Bip110 bei bitcoin Knots ja oder nein?

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Same!

Die Jünger sind unverbesserlich. Dann müssen sie eben den harten Weg nehmen. Noch mehr Kilometer lange Threads geht nicht.

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Genau, es ist die Reaktion auf befürchteten Spam. Ausgelöst wurde die Diskussion durch die drastische Erhöhung des OP-Return bei Core. BIP-110 ist die erstellte Reaktion von bereits mehreren 1000 Node-Betreiber auf eine sich bereits absehbare steigende Spam-Belastung (siehe z.B. CITREA) der Bitcoin-Kette durch Applikationen, die als nicht Bitcoin klassifiziert werden. Dieser ‘Spam’, also die Nutzung des begrenzten Speicherplatzes durch NICHT-Bitcoin Use-Cases, soll damit deutlich begrenzt werden. Hat nichts mit Zensur zu tun.

Wie kann man so überheblich sein und im Forum so auftreten, als würde man alle Argumente bereits kennen, immer richtig liegen und jede Gegenposition nur falsch, oder als Zeitverschwendung betrachten?

Bitte keine Antwort hier erforderlich, aber eine Bitte den folgenden Stream (beispielhaft, aber das kommt auf) zu checken, bezüglich der “Einschätzung was auf die Bitcoin Chain zukommen könnte/wird bezüglich Spam :smile:

Smart Contracts on Bitcoin? OP_NET Founder Explains Why ‘We Don’t Need a Fork’

Die Einschätzung ist, dass solche Projekte die heutige Dezentralität zerstören werden.

  

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In dem OP_NET-Video geht es um Taproot, und das ist ja schon relativ lange etabliert. Wenn jetzt irgendeine Gruppe im Rahmen von Taproot ihre Smart Contract Daten (Skripte, aber nicht innerhalb von Bitcoin ausführbar) eintragen möchte, dann sollte sie das tun dürfen, ohne daß jemand ankommt und sagt, halt, bisher war das erlaubt, aber jetzt haben wir unsere Meinung geändert, deine Absichten passen uns nicht, das wird uns zuviel, das muss verboten werden. Ulrike, hol die Verbotsformulare!

Das Ganze gibt es ja nicht umsonst, und wer richtig viele Daten auf einer Chain eintragen möchte, nimmt eh irgendsoeine Ethereum-Chain, da gibt’s alles in billiger, besser und größer. Auch Ethereum&Co wird es in 10, 20, 30 Jahren noch geben.

Ich sehe das BIP110-Zeugs als den ersten Schritt, die erste Salamischeibe in einer sehr langfristig angelegten Taktik, um Bitcoin politisch und sonstwie korrekt umzubauen. Wenn BIP110 dauerhaft akzeptiert würde, dann käme als Nächstes ein Vorschlag für die Regulierung von Taproot, jede Wette. Am Ende steht dann ein Blockspace-Zuteilungsministerium (die digitale Variante davon, z.B. über Miner-Mehrheit), jeder, der dann noch Blockspace abseits von echten Zahlungen verwenden möchte, müsste erst mal einen Antrag stellen.

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Für mich ist BIP110 eher eine einmalige Korrektur. Viele der Funktionen wurden damals im Zusammenhang mit Taproot angekündigt, mit dem Versprechen, dass sie Bitcoin als Zahlungsnetzwerk verbessern oder neue sinnvolle Anwendungen ermöglichen. Lange hiess es, man müsse Geduld haben, weil sich solche Entwicklungen erst mit der Zeit zeigen. Inzwischen sind jedoch mehr als drei Jahre vergangen und Taproot wird kaum für Zahlungen genutzt. Man hat dem Ganzen also genug Zeit gegeben, um zu sehen, ob sich diese Versprechen erfüllen.

Was man heute stattdessen sieht: Ein grosser Teil des Blockspace wird für Dinge genutzt, die wenig mit Bitcoin als Geld oder Zahlungsnetzwerk zu tun haben.

Das grössere Problem dahinter ist für mich, dass Bitcoin über Konsens veränderbar ist. Bitcoin wird letztlich zu dem, was seine Nutzer daraus machen. Wenn immer mehr Leute Bitcoin für NFTs, Smart Contracts, DeFi oder ähnliche Anwendungen nutzen, verändern sich automatisch auch die Anreize im System.

