Problem beim Verifizieren von Adresse auf Bitvavo

Hallo zusammen,

ich habe ein Problem beim verifizieren meiner Adresse auf Bitvavo und zwar habe ich einen Betrag über 1K € von meiner Bitbox02 (BTC only) auf die Börse - ohne Coin Control - gesendet. Seltsamerweise hat mich Bitvavo noch nicht Aufgefordert die Absenderadresse zu verifizieren, dennoch möchte ich nicht darauf warten und diese nun verifizieren.

Die Transaktion habe ich vor mehr als drei Tagen getätigt sprich ein Screenshot würden sie nicht akzeptieren. Auch wenn sie es tuen würden, wüsste ich nicht wie ich diese Adresse verifizieren soll, weil ich auf der Btibox keine Absenderadressen sehen kann. Ich habe bereits die Coin Control Funktion aktiviert, aber ich sehe dort nicht die Adresse, welche auf Bitvavo als Absenderadresse angezeigt wird. Meine einzige Möglichkeit diese Adresse zu verifizieren wäre meiner Meinung nach eine erneute Überweisung von genau der selben Adresse zu senden und dann ein Screenshot zu machen. Aber wie bekomme ich das hin?

Ich würde mich so sehr über eure Unterstützung freuen :folded_hands:

Das würde mich auch interessieren! Ich bastele auch seit Wochen erfolglos an der Verfifizierung bei Bitvavo. Diese bescheuerte Bitbox ist da völlig unbrauchbar, zumindest mit der eigenen App.

Bitvavo will sogar die Adresse, auf die ich schon oft (erfolgreich) von Bitvavo ausgezahlt hatte, verifiziert haben mit irgendwelchen unsinnigen Fotos. Diese Adresse ist aber gar nicht mehr unter den 20, welche die Bitbox standardmäßig für den Empfang anbietet und kann so gar nicht mehr zum Anzeigen ausgewählt werden.

Dreimal wurden gesendete, unterschiedliche Screenshots von mir schon abgelehnt. Also entweder ist die Bitbox Mist - oder Bitvavo. Vermutlich beide! Jedenfalls ist das ganze Verfahren Unsinn und reine Schikane.

Auf Basis frei manipulierbarer Screenshots pder Fotos mit Zahlen drauf eine ernsthafte „Verifizierung“ vornehmen zu wollen, ist doch total blödsinnig…

Leider weiß ich keine Lösung…

Update:

Ich habe für zwei meiner Transaktionen (jeweils >1.000 €) die Absenderadressen identifiziert und beide waren leer. Da ich von Bitvavo bisher keine Aufforderung zur Verifizierung erhalten hatte, habe ich testweise kleine Beträge an diese Adressen gesendet, sie in der BitBox-App unter Coin Control ausgewählt (mit Screenshot dokumentiert) und dann an mein Bitvavo-Konto gesendet. Eine der Adressen war als „Wechselgeld“ (Change Address) deklariert.

Daraufhin erhielt ich für beide Transaktionen die Aufforderung zur Adressverifizierung. Ich habe die Screenshots (Coin Control + BitBox-App) bei Bitvavo hochgeladen, beide Nachweise wurden jedoch abgelehnt.

Der Support reagierte widersprüchlich:
1. „Bitte laden Sie den Screenshot erneut hoch. Vermutlich wurde er versehentlich abgelehnt.“
2. „Aktuell können wir BitBox-Adressen nicht verifizieren, da BitBox sogenannte „Change Addresses“ verwendet. Das verstößt gegen die Vorgaben der Transfer of Funds Regulation (Travel Rule).

Bitte senden Sie Ihre Kryptowährungen zunächst an eine reguläre Wallet, wie zum Beispiel MetaMask oder Phantom, und von dort aus weiter zu Bitvavo.“

Gerade bei der zweiten Rückmeldung war ich etwas erstaunt. Ist das wirklich so das man keine Change Adressen verwenden darf? Und die andere Adresse war ja keine Change Adresse wurde aber trotzdem auch abgelehnt….

Über eine Bewertung und einen Rat wie ich vorgehen soll würde mich sehr freuen.

