Was tun wenn der Staat deine PrivatKeys einfordert?

Bei diesem Artikel hier kam mir recht schnell die Frage auf „Wieso nicht auch gleich mit Privatkeys?“


Klar kann man sich dumm stellen und behaupten man habe ihn vergessen, aber Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

1 Like

Warum sollten sie dies tun?

Die Passwort-Herausgabe gilt für die Betreiber von Plattformen (WhatsApp, Gmail, Facebook usw.) und nicht für Personen.

Niemand wird Dich zwingen, Dein Passwort zu verraten.

Zumindest laut aktueller Rechtsprechung ist es so, dass ein Beschuldigter sich nicht selbst belasten muss. Das heißt: Man kann niemanden zwingen, Beweismaterial herauszurücken, Passworte zu nennen oder ähnliches.

Dasselbe gilt auch für den private key. Mal abgesehen davon, dass diesen niemand als Beweismittel o.ä. nutzen könnte. Demzufolge wäre das eine total sinnlos Aktion.
(Was, wann und an wen geschickt wurde kann man ja auch ohne private key sehen.)

Zudem speichern gute Plattformen ein Passwort nicht im Klartext, sondern als Hash.

Wenn’s nicht gerade ein MD5-Hash und ein simples Passwort ist, wird die ermittelnde Stelle wohl einige Probleme haben, das Passwort zu dem Hash zu finden.
(Kosten-Nutzen-Faktor)

3 Like

Ich dachte irgendwie an so eine Bitcoindystopie, in der einem die “Bitcoin“ eben abgenommen werden, wie damals das Gold, aber nach deiner Argumentation ist mir die Frage irgendwie nur noch peinlich :smiley: Ich lass sie trotzdem mal drin^^

Naja, finde die Frage ja interessant.
Was sollte passieren, wenn die Bundesregierung eine Vermögenssteuer einführt?

Im idealen Fall würde die Bundesregierung wissen, welche Addressen zu deutschen Staatsbürgern gehören und automatisch die Steuer einziehen. Während dies bei einer eigenen Blockchain (Deutschland-Chain) ja per Protokoll möglich wäre, ist das bei Bitcoin nicht so einfach.

Was denkt ihr, sollte hier passieren?

Was ich viel erschreckender finde ist, dass unser Staat immer mehr Kontrolle und Macht bekommt!

Das macht mir persönlich Angst

2 Like

Niemandem muss eine Frage peinlich sein. :slightly_smiling_face:

Man kann (sollte) seine Gedanken teilen. Wenn man sich dann in einer Diskussion von den Gedanken (Ängsten) befreien kann, um so besser.

Ich denke da eher an eine Enteignung wie vor ein paar Jahren in Griechenland.
Dem Staat geht’s schlecht und Du hast viel Geld auf dem Konto?

-zack-

Einfach mal 30% oder mehr weggenommen und Du kannst absolut nichts dagegen tun.

Vor sowas hätte ich aktuell mehr Angst, denn auch wenn es uns im Vergleich zu anderen Staaten gut geht, so rosig sieht’s in Deutschland auch nicht aus.

Da bin ich ganz froh, mein „Geld“ dort aufbewahren zu können, worauf sonst niemand Zugriff hat.

3 Like

Stimm dir in beiden Punkten zu :slight_smile:

1 Like

Du musst doch nicht was sagen wenn es dich belasten könnte.
Das ist doch genauso mit einem Tresor. Sollen die Behörden doch selber mal Arbeiten.
Wenn ich irgendwas raus geben soll kläre ich das aufjedenfall mal mit einem Strafverteidiger ab.

Trotzdem bleibt: Was wäre wenn!
Goldbesitzverbot ist da sicher ein gutes Beispiel.

Quelle Wikipedia
< Bei einem Goldbesitzverbot müssen Privatpersonen ihren Besitz an Gold (Münzen, Barren, Nuggets, Zertifikate) an staatlichen Annahmestellen abgeben und erhalten eine Entschädigung in der Landeswährung ausgezahlt. Sie dürfen Gold meist nur noch in Form von Schmuck und Münzsammlungen bis zu einer gesetzlich festgelegten Wertgrenze besitzen. In den USA lag beispielsweise im Jahre 1933 diese Wertgrenze bei 100 US-Dollar.

Ein Besitzverbot wird meist von Regierungen erlassen, wenn sich Staaten in einer Währungskrise befinden.

Das Goldverbot ist meistens verbunden mit strafrechtlichen oder ordnungsrechtlichen Sanktionsdrohungen. Besitzverbote sind als Eingriffe in das Grundrecht auf Eigentum besonderen Voraussetzungen der Rechtmäßigkeit unterworfen. Sie sind in der Regel nicht sehr effektiv, da viele Privatpersonen ihre Goldbestände nicht angeben oder auch nicht abliefern. Wo der Goldbesitz verboten ist, blüht entweder der Goldschmuggel, der die schwarzen Märkte – gegen ein entsprechendes Aufgeld – versorgt, oder die Bürger kaufen das Gold im Ausland.

1 Like

Das war auch so ziemlich das was ich damit meinte.
Wahrscheinlich würde es halt so ablaufen wie in deinem Text beschrieben^^
Außer es wäre eine extreme Staatsform, die nicht mit Munition geizt, dann würde es auch nochmal anders ablaufen :smiley:

1 Like

Ohne Passwort kein Nachweis. Ohne Nachweis keine Strafe. Punkt. Der Spruch ist hier falsch angebracht. Wenn ich als Geschäftstreibender meinen Laptop gegen Diebstahl sichere, indem ich die Festplatte verschlüssel, dann ist das mein verdammtes Recht. Auch das Nichtherausgeben der Daten ist mein Recht, denn ich darf nicht dazugezwungen werden, mich selbst zu belasten. Ich habe das verdammte Recht zu schweigen.
Außerdem wenn man sich ein Passwort merken kann, ist es kein gutes Passwort:

Das Gesetz ist ein Dammbruch gegen alle Privatpersonen. Das heißt nämlich man kann sich gegen absolut nichts mehr absichern. Der Staat darf alles einsehen. Deine Youporn-Aktivitäten, Dein Facebook-Chats, Dein Whatsapp … einfach Dein komplettes Privatleben nur auf den vagen Verdacht hin, dass Du ein Straftat begannen haben könntest. In Bayern darf man schon ohne Anklage oder Gericht einfach mal für 3 Monate eingeknastet werden. Was ist das bitte für Bananenrepublik? Sind wir jetzt die USA!?

Mir stellt sich jetzt eine Frage: Wie kann ich passwortlos alle anderen Passworte schützen?

Mach einen verschlüsselten Container mit irrelevanten Daten, wo du keine Probleme hast das jemand anderes es sieht (Das Passwort muss nicht super stark sein)

Innerhalb des ersten Container machst du nun einen zweiten mit den sensiblen Daten und starken Passwort.

Wenn dich jemand oder der Staat erpresst gibst du nur das erste Passwort des ersten Containers aus, und den zweiten verschweigst du

ein Programm was das kann ist Veracrypt

1 Like