Je weniger Bitcoin als Geld genutzt wird, desto grösser wird der Druck, das Protokoll in eine andere Richtung weiterzuentwickeln. Bitcoin ist ein System aus Kompromissen, weil Dezentralität und Skalierung nicht gleichzeitig maximal erreichbar sind. Andere Anwendungen haben jedoch andere Anforderungen und damit auch andere Trade-offs als Bitcoin als Zahlungsnetzwerk und Wertespeicher.

Wenn solche Use-Cases einmal gross im Netzwerk sind, bekommen sie auch mehr Einfluss auf die zukünftige Weiterentwicklung. Dann wird es immer schwieriger, Bitcoin wieder stärker auf seine Rolle als Geld oder Zahlungsnetzwerk auszurichten. Wenn heute schon ein grosser Teil des Blockspace für andere Dinge verwendet wird, zeigt das, dass sich die Nutzung bereits verschiebt. Genau darin sehe ich das Risiko. Deshalb halte ich es für sinnvoll, Bitcoin wieder stärker in Richtung Wertaufbewahrung und Zahlungsnetzwerk auszurichten.

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Bitcoin wird NIEMALS Geld oder Zahlungsnetzwerk auf dem main layer sein. Warum peilt ihr das nicht?Es ist nicht dafür ausgelegt. Es schafft das Ganze nicht. Es braucht in Zukunft Datenblöcke, die das Netzwerk skalieren.
Sorry der musste nochmal sein, hab mich hinreißen lassen, bin ja schon still.

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Das BIP zerstört Bitcoin als Zahlungsmittel, da man nur über Lightning skalieren kann und andere skalierungs Technologien eingeschränkt werden. Gleichzeitig die Konsequenz ohne:

Und noch kurz als Auffrischung der Geschichte. Ethereum gibt es nur da die Bitcoin Entwickler OP_Return limitiert haben und Vitalik gedroht haben das sie es weiter reduzieren wenn er darauf Smart Contracts aufbaut.

Ein Netzwerk besteht nicht nur aus technischen Argumenten. Auch soziale Signale und die Wahrnehmung der Nutzer spielen eine wichtige Rolle. Dies wird von Core jedoch weitgehend ignoriert.

Klar, mir wäre es auch lieber, wenn man alle Skalierungslösungen direkt und ohne Hindernisse auf Bitcoin bauen könnte.

Aber wichtiger ist mir, dass heute und in Zukunft möglichst viele Menschen selbst eine Node betreiben können wie möglich.

Und wie genau hilft da jetzt BIP110? :sweat_smile::backhand_index_pointing_right::backhand_index_pointing_left:

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Ich finde es verständlich, dass Menschen entscheiden möchten, was für Daten ihre Node so alles speichert und verstehe auch die Knots/BIP110 Seite.

Für mich ist nur die Mainchain momentan aber die sicherere Wette. Ich denke nicht, das die breite Masse sich nicht allzu sehr über die Bildchen/NFTs stört, vor allem die die Ihre Coin auf der Exchange liegen haben oder nen ETF kaufen. Die sehen Bitcoin, das hat mir Kumpel empfohlen und kaufen das. Sie beschäftigen sich nicht mit so nem BIP kram.

Das Problem mit den NFTs wird sich mMn eh durch den Gebührenmarkt irgendwann von selbst regeln/lösen

Ich denke wenn man dann die BIP110 Coins kauft, wettet man darauf, dass der Pädoring auf Bitcoin gefunden wird und Medienwirksam in das Problem in die breite Öffentlichkeit getragen wird. Dann kann sich BIP110 sehr gut positionieren und hat eine echte Chance. Vielleicht kommt es auch nie dazu und damit wäre der größte Treiber/Argument für BIP110 weg.

Ich werde deswegen warten und es drauf ankommen lassen und wenn es dazu kommt dann werde ich erst die BIP110-Fork einspielen.

Das kann ja auch jeder weitestgehend entscheiden… sowohl mit Core als auch mit Knots.Und auch mit und ohne BIP110. Das ist ja genau der Punkt :sweat_smile:. Es ändert nicht wirklich etwas.

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Es gibt nach Aktivierung des BIP110 erstmals keine spezifischen Coins, es wird sich aber eine voraussichtlich temporäre Kettenspaltung ergeben, sobald ein gespamter Block gemined wurde. Für die Transaktionen, die sich in diesem gemined Spam-Block befinden können dann unterschiedliche Kontostände in beiden Ketten vorliegen.

