Bip110 bei bitcoin Knots ja oder nein?

+1
Same!

Die Jünger sind unverbesserlich. Dann müssen sie eben den harten Weg nehmen. Noch mehr Kilometer lange Threads geht nicht.

2 „Gefällt mir“

Genau, es ist die Reaktion auf befürchteten Spam. Ausgelöst wurde die Diskussion durch die drastische Erhöhung des OP-Return bei Core. BIP-110 ist die erstellte Reaktion von bereits mehreren 1000 Node-Betreiber auf eine sich bereits absehbare steigende Spam-Belastung (siehe z.B. CITREA) der Bitcoin-Kette durch Applikationen, die als nicht Bitcoin klassifiziert werden. Dieser ‘Spam’, also die Nutzung des begrenzten Speicherplatzes durch NICHT-Bitcoin Use-Cases, soll damit deutlich begrenzt werden. Hat nichts mit Zensur zu tun.

Wie kann man so überheblich sein und im Forum so auftreten, als würde man alle Argumente bereits kennen, immer richtig liegen und jede Gegenposition nur falsch, oder als Zeitverschwendung betrachten?

Bitte keine Antwort hier erforderlich, aber eine Bitte den folgenden Stream (beispielhaft, aber das kommt auf) zu checken, bezüglich der “Einschätzung was auf die Bitcoin Chain zukommen könnte/wird bezüglich Spam :smile:

Smart Contracts on Bitcoin? OP_NET Founder Explains Why ‘We Don’t Need a Fork’

Die Einschätzung ist, dass solche Projekte die heutige Dezentralität zerstören werden.

  

2 „Gefällt mir“

In dem OP_NET-Video geht es um Taproot, und das ist ja schon relativ lange etabliert. Wenn jetzt irgendeine Gruppe im Rahmen von Taproot ihre Smart Contract Daten (Skripte, aber nicht innerhalb von Bitcoin ausführbar) eintragen möchte, dann sollte sie das tun dürfen, ohne daß jemand ankommt und sagt, halt, bisher war das erlaubt, aber jetzt haben wir unsere Meinung geändert, deine Absichten passen uns nicht, das wird uns zuviel, das muss verboten werden. Ulrike, hol die Verbotsformulare!

Das Ganze gibt es ja nicht umsonst, und wer richtig viele Daten auf einer Chain eintragen möchte, nimmt eh irgendsoeine Ethereum-Chain, da gibt’s alles in billiger, besser und größer. Auch Ethereum&Co wird es in 10, 20, 30 Jahren noch geben.

Ich sehe das BIP110-Zeugs als den ersten Schritt, die erste Salamischeibe in einer sehr langfristig angelegten Taktik, um Bitcoin politisch und sonstwie korrekt umzubauen. Wenn BIP110 dauerhaft akzeptiert würde, dann käme als Nächstes ein Vorschlag für die Regulierung von Taproot, jede Wette. Am Ende steht dann ein Blockspace-Zuteilungsministerium (die digitale Variante davon, z.B. über Miner-Mehrheit), jeder, der dann noch Blockspace abseits von echten Zahlungen verwenden möchte, müsste erst mal einen Antrag stellen.

2 „Gefällt mir“

Für mich ist BIP110 eher eine einmalige Korrektur. Viele der Funktionen wurden damals im Zusammenhang mit Taproot angekündigt, mit dem Versprechen, dass sie Bitcoin als Zahlungsnetzwerk verbessern oder neue sinnvolle Anwendungen ermöglichen. Lange hiess es, man müsse Geduld haben, weil sich solche Entwicklungen erst mit der Zeit zeigen. Inzwischen sind jedoch mehr als drei Jahre vergangen und Taproot wird kaum für Zahlungen genutzt. Man hat dem Ganzen also genug Zeit gegeben, um zu sehen, ob sich diese Versprechen erfüllen.

Was man heute stattdessen sieht: Ein grosser Teil des Blockspace wird für Dinge genutzt, die wenig mit Bitcoin als Geld oder Zahlungsnetzwerk zu tun haben.

Das grössere Problem dahinter ist für mich, dass Bitcoin über Konsens veränderbar ist. Bitcoin wird letztlich zu dem, was seine Nutzer daraus machen. Wenn immer mehr Leute Bitcoin für NFTs, Smart Contracts, DeFi oder ähnliche Anwendungen nutzen, verändern sich automatisch auch die Anreize im System.

