Starker Preisrückgang: Was sagen die On-Chain Daten?

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In der letzten Woche kam es zu einem starken Preisrückgang bei Bitcoin. Wir haben uns die On-Chain Daten dazu angesehen!

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Ich sitze in Bamberg am Campingplatz und sage, ja so ist ist. Hodl to the moon.

Ich versteh nicht wieso die Future Positionen Einfluss auf den Kurs haben sollen…

Wie richtig beschrieben es sind Wetten.

Man verliert Geld an die die dagegen Wetten und wenn es nicht genug „Gegner“ gab dann zahlt die Börse dies mit den Gebühren…

Da die Wetten meist von BTC zu BTC sind, versteh ich nicht wieso das den Kurs beeinflussen soll, das würde es vll in der Folge wenn alle die BTC sofort tauschen würden.

„Nicht genug Gegner“ gibt es nicht, du hast bei Futures genauso ein Orderbuch wie im Spotmarkt, und du kannst nur kaufen, was wer anderer verkauft.

Also:

Derivate sind nur dann nützlich, wenn deren Wert an den Wert des underlying gekoppelt ist. Wofür sollen BTC-Futures gut sein, wenn deren Wert nichts mit dem Wert von BTC zu tun hat?

Diese Koppelung existiert automatisch, wenn es eine Arbitragemöglichkeit zwischen Derivat und underlying gibt. Wenn die Preise auseinandergehen, gleichen Arbitrageure sie wieder an und profitieren von der Differenz.

Konkret reden wir hier von perpetual futures. Das ist üblicherweise nicht, wie du schreibst, eine Wette von BTC zu BTC, sondern läuft über USDT. Die Koppelung geschieht über die funding rate, das ist ein bestimmter prozentueller Betrag, den die eine Seite des Trades der anderen laufend zahlen muss, je nachdem, wo der Futures-Preis gegenüber dem Spotpreis grad steht.

Sagen wir, der Preis der perpetual futures rasselt jetzt wegen einer Liquidierungskaskade nach unten: Dann ist der Futures-Preis auf einmal viel niedriger als der Spotpreis, d.h. der Short muss dem Long mehrmals täglich eine hohe funding rate zahlen. Arbitrageure gehen long, um diese funding rate zu kassieren – und damit ihre Position insgesamt marktneutral (also risikolos) bleibt, hedgen sie diesen Futures-Kauf damit, dass sie BTC verkaufen. Folglich geht der Preis von BTC runter und der Preis der Futures rauf, bis die beiden wieder angeglichen sind.

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@mowtan pu, ich weiß nicht ob mir das nicht doch zu hoch ist. Aber deswegen fragt man ja :smiley:

Das der Wert an den anderen Wert gekoppelt ist, ist logisch. Is ja ne Wette auf das Gut. Ok, soweit so gut. :slight_smile:

Gut die Funding Rate ist für diese Kopplung zuständig, damit man nicht zu weit weg kommt… klingt auch logisch.

Aber der letzte Absatz ist mir dann zu hoch. Auch wenn ich mit USDT gewettet habe, bekomme ich ja nur USDT zurück. Somit waren zumindest direkt in der Wette gar keine BTC involviert. Der Tatsächliche Kauf oder Verkauf von BTC geht doch über den Spotmarkt…
Was übersehe ich?
Das Leute um Ihre Position zu sichern, dann evtl. BTC nachkaufen oder verkaufen, oder ihre Gewinne ins trockene bringen, das würde ich verstehen… aber direkt die Wette, da verstehe ich den Zusammenhang nicht…

Genau, du wettest mit USDT, die funding rate wird mit USDT beglichen, und am Schluss bekommst du (bestenfalls) auch wieder USDT raus. Du hast also 0 Auswirkung auf den BTC-Preis.

Arbitrageure andererseits machen ausschließlich risikolose Trades, also wenn Futures teurer sind als BTC, verkaufen sie Futures und kaufen im gleichen Ausmaß BTC. Oder wenn Futures billiger sind als BTC, kaufen sie Futures und verkaufen im gleichen Ausmaß BTC. Sie übertragen also sozusagen das, was im Futures-Markt passiert, auf den Spot-Markt (und umgekehrt).

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Ah, ich glaub jetzt habe ich es langsam. Also durch diese Arbitrageure ist tatsächlich ein indirekter Verkauf/Kauf von BTC und das beeinflusst natürlich…

Vielen Dank dir @mowtan für deine Zeit und die super Erklärung.