STRC: Strategy bringt neue Vorzugsaktie für Bitcoin-Käufe

Meint ihr STRC ist eine gute Tagesgeld Alternative :thinking:

Nein! Es ist eine Aktie und im Vergleich zum Tagesgeld ein Hochrisiko-Investment

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Eine Alternative kann es schon sein, aber man sollte sich bewusst machen, dass das Risiko deutlich höher ist als bei klassischem Tagesgeld. Tagesgeld ist ja in der Regel für den Notgroschen gedacht, also Geld, das jederzeit sicher verfügbar sein soll.

Wenn man diesen Teil seines Vermögens in STRC steckt, sollte man sich daher vorher überlegen, was der Plan B ist, falls das Ganze nicht wie erwartet funktioniert. Für den Notgroschen ist Sicherheit normalerweise wichtiger als Rendite.

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Darüber mache ich mir auch seit Wochen Gedanken. Mittlerweile tendiere ich zu einem JA. Tagesgeld ist nicht mehr als eine Forderung gegen eine Bank. Die meisten Banken haben nicht mehr als 7% Eigenkapital und balancieren damit permanent am Abgrund. Im Falle einer erneuten Krise, wie z.B. 2008, wären erneute staatliche Rettungspakete nicht mehr möglich. Die Einlagensicherungsfonds sind viel zu gering kapitalisiert, um jedem Gläubiger auch nur die 100K im Ernstfall zu garantieren, das System ist bestenfalls eine Beruhigungspille. Der lächerlich niedrige Tagesgeldzins, bei mir 0,75 % für Bestandseinlagen, berücksichtigt das Ausfallrisiko nicht annähernd. Wenn man die Kraft der Bitcoin-Technologie verinnerlicht hat, kann man sich als Anteilseigner der Strategy Inc., welche ca. 80% Eigenkapital hat, mit seinem Notgroschen vermutlich sicherer fühlen.

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Der Punkt beschäftigt mich auch seit einiger Zeit. Zu dem Risiko des Totalabsturzes sollte einem zudem klar sein, dass STRC in Vergangenheit auch schon kurzzeitige Dips runter bis auf 90 USD erlebt hat. Glaube zwar dass sich das mit steigendem Volumen entspannen wird, aber rechnen sollte man damit.

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Aus den Dips kann man meines Erachtens nichts herleiten. Der ursprüngliche Zielpreis bei der Emission im Juli 2025 lag zwischen 90-95 Dollar bei einer Dividende von 9%. Der zwischenzeitliche Versuch Strategy aus dem MSCI zu werfen, sorgte zweifellos für Verunsicherung. In Anbetracht der geringen Historie der STRC-Aktie und des massiven Bitcoin-Kursrückgangs seit dem Hoch im Oktober sind die Schwankungen nicht signifikant. Fakt ist, dass die Vorzugsaktie aktuell massiv übersichert ist. Wenn der Bitcoin-Preis mehrere Jahre tendenziell seitwärts oder abwärts läuft, werden die monatlichen Dividendenzahlungen von STRC irgendwann zu einer echten Herausforderung. Wie wahrscheinlich ist das aber in Anbetracht der sich unaufhaltsam drehenden Schuldenspirale allein in den USA und den Euroländern von monatlich insges. ca. 250 Mrd Dollar steigenden Staatsschulden. Und in fast allen anderen Währungsräumen läuft es im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung ähnlich oder noch krasser.

Das muss halt am Ende jeder selber für sich abwägen. Ich persönlich gehe davon aus, dass das Tagesgeldkonto meiner Bank sicherer ist als das Unternehmen Strategy. Trotzdem erachte ich das Risiko, dass Strategy down geht, für so gering, dass ich mein Tagesgeld in STRC geschoben habe, ohne jemandem zu empfehlen, dasselbe zu tun. Niemand kennt die Zukunft.

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Abgesehen von meiner Familie, würde ich niemandem, nicht einmal meinem besten Kumpel Empfehlungen in Finanzfragen geben, sondern bestenfalls „lies dies oder jenes zu dem Thema“. Mich interessieren aber substanzielle Argumente gegen das Konzept von STRC, und bitte nicht so etwas wie „Hochrisikoinvestment“ etc. Banken oder Versicherungen mit ihren teilweise undurchsichtigen Fiat-Finanzprodukten dürften das ganze jedenfalls mit Argwohn betrachten.

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:laughing:
Die werden wahrscheinlich zur selben Zeit „down“ gehen… aber nicht weil sie für sich genommen plötzlich schlecht sind, sondern eher im Sinne eines „great taking“ wie es Horst Lüning mal auseinander genommen hat. Kaum jemand hat STRC tatsächlich auf den eigenen Namen eingetragen, oder kann das ohne riesigen Aufwand…

Und selbst das verbessert die Situation nur ein wenig und gibt keine 100% Garantie.

Tja… früher, als man die Wertpapiere noch im Safe liegen hatte…

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Rein rational betrachtet stimmt das schon. Allerdings glaube ich, dass das bestehende (Banken-)System eher gegen Strategy „schießen“ würde, wenn es merkt, dass Strategy – und in letzter Konsequenz Bitcoin – einen Gegenentwurf beziehungsweise Angriff auf dieses System darstellt (Stichwort: Rausschmiss aus dem MSCI World und theoretisch anderen „Plattformen“). Gegen meine Hausbank hingegen wird man kaum etwas ausrichten, weil sie selbst Teil dieses Systems ist. Das ist aus meiner Sicht das einzige wirkliche Risiko.