Je weniger Bitcoin als Geld genutzt wird, desto grösser wird der Druck, das Protokoll in eine andere Richtung weiterzuentwickeln. Bitcoin ist ein System aus Kompromissen, weil Dezentralität und Skalierung nicht gleichzeitig maximal erreichbar sind. Andere Anwendungen haben jedoch andere Anforderungen und damit auch andere Trade-offs als Bitcoin als Zahlungsnetzwerk und Wertespeicher.

Wenn solche Use-Cases einmal gross im Netzwerk sind, bekommen sie auch mehr Einfluss auf die zukünftige Weiterentwicklung. Dann wird es immer schwieriger, Bitcoin wieder stärker auf seine Rolle als Geld oder Zahlungsnetzwerk auszurichten. Wenn heute schon ein grosser Teil des Blockspace für andere Dinge verwendet wird, zeigt das, dass sich die Nutzung bereits verschiebt. Genau darin sehe ich das Risiko. Deshalb halte ich es für sinnvoll, Bitcoin wieder stärker in Richtung Wertaufbewahrung und Zahlungsnetzwerk auszurichten.

1 „Gefällt mir“

Bitcoin wird NIEMALS Geld oder Zahlungsnetzwerk auf dem main layer sein. Warum peilt ihr das nicht?Es ist nicht dafür ausgelegt. Es schafft das Ganze nicht. Es braucht in Zukunft Datenblöcke, die das Netzwerk skalieren.
Sorry der musste nochmal sein, hab mich hinreißen lassen, bin ja schon still.

2 „Gefällt mir“

Das BIP zerstört Bitcoin als Zahlungsmittel, da man nur über Lightning skalieren kann und andere skalierungs Technologien eingeschränkt werden. Gleichzeitig die Konsequenz ohne:

Und noch kurz als Auffrischung der Geschichte. Ethereum gibt es nur da die Bitcoin Entwickler OP_Return limitiert haben und Vitalik gedroht haben das sie es weiter reduzieren wenn er darauf Smart Contracts aufbaut.

Ein Netzwerk besteht nicht nur aus technischen Argumenten. Auch soziale Signale und die Wahrnehmung der Nutzer spielen eine wichtige Rolle. Dies wird von Core jedoch weitgehend ignoriert.

Klar, mir wäre es auch lieber, wenn man alle Skalierungslösungen direkt und ohne Hindernisse auf Bitcoin bauen könnte.

Aber wichtiger ist mir, dass heute und in Zukunft möglichst viele Menschen selbst eine Node betreiben können wie möglich.

Und wie genau hilft da jetzt BIP110? :sweat_smile::backhand_index_pointing_right::backhand_index_pointing_left:

3 „Gefällt mir“

Ich finde es verständlich, dass Menschen entscheiden möchten, was für Daten ihre Node so alles speichert und verstehe auch die Knots/BIP110 Seite.

Für mich ist nur die Mainchain momentan aber die sicherere Wette. Ich denke nicht, das die breite Masse sich nicht allzu sehr über die Bildchen/NFTs stört, vor allem die die Ihre Coin auf der Exchange liegen haben oder nen ETF kaufen. Die sehen Bitcoin, das hat mir Kumpel empfohlen und kaufen das. Sie beschäftigen sich nicht mit so nem BIP kram.

Das Problem mit den NFTs wird sich mMn eh durch den Gebührenmarkt irgendwann von selbst regeln/lösen

Ich denke wenn man dann die BIP110 Coins kauft, wettet man darauf, dass der Pädoring auf Bitcoin gefunden wird und Medienwirksam in das Problem in die breite Öffentlichkeit getragen wird. Dann kann sich BIP110 sehr gut positionieren und hat eine echte Chance. Vielleicht kommt es auch nie dazu und damit wäre der größte Treiber/Argument für BIP110 weg.

Ich werde deswegen warten und es drauf ankommen lassen und wenn es dazu kommt dann werde ich erst die BIP110-Fork einspielen.

Das kann ja auch jeder weitestgehend entscheiden… sowohl mit Core als auch mit Knots.Und auch mit und ohne BIP110. Das ist ja genau der Punkt :sweat_smile:. Es ändert nicht wirklich etwas.

3 „Gefällt mir“