Ungescripted Podcast mit Roman

Also es soll schon so sein, dass eine leichtere Verfügbarkeit von Schusswaffen zu mehr Suiziden und zu mehr Schusswaffenopfern führt. Allerdings spielen da auch noch andere Faktoren natürlich eine Rolle.

Die Frage ist halt auch was es bringt, wozu brauche ich unbedingt eine Waffe zu Hause oder auf der Straße, im Auto…?
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Ja klar, ich hab auch schon bemerkt das es seit der Erfindung von Feuerwaffen mehr Tote durch Feuerwaffen gibt als vorher. Ist aber auch bei der Erfindung des Kaugummies der Fall.

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Natürlich war damit im Vergleich zu Gesellschaften gemeint die nicht einen so hohen Zugang haben wie die USA z.B.

haben die USA mehr Suizide durch Schusswaffen und mehr Schusswaffenopfer durch Gewalt als z.B. Deutschland, Polen oder Frankreich?

Ja. Deutlich – sowohl bei Suiziden mit Schusswaffen als auch bei Tötungsdelikten mit Schusswaffen. Besonders groß ist der Unterschied bei Schusswaffen-Homiziden.

Für einen fairen Vergleich sollte man allerdings pro 100.000 Einwohner rechnen, nicht nur die absoluten Zahlen.

Größenordnung

Land Suizide mit Schusswaffe Tötungen mit Schusswaffe
:united_states: USA ca. 6,2–8 pro 100.000/Jahr ca. 4,4–6,6
:germany: Deutschland deutlich unter 1 ~0,1 oder darunter
:france: Frankreich deutlich unter 1 ~0,1–0,2
:poland: Polen deutlich unter 1 ~0,1 oder darunter

Die aktuellste große internationale GBD-Analyse kommt für die USA 2021 auf 6,19 Suizide durch Schusswaffen pro 100.000 Einwohner (altersstandardisiert). Die USA lagen damit weltweit mit großem Abstand an der Spitze unter den großen Ländern.

Für die USA liegen die offiziellen CDC-Zahlen 2021 sogar bei 8,75 Schusswaffen-Suiziden pro 100.000 und 6,63 Schusswaffen-Homiziden pro 100.000. Das ist eine andere Berechnungsmethode als die internationale GBD-Zahl, weshalb man die beiden nicht 1:1 vermischen sollte.

Bei den Schusswaffen-Homiziden ist der Abstand zu Deutschland, Frankreich und Polen besonders extrem. Eine europäische Vergleichsstudie kommt beispielsweise zu dem Ergebnis, dass Deutschland und Polen bei etwa ≤0,1 Schusswaffen-Homiziden pro 100.000 liegen. Für Europa insgesamt werden ungefähr 0,3/100.000 genannt.

Die UN-/UNODC-Daten für 2023 ergeben für die USA etwa 15.190 Schusswaffen-Homizide bzw. 4,4 pro 100.000. Frankreich lag bei nur etwa 64 Fällen. Deutschland bei etwa 54 Fällen.

Der interessante Punkt: Suizide machen in den USA den größeren Teil aus

Das wird in Diskussionen über „Gun Violence“ oft übersehen.

2021 gab es in den USA:

  • 26.320 Suizide mit Schusswaffen
  • 20.966 Tötungen mit Schusswaffen
  • insgesamt 48.830 Todesfälle durch Schusswaffen.

Also ungefähr 54 % Suizide und 43 % Homizide.

Und deshalb ist die Aussage „In den USA gibt es so viele Schusswaffentote wegen der hohen Mordrate“ nur ein Teil der Geschichte. Auch bei Suiziden ist der Unterschied zu Deutschland, Frankreich und Polen sehr groß.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Gesamtsuizidrate ist zwischen Ländern nicht ganz so dramatisch unterschiedlich wie die Schusswaffen-Suizidrate. Zum Beispiel lag die modellierte Suizidrate 2023 bei etwa 15,3/100.000 in den USA und 16,1/100.000 in Frankreich. Das bedeutet: In Ländern mit weniger Schusswaffen werden Suizide häufiger mit anderen Methoden begangen. Trotzdem ist die Verfügbarkeit einer Schusswaffe relevant, weil ein Schusswaffensuizid eine besonders hohe Letalität hat.

Kurz gesagt:

:united_states: Die USA haben im Vergleich zu Deutschland, Frankreich und Polen sehr viel mehr Schusswaffen-Suizide pro Einwohner und noch viel mehr Schusswaffen-Tötungen pro Einwohner. Beim Homizid ist der Abstand besonders massiv.

