Ich verstehe den Gedankengang, hat sicher auch in vielen Fällen Vorteile.
Aber es kann sehr schnell gehen, dass durch irgendeinen Hype oder plötzlichen Adoptionsschub die Transaktionskosten von einen Tag auf den anderen heftig steigen.
Wenn du zu so einem Zeitpunkt zB. ein Auto kaufen willst und 20 UTXOs zum Broker schicken musst, zahlst du anstatt 3€ fürs konsolidieren dann uU. hunderte Euros Gebühren.
Aber wie gesagt, alles hat seine Vor- und Nachteile.
Kann mich gut erinnern, es war kurz nach dem NFT Hype, nach FTX aber vor der ETF Einführung. Der BTC Preis zog an und der Mempool bzw. die Blöcke voll. Teure Preise, da hatte ich die UTXO zum ersten Mal wahrgenommen. Aber irgendwie nicht technisch kapiert. M. Saylor erwähnte das diese Kosten immer mehr in die Höhe schiessen werden. Jetzt ein paar Jahre später ist sind die Transaktionskosten so attraktiv wie noch nie? (oder fast) Was könnte der Grund sein? Haben wir wenige grosse Transaktionen - anstatt viele kleine Transaktionen? Ich tippe auf die wenigen Grossinvestoren die Bitcoin akkumulieren. Aber wissen tue ich es nicht. Vielleicht bereue ich es und zahle später den geforderten teuren Transaktionspreis.
Mmn weil derzeit kaum jemand kauft. In Google Trends 0 Interesse. Trotz hohen Käufen der Treassury Companies kaum Preisbewegungen, was auch dafür spricht, dass sonst kaum jemand kauft.
Wird das Netzwerk nicht genutzt, sind die Gebühren immer mal niedrig.
Aber wenn Bitcoin den Weg geht, den wir alle erwarten, haben wir noch zu unseren Lebzeiten vielleicht dauerhaft Transaktionskosten von 100€ und mehr für einen (!) UTXO, wer weiß.
Ich denke aber, das merkt man dann rechtzeitig und kann rechtzeitig noch konsolidieren, damit du dem Miner nicht sein Auto finanzierst Bis dahin, gerade wenn man plant in absehbarer Zukunft, regelmäßig mit Bitcoin zu zahlen, machen mehrere UTXOs auch Sinn.
Sobald eine Börse weiß: diese Adresse gehört Nutzer X, können sie in vielen Fällen auch andere Adressen derselben Wallet identifizieren, weil:
Heuristiken: Wenn mehrere Adressen in einer Transaktion gemeinsam ausgegeben werden, gehören sie fast sicher derselben Person (sog. „common input ownership“).
Chain-Analysis-Tools: Bitvavo & Co. nutzen externe Anbieter (wie Chainalysis, Elliptic), die Wallet-Cluster bilden und erkennen, welche Adressen zu einer Wallet/Person gehören.
HD-Wallet-Pfade können bei manchen Verifikationen preisgegeben werden, aber meistens reicht schon das Transaktionsmuster
Ich versuche die utxos relativ gross zu halten, also min 0.05. sehe dadurch nur Vorteile. Wenn ich z.B. einen 0.5 utxo habe könnte ich ja immer noch einen Teil davon an eine von mir kontrollierte Adresse schicken.
So höher die Bitcpim Adaption steigt desto höher werden die Fees, und ich glaube das die Fees langfristig(also über 10 Jahre) steiler ansteigen als der Bitcoin Preis.
Es ist denke ich billiger wenige UTXOS zu haben und die zu Coinjoinen und dann damit eCash zu minten oder einen Lightning Channel zu öffnen als haufenweise kleine UTXOs zu verwenden.
Ich denke wie groß auch immer. Die UTXO werden ja so gut wie nie genau passend sein. Dann sammelt man doch wieder kleinere Wechselgeld UTXO. Wenn die dann konsolidiert werden sollen tut man doch auch wieder die Privatsphäre verschlechtern.