Wenn dieser Zustand der Kettenspaltung länger anhält werden die allgemein auftretenden Unsicherheiten, ob eine Transaktion in beiden Ketten oder nur in einer Kette umgesetzt wurde ansteigen, sodass ggf. ein Vorschlag kommen könnte, die Kettenspaltung permanent zu halten. Das könnte dann den Kurs gewaltig bewegen.

Aus meiner Sicht kann man sich am besten auf diese Situation vorbereiten, wenn man beide Ketten verfolgt.

In den letzten Jahren hat Core mehrere Änderungen umgesetzt, die die nicht-monetäre Nutzung von Bitcoin erleichtern.

BIP110 geht bewusst in die andere Richtung und versucht, diese Nutzung wieder einzuschränken.

Analogie aus der realen Welt

Wenn ein Einbrecher trotz Türschloss einbrechen kann, entfernt man diese Schutzmassnahmen nicht. Man verbessert sie, oder ergänzt zusätzliche Sicherheitsmechanismen.

Genau darum geht es bei diesem Vorschlag.

Wie das Problem entstanden ist:

Durch Libra Relay, Mara Slipstream…, wurde es möglich Transaktionen direkt an Miner zu schicken und Nodes zu umgehen.

Das funktioniert vor allem deshalb gut, weil die Blockproduktion relativ zentralisiert ist. Vermutlich gibt es nur wenige Mining-Infrastrukturen, die den Grossteil der Blöcke produzieren und Transaktionen zusammenstellen. Pro Pool meist eine zentrale Node.

Libra Relay muss sich deshalb nur mit diesen wenigen verbinden, um einen grossen Teil des Netzwerks zu umgehen.

Wäre die Blockproduktion stärker dezentralisiert, etwa wie es Ocean Mining versucht, wäre das deutlich schwieriger. Man wüsste nicht, welcher Miner den nächsten Block findet und müsste Transaktionen an viele Nodes weitergeben. Dadurch hätten Nodes wieder mehr Einfluss darauf, welche Transaktionen überhaupt in Blöcke gelangen.

Früher konnten Nodes Bitcoin indirekt schützen, weil Transaktionen ohne sie kaum zuverlässig zu einem Miner gelangten.

Wenn Nodes jedoch umgangen werden können, verliert diese Schutzfunktion stark an Bedeutung.

Deshalb der Vorschlag von BIP110

Der Ansatz von BIP110 ist, bestimmte Datenlimits direkt im Konsens festzulegen.

Nodes würden Blöcke als ungültig betrachten, wenn sie Transaktionen mit zu grossen Datenanhängen enthalten. Dadurch könnten Inhalte, die nichts mit Zahlungen zu tun haben, nicht mehr dauerhaft in die Blockchain geschrieben werden.

Die Idee dahinter ist, dass durch die zunehmende Zentralisierung der Blockproduktion ein neuer Angriffspunkt entstanden ist, den es in den frühen Jahren von Bitcoin so noch nicht gab.

Bitcoin besteht im Wesentlichen aus drei Gruppen, die sich gegenseitig ausbalancieren sollen

  1. Nodes

  2. Miner

  3. Nutzer

Damit das Netzwerk langfristig dezentral bleibt, sollten Standardtransaktionen keine dieser Gruppen übermässig belasten.

Im aktuellen Zustand entsteht jedoch ein Ungleichgewicht: Miner haben einen Anreiz, möglichst viele Gebühren einzunehmen, indem sie Spam minen, während Nodes die zusätzlichen Kosten tragen müssen.

Alles, was mit den Standardeinstellungen von Bitcoin möglich ist, sollte deshalb keine der drei Gruppen unverhältnismässig belasten.

Zur Einordnung: Die Transaktionen, die durch die vorgeschlagenen Limits eingeschränkt würden, zahlen im Durchschnitt nur etwa 10 % der Gebühren, belegen aber rund 30–40 % des Blockplatzes.

Mögliche Konsequenzen ohne solche Limits

  1. Mehr Rechenaufwand für Nodes, da grössere oder unnötige Transaktionen verarbeitet werden müssen. Unabhängig davon, ob eine Node Filter nutzt oder nicht, da sie von anderen Nodes weitergeleitet werden und die Node sie verarbeiten oder verwerfen muss.

  2. Mehr Speicherbedarf, weil diese Daten dauerhaft in der Blockchain gespeichert bleiben.

  3. Mehr Bandbreitenverbrauch, da diese Daten im Netzwerk weitergeleitet werden müssen.

  4. Weniger Einfluss der Nodes darauf, welche Transaktionen in Blöcke gelangen, da Miner direkt beliefert werden können, ohne Limits.

