Wert des Auto maximal 10% des Portfolios

Hi Leute,

wollte mal nachfragen, wie Ihr zu dieser Thematik steht.
Ich habe schon öfters auf YT mitbekommen, dass Finanz Influencer meinen, dass das Auto einen Wert von maximal 10% des Portfolio haben sollte.

Ich habe die Regel eigentlich immer indirekt verwendet, obwohl ich diese noch nicht gekannt habe.
Allerdings kamen letztens Wünsche auf einen kleinen Bus (das bisherige Auto, ist leider zu klein geworden (Sport Platzbedarf ist zu groß geworden)) zu kaufen & musste diese Entscheidung mit dem Blick aufs Portfolio schnell wieder wegwerfen :slight_smile:

Ich bin zudem auch eher ein Mensch der gerne das Leben wie ein Spiel aufzieht.
Somit habe ich mir die nächsten Meilensteine gesetzt, abwann das nächste Upgrade möglich ist.

Wenn ich mir vorstelle, dass in ein paar Jahren es normal sein wird, ein Neuwagen von ca. 100k zu kaufen, dann müsste da dann das Portfolio ja mindestens 1 Mio betragen.

PS:
Ich habe kein Neuwagen, falls jetzt Leute deswegen rumweinen :slight_smile:
Allerdings wenn ich das Geld & Lust dazu hätte, wieso denn nicht.

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Ich habe für mich 3% bis maximal 5% für KFZ definiert, einfach weil ich ein Auto als größtmögliche Kapitalvernichtungsmaschine sehe. Den Spaß am sportlichen fahren und die “geilen vibrations” eines ordentlichen 6-Zylinder (vorzugsweise Boxer​:winking_face_with_tongue:) dabei einfach mal außen vor gelassen… und NAGELNEU schon gar nicht…

Hab mich kürzlich auch mit einem “VAN/Wohnmobil” beschäftigt weil mich das Thema “durch die Welt reisen” derzeit sehr anspricht… was hier Preis/Leistung/Qualität angeht ist so abartig unterirdisch, dass ich das Thema wieder auf Eis gelegt habe… und dabei sind meine Ansprüche nicht sonderlich hoch geschraubt… Preise für eingebaute Holzboxen, die als Bett, Küche, Stauraum und/oder Sitzplatz dienen, Design welches nicht im entferntesten als solches zu bezeichnen ist, lächerliche, billigste Kunststoff-Ausstattungen… Nä.

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Solche Pauschalaussagen finde ich eigentlich nie sinnvoll.

Viel wichtiger ist ja auch z.b. der Unterhalt. Wenn man sich z.b. den Citroen e-c3 für 8k oder 10k holt (je nach Förderung) kommt man erheblich günstiger weg als wenn man eine gebrauchte Kiste für 5k kauft weil man keine Kfz-Steuer, viel weniger Versicherung, viel weniger Reparaturkosten, geringere bis garkeine Inspektionskosten, Sprit/Energie Kosten usw. hat. Thg quote gibt’s dann auch noch

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Das mit dem Unterhalt ist ein guter Punkt, das könnte man mit den 10% auch auch mit einrechnen.

Allerdings, wenn ich mir meinen Bekanntenkreis so umgucke, erfüllt keiner die 10% Regel. Die sind alle weit drüber.

PS: Natürlich aufs Netto Vermögen betrachtet die 10% Regel …

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Eigentlich eine schöne Regel, war mir so auch noch nicht bekannt.

Aber schon sehr pauschal. Für den Durchschnittsbürger der nicht eine halbe Million auf dem Konto hat, sollte der %satz deutlich höher sein.

Ich würde unterscheiden:

Wenn du irgendein Auto nehmen kannst und es nur für dein Ego ein schöneres sein soll, dann kann man hier ganz grob mit 10% Grenzen rechnen.

Wenn man aber ein bestimmtes Auto braucht, Lieferwagen wegen Arbeit, Großwagen wegen Familie… dann braucht man das Auto einfach.

Ich würde mir dann schon gut überlegen, ob es das Auto wirklich braucht, aber da würde ich wenn überhaupt auf 50% gehen (If you can’t buy it twice, you can’t afford it.)

