Poll: Mining-Profitabilität nach Hashrateeinbruch

Habe verschiedene Meinungen dazu gehört, würd mich interessieren, wie verbreitet die sind. Simple Frage:

Macht ein Hashrateeinbruch (wie z.B. durch das chinesische Miningverbot) das Minen für die übriggebliebenen Miner profitabler, gleich profitabel oder weniger profitabel? Es geht dabei nur um die Zeitspanne bis zur nächsten difficulty-Anpassung.

  • profitabler
  • gleich profitabel
  • weniger profitabel

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Man findet vor der difficulty anpassung aus dem Blockreward noch durchschnittlich gleich viele coins, jedoch steigen fees, da seltener Blöcke gefunden werden.

Subsidy:

  • Die Difficulty einer Periode entspricht einer mittleren Anzahl von Hashes H, die man pro Block benötigt. H ändert sich während einer Periode nicht.
  • Die Subsidy S und damit auch S/H sind in einer Periode konstant. Man erhält also im Mittel einen konstanten Betrag an BTC pro Hash.
  • Ergo: Bei konstanter Hashrate erhält ein Miner innerhalb einer Periode einen konstanten mittleren Betrag an BTC. Unabhängig von der Hashrate der andere Miner.

Transaction Fee:

Prinzipiell würde ich bei ganz einfacher Betrachtung @Ossikaka zustimmen.
Bei weniger Blöcken hätte man in einem Block entweder mehr Transaktionen mit gleicher Fee pro Transaktion. Oder die Blöcke waren vorher schon voll und der Preis pro Transaktion steigt. Pro Block erhöhen sich also die Fees.

Nachdem sich die Wahrscheinlichkeit eines Miners einen Block zu finden bei konstanter Hashrate dieses Miners nicht ändert (s.o.), erhält man also mehr Fees als vorher.

Dieser Effekt wird in mittlerer bis ferner Zukunft dominant sein. Aber heute ist er noch fast vernachlässigbar im Prozentbereich, da die Fees pro Block theoretisch nur im Bereich von einigen 10% steigen würden, und die Fees nur ca. 10% des Rewards ausmachen.

Außerdem, und das ist viel wichtiger, stimmt diese ganze Betrachtung der Fees nur, wenn alle anderen Parameter konstant bleiben!
Man kann aber davon ausgehen, dass man sich bei einem starken Hashrate Einbruch in einem sehr instabilen, dynamischen Zustand befindet. Es werden sich also parallel auch sehr viele andere Parameter ändern, die wiederum einen Einfluss auf die Fees haben, wie z.B. die Nachfrage nach Transaktionen.

Persönliches Fazit:

Meines Erachtens sind die zahlreichen Abhängigkeiten der technischen und spieltheoretischen Parameter (Hashrate, Preis, Transaktionsnachfrage, Angst etc.) zu komplex, als dass man zu den Fees eine vernünftige Aussage treffen kann. Ich habe deshalb für „gleich profitabel“ abgestimmt.

Im Juni beispielsweise ist die Hashrate fast durchgehend gefallen. Die Total Fees sind erst leicht gefallen und dann leicht gestiegen.

Aufgrund der hohen Komplexität und der Entkopplung des Blockrewards vom BTC/USD Kurs wird die Sicherheitsbetrachtung von Minern, Hashrate etc. in ferner Zukunft sehr interessant.

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Vorausgesetzt der BTC Preis bleibt gleich und man beteiligt sich an einem Pool, werden weniger Blöcke produziert und die fees können das derzeit glaube ich nicht kompensieren.

ich habe für weniger profitabel gestimmt

edit:
moment es sei denn die Miner sind aus dem eigenen Pool ausgeschieden, dann müsste es egal sein :thinking:

Ist das Mining nicht allein deswegen schon profitabler, weil einfach die Wahrscheinlichkeit steigt, dass ich den nächsten Hash finden werde?

Extrem-Beispiel:

Gibt’s 1 Mio. Miner, stehen die Chancen bei 1:1 Mio., dass ich den Block finde.
Gibt’s 1 Miner (mich) stehen die Chancen bei 100%, dass ich den Block finde.

Außerdem hängt es doch auch stark davon ab, wieviele Transaktionen es überhaupt gibt.
Gibt’s keine Transaktionen, gibt’s auch keine Fee.
Wir sind jetzt in sowas wie einem Sommerloch, also ist das Interesse an BTC vielleicht(!) auch nicht so stark. Demzufolge nehmen die Miner weniger ein. Völlig unabhängig von China.

Das sind doch eigentlich ganz einfache Überlegungen ohne überhaupt mit Difficulty, Hashrate & Co. argumentieren zu müssen/können.

:thinking:

Die Wahrscheinlichkeit steigt relativ zu anderen (!), dass du den Block findest. Aber es gibt weniger Blöcke pro Zeit. Das gleicht sich exakt aus.

Die Argumentation mit Difficulty und Hashrate ist doch die einfachste um zu zeigen, dass die Subsidy gleich bleibt?

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Es ist zu früh für mich. Ich hätte nicht fragen sollen.

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Keine Ahnung, warum die Diskussion überhaupt aufkommt :smiley:
Hab die in den letzten Tagen schon einige Male geführt.

Ceteris Paribus ist es natürlich gleich profitabel :slightly_smiling_face:

Dann lag also doch eine erhebliche Konzentration des Minings in China vor oder wieso sollten vom Verbot nicht betroffene Miner die Arbeit einstellen?

korrekt :smiley:

Der einzige Grund, warum andere Miner abgeschaltet haben könnten, sind die, die vorher schon nah an der profitabilitätsgrenze waren und nun wegen der gefallenen Gebühren und nicht vollen Blöcke nichtmehr rentabel waren.
Das dürften aber wahrscheinlich nicht all zu viele Entitäten sein.

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