BISON vs. ETP

Hallo Leute,

zur Diversifikation der Verwahrung bin ich am Überlegen einen Teil in einen ETP zu stecken oder auf BISON zu verwahren. Weiß jemand, ob das Verwahrrisiko auf BISON mit deaktivierter Krypto-Auszahlungsoption genauso sicher ist wie bei einem ETP? Wenn dem so wäre, wär das natürlich richtig nice, denn dann hätte man ja das Beste aus beiden Welten: Diversifikation in die Fremdverwahrung, ich glaube keine Verwahrgebühren wie bei nem ETP und die Möglichkeit sich die Coins doch wieder auf die Wallet zu ziehen, falls man das irgendwann möchte.

Ja ich weiß, nichts geht über self-custody, ich rede ja auch nur von einem Teil des Stacks.

Was meinst du mit sicher?

Sicher vor Diebstahl? Sicher vor Kontensperrungen? Sicher vor Emittenten-Drittparteirisiken?

Das müsste man für jeden Broker / jede Börse / jeden ETP individuell bewerten.

Sehe ich ähnlich. Aber warum nicht wirklich das Beste aus allen Welten?

1 Teil Multisig, 1 Teil Single Sig, 1 Teil Bison, 1 Teil ETP. Müssen ja nicht gleich große Teile sein.

Bei Bison sehe ich den Vorteil, dass du jederzeit handeln und auszahlen kannst, sollte es nötig sein und dass du (ohne Auszahlungen) einen sauberen gut lesbaren Steuerbericht fürs Finanzamt hast.

Bei ETPs hätte man den Vorteil, dass das ganze schon im traditionellem Finanzsystem liegt und eventuell (?) sogar nicht unter die DAC8 Regeln fallen.

Ja, genau diese Sicherheit meine ich, also sicher davor, dass mir (also meinem Account) oder dem Verwahrer (und damit letztlich auch wieder mir) die Coins „weggehackt“ werden (dass Bison die Coins FTX-mäßig bewusst veruntreut glaub ich eher weniger).

Genauso hab ich es im Prinzip vor, wobei ich noch am Überlegen bin, ob für die Fremdverwahrung nicht Bison allein reicht anstatt Bison + ETP. Denn für den ETP müsste ich Bitcoin verkaufen, der Geldeingang müsste von meiner Bank akzeptiert werden und dann müsste ich die ETP’s einkaufen. Das wär mit Bison wesentlich einfacher, da ich da einfach nur einen Teil meiner Coins hinschicken und Kryptoauszahlung deaktivieren müsste.

Ich hab jetzt übrigens mal bei BISON selbst nachgefragt, wie sich das verhält und sie haben wie folgt geantwortet:

"Vielen Dank für deine Anfrage.

Als Teil der Gruppe Börse Stuttgart Group mit ihrer 160-jährigen Geschichte und ihrer führenden Rolle in ganz Europa, insbesondere im Krypto- und Digitalgeschäft, sind wir den höchsten Standards verpflichtet, um die Assets unserer Kunden zu schützen.

Die Boerse Stuttgart Digital Custody GmbH hält die MiCAR-Lizenz (Markets in Crypto-Assets Regulation) von der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für die Verwahrung von Kryptowährungen. Das mehrstufige Sicherheitskonzept wird u.a. durch die Integration einer Versicherung in das Verwahrkonzept ergänzt.
Die von der Boerse Stuttgart Digital Custody GmbH abgeschlossene Crime-Versicherung, die die verwahrten Coins u.a. gegen Diebstähle und Hackerangriffe versichert, gilt für Hot-, Warm- und Cold-Wallets. Darüber hinaus ist das Informationssicherheitsmanagementsystem nach ISO 27001 zertifiziert.

Gemäß unseren Geschäftsbedingungen haften wir bei allen wesentlichen Vertragspflichten für Schäden, die wir, vereinfacht gesagt, selbst verschuldet haben. Dies gilt nicht uneingeschränkt, wenn du durch schuldhaftes Verhalten selbst zu einem Schaden beigetragen hast, zum Beispiel durch Weitergabe deiner Zugangsdaten.

Dein Euro-Guthaben ist bei unserem Banking-Partner über die gesetzliche Einlagensicherung (bis zu 100.000 Euro) geschützt.

Viele Grüße"

Offensichtlich sind deren coins ja sogar speziell versichert :+1: (wobei ich natürlich nicht einschätzen kann, wie das dann im konkreten Schadensfall nachher tatsächlich aussieht)

Warum nicht gleich BSDX statt Bison? Da hast du niedrigere Gebühren beim Kauf oder Verkauf.

21bitcoin bietet auch eine Versicherung an. Was ich auch interessant finde, ist, dass 21bitcoin für die langfristige Verwahrung für Einzelkunden die Möglichkeit plant, eine eigene Cold-Wallet-Adresse anzubieten. So kannst du jederzeit deinen Bestand überprüfen. Außerdem wird es die Möglichkeit geben, Fiat-Kredite für die hinterlegten Bitcoin zu erhalten.

Ich bin da halt schon recht lange und hab kein Bock zu switchen (oder is das recht easy von Bison zu BSDX ohne kyc und so?)

Ja, sowas fänd ich echt extrem nice, weshalb ich darauf auch bei Bison irgendwann hoffe.

Ich wollte aber regulatorisch auf Nummer Super-sicher gehen, weshalb ich ne deutsche Börse wollte (ja, wahrscheinlich is Österreich genauso safe)