Was soll jemand machen, der gerade 7.000€ zusammengespart hat und ein Auto für die Arbeit braucht? Ein altes mit Löchern im Dach und 400.000 km nehmen, das nach 2 Tagen einen Motorschaden hat? Nein, der nimmt 60-100% seines Vermögens für ein Auto, das wär das einzig sinnvolle.

Was macht ein 60-jähriger dessen Traum es ist, in der Frührente mit einem Minivan um die Welt zu fahren? Weitetsparen bis er körperlich nicht mehr dazu in der Lage ist? Nein er sollte sich das Auto wahrscheinlich kaufen.

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Aus eigener Erfahrung gesprochen:
Meine Frau war Schwanger, wir brauchten eine größere Wohnung, hatten nur einen Zweisitzer Auto & für die neue Wohnung hatten wir keine Möbel oder Kühlschrank.

Lösung:
In Bayer gab es Mutter in Not = 1.000€
Das wurde genutzt um Möbel & Co zu kaufen.

Zusätzlich hatte ich noch 1.000€ in Bar, also wurde ein Auto genau für 1.000€ gekauft.

& ja, es war ein Auto mit massiven Hagelschaden, aber das macht ja den Motor nicht kaputt :slight_smile:

Ich würde ihm das nicht empfehlen, solange er nicht genügend Vermögen an der Seite liegen hat.
Ein Minivan kann man doch für 10k bekommen, da bräuchte er mit der 10% Regel ja nur 100k.
Es muss ja kein neuer Minivan für 100k sein.

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100k ist bei der aktuellen Lage mit Inflation, Miete in Großstädten usw. für viele Berufe ein absolut unerreichbares Ziel.

Wenn er sich mühsam 20k zusammengespart hat, würde ich zuschlagen, 2 Jahre später kommt vielleicht der erste Bandscheibenvorfall und man bekommt nie wieder die Chance dazu.

So eine 10% Regel hilft einem zu sparen. Wenn man aber sein Leben nur spart, wozu spart man dann? Solang man es noch genießen kann, sollte man eine Teil des Geldes ausgeben. Sei es für die Weltreise oder für den Porsche von dem man seit 20 Jahren träumt.

Das wollte ich nur sagen.

Ich wünsche jedem 60 Jährigen, dass er eine Weltreise machen kann. Dass er regelmäßig in den Urlaub fliegen kann & Co.

Allerdings, wenn man das Geld nicht hat (beziehungsweise nicht ausreichend), dann muss der Traum abgeändert werden oder ganz gestrichen werden. (Eine Weltreise geht auch via Anhalter)

Aber es muss ja auch keiner diese 10% Regel befolgen, macht ja vermutlich auch kaum einer :slight_smile:
Mir hat diese zumindest letztens erst wieder geholfen, als Wünsche aufkamen :slight_smile:

hängt dich von den eigenen Umständen, also Alter, Einkommen, Familie und Vermögen ab.
Mancher (junge) könnte sich bei 10% des Vermögens, manchmal auch des Einkommens nicht mal ein Fahrrad leisten, obwohl er ein Auto benötigt.
Das mit dem e-C3 für 8000 ist doch auch typisch auf den Schreiber zugeschnitten. Passt da seine Familie mit 2 Kinderwagen rein? Passt das genaugenommen in dessen Vermögen und Einkommen?

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Darum geht es nicht. Ich will damit lediglich zeigen dass solche Pauschalaussagen oft nicht sinnvoll sind. Und die Unterhaltskosten erheblich stärker ausfallen können als der Anschaffungspreis.

Ich kann mich noch an erinnern wo sich der eine oder andere ne Yacht auf Mallorca zum protzen zugelegt hatte aber dann schnell wieder verkaufen musste

Und wenn jemand 20k im Monat verdient aber trotzdem kein 100k Portfolio hat würde ich ihm trotzdem nicht abraten einen 100k Auto Auto zu kaufen

Ich schon.

Ich kenne Multimillionäre, die nach Außen nicht auffallen wollen und mit einem kleinen Auto zufrieden sind.

Sie sind immernoch dankbar für die Entscheidung des kleinen Autos, sonst wären Sie heute nicht so Reich

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Bedeuted aber, dass er das Auto zu 100% auf Kredit nehmen müsste & keine Sicherheiten entsprechend dazu hat, da sein Vermögen niedriger als 100k ist.
Zusätzlich wird er dadurch nicht zum sparen verleitet, sondern fühlt sich bestätigt mit seiner Aktion.

