Dieses Begleitthema zu https://www.blocktrainer.de/blog/bitcoin-netzwerk-verwirft-zwei-bloecke wurde automatisch erstellt. Antworten auf dieses Thema werden unter dem Beitrag auf der Webseite eingeblendet.
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- Die Mining-Pools Foundry USA und AntPool fanden jeweils eine eigene Version von Block 941881, wobei AntPool zwölf Sekunden schneller war.
- Kurz darauf schürfte der Pool ViaBTC Block 941882, der auf dem AntPool-Block aufbaute.
- Sechs Sekunden später fand jedoch auch Foundry eine Variante von Block 941882, die auf der eigenen alternativen Version von Block 941881 basierte.
Das lässt sich vom Block-Timestamp nicht ablesen! Diese dürfen bis zu 2 Stunden abweichen.
Relevant ist wann diese Blöcke an unseren Nodes auftauchen.
Ich habe bei meinder Node nachgeschaut und auch mit Daten von BitMEX Research kombiniert:
| Zeitpunkt wann Block gesehen wurde | Blockhöhe | Miner | Kette |
|---|---|---|---|
| 15:49:54 | 941881 | AntPool | 1 (Verlierer) |
| 15:50:08 | 941881 | Foundry | 2 (Gewinner) |
| 15:51:47.084 | 941882 | ViaBTC | 1 (Verlierer) |
| 15:55:01.310 | 941882 | Foundry | 2 (Gewinner) |
| 15:55:03 | 941883 | Foundry | 2 (Gewinner) |
Hier ist klar ersichtlich, dass zwischen ViaBTC Block 941882 und Foundry Block 941882 sämtliche Minuten liegen. Das sieht schon verdächtig nach Selfish-Mining aus.
Seit 2020: jährlich höchsten nur noch etwa 1 bis 2 dokumentierte „stale blocks“
Stale Blocks kommen wesentlich öfter vor.
Hier ist eine Liste von ein paar dokumentierten Stale Blocks mit einer aktuellen Frequenz von ca. 1 pro Woche (und das sind wahrscheinlich garnicht alle):
Derartige Machenschaften würden jedoch nicht unbemerkt bleiben, sodass die Miner ihre Rechenleistung in einem solchen Fall schnell auf andere Pools verlagern könnten.
Sicher? Denn die Miner bei einem Pool der Selfish-Mining betreibt haben eigentlich einen Vorteil gegenüber denen die rausgeforkt werden.
Krass, sieht ja laut deiner Analyse da tatsächlich so aus als hat Foundry einfach die andere Blockkette ignoriert und einfach seine eigene Kette weiter gebaut weil sie wissen oder vermuten, dass sie eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, dass sie ihre Kette schneller fortsetzen können.
Was passiert, wenn ich als kleiner Miner parallel einen Block finde, aber ein großer Mining-Pool mit 37 % Hashrate meinen Block einfach überschreibt? Wie kann ich mich dagegen schützen oder ist das unvermeidlich in so einem Szenario?
Es hängt ja nicht an Dir. Es hängt an dem der den (die) Folgeblock (Folgeblöcke) findet.
Ich meinte es eigentlich so. Wenn ich als kleiner Miner gleichzeitig mit einem großen Pool einen Block finde, aber der Pool schneller die nächsten Blöcke findet, wird mein Block dann automatisch verworfen?
Das hängt eben von denen die den Folgeblock finden ab. Ein großer Pool mit 30% heißt ja immer noch, dass die verbleibenden 70% außerhalb eine viel größere Chance haben…
Update: Ein Miner bei Foundry hat den Foundry Block 941882 schon um 15:51:48.7 gesichtet (~1.6 Sekunden nach ViaBTC 941882)
Der Block wurde allerdings nicht im Netz verteilt da bereits alle den ViaBTC-Block hatten (sogar die Foundry-Node selbst).
Erst um 15:55:00 mit Finden des nächsten Foundry-Blocks wurde dann die längere Foundry-Kette im Netzwerk verteilt.
Was ein extrem unwahrscheinlicher Zufall!
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ok, man KANN spekulieren… kann aber auch nach hinten los gehen.
Also würde in diesm theoretischen Fall mein Block verworfen werden?
Wenn sich die Ketten forken, und Dein gefundener Block in der kürzeren Kette war, dann verlierst Du, ja.
Deine Subsidy und Fees würde nicht ausbezahlt, da sie in der verworfenen Kette lägen.
Okay verstehe, vielen Dank für die schnellen Antworten @Katja69.
Also ob mein Block bestehen bleibt, hängt davon ab, wer den nächsten Block findet. Landet meine Version in der kürzeren Kette, wird mein Block verworfen und ich bekomme keine Belohnung.
Genau.
Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass das ein recht seltener Vorgang ist. Etwa 1 - 2 von 1000 Blöcken.