  5. Mehr Projekte, die Daten direkt auf Bitcoin speichern wollen, weil es technisch möglich ist und sozial akzeptierter wird.

  6. Risiko von vermehrten illegalen Inhalten auf der Blockchain, wodurch Bitcoin politisch angreifbarer werden könnte, besonders in korrupten oder autoritären Staaten.

  7. Vor Core v30 konnten grosse OP_RETURN-Daten praktisch nur über grosse Mining-Pools in Blöcke gelangen, weil man sie dort direkt einreichen konnte. Seit dem Update werden solche grossen Daten im ganzen Netzwerk verteilt. Dadurch verteilt sich die Verantwortung stärker, während zuvor vor allem öffentliche Miner betroffen waren, die gesetzlichen Rahmenbedingungen unterliegen und einfacher zur Verantwortung gezogen werden konnten.

  8. Unterschiedliche Interessen im selben Netzwerk. Wenn immer mehr Anwendungen entstehen, die nichts mit Geld zu tun haben, verändern sich die wirtschaftlichen Anreize und langfristig möglicherweise auch die Regeln des Systems.

  9. Mehr Scam- oder Spekulationsprojekte, die Bitcoin als Infrastruktur nutzen und dem Image schaden.

  10. Temporäre Hype-Projekte, die kurzfristig Gebühren erhöhen und später verschwinden, während ihre Daten dauerhaft in der Blockchain bleiben. Das kann zwischenzeitlich Zahlungen erschweren, sowohl auf Layer 1 als auch auf Layer 2. Gleichzeitig wird das Argument schwächer, dass Bitcoin als Geld besonders liquide nutzbar ist. Hohe Gebühren können Nutzer zudem stärker in Layer-2-Lösungen drängen, die immer eigene Kompromisse besitzen:

Beim Lightning-Netzwerk entstehen beispielsweise laufende Kosten für Nodes durch das Betreiben eines Computers. Das führt dazu, dass mehr Personen auf custodial Lösungen zurückgreifen. Ebenfalls entstehen Gebühren beim Öffnen und Schliessen von Channels. Bei sehr hohen On-Chain-Gebühren kann das teuer werden.

Damit kann man argumentieren, dass nur On-Chain-Bitcoin wirklich kostenlos, ohne Risiko und dauerhaft gehalten werden kann.

  1. Längere Synchronisationszeiten für neue Nodes, da die Blockchain schneller wächst.

  2. Mehr Nodes könnten nur noch im Pruning-Modus betrieben werden, weil die Hardware-Anforderungen steigen. Dadurch wären neue Nodes stärker auf wenige vollständige Nodes angewiesen.

  3. Teile der Wallet-Infrastruktur funktionieren nur mit vollständigen Nodes. Beispielsweise benötigt Electrum vollständige Indizes. Wallets wie Sparrow lassen sich mit einer Pruning-Node oft nicht direkt verbinden, obwohl genau diese Nutzung für viele Menschen der Hauptgrund ist, überhaupt eine eigene Node zu betreiben.

  4. Miner könnten gezwungen sein, Spam-Transaktionen zu minen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Wenn solche Transaktionen Gebühren zahlen, verlieren Miner, die sie ablehnen, Einnahmen gegenüber anderen Minern. Mit Konsensus Limits können Miner sich durch Spam nicht bereichern.

Warum Limits wie in BIP110 Spam reduzieren würden

  1. Sie senden ein klares soziales Signal, dass grosse Datenanhänge im Netzwerk nicht erwünscht sind.

  2. Der technische Aufwand und die Kosten steigen, weil grosse Daten auf viele kleinere Transaktionen verteilt werden müssten.

  3. Projekte tragen das Risiko, dass ihre Methode jederzeit durch neue Limits blockiert werden kann. Falls dies das Netzwerk will.

  4. Grosse Inhalte könnten nur noch mit zusätzlichen externen Informationen rekonstruiert werden (z. B. Transaktions-IDs, Reihenfolge und Blocknummern). Ohne diese Informationen wären die Daten nicht mehr lesbar. Dadurch sinkt der Anreiz, solche Inhalte überhaupt auf der Blockchain zu speichern, weil sie nicht mehr vollständig und dauerhaft ohne zusätzliche Infrastruktur verfügbar wären.