Also ich musste noch nie bei einem Auto Sicherheiten hinterlegen. Da reicht Einkommensnachweis denn das Auto selbst ist die Sicherheit. Und bis jetzt habe ich jedes Auto zu 0% ohne Anzahlung finanziert damit ich nicht unnötig Bitcoin verkaufen muss.

Kenne ich nicht

denn irgendwann legen doch die meisten etwas mehr Wert auf die Sicherheit des Autos. Aber jetzt schweifen wir vom Thema ab

Ich finde auch das man nicht zu viel fürs Auto ausgeben sollte, aber diese Pauschal Regel kann man nicht generell anwenden.

Wenn z.B jemand relativ junges nur 5k Ersparnisse hat, wenn überhaupt welche da sind…
Soll er sich dann ein Auto für 500€ oder weniger suchen?
Natürlich hat man manchmal auch die Möglichkeit ganz aufs Auto zu verzichten was natürlich am meisten Geld sparen würde, aber wenn man eins braucht, dann kann man diese Regel nicht immer anwenden.

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…ich habe mal von Bodo Schäfer die Regel übernommen, ein Auto soll maximal 2-3 Bruttogehälter kosten. Habe ich vor 7 Jahren auch sofort so umgesetzt. Fairerweise muss ich zugeben, dass der aktuelle Kleinwagen 6 Monatsgehälter, gekostet hat[Hat damit zu tun, dass er möglichst neu, effizient, wenig gelaufen und zuverlässig sein sollte]. Auf meine Frau und mich gerechnet passt es dann wieder, wir verdienen gleich.:wink:

Die reichsten Menschen der Welt fahren einen Wagen im Wert von durchschnittlich: 41.000€. War ebenfalls ein Satz, den ich mir damals von Bodo Schäfer gemerkt hatte !

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…bei mir auch. Wenn die Autos dann wenigstens bezahlt wären !!! :laughing: Deshalb werden diese Menschen auch immer in ihrem System finanziell abhängig gefangen bleiben. :wink:

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Es spielt absolut keine Rolle, welche Prozentzahl man dranschreibt. Zumindest bei mir.

Es gibt Szenarien bei denen Autos durchaus teurerer sein dürfen/müssen. Ich definiere meine Käufe je nach Nutzungsdauer in h pro Monat. Alles was ich nur wenige Stunden pro Monat nutze, versuche ich absolut im finanziellem Minimum zu bleiben. Dazu gehört bei mir auch das Fahrzeug. Ich sitze in der Karre vlt 2 bis 3h in der Woche und daher habe ich auch entsprechend gekauft und fahre noch bis heute einen Golf V 1.6er Sauger BJ2008. Für Kopfhörer und Kopfhörerverstärker habe ich bisher gut das 2 bis 3fache ausgegeben. Aber die nutze ich bis zu 30h in der Woche und sind ein sehr großes Hobby geworden. Frage ich jemanden, welche Prozentzahl das Audio Equipment im Portfolio haben darf, sagt bestimmt niemand 1% oder gar mehr.

Also es kommt halt drauf an. Müsste ich 20 bis 30h die Woche im KFZ verbringen, würde ich weit mehr für ausgeben. Aber es bringt mir eben in nur einem sehr kleinen Zeitfenster meines Lsbens einen Vorteil. Daher so billig wie möglich. Der nächste wird wohl nen Dacia oder so. :man_shrugging:

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Eine sehr gut Idee! Danke!

Ein Auto ist ein Auto.

Es sollte einen selbst bis hin zur Familie sicher von A nach B bringen. Je nach Nutzung mehr oder weniger entsprechend komfortabel. Das reicht.

Arbeitsmaschinen entsprechend der Anforderungen.

Ein Auto als Prestige-Objekt zu betrachten und Geld zu verbrennen ist lächerlich.

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Genau. Ist doch schön wenn man in das investiert, was einem echte Freude bereitet – kann ich persönlich beim HIFI-Equipment sehr nachvollziehen :slight_smile:

Ich würde das Thema nicht pauschalisieren. Ich fahre p.a. ca. 30.000 km – daher schätze ich den Komfort einer echten Reiselimousine, und da möchte ich dann auch keine größeren Kompromisse machen…

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