Bachelorthesis Bitcoin als Unterstützer der Netzstabilität/Energiewende

Hallo zusammen,

zur Zeit arbeite ich an meiner Bachelor Thesis mit dem Titel „Einsatz von Proof-of-Work-basierten Blockchain-Konsensmechanismen zur Unterstützung der Netzstabilität“.

Unter anderem möchte ich untersuchen an welchen Stellen im deutschen Stromnetz Bitcoin als hinzu schaltbare Last die Netzfrequenz stabilisieren kann(Regelleistung) und wie durch die Abnahme von Überschussstrom aus erneuerbaren Energien die Netzentgelte verringert werden können da nun weniger Entschädigungszahlungen ausgezahlt werden müssen. Also Reduzierung der Einspeisemanagement Maßnahmen.
Dazu muss ich untersuchen welche technischen Anforderungen Mining Hardware hat. Bei wie viel Spannung diese betrieben werden kann, wie schnell die Geräte auf Nennleistung fahren können und wie sich die Kosten entwickeln.

Kennt also jemand eine gute Quelle die beschreibt welche Mining Hardware welche technischen Daten hat. Wo man Preise am besten die Marktpreise vergleicht und wie man am besten berechnet bei welchen Strompreis in Abhängigkeit der hashrate und btc Preis die Rentabilitätsgenze erreicht ist.

Würde mich über ein paar Anregungen freuen.
LG

Warum interessiert dich dieser Wert? Das Ding wird in eine Steckdose gesteckt und muss demnach mit den dort vorherrschenden Schwankungen klarkommen. Somit heißt es laut Bitmain zum Beispiel beim S19 (und eigentlich allen anderen) dass zwischen 200 und 240 V AC Anliegen müssen.
Nur was willst du mit diesem Wert? Eines der ersten Bauteile hinter dem Netzstecker ist ein Trafo, gefolgt von einem Gleichrichter, gefolgt von einem hocheffizienten Schaltregler für die Corespannungen der einzelnen Bauteile - die so zwischen 0,8 und 1,8V DC liegt.

Sehr gute Frage und ich kann nichts gescheites dazu finden!
Ich konnte jetzt eine Bootzeit bis zum Erreichen der angegebenen Hashrate von ca. 4Minuten finden, was ich als Richtwert völlig in Ordnung finde, aber keine Relevanz für den Einsatzzweck hat. Es sollte doch möglich sein, den Miner in eine Art Sleep-Modus zu versetzen.

Leider finde ich nichts aussagekräftiges zu aktuellen Minern.
Hier schreibt einer auch, dass bei ihm das alleinige starten des Services bei einem alten S9 (nicht S19!) über SSH ca. 7-8 Minuten benötigt.
Ich kenne leider die Miningsoftware überhaupt nicht (obwohl mich sowas brennend interessieren würde).

Gleichfalls kenne ich die Vorgaben für das Hochfahren solcher Anlagen auch nicht, damit sie auch einen Effekt haben.

Edit:
@Joshua ich würde bei der Bootzeit einfach direkt den Hersteller fragen. Das sind ja keine Firmengeheimnisse und sollten eigentlich grob für die gängigsten Miner auf dem Markt beantwortet werden. Nur Mut :wink:

Edit2:
Sehe ich das richtig, dass Bitmain bis 2019 quasi noch OpenSource entwickelt hat? (zumindest was die Software angeht)

Man findet hier die Software für den S9… hier könnte man zumindest anhand der Befehle abschätzen, ob man den Miner auch in eine Art Sleep-Modus versetzen kann, um die Bootzeit zu verkürzen. Fraglich ist dann natürlich, wie es bei den aktuellen Modellen aussieht.

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Hey,

Hast recht die Frage mit der Spannung erübrigt sich eigentlich einigermaßen schnell. Ich dachte das es vielleicht mittlerweile Anlagen im Größerem Maßstab gibt aber die Arbeiten dann trotzdem bei 230 V und ziehen eben mehr Strom. .
Aber die Frage der Nennleistung bzw. der Teillastfähigkeit von solchen Anlagen wäre wichtig für meine Untersuchung.
Unter Primärregelleistung fallen Maßnahmen die unter 30 sek agieren können. Da wäre Bitcoin raus.
Interessant wäre aber die Sekundärregelleistung die zwischen 30 sec und 5 min liegt. Und dann eben die Minutenreserve die den Bereich von 5 min bis zu einer Stunde umfasst.

Wichtig wäre zu wissen wie viel Strom die Miner in deinem benanntem Sleep-Modus verbrauchen.

Ich habe eben mal bei https://www.blockmine.de/ angefragt. Warte aber noch auf eine Rückmeldung.
Wenn ich Infos habe gebe ich die gerne weiter.

Edit: Die Kontainer von Bitmain haben eine Eingangsspannung von 400 Volt

Das ist aber kein Hersteller! Bitmain ist der Hersteller… Ich wage zu bezweifeln, dass ein Lieferant die einzelnen Betriebsszenarien der Miner kennt. Die werden doch beim Lieferanten garnicht in Betrieb genommen. Ich würde da wirklich direkt Bitmain anfragen.

Und das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen…Du musst ja auch differenzieren, dass es dir hier vorrangig um die Leistungsaufnahme und nicht das Erreichen der max. Hashrate geht.

Den Netzbetreiber interessiert, wie schnell die max. Leistungsaufnahme erreicht wird.
Den Stromerzeuger interessiert, wie schnell die maximale Hashrate und damit Monetarisierung erreicht wird.

Je nach Einsatzfokus kann es also verschiedene Ergebnisse geben, ob sich Bitcoin dafür eignet oder nicht.

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass heutige Miner Minuten brauchen, um aus einem Ruhezustand mit <1W, in den Betriebszustand mit nahezu voller Auslastung zu wechseln. Ich meine damit nicht das Hochfahren aus dem ausgeschalteten Zustand!

Da hast du recht. Da Regelleistung gesondert Abgerechnet wird und man einen Leistungspreis zahlt ist der Aspekt des Verdienst durch Mining in diesem Fall gesondert zu betrachten.
Danke für diesen Einwand.

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