Was haltet ihr von diesem Artikel? Inflation und Deflation

Moin Jungs und Mädels

Ich habe mir gerade diesen Artikel durchgelesen und bin mir unsicher was ich davon halten soll. Geht es euch genauso? Schreibt mal bitte eure Meinung zu diesem Artikel. Ich halte meine Meinung bewusst im Hintergrund um zu überprüfen ob mein Gefühl stimmt.

Lg euer Roadrunner

Aus meiner Sicht sehe ich einiges an Schrott, allerdings auch einige richtige Ansätze.

Ich bin mir bewusst, dass die Meinung in diesem Forum nicht mit der meinen im Einklang zu bringen sein wird. Ich verfolge die Beiträge hier mal mit großem Interesse und werde ja vielleicht überrascht? Bin gespannt :slight_smile:

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Ein Ökonom wird natürlich die makroökonomische Sicht einer infaltionären Währung verteidigen.
Was dies für das einzelne Individuum oder Unternehmen bedeutet, ist irrelevant.
Für den Großteil des Mittelstandes war es doch genau wegen der Inflation unrentabel Reserven aufzubauen. Und das wurde ihnen jetzt in der Krise zum Verhängnis.

Wie sich eine deflationäre Welt-Reservewährung (Bitcoin-Standard) bei einer nach aktuellem Verständnis vollends globalisierten Wirtschaft auswirkt, weiß kein Mensch!
In der Geschichte hatten wir jedoch die allermeiste Zeit eine inflationäre zentral gesteuerte Währung und die ist jedes Mal gescheitert!
Ganz nach dem Motto: „Dumm ist, immer das Gleiche zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten“

Schöne Verdrehung der Logik:

Schlimmer noch sind die Auswirkungen der Deflation auf die Unternehmer. Weil sie damit rechnen müssen, dass die Zinslast immer stärker drücken wird, nehmen sie keine Kredite mehr auf und investieren nicht mehr.

Zinsen sind das katastrophale Resultat von Inflation. Der inflationäre Ökonom ist an Kredite interessiert, denn nur aus Krediten können natürlich Investitionen getätigt werden… ist doch logisch!!!111elf

Edit:
Wie Roman selber schon öfters erwähnt hat, würde schon die Anzahl der Investitionen zurück gehen.
Aber gerade weil das eigene Vermögen durch eine Inflation nicht mehr bedroht ist, muss es nicht in irgendein (zumeist) Schrottprodukt investiert werden, damit wenigsten die Inflation ausgeglichen wird → Ressourcenschonend
Ergo wird wahrscheinlich mehr in wirklich sinnvolle Produkte investiert, die eine längere Nachfrage haben, als Beispielsweise Fidget-Spinner…

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Der Artikel regt mich übelst auf

Das Kapitel über den Goldstandard zum Beispiel:

Der Goldstandard verhinderte zwar die Inflation. Gleichzeitig hatte dieses starre Regime jedoch einen schweren Mangel: Unter der Fuchtel des Goldstandards war es nicht möglich, die Wirtschaftszyklen zu glätten. Deshalb litten die entstehenden Industriestaaten unter sich rasch abwechselnden Boom- und Rezessionsphasen, begleitet von Bankpleiten.

Da wird ein feature als Bug verkauft.
Es ist gut, wenn Banken pleite gehen, weil sie die Kundengelder veruntreut haben oder ein Teilreservesystem aufgezogen haben.
Vorallem dürfen die nicht systemrelevant werden wie heutzutage.
Außerdem sind kurze boom & bust zyklen immernoch besser als die Turboenteignung gegen die wir uns nicht wehren können.
Aber der Autor verkauft einem den Goldstandard als hätte die Bevölkerung furchtbar unter einem harten Geld gelitten.

Der Autor kritisiert die kurzen boom & bust zyklen im Goldstandard (welche mMn übrigens durch das Papiergold zustande kamen) und bringt danach ein haufen viel schlimmere boom & bust beispiele die umso schlimmer werden, je weiter sich das „Geld“ vom Gold entkoppelt.

Dann kommt er mit Japan als Vorzeigebeispiel

Japan straft auch alle Lügen, welche in hohen Staatsschulden die Ursache für eine unausweichliche Hyperinflation sehen. Das Land hat nicht nur die älteste Bevölkerung, es hat auch die höchsten Staatsschulden der Welt.

Dass es einen Zusammenhang zwischen dem ,nennen wirs mal Aussterben der Japaner und der Geldpolitik geben könnte sieht der Autor scheinbar nicht

Japan ist mit dieser Einsicht bisher gut gefahren und ist zum Vorzeigemodell einer neuen ökonomischen Theorie geworden, der Modern Monetary Theory. Aber das ist eine andere Geschichte.

:nauseated_face: :face_vomiting:

Ich fasse meine Meinung zusammen:
Der Artikel ist Tendenziös richtung MMT und gegen richtiges Geld ohne sinnvolle Argumente zu bringen.

Der Autor benutzt die Wörter Inflation/Deflation falsch und weis nicht was Geld Überhaupt sein soll.

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:face_vomiting: :sob:

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Vielen Dank für eure Beiträge. Dann war mein Gefühl nicht ganz so falsch.

Lg Roadrunner

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Das ist eine gute Definition eines Fachidioten, und etwas anderes dürfte der Herr Ökonom kaum sein.

Vor allem ist Watson schon lange nur noch ein Instrument um uns eine falsche Welt zu präsentieren.

Soviele Schrott Beiträge, die die Welt vernebeln…

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