Wäre gut, wenn @Stadicus oder @sebastian sich hierzu äußern würden, das ist wirklich extrem wichtig in der Zukunft. Was nutzt eine gute Cold Wallet, wenn man die Funds nicht mehr runterbekommt, weil sie gegen die Travel Rule verstößt.

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Habe die gleichen Erfahrungen gemacht. Seitdem verwende ich Bitvavo nicht mehr, bin aber auch mit der Bitbox sehr unzufrieden. Ich werde jetzt erstmal eine alternative Software verwenden (Die Bitbox-App ist für mich Mist!) und dann ggf. auf eine andere Hardwallet umsteigen.

Die verifizieren noch nicht mal die Adresse, auf die ich schon ein Dutzend Mal ausgezahlt habe und von der ich auch schon bei Bitvavo eingezahlt habe. Ich frage mich, welches Bekenntnis die noch brauchen, dass das meine Wallet ist.

Bei Auszahlungen hat es bei mir am Ende geklappt, dass ich einen kompletten Screenshot der offenen BitBox App mit sichtbarer Adresse am PC gemacht habe. Sprich kein Snipping Tool oder Ähnliches, sondern der komplette Bildschirm inklusive Taskleiste unten etc habe ich denen gesendet.

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Hab ich auch gemacht. Bei einer Adresse wurde das angenommen, bei der zweiten wurde das gleiche abgelehnt.

Die Frage die sich mir stellt ist, meine Sats liegen jetzt bei Bitvavo. Die Adressverifizierung ist fehlgeschlagen. Was passiert mit meinen Sats? Werden diese von Bitvavo zurück an die Absenderadresse gesendet oder kann ich die einfach selbst zurückschicken?

@BlackMirrus und @Geezer Wie ist eure Erfahrung?

Jede Bitcoin-Transaktion, die nicht exakt einen ganzen UTXO ausgibt, erzeugt automatisch einen „Change Output“. Das ist Teil des Bitcoin-Protokolls und völlig normal. Diese Wechselgeld-Adressen sind technisch notwendig, werden aber von der Wallet intern verwaltet. Sie erscheinen dir nicht als Empfangsadressen und sind nicht für den manuellen Gebrauch gedacht. So funktionieren auch die meisten anderen Wallets.

Das Problem hier: Du hast Coins manuell an eine Adresse geschickt, die nur intern genutzt wird. Wenn du stattdessen eine Adresse verwendest, die dir die BitBoxApp explizit als Empfangsadresse anzeigt (auch wenn sie schon einmal benutzt wurde), kannst du sicherstellen, dass Bitvavo sie verifizieren kann. Schick die Coins zuerst dorthin und dann weiter an Bitvavo.

Warum das überhaupt ein Problem ist: Bitvavo verwendet für Bitcoin offenbar WalletConnect. Das wurde für Ethereum entwickelt und passt technisch nicht zu Bitcoin. Es gibt keine standardisierte Integration, nur inoffizielle Workarounds, und wir wollen in der BitBoxApp keine Bastellösungen für einzelne Börsen implementieren. Die BitBoxApp unterstützt übrigens WalletConnect, aber halt nur für Ethereum, für was das wirklich gemacht ist.

Dabei gibt es längst eine einfache und saubere Lösung für Adressverifizierung: eine Nachricht mit dem Private Key signieren. Das ist sicher, transparent und funktioniert sogar auch mit Ethereum. Die BitBox unterstützt das über den offenen AOPP-Standard. Bitvavo sollte sich das mal ansehen:

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Den Fall hatte ich noch nicht, habe für Bitvavo eine neue Adresse aus der Bitbox verwendet und diese nach 4 Versuchen erfolgreich verifiziert. Wenn ich sehe was das teilweise für ein Eiertanz ist, werde ich vermutlich diese freigegeben Adresse als Transferadresse verwenden und die Sats dann von dieser Adresse auf mehrere andere Adressen weiterleiten.
Das AOPP Verfahren wäre natürlich super bei Bitvavo. Was hindert die Börsen, sowas zu verwenden?

