Strategy, Strive, und andere Einzelaktien

Ja genau, das schrieb ich ja. Man erzeugt ein neues Wallet (im Hintergrund quasi neu 12-24 Wörter) Aber die Grundlage für das neue Wallet ist die schlechte bzw. geringe Entropie der ursprünglichen 12-24 Wörter. Und nur weil eine Passphrase darauf aufbauend eine neue Wallet erstellt ist die Entropie des neuen Wallet dadurch ja nicht entscheidend besser.

Man fügt mit der Passphrase schon nochmal Entropie hinzu. Wie entscheidend diese ist, weiß ich nicht. Da scheinbar aber auch Coinkite selbst davon schreibt, dass man mit der Nutzung einer Passphrase aktuell dem Worst Case entgehen kann, macht es wohl schon einen Unterschied.

Ne, Leute, für Menschen außerhalb der BTC-Bubble ist schon die normale Selbstverwahrung eine enorme Herausforderung und nicht selten auch überfordernd, ne Passphrase ist da mindestens ein Step zu viel und die Notwendigkeit selbiger dann spätestens der Sargnagel für die Selbstverwahrung, grad für die eigenen Eltern etc..

Nun gut, kommen wir mal wieder weg vom leidigen Coldcard-Thema, das uns in anderen Threads sicherlich noch genug begleiten wird und kommen wir mal zu den Bitcoin-Treasuries, vor allem mal für diejenigen, die sich damit noch nicht so gut auskennen.

Da hätten wir zunächst Strategy und Strive, die sich inzwischen auf ähnliche Art und Weise ihr Kapital für Bitcoin-Käufe beschaffen, denn beide haben jeweils eigene Vorzugsaktie mit einer für Anleger garantierten Rendite, STRC und SATA. Tatsächlich war die Einführung von SATA durch Strive auch der Moment, an dem ich persönlich meine erste Bitcoin-Treasury-Aktie gekauft habe, denn zuvor war ich schon schwer beeindruckt davon, wie viel Geld Strategy im Bärenmarkt mit STRC einsameln konnte und plötzlich kam SATA auf den Markt und war zugleich die erste Dividendenaktie mit einer täglich Ausschüttung jemals am Kapitalmarkt. STRC hatte zuvor nur monatlich ausgeschüttet (inzwischen 2 mal im Monat) und eine tägliche Dividendenausschüttung auch mehr oder weniger für nicht möglich erklärt, weshalb SATA schon als eine Art Coup zu sehen ist, wobei Strive da wohl laut Tristan anscheinend auch von ihrem Unternehmenssitz in Nevada profitiert und dadurch andere Regularien als Strategy hat. Aber so oder so, mein Interesse war geweckt und neben Strive Aktien habe ich auch recht bald Strategy-Aktien gekauft, bzgl. der festen Rendite liegt SATA übrigens derzeit bei 13% und STRC bei 12%, da aber beide gerade unterhalb der 100$-Marke liegen (SATA bei 97,08$ und STRC bei 89,45$) sind Bitcoin-Käufe jeweils gerade nicht möglich und dementsprechend hat Michael Saylor es ja auch zur obersten Priorität erklärt, STRC wieder auf 100$ zu bringen.

Erst später kam dann noch Metaplanet dazu, denn anfangs störte mich da die fehlende Aussicht auf eigene Dividendenaktien, da der Kapitalmarkt in Japan sehr streng reguliert ist und eine Genehmigung entsprechend unrealistisch erschien. Metaplanet ist nun aber einen anderen Weg gegangen und bringt bald eigene mit Bitcoin besichtere Bonds mit einer jährlichen Rendite von 4-6% auf den Markt, was ebenfalls als Coup zu werten ist, da der japanische Markt für derartige Produkte äußerst dünn ist und es dementsprechend hierfür eine große Nachfrage geben dürfte. Überhaupt liegt der Vorteil für Metaplanet darin, dass sie sich durch ihren Sitz in Japan durch den schwachen Yen quasi zum Nullzins Kapital für den Bitcoin-Kauf beschaffen können und dadurch in einer sehr guten Position bzgl. der Bitcoin-Akkumulierung sind, für mich ist die Aktie daher auch hochspannend und nicht umsonst habe ich alle 3 Treasuries in meinem Portfolio gleich gewichtet, wird sehr spannend zu sehen sein, wie sich alle im nächsten Bullenmarkt präsentieren.

Ich finde die Aktien um Bitcoin herum mittlerweile merkwürdig und nur noch für Akteure sinnvoll, welche aus regulatorischen Gründen nicht direkt mit Bitcoin selbstverwahrt oder fremdverwahrt arbeiten können - anfangs feierte ich diese sogar sehr ab.