Wenn du möchtest, kann ich dir als Nächstes eine saubere Tabelle USA vs. Deutschland vs. Frankreich vs. Polen mit 2021/2022/2023, jeweils Schusswaffen-Suizide, Schusswaffen-Homizide und Gesamt-Suizide pro 100.000 erstellen – dann sieht man die Größenordnung sehr anschaulich.

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Das ist richtig. Aber kommt die Tötungsabsicht nicht vor dem Selbstmord? Vllt fühlt sich das leben in Europa einfach lebenswerter für viele an. Wo ich dir recht geben muss, die hemmschwelle sich oder andere zu verletzen sinkt mit einer Schusswaffe dramatisch. Deshalb bin ich mir auch unschlüssig und möchte zu dem Thema keine seite verteidigen.

Diskutieren ist aber trotzdem in Ordnung (-;

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Es gibt Gegenden in der Welt wo man vielleicht wirklich Waffen braucht. Ich bin froh, dass ich nicht in einer solchen Gegend leben muss. In südamerikanischen Slums z.B. wo vielleicht jeden Tag irgendeiner abgeknallt wird. Übertrieben gesagt. Man muss immer vorsichtig sein was man sich „wünscht“ und was man Vorschub leistet. ;)

Ich hab nichts gegen Sportschützen usw. aber ich finde nicht, dass wir grundsätzlich mehr Waffen in den Wohnungen und auf der Straße brauchen. Es rennen auch so schon viel zu viele mit anderen Waffen durch die Gegend.

Ich vertraue keiner zentralen Macht blind. Deshalb verstehe ich den Wunsch nach Selbstverteidigung. unser Staat sagt „Wir schützen euch – ihr braucht keine Waffen.“ Das funktioniert , solange es dem Staat gefällt. Dann bleibt dem Einzelnen nur, was er selbst hat.Legale Waffen in verantwortungsvollen Händen bedeuten Optionen – genauso wie ich den Menschen zutraue, ihr Geld selbst zu verwahren. Missbrauch gibt es, ändert aber nichts am Kern der heißt Souveränität.Wer will, dass nur Staat und Kriminelle bewaffnet sind, vertraut dem Staat mehr als ich es je tun würde.

Ich glaube, genau das ist, was Roman und der andere Heini, keine Ahnung wie der heißt, gemeint haben. Villeicht war es auch ne Falle was weiß ich. Jedenfalls hat Roman den Spagat perfekt gemeistert. Ich hätte es jedenfalls nicht so schnell gerafft.

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Du kannst konsequent gedacht keine Souveränität erreichen. Souverän ist, wer autark ist und das auch verteidigen kann. Das kannst du weder als einzelner Mensch noch die allermeisten Staaten können das.

Souverän bedeutet unabhängig sein. Also handeln zu können frei von äußeren Einflüßen.

https://www.wortbedeutung.info/souveräne/

Einfach erklärt: Das Adjektiv „souverän“ beschreibt eine Person oder eine Organisation, die unabhängig, selbstbestimmt und überlegen handelt. Es bedeutet, dass jemand die Kontrolle über seine Entscheidungen und Handlungen hat und diese mit Selbstvertrauen und Kompetenz ausführt. „Souverän“ kann sich auch auf die unangefochtene Macht eines Staates oder einer Regierung beziehen, die frei von äußerer Einmischung agieren kann. Im übertragenen Sinne beschreibt es eine überlegene und unangefochtene Art und Weise.

Deswegen ist das ein Scheinargument. Im Kern drehen sich diese Argumente darum den Staat zu delegitimieren, denn der Staat hat das Gewaltmonopol. Das habe ich weiter oben schon einmal angesprochen.

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Ja das stimmt.

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Natürlich hat das auch etwas mit dem Zugang zu medizinischer Versorgung zu tun, vor allem zu psychiatrischer Hilfe. Die komplette Perspektivenlosigkeit einer Generation mitten Endstadium des Kapitalismus, komplett ausgehöhlte Sozialsysteme, das alles rechnet sich dann zusammen. In dieser Situation dann Schusswaffen jedem frei zugänglich zu machen ohne grosse Hürden ist halt der komplette Wahnsinn und führt zu dem Resultat das wir dort sehen. Ich meine die haben da Automaten wo du dir Munition hohlen kannst wie bei uns Snacks.

Aber die europäischen Länder hinken ja was die komplette Demolierung der sozialen Systeme angeht nur ein wenig hinterher und man arbeitet aktiv daran die Bedingungen in der Bevölkerung auf ein ähnlich miserables Niveau zu bringen.

