Bitcoin an der Wallstreet, Politik und Co

Hallo zusammen,

ich bin seit 2021 in der Kryptowelt, interessiere mich aber seit einiger Zeit fast ausschließlich für Bitcoin.

In der Diskussion geht es um die Entwicklung von Bitcoin an der Wall Street, in der Politik und allgemein im gesamten Space auf X.

Als ich Bitcoin damals zum ersten Mal gesehen und kennengelernt habe, war es – wie wahrscheinlich für viele – zunächst nichts Besonderes. Den Nutzen und den eigentlichen Sinn dahinter habe ich damals noch nicht erkannt oder verstanden.

Nach einigen Büchern und auch dank Roman hat sich meine Sichtweise jedoch um 180 Grad geändert, und Bitcoin ist für mich zu einer Art Hoffnung geworden.

Was mir mittlerweile allerdings Sorgen macht – und was Bitcoin für mich überspitzt gesagt ein Stück weit „kaputt“ macht (nicht falsch verstehen, Bitcoin ist für mich unzerstörbar) – ist die extreme Politisierung des gesamten Themas.

Bitcoin ist für mich ein Weg, diesem kaputten System zu entkommen, und der Inbegriff von Freiheit.

Seit den ETFs und auch seit Trump wird diese Freiheit für mich zumindest auf oberflächlicher Ebene angegriffen. Klar, man kann sich freuen: Die Preise steigen, große Institutionen kaufen ein usw. Aber meiner Meinung nach braucht Bitcoin weder Institutionen noch Trump oder irgendeinen anderen Politiker.

War der ursprüngliche Ansatz von Bitcoin nicht genau, sich vor solchen Akteuren zu schützen und ein eigenes System aufzubauen?

Außerdem glaube ich nicht, dass es diesen Leuten wirklich um Bitcoin geht. Es geht um Hype, um Aufmerksamkeit, um das Gewinnen von Wählerstimmen – nicht um das eigentliche System, das Bitcoin infrage stellt.

Wenn es wirklich um Bitcoin ginge, warum ändert sich dann im Fiat-System nichts?

Ja, Bitcoin ist weiterhin unabhängig. Aber wenn ich heute X oder andere Social-Media-Kanäle öffne, sehe ich zum Thema Bitcoin fast nur noch Politik, BlackRock und jede Menge Unsinn, der dem ganzen Space – oder zumindest den Neuen darin – komplett den Kopf verdreht.

Und ja, Bitcoin wird auch in Zukunft weiter steigen, und ich werde mich jedes Mal aufs Neue dafür begeistern. Vielleicht sollte ich einfach meinen Nachrichtenkonsum auf X & Co. zu diesem Thema etwas einschränken.

Teilt gerne eure Meinung dazu, auch wenn ihr anderer Meinung seid :slight_smile:

The root problem with conventional currency is all the trust that’s required to make it work. The central bank must be trusted not to debase the currency, but the history of fiat currencies is full of breaches of that trust. Banks must be trusted to hold our money and transfer it electronically, but they lend it out in waves of credit bubbles with barely a fraction in reserve. We have to trust them with our privacy, trust them not to let identity thieves drain our accounts.

Es ging meines Erachtens nie um große Player.

Es ging imho um die fett hervorgehobenen Dinge und die Antworten die Bitcoin darauf liefert.

trust → vertrauenloses Netzwerk
debase → feste/limitierte Anzahl
fractional reserve banking → s. ebd. (Es kann kein Giral-Bitcoin geschaffen werden.)
identity thieves → private key cryptography

In so einer Welt haben Banken immer noch eine Daseins-Berechtigung, aber eben nicht mehr die Macht. Menschen haben eine Alternative und Banken müssen mit diesem System konkurrieren.

Wie können sie das tun?
So ist fractional reserve banking nicht mehr möglich. Der Verleih von Bitcoin kann natürlich trotzdem noch ein Geschäft bleiben. Hier müssen aber Banken transparent machen, welchen Anteil sie verleihen und welchem Risiko die Kunden damit ausgesetzt sind. Den Bestand selbst sollten sie mittels PoR nachweisen. Jede Bank kann hier andere Modelle fahren, der Kunde entscheidet. Die Banken stehen im Wettbewerb. Wer möchte verwahrt sein Geld selbst.

Diebstahl ist kein Problem. Du kannst Transaktionen selbst signieren. Oder im Falle der Verwahrung durch eine Bank mittels MultiSig Transkaktionen durchführen (wobei Du da natürlich wieder den Part „permissionless“ aufgibst).

Brauchen tut es das nicht, schaden tut es auch nicht. Am Ende ist Bitcoin unpolitisch und frei. Das heißt im Umkehrschluss eben auch, dass jede:r mitmachen kann. Auch große Institutionen oder ein Trump höchstpersönlich.

Permissionless eben.

Wer A sagt muss auch B sagen.

Nein. (siehe oben)

Ist doch egal, worum es diesen Leuten geht. An Bitcoin ändert dies nichts.

Weil das Fiat-System die Summe aller Menschen ist. Wandel braucht Zeit. Häufig viele Generationen.

Meinungsfreiheit. Ein wichtiges Gut.

In solch einer Welt muss man eben auch viel Unsinn aushalten. :slight_smile:

Da hast Du doch schon eine mögliche Lösung für Dich gefunden.

Check. :check_mark:

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