Das Problem ist ja nicht Strategy. Das Problem ist Dein Broker, der Deine Aktien garnicht erst sicher als Dein Eigentum ausweist (und das teilweise auch garnicht mehr kann).
Zumindest nicht so, dass es nicht bei einem Crash „verschwindet“ und in irgend einer Konkursmasse landet.

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Das Risiko kommt noch dazu.

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Weil das alles richtig ist - und weil kein Investment ohne Risiko ist und es zudem dem normalen Menschen fast unmöglich ist, Risiken wirklich einzuschätzen, wurde eines erfunden, was ich hier entgegen der Meinung manch mega maximalistischen Mitdiskutantens seit Anbeginn predige:

D i v e r s i f i k a t i o n !

Risikostreuung. Wenn ein Investment über die Wupper geht, bleiben einem noch die anderen und im Idealfall (bei einer Diversifikation, die breit genug ist) bleibt man sogar noch in der Gewinnzone insgesamt.

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Also ich will ja niemanden ängstigen, und ich habe selbst meine Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto, aber eine Bankeninsolvenz habe ich in Deutschland vor 25 Jahren schon einmal als Betroffener miterlebt. Es verlief genauso wie im Film oder wie man es sich in Ländern wie Argentinien vorstellt. Die Website und die Filialräume der Bank waren plötzlich dicht, und viel zu viele Bankkunden drängten sich in einem zu kleinen Raum auf einer improvisierten Info-Veranstaltung. Die Bankkunden fluchten, drohten, weinten etc., es bildeten sich Gruppen, um die Rechtsverfolgung zu organisieren, einige erzählten unter Tränen, dass sie doch nur das Geld aus einem Hausverkauf kurz zwischenparken wollten. Von der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken wurden nach einigen Monaten maximal 20K pro Kunde (aber nicht mehr als 90% der jeweiligen Einlage) entschädigt. Da mein finanzieller Schaden überschaubar war, habe ich das 15jährige Insolvenzverfahren nicht weiter verfolgt, aber die Quote war letztlich sehr gering. Ich denke mal, dass Aktieneigentum, das bei einer Verwahrstelle wie Clearstream liegt, weniger gefährdet ist, als eine schlichte Schuldgeldforderung. Unterschlagungen an diesem Ort würden ein ökonomisches Armageddon auslösen.

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Der Begriff Diversifikation ist aber auch irgendwie eine uralte Binsenweisheit. Dabei kommt man leider meistens nicht sehr weit, wenn man Risiken im Leben möglichst breit streut, weder bei der Berufswahl, beim Immobilientraum, bei der eigenen Unternehmensgründung oder bei der Partnerwahl. Oft kommt man nur mit einem „All in“ wirklich voran. Die überzeugten Bitcoiner aus den Jahren vor 2017 werden über den Ratschlag „Diversifikation“ wohl nur müde lächeln.

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Ich nehme an Du hast die Videos von Horst Lüning, auch bzgl Clearstream, gesehen.

Vor 25 Jahren gab es den Banken Sicherungsfond noch nicht. Aber Du hast recht: Bei großflächigen Pleitewellen hält auch der nicht lang, und die Eigenkapitalquote ALLER Banken ist geradezu lächerlich gering.

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hab mir das video gerade auch angeschaut. Zum Glück gibts Bitcoin :woozy_face:

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Das Video kannte ich noch nicht. Bzgl. der Verwahrung des „Sondervermögens“ war ich wohl etwas naiv. Ich dachte, auf irgendeiner unangreifbaren Datenliste ist mein Aktien-Eigentum sicher vermerkt. Ich fürchte fast, Bank-Sichteinlagen- Aktien- insbes. ETF-Vermögen sind eher Illusionen eines Wertspeichers. Mein Großonkel glaubte noch felsenfest an die Sicherheit des staatlichen Grundbuchs, leider wurde sein West-Berliner Haus im vom Staat entfesselten Krieg halb zerstört, 1949 mit einer staatl. Ausgleichshypothek belastet - Immobilienvermögen sollte sich an den Kriegsfolgekosten beteiligen. Sein Wochenendgrundstück als Rentenvorsorge im DDR-Umland war gänzlich verloren. Nach 45 Arbeitsjahren ist er im Alter von 67 Jahren fast mittellos verstorben.

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Den Teil mit der Hypothek im Zuge des „Lastenausgleichs“ kenne ich leider auch. Mein Opa hatte das mit dem Haus.

Als ich davon das erste mal hörte war ich erstaunt. Es war eines dieser Momente, wo ich dann recherchiere und erschrocken feststelle dass es stimmt und es wirklich passiert ist. Man staunt und fragt sich wie so was rechtlich durchgehen kann und wieso die Menschen das mit sich machen lassen.

Wir sind im Verein XYZ und das Wohlergehen von Verein XYZ steht über dem Wohlergehen des Individuum. Solange dieses Prinzip in Form eines Nationalstaates vorherrscht wird es immer wieder staatliche Enteignungsmaßnahmen geben. In guten Zeiten wird es milder ausfallen und in harten Zeiten kann es richtig hässlich werden. Ich denke ein Ende ist nicht wirklich realistisch. Vielleicht, wenn irgendwann die Idee des Nationalstaates allmählich sich auflöst und durch neue Organisationsstrukturen ersetzt wird. Bis dahin bleibt nur die Möglichkeit der Mobilität. Man muss die Orte verlassen, wo die kollektive Organisationsform wieder mal Amok läuft und das eigene Wohlergehen über alles andere stellt. Und das geht mit Bitcoin einfacher als mit Immobilien.

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