Ich glaube zu meinen, dass ich verstehe was genau welche Aktie für einen Fahrplan hat und wie dieser Fahrplan finanziert werden soll.

a) die Dividendenaktien gehen im Grunde davon aus, dass Bitcoin mehr Rendite hat als Dividende ausgezahlt wird. Hier gibt es nur zwei Szenarien für den Anleger langfristig. Szenario 1 man erhält als Aktionär weniger Dividende als Bitcoin performt = Verlust. Szenario 2 die Dividende ist höher als die Bitcoin Performance = Aktienkurs bricht ein + Dividende kann irgendwann nicht mehr gezahlt werden = Verlust. Der Aktionär verliert immer.

b) Die Stammaktien und die Idee mit dem Hintergrund das je Aktie immer mehr Bitcoin akkumuliert wird fand ich Anfangs auch sehr gut. Aber mittlerweile bin ich davon gar nicht mehr überzeugt, weil das auch aufgrund der immer breiteren Produktpalette ganzheitlich betrachtet wird und ggf. auch zeitweise entgegen dem Vorteil der Stammaktie gehandelt wird und diese somit wahrscheinlich nicht mehr das eigentliche Potential erreichen werden.

In meinen Augen ist das mittlerweile einfach nur Müll. Und wenn jemandem die Selbstverwahrung zu umständlich oder zu unverständlich ist, dann lieber einfach fremdverwahrt beim Broker halten und gut ist. Erfüllt zwar dann gar nicht den Sinn vom Bitcoin, aber hey - die Aktien ja auch nicht.

Man versucht halt mit den Aktien Bitcoin outzuperformen, kann klappen, muss es aber nicht und bleibt natürlich auch jedem selbst überlassen.

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Kann man machen, klar. Aber das kann ja wenn überhaupt nur mit den Stammaktien funktionieren. Und dann ist man gleichzeitig komplett raus aus den Vorteilen von Bitcoin. Und wenn ich bei Bitcoin raus bin, und mich den „klassischen“ Risiken der Aktien aussetzen möchte um mehr Rendite zu erwirtschaften, dann würde ich diese Mehrperformance nicht in den Bitcoin-Aktien suchen.

Bei den Dividendenaktien weiß man von Anfang an, dass man weniger Rendite haben wird und erkauft sich genau damit den konstanten cashflow.

Ja, klar, hier gehts auch um die Stammaktien, das mit den Dividendenaktien dient vor allem als Erklärung für Neulinge in dem Bereich.

Wenn „der Aktionär immer verliert“, dann wäre das shorten der Aktie immer ein Gewinn.

Das Stichwort ist risikoadjustierte Rendite. Wenn mein Risiko geringer ist, dann kann ich einen höheren Hebel ansetzen. Ich kann also einen STRC oder SATA Carry-Trade mit einem höheren Volumen ansetzen als den Kauf von BTC und dadurch ggf. einen höheren Ertrag erzielen als mit BTC direkt.

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Ok. rechnerisch ist das ein no-brainer. Diesen Aspekt hatte ich nicht im Blick, danke.

Das carry-trade Risiko gepaart mit dem Aktien-Risiko würde mich aber persönlich zu stark belasten.

Ich hatte ein Mal Schulden, ich kann dieses Gefühl nicht ausstehen. Vielleicht bin ich auch nur merkwürdig gestrickt, aber für mich ist das nichts, auch wenn es rechnerisch einlädt :slight_smile:

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War echt ein guter Tip von dir. Kurz 100% gemacht die Woche. Danke :smiley: Erlös geht natürlich in BTC

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Wart mal ab, da geht noch deutlich mehr.

Nach einer guten Woche, in der sich auch STRC (95,11) und SATA (98,50) erholen konnten, bin ich erstmals mit mehreren KI-Aktien im Plus, beispielsweise AXT (sehr starke Performance), Aehr, Lumentum, Soitech und Jabil. Insgesamt rechne ich mittelfristig noch mit deutlich tieferen Kursen und guten Kaufchancen, die Performance an guten Tagen ist im Aktienbereich aber wirklich beeindruckend und nicht selten machen einige dabei 20% und mehr, alles unter 10% ist da schon gar nicht mehr erwähnenswert und ist man von Bitcoin definitiv nicht mehr gewohnt.

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Drücke dir die Daumen, dass deine Performance anhält.

Ist ja was langfristiges, wie bei Bitcoin auch, von daher hab ich gar nichts gegen tiefere Kurse, zumal ich eh noch nicht so viel habe.

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SATA könnte nächste Woche wieder auf 100$ sein. Wurde von ASST nicht getweetet, dass sie SATA während diesen Bärenmarktbedinungen über 100$ gehen lassen aufgrund der shortseller?

STRC braucht glaub ich noch ein bisschen länger, aber ich könnte mir vorstellen, dass mit STRC par der Bärenmarkt der Boden erreicht hat und das Sentiment wieder besser wird, wenn die Treasuries wieder tausende Bitcoin pro Woche kaufen

Könnte mir vorstellen, dass Strategy bei par ein wenig vorsichtiger vorgeht und nicht alles vom STRC-ATM in BTC steckt, sondern weiterhin den Cashpile vergrößert um noch mehr Vertrauen aufzubauen.

Wird spannend, wann STRC wieder bei 100$ ist. Hoffe die werden ab jetzt die Ausschüttungen direkt über ihre einnahmen machen und erst was danach übrig ist, geht in BTC / Stammaktien Rückkauf.

Wie schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit ein, dass Investoren STRC bei Annäherung an die 100 Dollar-Marke verstärkt verkaufen?

Die Upside wird einem quasi strukturell von Strategy genommen, so dass man hier zumindest einen Teil verkaufen könnte.