Wir haben reale Beispiele dafür, dass sich Projekte anders entwickeln, wenn ein Netzwerk sie nicht aktiv unterstützt. Siehe Ethereum welches zuerst auf Bitcoin aufbauen wollte. Ebenfalls kann man argumentieren das dort gute Skalierungslösungen entstehen können und man jederzeit diese auch in Bitcoin übernehmen könnte, notfalls über eine Konsensusänderung. Bitcoin muss nicht offen sein damit Technologien entstehen.

Gründe warum das BIP keinen Fork verursachen muss:

Miner haben momentan keinen Nutzen, das BIP früh zu aktivieren, da sie sonst sofort Gebühren verlieren würden. Support eher gering ist.

Ab einem gewissen Punkt steigt jedoch das Risiko eines Forks. Miner wollen das wenn möglich vermeiden. Ein Fork bedeutet für sie Preisrisiko und aufgeteilte Transaktionsgebühren auf 2 Netzwerke. Das Verlustrisiko ist höher als der mögliche Profit durch Spam.

Echtzeitbeispiel SegWit-Update:

Rund 90 % der Nodes waren zum Zeitpunkt des UASF bereit für SegWit-Transaktionen, weil Core dies zuvor in einem früheren Update implementiert hatte und ein grosser Teil des Netzwerks bereits aktualisiert wurde. Das UASF-Update selbst hatten nur etwa 10–20 % der Nodes installiert.

Das bedeutet: 90 % akzeptierten die neuen Regeln, während 10–20 % durch den UASF zusätzlichen Druck erzeugten, was die Miner letztlich dazu brachte, die Regeln zu übernehmen, obwohl sie dagegen waren.

Heute akzeptieren praktisch 100 % der Nodes die Regeln des BIPs, während etwa 6 % bereits einen UASF Monate vor einer möglichen Aktivierung betreiben.

Es ist daher durchaus möglich, dass die Regeln des BIPs übernommen werden, ohne dass es zu einem Fork kommt. Garantiert ist das nicht, aber die Wahrscheinlichkeit könnte höher sein, als viele momentan annehmen. Anstatt alle diese Arrgumente zu ignorieren, oder uns als dumm darzustellen, könnte man produktiv über bessere, sinvollere Limits sprechen, oder andere Möglichkeiten wie man Bitcoin ein besseres Zahlungsnetzwerk machen könnte.

Ich habe alle Argumente nummeriert. Falls ihr zu bestimmten Punkten Gegenargumente, oder Fragen habt: gerne ;)

Das glaubst aber auch nur du (und der Rest der Knotsis)… entspricht aber halt nicht der Realität… und da sind wir auch schon wieder beim Kern des Ganzen xD. Ich bin im Urlaub und hab jetzt keine Lust auf alle Punkte einzugehen, aber ich picke mir mal ein paar raus, die mir ins Auge stechen.

Marginal und irrelevant.

Beides unsinnige Argumente, dafür gibt es ja das Blocksize-Limit.

Und warum sollte man überhaupt beeinflussen wollen, welche Transaktionen in einen Block „DÜRFEN“? Wer entscheidet das? Du? Luke Dashjr? Der „Staat“? ;-)

Solange sie ihre Gebühren dafür bezahlen, dann gerne. Schließlich müssen die Miner eher früher als später ausschließlich davon leben und du hast eingangs ja so schön für das „Gleichgewicht“ argumentiert.

Viele weitere deiner Argumente sind imho auch nur „Wunschdenken“ und fernab jeglicher Realität (Miner Support, Fork-Risiko etc.)

Von daher… warten wir halt einfach ab und dann werden wir am Ende ja sehen, wer Recht behält :)

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Genieß deinen Urlaub. Das Team kommt sicher auch mal ohne dich aus.

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Wie ich bereits in vorherigen Nachrichten geschrieben habe, wurde sehr viel Kapital in Projekte rund um Inscriptions, Ordinals und NFTs auf Bitcoin investiert.

Wenn die Nutzung einfacher wird und Entwickler sowie Teile der Community solchen Anwendungen positiv gegenüberstehen, zieht das logischerweise weitere Projekte und Investitionen an. Mehr Projekte bedeuten mehr Aktivität in diesem Bereich und damit auch mehr Daten in Bitcoin.

