@Roman: Wenn wählen nichts bringt – warum dann Petition & Abgeordneten-Mail?”

Ganz grundsätzlich möchte ich eigentlich erstmal von niemandem regiert werden. Da das aktuell unwahrscheinlich ist, dass das zur Realität wird, muss ich mich damit abfinden, dass ich im Nationalstaat Deutschland lebe.

Da das System hier, ähnlich wie in anderen Ländern, von Grund auf verrottet ist, ist es dann wiederum fast egal, wer an der Macht ist. Selbst Newcomer wie die AfD werden innerhalb kürzester Zeit vom System aufgefressen. Da können die Intentionen gut sein, wie sie wollen. Die Grünen sind damals, ganz zu Beginn, auch mit den besten Absichten angetreten.

Das Problem ist nicht, wer das System lenkt, sondern das System an sich. Da ich wie gesagt keinen direkten Einfluss darauf habe, versuche ich es so gut es geht zu akzeptieren und zu ignorieren.

Ich verstehe nicht, war daran so schwer ist. Bevor ich nichts wähle, wähle ich lieber eine Partei, wo zumindest diese dumme Debatte um die Haltefrist nicht geführt wird. Mit so einer Partei hätten wir dieses ganze Theater jetzt nicht.

In Amerika hätte ich auch Trump gewählt statt Harris. Ist Trump gut? Wahrscheinlich nicht und er macht viele „schreckliche“ Sachen aber er ist eben Pro Bitcoin und Harris nicht, also sollte ich als Bitcoiner auch Trump bzw. AfD wählen.

Also wenn eine Partei eine Debatte nicht führt, ist das eine ziemlich rote Flagge in der Demokratie.

Leider ist das nicht nur für die angesprochene Partei zu sagen. Dem #Fraktionszwang haben sich auch alle die im Bundestag waren schuldig gemacht.

Ist er das? Wirklich?

Protipp: Ein Shitcoiner ist für einen Bitcoiner mMn. noch abstoßender als ein Nocoiner. :thinking:

also, wenn euer Wohlbefinden rein von Bitcoin, Haltefrist und Steuern abhängt, läuft etwas gründlich schief.
Bei euch!

Er hatte mal argumentiert weil die Partei die heute für Bitcoin besser zu sein scheint recht schnell durch das bestehende System korrumpiert werden würde. Und da gehe ich weitgehend mit. Parteien die in der Opposition stehen tendieren immer dazu anti-elitäre und anti-system artige Standpunkte einzunehmen. Sie leben schließlich von der Unzufriedenheit und dem Widerspruch zum bestehenden System.

Oft ist es dann leider so dass wenn diese Partei an die Macht kommt sind die bestehenden Strukturen so verlockend dass sie nach und nach die selben Denkmuster und Instrumente verwendet. Veränderung ist sicherlich trotzdem möglich. Aber im Sinne der Geldpolitik ist das über eine Partei sehr schwierig.

Roman hatte öfter gesagt dass vielmehr die Gesellschaft und damit das tieferliegende System sich ändern müssen. Und im Grunde muss das Fiatsystem mehr oder weniger scheitern um den Weg frei zu machen für eine neue Geldphilosophie.

Meine Meinung:
Ich glaube wählen gehen kann genau so sinnvoll und sinnlos sein wie eine Petition. Es kann helfen wenn man damit Druck auf das bestehende politische und finanzielle System ausübt. Aber die Wahl für sich alleine ist keine dauerhafte Lösung für essenzielle gesellschaftliche und vielleicht sogar weltpolitische Veränderungen, die über eine Partei weit hinausgehen.

Das ist alles ein Spiegel bzw. am Ende Resultat der ökonomischen Verhältnisse/Macht. Wer das Eigentum besitzt, der hat die Macht und der bestimmt auch primär in welche Richtung sich eine Gesellschaft entwickelt.

Du kannst doch das jetzt schön live und in Farbe am Beispiel Migrationspolitik beobachten.

Dieselben Leute die einem die eigene Politik damals als wunderprächtig verkauft haben, die reden heute davon, dass es Migration in Sozialsysteme gäbe usw.

Ich spreche von der Union.

CDU und CSU gehören der EVP an. Rückendeckung für den Vorstoß kommt aus der Unionsfraktion im Bundestag. „Was wir komplett unterbinden müssen, ist die derzeitige Wohlstandszuwanderung ins Asylsystem“, sagte der Innenpolitiker Detlef Seif (CDU) der „Bild“. Übergeordnetes Ziel sei „ein klares, gerechtes und nicht überforderndes Asylsystem, das die Zeit der Naivität beendet“.

Das ist nicht DIE Gesellschaft die plötzlich damit beginnt anders darüber zu denken, sondern das sind zu erst die Medien die damit beginnen anders darüber zu schreiben.

„Damals“ folgten alle etablierten Medien der Willkommenskultur und die Menschen standen an den Bahnhöfen, klatschten im Takt und begrüßten die Migranten wie Popstars.

Heute schreiben die etablierten Medien kritisch und teilweise das Gegenteil und die Menschen nehmen diese Haltung an.

Und die Medien gehören Privateigentümern und sind auch die Sprachrohre von Privateigentümern.

Die vertreten nicht dich und mich sondern die Wirtschaft.


Und dann wird über die eigene Politik gesagt, dass sie naiv gewesen sei. So als ob man das nicht hätte ahnen können, als sei man eben unschuldig usw. Kinder sind naiv und denen kann man deswegen ja auch nicht böse sein…in diese Richtung geht das.

Dabei wissen die ganz genau was sie tun, sie hätten es auch damals schon wissen können und es gab ja damals auch schon genug, die es gewusst und gesagt hatten.

Nein, es geht darum uns zu verkaufen, dass die Politik verantwortlich sei und Politik macht nun mal Fehler usw. Dabei ist Migration eine kühle rationale Agenda der Wirtschaft.

Wer naiv ist, das sind die Menschen, die sich derart von Medien manipulieren und von der Wirtschaft hinter das Licht führen lassen.

vllt musst du das so sehen. Partei bzw Fraktion sind genau genommen von aussen eine amorphe Masse, in der die Sprachführer, spiegelbildlich bei den Arbeitsgruppen, den Ton angeben, der einzelne Abgeordnete allenfalls am Rande beteiligt ist, da mit anderen Themen befaßt, die Tragweite so gar nicht abschätzen kann.

Mit einer an den Abgeordentengeri hten Petition, Frage, Bruef, triggerst du ihn im Idealfall, zumindest muss er das an die Gremien weitergeben, gdie evtl. fragen, was das soll.
Und schon ist er mit in der Bütt.