Warum nicht Local BitCoins trader werden?

Moin,

eine wahrscheinlich naive Frage, aber wenn man sich bei Local BitCoins umschaut, findet man Leute, die dort Tausende von Trades gemacht haben und offensichtlich davon leben. Warum sowas nicht auch machen?

Natürlich ist das ein Graubereich, und es gibt Risiken, wie „Zahlung wird rückabgewickelt“, oder ‚tainted bitcoin‘. Aber diese Risiken wird man über den Spread, Disziplin im Umgang mit Privatheit und eine gute Rechtschutzversicherung sicherlich zumindest teilweise abfedern können. Und solange man seine trades versteuert sollte man auch keine Probleme mit dem Finanzamt bekommen.

Weiss jemand hier, ab welchem Volumen das gewerblich wird, bzw. muss man für sowas in Deutschland ab einem bestimmten Volumen eine Lizenz haben?

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Und wen willst Du verklagen, wenn das alles (relativ) anonym abläuft? Du solltest nicht davon ausgehen, dass da jemand wegen ein paar hunder Euro Nachforschungen anstellen wird.

Sitzt Dein Käufer im Ausland, kannst Du jeglichen Versuch der Klage sowieso direkt vergessen. (Eigene Erfahrung.)

Eine Grenze gibt es mWn nicht. Das läuft alles unter dem privaten Veräußerungsgeschäft §23

Aber warum muss es LocalBitcoins sein? Du kannst doch Deine BTC auch auf einer Exchange kaufen und verkaufen.

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kauf lieber BTC und Hodl. Glaub mir da hast du im Endeffekt mehr von :grinning:

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Das eine schliesst ja das andere nicht aus. :wink:

Mir geht es weniger darum, zu klagen (eventuelle Verlusste kannst Du in den Spread budgetieren), sondern eher darum, wenn die Polizei vor der Tür steht, weil man BTCs, die durch deine Hand gingen mit krummen Dingern in Verbingung bringt.

Schau dir mal den Spread beim Local Bitcoins Link oben an (ähnlich auch Bisq oder HodlHodl) an. Wenn Du beim gegenwärtigen Kurs 2-3 BTC im Monat umsetzt kannst Du gut davon leben. ‚Umsetzen‘ heisst nicht ‚besitzen‘… Leute zahlen offenbar einen Aufpreis dafür, dass sie sich nicht den Meldepflichten der Börsen unterwerfen müssen.

Was mir an dieser Idee gut gefällt ist, dass man das - nachdem man sich eine Reputation aufgebaut hat - komplett ortsungebunden und in dem Masse machen kann, wie man es braucht.

… aber so einfach kann es nicht sein, denn sonst wären schon mehr Leute draufgekommen.

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Beim Spread (=dein Gewinn) musst du also noch 20-40% dem Finanzamt abgeben und das Kursrisiko trägst auch du (falls zwischen Zahlung (z.B. SEPA slow) und deinen Trade der Kurs Sprünge macht. Oder du kaufst sofort, und die Zahlung kommt dann doch nicht, weil der Kurs massiv sinkt.

Glaube, dass man viel Aufwand (für kleine Trades) hat und kaum etwas daran verdienen kann.

Aber wenn jemand das anders sieht, bin ich gerne bereit etwas dazu zu lernen.

Wenn es Dir darum geht, privat zu kaufen und zu verkaufen, könntest du dir auch mal HODL HODL ansehen.

On 2nd thought: Könnte mir gut vorstellen, dass sich Kursschwankungen & Verzögerungen nicht nur statistisch ausgleichen, sondern dir der langfristige Aufwärtstrend sogar Gewinne einfährt. Allerdings muss man auch die 1% Gebühr an local bitcoins reinrechnen (wie das bei Hodl Hodl & Bisq aussieht, weiss ich ned).

Ich hatte bei meiner ursprünglichen Betrachtung ausgerechnet, dass man grob einen Spread von 5% realisieren kann, davon dann 1% ab für die Vermittlungsgebühr an Local Bitcoins, minus sagen wir mal 30% Steuern, da blieben dir dann pro getradeten 1000€ grob 30€ Ertrag nach Steuern. Da Du aber meist kleinere Tranchen tradest … ernährt sich das Eichhörnchen letztendlich doch recht mühsam.

Wer technisch versiert ist, kann da per APIs sogar so manches automatisieren, und ich denke auch die Buchhaltung für’s Finanzamt ist weitgehend automatisierbar. Aber wer da nicht penibel & akribisch vorgeht wird Geld verlieren.

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Finde das Thema sehr interessant! Falls du nochmal tiefer reinschaust und neue Erkenntnisse hast, lass es uns gern wissen. Ich werde mich die Tage wahrscheinlich auch mal näher damit auseinandersetzen

Man müsste halt wissen, was der durchschnittliche Trade so bringt. Wenn das jedesmal BTC im Wert von 100€ wären müsstest Du davon 30 Trades 7 Tage/Woche abwickeln und evtl. über mehrere Tage verfolgen, um über die Runden zu kommen, dazu was im Escrow liegen lassen, zumal da ja dann noch Netzwerkgebühren dazukommen. Und dann ist da dein Risiko, dass jemand dich abzockt, immernoch nicht gedeckt.