Österreichische Banken akzeptieren keine Überweisungen von Kryptobörsen

Gestern in der österreichischen Zeitung derstandard:

Wirklich entsetzlich wie einige europäische Banken mit dem Thema Krypto umgehen. Man fühlt sich ja schon fast nach China versetzt.

"Ich hoffe nur, dass die Einschätzung vom „Krypto-Experten“ Brameshuber richtig ist:

Das deutsche Finanzministerium sei bei seiner Risikobewertung daher zu dem Schluss gekommen, dass das Risiko für Geldwäsche gering bis niedrig sei. Dazu komme, dass mittlerweile etwa 25 österreichische Kryptodienstleister bei der FMA registriert seien. All diese in die Nähe krimineller Machenschaften zu stellen sei einigermaßen absurd und auch der Innovation heimischer Start-ups nicht förderlich, sagt Brameshuber."

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Ich rede mir zumindest ein, dass ein Betreiber wie die Börse Stuttgart schon entsprechend Lobbyarbeit betreiben wird. Schließlich ist das für die ein überaus lukrativer Wachstumsmarkt und als Umschlagplatz für zwielichtige Geschäfte dürfte die Schwabenmetropole ja nun nicht gelten?

(Gilt natürlich nur für Deutschland)

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Ich hoffe, du hast recht und uns in D bleibt so etwas wie in A erspart.

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Das AML ist seitens der Banken nur vorgeschoben - zumindest bei in Europa lizensierten Börsen die selbst die KYC und AML Richtlinien einhalten.

Es geht bei den meisten klassischen Banken eher darum, dass sie fürchten ihre „eigenen“ Produkte nicht mehr verkauft zu kriegen, und dadurch keine Provisionen und Gebühren mehr verdienen zu können. DESHALB hoffen sie durch Querstellen und Behinderung, die Leute davon abzuhalten sich mit Crypto zu beschäftigen.

Woher ich glaube, das behaupten zu können?
Ganz einfach:
Bevor ich Bitcoin kennenlernte, hab ich neben anderen Dingen meine wenigen Kröten die ich langfristig auf die Seite gelegt hab, die nur für Notfälle gedacht waren, teilweise auch in physische Goldmünzen und Silbermünzen angelegt. Ohne Dienstleister, daheim gut gelagert, selbstverwaltet.

Als ich diese physischen Münzen bei verschiedenen Bankhäusern als Sicherheit für Kredit hinterlegen wollte, wurde das einfach abgelehnt. Ich hätte die Münzen verkaufen, und als Sicherheit entsprechende Goldzertifikate hinterlegen können - aber physisch machen die das nicht, weil sie damit nix machen können, kein zusätzliches Geld generieren können, keine Provisionen und Gebühren abgreifen können. Als ich das damals gezielt hinterfragt hab, wurde das sogar unumwunden zugegeben - die müssen ihre Kunden in ihrem Produktrahmen halten, um möglichst viel abgreifen zu können.

Selbst Produkte von unabhängigen Dienstleistern, oder konzernfremden Dienstleistern werden genau deshalb abglehnt.

Das hat nix mit dem Finanzamt zu tun, sondern mit den Konzernstrukturen der Bankhäuser

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Wen mir mal ein Bankmitarbeiter mitteilt, dass die Bank Zahlungsvorgänge in Verbindung mit Crypto nicht akzeptiert, antworte ich:
NOCH nicht!

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Das wird schon!
Die sind in den Banken ja auch nicht alle nur doof und werden auch zusehen, dass sie in Zukunft noch irgendwie eine Daseinsberechtigung haben…

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Ja, von der (oder einer anderen) Volksbank habe ich neulich auch gelesen.

Ekelhaft. Das ist mein Geld und niemand muss mich vor irgendetwas schützen. Wenn ich irgendwohin etwas überweisen möchte, dann mach ich das.

Wenn der Demuth von Bitpanda dann noch sagt, dass ihm dazu nichts bekannt sei, könnt ich im Strahl kotzen. Er macht es seinen eigenen Kunden schon schwierig genug mit Mittelherkunftsnachweis & dem ganzen Blödsinn und spielt hier das Unschuldslamm.

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Eben weil Bitpanda AML ernst nimmt, gibt es in der Praxis keine Probleme von Bitpanda zur Bank.

Bitpanda macht das auch nicht aus Spaß. Sie müssen dafür einiges an Kritik einstecken (zum Beispiel in diesem Forum), haben damit Aufwand und Kosten, die sie sparen oder anderwertig nutzen könnten, wenn es diese Vorgaben nicht gäbe. Aber es ist nunmal so daran wird sich auch gehalten. (Auch notwendig um Lizenzen zu halten)

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Hab grad ein weiteres Indiz für meine These entdeckt.

Dieser YTer ist offenbar auch von seiner Hausbank vor die Tür gesetzt worden, WEIL er Gewinne aus Cryptos generiert. … Kann zur Kanalqualität noch nicht viel sagen, da ich ihn erst seit kurzem kenne, und erst wenige Videos gesehen hab.

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Irgendwann werden sich die bieder-braven Hausbanken überlegen, ob sie weiter ihre eigenen Kunden bekämpfen wollen. Die (jungen) Anleger sind schon längst zu den Neo-Brokern gewechselt und wer in „Krypto“ investiert ist, fragt sich vielleicht, warum nicht gleich den Sprung wagen:

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Der Sparkassenverband in Deutschland will 2022 in einem Pilotprojekt den Kauf (ich hoffe auch den Verkauf) und die Verwahrung von Krypto zu ermöglichen. Ich weiss "not your coin, …) aber die müssen ja nicht dort liegen bleiben. Der Tranfer auf die Wallet wird dann wohl auch möglich sein.

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