Gestern Abend war Sonnenfinsternis und irgendwie standen alle draußen und haben nach oben geschaut. Und mir ist was aufgefallen:
Da hat keiner ein Event organisiert. Kein CEO, keine Firma, kein Veranstalter, kein Ticket.
Sonne und Mond haben ihre Show gespielt, und die halbe Welt war Publikum, also komplett dezentral. Niemand konnte es absagen, verschieben oder exklusiv verkaufen.
Aber je länger ich drüber nachdenke, desto mehr merke ich:
„kein Chef" ist nicht mal der eigentliche Punkt. Das wirklich Krasse ist die Vorhersagbarkeit.
Man kann eine Finsternis auf die Sekunde genau Jahrhunderte im Voraus berechnen. Du musst niemandem vertrauen. Die Mathematik garantiert es schwarz auf weiß. Und keiner kann heimlich eine Extra-Finsternis „drucken".
Und da war für mich plötzlich die Brücke:
Das ist doch „don’t trust, verify" in Reinform. 21 Millionen. Halvings im festen Takt.
So unbestechlich wie ein Ephemeriden-Rechner.
Sogar die Zyklen passen:
Finsternisse laufen im Saros-Zyklus, wir im Halving-Takt (~4 Jahre). Beides periodisch, beides berechenbar.
Der eine Unterschied, den ich fairerweise dazusagen muss:
Eine Finsternis passiert von allein. Physik erzwingt sie.
Bitcoin dagegen lebt nur, weil Menschen freiwillig Nodes und Miner betreiben und die Regeln durchsetzen.
Wir haben ein von Menschen gebautes System, das sich verhält wie ein Naturgesetz.
Nicht weil die Physik es erzwingt, sondern weil genug Leute sich entscheiden, es zu tun.
Vielleicht ist Bitcoin einfach die erste „Himmelsmechanik", die wir selbst gebaut haben.
Wie seht ihr das?
Zu viel Poesie, oder trifft der Vergleich was?
Freue mich auf eure Kommentare :)