aufn ersten Blick auch gar nicht treffen, aber persönlich würde ich jedem der anfangen will zu minen raten in einer so jungen Industrie einfach generell die Hände von Resellern von Hardware oder Secondhandware lassen.
Dafür fehlt es einem an Erfahrung um die Qualität oder Echtheit der Produkte zu überprüfen.
Wer schon einiges an Erfahrung hat kann dann auf Schnäppchenjagd gehen und in Telegramgruppen sich nach Secondhandware umschauen.
Also, das mit der Hashrate ist mir immer noch ein Rätsel. Erst ging die laut Umbrel immer stetig wieder rauf auf über 100 und jetzt wieder bei 87. und laut blockchain.com hat die sich überhaupt nicht erholt gehabt. Hä? Sind das alles Berechnungsfehler wegen der Anpassung der Schwierigkeit?





