Stop Loss Orders und extreme Ausreißer

Hallo,
ich habe heute (12.05.2022) eine seltsame Erfahrung mit einer Stop Loss Verkaufsorder auf Kraken gemacht.
Neben einer HODL Position habe ich auch eine Position, mit der ich aktiv trade.
Es geht um BTC/EUR.

Ich hatte eine Stop Loss Verkaufsorder bei 23.350 €.
Die hat bei mir heute gegriffen.
Das besondere daran:
Uhrzeit, Kurs
12:22:54, 25.750 €
12:22:58, 23.350 €
12:23:06, 26.336 €.

Der Kurs hatte also nur ein paar Sekunden einen extremen Ausreißer nach unten.
Stop Loss hat mir schon manchmal geholfen, Verluste zu begrenzen und dann etwas günstiger wieder einzusteigen. In diesem Fall ging das aber gründlich in die Hose.
Ich hoffe, sowas kommt nur extrem selten vor. Ich arbeite erst seit kurzem mit Stop Loss und habe noch nicht viel Erfahrung damit.
Könnt ihr mir sagen, ob es das öfters gibt? Ich bin mir - nach der Erfahrung - nicht mehr ganz sicher, ob Stop Loss Verkaufsorders eine gute Idee sind. Was meint ihr?
Grüße
Gerry

Ob das Arbeiten mit einer Stop Loss Funktion eine gute Idee ist, hängt einfach von deiner Strategie ab. Du hast dich dafür entschieden, dass du bei der Reise nach unten spätestens zu diesem Kurs eine gewisse Menge BTC verkaufst :man_shrugging:t2:
Niemand kann dir zu irgend einer Zeit sagen, wie sich der Kurs in der Zukunft verhält. Du hast hier darauf gewettet, dass der Kurs noch weiter fällt, was er bis jetzt aber wohl nicht tat; vielleicht morgen?

Ich persönlich finde einen Stop Loss eigentlich nur bei spekulativen Moves OK, wenn ich bei einem Asset im Plus bin und auf jeden Fall noch im Plus verkaufen möchte. Dann sichert man sich seinen Gewinn ab, falls der Kurs abraucht.

Achte bei deinen Trades aber darauf, dass deine Gewinne evtl. steuerpflichtig sind…

Hier werden dir die Meisten sowieso vom Rumtraden abraten. Viel hin und her macht Tasche leer :smiley:
Just HODL

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Ja solche Ausreißer auch wicks genannt treten häufiger auf. Da auf Kraken auch margin /hebel trading getätigt wird, kann die liquidierung eines großen Volumens zu solchen Ausschlägen führen. Man kann einen stop loss auf manchen Börsen auch so setzten, dass es eine Aktivierungsgrenze gibt und eine eigentliche Limit order buy /sell Grenze. Wenn man die Limit Grenze dann noch mal deutlich oberhalb der Aktivierungsgrenze hat kann man wenigstens einen rebound mitnehmen und verliert gegebenenfalls weniger. Ist alles spekulativ und Risiko behaftet. Stop losses können einem den Hintern retten, aber eben auch einen ungewollt aus dem Markt schmeißen

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Ja, so was kommt andauernd vor. Je nach Börse sogar recht extrem. Da werden dann alle Orders liquidiert die es betrifft. Oft deutlich unter dem Stop Loss Preis. Denn es gibt keine Garantie das man den eingegebenen Preis auch bekommt. Fällt der Kurs unter dem Stop Loss Preis wird sofort verkauft, egal zu welchem Preis. Also es wird eine Market Order gesetzt und sofort aufgeführt.

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