Aber mal ehrlich, die ganzen libertären Fantasien das dieses Recht auf Waffen was damit zu tun hat sich gegen den Staat zu wehren ist absolut lächerlich. Das geht nicht ohne sich zu organisieren und sollten die auch nur Wind davon kriegen das sich da ne bewaffnete Miliz bildet schicken die einfach die Armee mit Panzerfahrzeugen vorbei.

Die anti-fashisten mussten sich ja nicht mal bewaffnen und wurden von der Trump Junta schon zu Terroristen erklärt.

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Hammerhart. Das wusste ich noch nicht.

Der war gut @anon25774911

:rofl::joy::rofl:

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Was viele heute gar nicht mehr (oder noch nicht) wissen, bis ca. 1970 konnte man in D Kleinkaliberwaffen ohne Waffenschein besitzen, man musste halt 18 Jahre alt sein. Es gab damals relativ wenig Probleme damit, also wenig damit verbundene Kriminalität, die richtigen Kriminellen hatten größere Kaliber, war denen ja egal, daß es illegal war. Aber dann kam eine RAF-Terrorwelle nach der anderen und dann wurde der Besitz von Kleinkaliberwaffen mehr oder weniger über Nacht verboten bzw. sehr stark reguliert. Begründung war halt der Terror (der fast überhaupt nicht staatlich war, naja, vielleicht ein bisschen, aber was genaues wusste man nicht), da muss man schon mal Freiheiten einschränken, weil wissen’s scho. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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Das kenn ich auch noch aus der Kindheit. Im Osten waren Luftgewehre bis zur Wende ganz normal. Das Schießen wurde in der Schule gelehrt. Gst hieß das ganze. Viele hatten die Dinger illegal verstärkt. Und mit angespitzten Diabolos hattest du eine ziemlich gefährliche Waffe. Ein Kumpel hat sich sogar aus so einem Gewehr eine Pistole gebaut. Modifizierungen waren zwar nicht legal aber durchaus Gesellschaftsfähig zumindest bei uns in der Gegend. So kam es auch nie zu einer Anzeige (trotz allgegenwärtiger Stasi) solange man damit verantwortungsvoll ( zu Sportzwecken) umging.

An zwischenfälle -also Schießereien kann ich mich nicht erinnern. Viellt. Liegt das aber gerade daran, das wir mit dem richtigen Umgang aufgewachsen sind und sogar geschult wurden.

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Wenn es ums Thema Waffen geht, dann gibt es bessere Informationsquellen .

Zum Beispiel den waffensachverständigen Unternehmer , der sich tatsächlich mit dem Thema beschäftigt.

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Ich bin aus der Schweiz hier kriegst du ein Sturmgewehr vom Bund geschenkt und es existiert eine sehr grosse Sportschützen Kultur. Glaube das Zürcher Knabenschiessen ist irgendwie ab 5 Jahren.

Aber die ganze Kultur ist etwas das komplette Gegenteil dieser Ami Rambo Kultur. Es geht IMMER um den Respekt vor der Waffe und das einhalten von Verhaltensregeln. Wenn du dich nicht strikt daran hälltst und irgendwie rumblödelst wirst du sofort rausgeschmissen.

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Im Grunde gibt es ja auch europaweit eine Schützentradition und im Normalfall dürfte es auch kein Problem sein an die entsprechende WBK zu kommen.

Du hast ein Sturmgewehr zu Hause? Bist Du Reservist oder so?

Ich war bei der Bundeswehr. Aber wir durften nur ein paar alte Klamotten und die ausgelatschten Stiefel behalten.

Must du, glaube ich im Schützenverein sein ? Zeit Investieren und billig ist es auch nicht. Zumindest für den großen Schein.

Außerdem ist es zumindest bei uns sehr ungesund. :joy:

Die spielen bei jedem treffen Feuerwehr und löschen Brände.

Kein Reservist mehr.

Nein das kriegst du wenn du auch ausserhalb des obligatorischen (jährliche Schiessübung) noch auf Feldschiessen eine gewisse Punktzahl erreicht hast. Allerdings wird es auf Einzelschuss plombiert und kannst das behalten.

Ich habs aber dann abgegeben weil meine Frau hatte Angst davor und das hat eh nur Staub gefangen. Ausserdem wenn eingebrochen wird und das wird geklaut ist nicht so geil, ist immerhin eine Kriegswaffe. War besser so.

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Neben den Kosten und Aufwand ist die WBK keine Option, weil sie andere Grundrechte massiv einschränkt.

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