Sats Names: Eigene Domain auf Bitcoin registrieren - Das nächste große Ding?

Mit den auf Ordinals basierenden Sats Names gibt es nun die Möglichkeit, Domains direkt in der Bitcoin-Blockchain zu speichern. Ist das, das nächste große Ding?

2 „Gefällt mir“

Hoffentlich nicht…

Bin ich bei BTC, oder bei ETH? Gefällt mir persönlich irgendwie nicht die Vorstellung.

1 „Gefällt mir“

Was stört dich daran? Im Gegensatz zu irgendwelchen großen Bildern sind das ja nur ein paar Text-Strings, die sich kaum auf die Speichergröße auswirken. Und wenn damit coole Usecases geschaffen werden können, sehe ich persönlich kaum Nachteile.

1 „Gefällt mir“

Ich stehe gerade noch ein bisschen auf den Schlauch!

Ein DNS Server ist die Verknüpfung zwischen IP und Domain Name. Aber in die Blockchain wird doch nur der Domain Name einem private Key zugeordnet. Eine sichere Zuordnung zwischen Domain und IP muss doch dann trotzdem anders gelöst werden oder nicht?

Was übersehe ich gerade?

Mich persönlich stört nur der Gedanke daran dass der Fokus des Bitcoin eigenen Kernthemas stückweit von den Usern verwässert wird.

Kann natürlich jeder anders sehen.

1 „Gefällt mir“

haha, ja. Um die Verknüpfung mit einer IP geht es in dem Fall ja auch garnicht. Wobei ich mir vorstellen kann, dass sowas ggf auch mal kommt, dann aber durch Dienstleister und nicht komplett trustless.

1 „Gefällt mir“

Okay, also geht es wirklich nur um die Zuordnung PK <-> Domain und ich habe nix übersehen.

Danke für die Klarstellung @renna

1 „Gefällt mir“

Ja und eben optional auch die Verknüpfung mit Lightning-Adressen und Nostr-Pubkey.

Mal sehen was sich da diesbezüglich noch entwickelt.

kann man verschiedene Varianten eines Domainnamens registrieren (z.B. Groß/Kleinschreibung)? Hab gesehen, dass es einige Vornamen mit Klein- und Großbuchstaben gibt.

Also wäre sowas wie Blocktrainer.sats oder BLOCKTRAINER.sats neben blocktrainer.sats möglich?

Interessanter Artikel!

Aus den FAQ bei Sats Names:

Are names case-sensitive?

With ordinals, you can register any UTF-8 characters. So it is certainly possible to capitalize characters. That said, case sensitivity exponentially increases the number of potential scammy and duplicate names. Default decision: We will not distinguish between upper and lowercase . This could change as the community evolves and runs experiments. Other indexers and clients are free to do whatever they wish.

Also ja, man kann auch "Blocktrainer schreiben, aber sie werden nicht zwischen Blocktrainer und blocktrainer unterscheiden.

1 „Gefällt mir“

Danke für die Antwort. Dann muss ich mir halt blocktraïner.sats schnappen :smile:

2 „Gefällt mir“

Ich stimme @Saugnaepfchen voll und ganz zu. Bitcoin sollte ausschließlich für Finanztransaktionen genutzt werden. Die Idee, Domainnamen in die Blockchain zu schreiben, gab es vor gut einem Jahrzehnt schonmal und hat sich in Form von Namecoin als eigene Blockchain verselbstständigt. Warum benutzt man nicht diesen, wenn das Ganze doch so toll ist?

@sypher die bitcoin blockchain ist die sicherste Datenbank der Welt.

Nein, Bitcoin sollte nicht nur für Finanztransaktionen genutzt werden. Dies ist nur ein Use Case und zwar der wichtigste. Andere stören diesen aber nicht.

Bitcoin ist eine freie Technologie, die jeder verwenden kann wie er möchte. Wer am meisten für Blockspace bezahlt bekommt ihn zu erst. Das ist ganz einfach Marktwirtschaft.

Das Speichern von Daten ist schon seit Segwit möglich und keinen hat es interessiert.

1 „Gefällt mir“

Das ist leider nicht richtig. Sats Names, die nur wenig Platz verbrauchen, dürften in der Tat kein großes Problem sein, aber die Inscriptions von Bild- oder Tondaten oder andere große finanzfremde Datenmengen haben den Mempool und auch die Blöcke in den letzten Wochen zeitweise ziemlich aufgebläht. Damit nehmen sie Finanztransaktionen den Platz weg und verschwenden die Ressourcen der Node-Betreiber. Besonders schlecht ist das für „kleine“ Node-Betreiber mit begrenzten Mitteln, die aber besonders wichtig für die Dezentralisierung sind.

Der Mempool wir irgendwann eh immer voll sein. Ob Inscriptions oder nicht! Wir sind aktuell mit billigen on chain Transaktionen verwöhnt, dies wird aber nicht ewig so gehen.

