Transaktionssteuer und der Cryptoeuro

So viele „Wirtschafts- und Finanzexperten“ sind sich einig das eine Transaktionssteuer auf alle Geld- und Vermögungsbewegungen nur im Promillebereich sein müsste und alle anderen Steuern würden obsolet sein so viel würde das einem Staat an Geld bringen.
Das Problem, es scheitert an der Umsetzbarkeit, es kann kaum durchgesetzt werden wenn Menschen ihr Geld in Bar weiter geben und gegen Transaktionsteuern bei zum Beispiel Aktien und anderen Assets gibts sowieso ganz viel Lobbyarbeit dagegen.

Aber wie würde es aussehen bei einem Cryptoeuro der Bargeld völlig ersetzt. Hier kann sich dann niemand mehr der Transaktionssteuer entziehen. Wenn Euros weitergegeben werden, geht das Promille automatisch an den Staat. Auch Steuerflucht wäre so gar nicht mehr Möglich. Und wem tut schon ein Promille weh?

Aber ist es wirklich so leicht? Benötigt man bei einer Transaktionssteuer wirklich nur ein Promille um alle anderen Steuern zu ersetzen?

Wenn ja, das wäre doch der Traum eines jeden Unternehmers wenn er sich nie wieder mit Steuern befassen müsste.

Würde so weit gehen zu sagen, die Steuern können gut neu ausgelegt werden und müssen auch neu ausgelegt werden.

Die Steuern sollen die Wirtschaft steuern, was auch im Namen schon steckt.
Die Frage ist eher wie schafft man das sinnvoll. Also ich würde auch eine CO² steuer befürworten im Grunde. Warum?
Weil dann eben die Wirtschaft als Beispiel von Co² weggesteuert wird. Dafür ist Politik meiner Meinung nach zuständig. (Wird halt nur komplett vernachlässigt, weil das momentan 0 funktioniert.)

Wäre mal dafür sich ganz grundsätzlich zu überlegen was für Steuern gut sind und welche man wirklich noch braucht von den jetzigen Steuern.

Luxussteuer ist gut, Mehrwertsteuer der letzte Dreck z.B.
Transaktionssteuer find ich aber auch gut.

Hallo, ein schöner Traum der Einfachkeit! :slight_smile:

Das würde aber bedeuten, dass sehr reiche Menschen, die ihr Geld fast nur liegen lassen, weniger „Steuern“ zahlen als die, die jeden Cent ausgeben müssen.

Derzeit ist das Ausgeben von Geld kostenlos. Wäre schade, wenn sich das in Zukunft ändert.

Wenn eine Promillegrenze existiert, ist das wie mit den Steuern, dessen Steuersatz derzeit festgelegt ist. Das kann auch schnell erhöht werden, z. B. auf 1, 2, 5% wenn der Staat Geld braucht. Und der Staat braucht immer Geld :slight_smile:

Mit Steuern werden die Menschen auch gelenkt und entlastet oder belastet:

  • Pendlerpauschale
  • Kindergeld
  • Höhere Steuer für PS-Starke Autos
    etc.

Das würde ich verneinen, denn es gibt ja die Mehrwertsteuer die teilweise bei 20% liegt. Zahlen muss die nur der Endverbraucher. Also wäre eine Transaktionssteuer für den Endverbraucher viel günstiger.
Und die Kette dazwischen wird den Promille nicht spüren.

Hallo Bauernstube,

stimmt, die Mwst. wird immer erhoben. Ich meinte das Bezahlen mit Geld ist z. B. bei EC-Karte, in bar und ggf. mit Kreditkarte kostenlos.

Auch wenn ich derzeit Geld zwischen Konten überweise oder Überweisungen vornehme, ist das kostenlos.

Bei Blockchain-„Währungen“ werden leider auch bei Transaktionen zwischen eigenen Wallets oder zu Brokern etc. Transaktionen fällig. Gerade bei Ethereum sieht man leider, wie extrem hoch das derzeit ist. Aber natürlich müssen die Miner ja auch von etwas bezahlt werden.

Wenn allerdings der Endverbraucher unterm Strich spart, nimmt der Staat auch weniger Geld ein und irgendwo her muss das Geld ja kommen. Ich weiß nicht.

Prinzipiell stimme ich euch zu. Auch ich wäre Freund einer richtigen Finanztransaktionssteuer; der Zehntelprozent Bereich würde schon reichen, dann aber natürlich auf alle Transaktionen inkl. Derivate.

Nicht so wie unser Finanzminister, der nur Aktien-Transaktionen besteuern will, was mal wieder die normalen Investoren bzw. Privatanleger benachteiligt. Stellt sich auch die Frage was er damit steuern will, ich vermute nichts. Stattdessen sollte man potentiell notwendige Bankenrettungen durch spekulativen Derivatehandel einpreisen, in dem man die Steuer vielleicht sogar nur auf Derivate erhebt.

Kein Dienstleistung ist kostenlos. Die Bank holt sich das einfach an anderer Stelle wieder vom Kunden (Kontoführungsgebühr, Abhebung an fremden Automaten, Gebühren für spezielle Dienstleistungen, oder andere Produkte). Falls das nicht nachhaltig funktioniert, spätestens durch Bail-in, oder Rettung durch den Staat, also wieder vom Bürger/Kunden.

Deshalb bin ich auch kein Freund von 0 Kontoführungsgebühren. There’s no free lunch. Lieber sehe ich die Kosten transparent, als dass sie woanders versteckt werden.

Zum Bitcoin: Langfristig wird man sehr wenig on-chain transferieren, sondern Second Layer verwenden (z.B. Lightning, Ethereum, Cardano etc.). Dadurch werden Transaktionen sehr günstig.

Aber nicht der Traum der Investment Banken, und die haben eine starke Lobby.

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Ja, es geht darum das angeblich ein Promille als Steuer auf jede Transaktion (Aktien, Derivate, Cryptoeuro, etc), einhebt. Einige Finanzexperten meinen das dies dem Staat so viel bringen würde das er auf alle anderen Steuern verzichten könnte. Vielleicht wärens halt 1,1 Promille für die Infrastruktur.