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Das ist doch wieder mal nur ein weiteres Beispiel wie krank unser europäisches Kontrollsystem tatsächlich reglementiert ist. Man könnte es noch irgendwie akzeptieren wenn es sinnig durchdacht gestaltet wäre. So schwimmt jeder einzelne Anbieter und strampelt im Sog der Überberegelungen. Es muß mitgeschwommen werden sonst geht man unter als Anbieter.
Aber manche Mitspieler bekommen es dann doch flüssiger hin. Darum wundert mich immer wieder wie dann doch völlig verquere Gestaltungen der Regelerfüllung implementiert werden.
Bitvavo ist aber sehr bekannt dafür das die immer mal wieder kundenunfreundliche Verhaltensweisen favorisieren.

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Donnerwetter, danke, vielen Dank! Das ist endlich mal eine klare, auch für mich nachvollziehbare Anleitung. Ich hab es gerade mal genauso probiert.

Es hat innerhalb weniger Minuten geklappt.

Und ich als Laie dachte die überall viel gehypte Bitbox sei das Non Plus Ultra in Sachen Coldwallet und ToFR sein kein Problem mehr mit der Bitbox.
Wollte die mir schon zulegen.
Zum Glück habe ich noch gewartet.

ToFR, Travel Rule usw…
Da wird der normale BTC-Interessierte ja vollkommen irre.
Dann noch unzuverlässige Wallets die gehypt werden…

Das liegt einfach daran, dass Shift Crypto geschickt und zeitgemäß breit über Influencer wie zum Beispiel den Blocktrainer wirbt. Du kannst eigentlich davon ausgehen, wenn der Blocktrainer (oder andere Influencer) im Stream oder hier im Forum ein Produkt empfiehlt, gibt es in der Regel etwas Besseres. Denn, wenn die Produkte so toll wären, müssten sie nicht dafür bezahlen, dass Influencer sie anpreisen.

Egal, ob eine überteuerte Hautcreme bei den Beauty-Bloggern, ein Eiweiß-Pulver bei den Fitness-Influencern oder eben der Bitbox bei den Krypto-Predigern: Werben muss man eher für schlechte Produkte.

Ich selbst habe das schmerzhaft (nicht nur bei der Bitbox) erfahren. Ich zahlte für ein Cointracking-Lizenz, obwohl diese Software m.M.n. nicht ansatzweise mit Blockpit mithalten kann. Über den Schwachsinn der hier empfohlenen, teuren Stahldinger habe ich mich ja anderswo schon ausgelassen.

Das Bitcoin-Mantra „Don’t trust, verify“ gilt ganz besonders für die diffuse Influencer-Werbung, mit der sich dieses (und andere) Influencer-Forum finanziert.

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Danke an @BlackMirrus und @blockbaerbaum für eure Infos.
Konnte wieder etwas lernen und bin dankbar dafür.

Was ist Pocket Bitcoin? Hardware?
Wo finde ich einen Blockchain Explorer? Sind in diesem Transaktionen zu sehen?
Bin nun in Rente und habe Zeit mich intensiv um die vielen Themen rund im Bitcoin zu kümmern und einzulernen.

Ah sehe gerade: Pocket Bitcoin ist ein Broker aus der Schweiz.

Ja ist schon sehr verwunderlich dieses nicht hinterfragende Hinterherlaufen wenn der Blocktrainer ruft. Hat schon was von Hörigkeit.
Fachliche Aufklärung die er macht find ich top.
Aber diese Weltanschaung die er vermittelt und dieses Altcoinbashing geht echt auffen Sack.
Aber die Gefolgschaft wächst ja weiter.
Irgendwas macht er ja richtig. Menschen brauchen Leitung, wollen hinterherrennen.
Schau mir kaum noch was vom Blocktrainer an. Wenn dann doch mal , ist immer die alte Leier.

Ich möchte dir von herzen Danken.

Dein Workaround hat tatsächlich sehr funktioniert.
Ich bin innerlich explodiert als mir Bitvavo immer wieder mitteilte, dass mein Foto nicht akzeptiert wird, weil ich die Walletadresse nirgends gefunden hatte.

Nochmals Danke

Wie geht das genau? Ich expolodiere nämlich auch gerade. Das ist ja ultra nervig. Ich checke es nicht. :((

Hi Balawasti,

an was genau hängt es? Möchtest du von Bitvavo an eine HW Wallet senden?

Es hat sich geklärt, aber danke der Nachfrage!