Das Argument mit den Node Betreibern ist Blödsinn, denn die Bitcoin Blockchain kann maximal mit 4MB pro 10 Minuten wachsen. Das sollte jeden bewusst sein, der sich einen Node anschafft.

Inscriptions ändern exakt nichts an den Grundwerten von Bitcoin oder wie Bitcoin funktioniert.

@sypher was du von Inscriptions hältst ist vollkommen egal. Du wirst damit leben lernen müssen. Wer mehr für Blockspace zahlt gewinnt. Das ist gelebte Marktwirtschaft :slight_smile:

7 „Gefällt mir“

Aus dem Artikel:

ermöglicht die Ordinals-Theorie auch einige weitere Anwendungsfälle

Ich würde das nicht ernsthaft „Ordinals-Theorie“ nennen, das klingt doch total doof für jeden, der das Protokoll kennt und weiß, was eine Theorie ist.

Rodarmor selbst sagt, dass der Name ein Witz ist, der von einem Freund geprägt wurde, der sowas Ähnliches gesagt haben soll wie „dieser verrückte Casey mit seiner verrückten Ordinals-Theorie“.

Da eine Inscription derzeit jedoch nur etwas zwischen 5€ und 15€ kostet, ist das Risiko überschaubar.

Für Bilder vielleicht. Für diese Domain-Inscriptions, um die es hier geht, sind es wohl eher so Richtung 50 Cent.

1 „Gefällt mir“

Bisher ist die Blockchain deutlich langsamer gewachsen, als besagte 4MB/10min. Je kleiner die Blockchain, umso besser für kleine Node-Betreiber und je geringer die Transaktionsgebühren, umso besser für die finanzielle Inklusion.

Ich weiß, verhindern kann man die Inscriptions nicht. Aber als ethisch verwerflich kann ich sie trotzdem kritisieren, und an die Menschen appellieren, finanzfremde Daten woanders zu speichern, beispielsweise auf einer Bitcoin-assoziierten Sidechain.

Das war auf die Kosten für den Service von Ordimint bezogen.
Wenn man alles selbst macht, ist es natürlich noch etwas günstiger.

1 „Gefällt mir“

Je größer die Nachfrage nach Blockspace (egal zu welchem Zweck), desto besser ist das für die Sicherheit des Netzwerks und die Unabhängigkeit von der Subsidy, welche früher oder später nicht mehr alleine den Mining Incentive aufrecht halten kann.

Volle Blöcke und hohe Gebühren werden früher oder später zu einer Notwendigkeit. Es bringt in meinen Augen nichts sich heute über etwas aufzuregen was in wenigen Jahren zwangsläufig Alltag sein wird.

In den letzten Wochen lagen die Gebühren fast nie über 20 ṩ/vB. Eine durchschnittliche Transaktion ging für unter $1 in Gebühren ohne Probleme durch.

Fast alle Inscriptions haben niedrige Feerates gesetzt, die meisten nur 1 ṩ/vB.

Deine Behauptung dass finanziellen Transaktionen von Inscriptions ausgepreist wurden entspricht nicht der Realität. Selbst wenn, niemand nimmt irgendwem „den Platz weg“, es ist dann halt einfach teurer. Für jeden gelten die gleichen fairen Bedingungen.

Natürlich kannst du das sehr gerne machen. Dein Standpunkt ist völlig legitim. Aber damit erreichst du halt nichts.

Ich könnte mich auch hinstellen und Transaktionen mit denen Waffen, Drogen und Kinderpornographie verkauft werden kritisieren. Das ist nämlich auch eine „unethische“ Nutzung von Bitcoin, wenn du mich fragst sogar unethischer als Affenbildchen. Aber das gehört eben dazu wenn man ein neutrales und offenes System feiern möchte.

3 „Gefällt mir“

Das gilt nur unter der Annahme, dass Bitcoin immer größere Adoption erfährt, was nicht so kommen muss – wollte ich nur erwähnt haben.

Nur weil Inscriptions mit niedriger Feerate inskribiert wurden, heißt dies nicht, dass sie anderen Finanztransaktionen mit ebenfalls niedriger Feerate nicht den Platz weggenommen hätten. Dass die gleichen, „fairen“ Bedinungen beim Wettbewerb um Blockspace gelten, ist natürlich richtig, aber trotzdem wäre es besser, wenn Dinge, die man auch woanders speichern könnte, nicht in der Blockchain wären.

Vielleicht doch. Vielleicht gibt es ja doch den einen oder anderen NFT-Freund, dem gleichzeitig ein freies Geldsystem und finanzielle Inklusion am Herzen liegen und der sich überzeugen lässt, seine NFTs woanders unterzubringen.

Das ist m.E. nicht vergleichbar. Transaktionen, bei denen Bitcoin für unethische Geschäfte verwendet werden, unterscheiden sich auf der Blockchain nicht von anderen Finanztransaktionen. Das unethische ist hier nicht die Bitcoin-Transaktion, sondern das andere, was dagegen getauscht wurde.