Warum gibt es so viele Projekte auf anderen Chains, aber vergleichsweise wenige auf Bitcoin? Kann man Spam wirklich nicht verhindern? Sollen wir solche Projekte mit offenen Armen empfangen, da man Spam nicht verhindern kann?

Oft wird argumentiert, dass Gebühren das Problem langfristig von selbst lösen werden. Das ist möglich, kann aber genauso gut Wunschdenken sein. Je mehr Layer 2 Lösungen entstehen, dazu gehören indirekt auch ETFs, Microstrategy, desto weniger Bitcoin wird tatsächlich on-chain bewegt. Wenn ein großer Teil der Nutzung außerhalb der Blockchain stattfindet, steigen die Gebühren auf Layer 1 möglicherweise viel langsamer als erwartet.

Ein ähnliches Beispiel sieht man bei Ethereum. Dort wurde vor paar Jahren argumentiert, dass durch das Verbrennen von Gebühren der Supply reduziert wird. In der Praxis wurde dies inzwischen wegen zu wenigen Gebühr Einnahmen wiederlegt, da man gleichzeitig Layer 2 massiv ausgebaut hat.

Das Limit schützt Bitcoin zwar bis zu einem gewissen Grad, aber die Aussage bleibt trotzdem richtig.

Lösch deine Node einmal komplett und lade die Blockchain neu herunter. Du wirst merken, dass sie ab einem bestimmten Jahr deutlich langsamer lädt und zu synchronisieren länger dauert.

Dauerhaft vollständig gefüllte Blöcke sollten eigentlich nicht das Ziel sein.

Weil Bitcoin in erster Linie ein monetäres Netzwerk ist.

Als Community haben wir eine Änderung eingeführt, die Bitcoin als Geld nicht direkt besser macht, aber zusätzliche Belastung und Kosten für Nodes verursachen. Taproot wurde ursprünglich anders kommuniziert und heute sehen wir Folgen. Deshalb argumentiere ich, dass man Bitcoin wieder stärker an seinen ursprünglichen Zweck als Geldsystem ausrichten sollte.

Dein Argument lässt sich grundsätzlich bei jeder Protokolländerung stellen. Bist du dafür das wir nie mehr etwas in Bitcoin ändern?

Hat der Staat, Bitcoin Core, du entschieden, dass Taproot Trasaktionen zu Bitcoin gehört?

Das stimmt, jedoch nicht auf Kosten der Nodes.

So wie Bitcoin heute funktioniert, müssen Miner jeden Spam mitminen. Sie können sich faktisch nicht für die Gesundheit des Netzwerks dagegen entscheiden. Genau deshalb müssen die Anreize im Netzwerk angepasst werden.

Ich behaupte nicht, dass ich in allem recht habe. Trotzdem bin ich vom Blocktrainer-Team bzw. der Community etwas enttäuscht, wie einseitig dieses Thema behandelt und an eine grosse Community kommuniziert wird.

Über gewisse Punkte kann man natürlich streiten. Aber einige Argumente sind real und wichtig und sollten nicht einfach ignoriert werden.

Ich würde mir wünschen, dass ihr euch noch einmal etwas tiefer mit dem Thema beschäftigt und etwas neutraler darüber berichtet.

Auf jeden Fall noch schöne Ferien auch von mir ;)

Irgendwie verspüre ich eine gewaltige Kluft zwischen Core und knots, warum ist das so?

Weil man bei knots die Möglichkeit hat seine Zahlungen bzw. Block Größen einzustellen?

Ich verstehe aber auch die Core Seite die sagt, Scheiß egal, solange er dafür zahlt.

Jetzt ist es aber so das man als Home miner sich Gedanken macht noch wettbewerbsfähig zu bleiben gegenüber den großen Pools und man möchte möglich schnell ( schneller als alle anderen ) seinen gefundenen Block ins Netzwerk drücken ohne von den Mega Pools unterdrückt zu werden.

Da fängt man tatsächlich an zu überlegen, wie mach ich das am besten.

Also das ist zumindest meine Intension, die mega Pools dominieren uns Home Miner und ich persönlich möchte mich gerne dagegen setzen!

Am besten indem man nur Transaktionen in den Block packt die in den Mempools der meisten Nodes sind, damit der Block mittels Compact Block Relay moeglichst schnell im Netzwerk verteilt wird.

Bedeutet also:

  • nur Transaktionen die mindestens 1 sat/vByte zahlen
  • kein Spam
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Nein, kann man nicht. Nicht mehr und nicht weniger als bei Core…

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