Irgendwie kommt mir die Taktik daher etwas suspekt vor.
Also ich konsolidiere gerne alles auf einen dicken Batzen.
Vor einiger Zeit stiegen die Gebühren wegen eines Hypes stark an. Seinerzeit hatte ich Zeitfenster niedrigerer Fees abgewartet und einige Adressen konsolidiert, weil ich mir Sorgen machte. Stellte sich im Nachhinein als unnötig heraus, trotzdem bin ich ganz froh das gemacht zu haben.
Ich vermute, dass durch die Nutzung von Lightning für den (kleinen) Zahlungsverkehr die Gebühren dauerhaft niedrig bleiben werden. Aber in die Zukunft kann niemand sehen, das ist Spekulation. Doch selbst wenn die Gebühren steigen wird es immer Zeitfenster niedrigerer Gebühren geben, die genutzt werden können, zumindest vertraue ich darauf.
Beträge kleiner der Höhe, die ich im Alltag als Bargeld mit mir herumtrage, würde ich konsolidieren oder auf meine Lightningwallet transferieren.
Das kommt ein bisschen auf deine zukünftige Nutzung an. Wenn du langfristig hodlst und keine regelmäßigen Ausgaben planst, reicht es oft, nur wenige größere UTXOs zu haben. Viele kleine UTXOs machen spätere Transaktionen teurer. Faustregel: auf 1-3 UTXOs konsolidieren, wenn die Gebühren niedrig sind. Aber immer auf Privatsphäre achten!
auf institutioneller Ebene sicher - der neue Retailer bleibt fern, weil der Preis dafür eher hoch angesiedelt ist. Das Argument wir sind noch so früh dran, das zieht zu wenig.
Aber für Lightning muss man ja auch manchmal In Chain Transaktionen machen und rebelancen.
Wenn viel mehr Leute Transaktionen machen wollen als in die Blockchain passen, würden sich die Transaktionen ja stauen und wenn die Nachfrage weiter steigt aber das Angebot gleich bleibt, word es immer teurer
Ja aber die Phasen niedriger Gebühren lassen dann auch auch nicht lange auf sich warten ……nach dem der Hype schnell wieder verflogen ist …….wer beim Verkauf zeitlich flexibel ist den stört sowas nicht
Vorsicht. Das mag momentan so sein, mit den ganzen NFT Hype und so nem Dreck.
Aber wenn Bitcoin, aus welchem Grund auch immer, plötzlich von sehr vielen Leuten genutzt wird, kannst du nicht hoffen, dass plötzlich keiner mehr Bitcoin nutzt und die Gebühren wieder auf 1 Sat/VB fallen.
Ich sage nicht, dass das bald (oder jemals) passiert, aber es ist denkbar, dass Bitcoin irgendwann in den Mainstream kommt und jede 90-Jährige Bitcoin will und mit ihrem Enkel überlegt, ob sie die Sats bei der Börse lässt oder in Selbstverwahrung geht.
Ab dem Zeitpunkt rechne ich nie wieder mit onchain Transaktionsgebühren unter 200-20€, weil aktuell einfach nicht genügend onchain Transaktionen für alle Menschen gleichzeitig möglich sind, und eine rießige Warteschlange entstehen könnte, die über Jahre hinweg nicht abgearbeitet werden kann.
So ein ähnliches Szenario sollte man zumindest in seine Überlegungen mit einbeziehen.
Aber ok nehmen wir an die Warteschlange wird so voll und Alle stehen an ….dann wird meine Transaktion also teuer zb. 2000 Sats pro vb und erst in Monaten abgearbeitet ?
Sowas hältst Du für realistisch?dann wäre Bitcoin unbrauchbar in dieser Hinsicht und mehr als unpraktisch …..
Da würden sich doch andere Lösungen entwickeln die günstig und schnell sind ……
Die meisten hier wie ich das sehe sind auch der Meinung das es immer wieder Zeiten geben wird wo es günstig wird
Was wäre denn dann deine Lösung wenn es so schlimm kommen würde ?