Den Stream kenne ich nicht. Aber das Stichwort dazu ist „Wärmetod“.
Nach dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik steigt die Entropie eines abgeschlossenen Systems immer weiter an, bis sie im letztendlichen thermischen Gleichgewicht einen Maximalwert erreicht.
Das würde also unter bestimmten Bedingungen auch für das gesamte Universum gelten. Im Endzustand herrscht maximale Unordnung und alles hat dieselbe Temperatur.
Die Hauptsätze der Thermodynamik wurden ursprünglich aus Beobachtungen bzw. Experimenten in unserer makroskopischen Welt heraus formuliert. Später hat man allerdings festgestellt, dass sich die komplette Theorie aus einer statistischen Betrachtung der Mikrozustände der beteiligten Teilchen herleiten lässt.
Aus der statistischen Physik heraus gab es so viele neue Erkenntnisse, dass man sie praktisch als eigentliche Grundlage der Thermodynamik akzeptieren muss.
Nach der statistischen Formulierung gilt aber auch der zweite Hauptsatz nur „statistisch“. Der Anstieg der Entropie reflektiert die Tatsache, dass ein System normalerweise von einem unwahrscheinlichen Zustand in einen wahrscheinlicheren Zustand übergeht.
Wenn man allerdings lange genug wartet, wird irgendwann auch wieder ein unwahrscheinlicher Zustand erreicht, der dem Ausgangszustand beliebig nahe kommt!
Wenn man z.B. einen luftgefüllten Behälter und einen leeren Behälter verbindet, verteilt sich die Luft in beiden Behältern. Nach sehr langer Zeit wird sich die Luft aber wieder kurzzeitig komplett in einem der Behälter befinden, weil sich alle Teilchen in diesem Moment zufällig gleichzeitig dorthin bewegt haben. Die Entropie wäre dann wieder auf den Ausgangswert gefallen.
Die Zeiten, die man hierauf warten müsste, sind jenseits von Gut und Böse. Die Anzahl möglicher Seedphrases ist ein Dreck dagegen.
Auf jeden Fall würde die selbe Überlegung unter bestimmten Bedingungen auch für das Universum gelten. In 10^{100} Jahren würde sich das Universum demnach fast sicher im Zustand des Wärmetods befinden. Gleichzeitig müsste man aber nur lange genug warten, um das Universum wieder fast genau in einem der vorherigen Zustände zu sehen.
Bei solchen Aussagen muss man allerdings berücksichtigen, dass man eigentlich noch relativ wenig darüber weiß, was das Universum überhaupt ist und ob es sich evtl. ewig ausdehnt oder wieder zusammenfällt.