Notgroschen in Form von Bitcoin auf der Börse?

Ich weiß jetzt von mindestens zwei hier im Forum dass sie ihren Notgroschen in Form von Bitcoin auf der Börse halten. Und es ärgert mich ein wenig, dass ich nicht auch schon viel früher auf die Idee gekommen bin :slight_smile:

Ich habe natürlich auch einen Notgroschen in Fiat auf einem separaten Spar-Konto und halte das generell auch für sehr wichtig. Eben um schnell verfügbares Geld zu haben, bei unerwarteten Ereignissen wie z.B. Auto kaputt oder Jobverlust. Mein Notgroschen gammelt aber seit mehreren Jahren dort vor sich hin, wird kaum verzinst und es kam noch nie zu einem Notfall. Mir ist natürlich bewusst, dass dies ein Luxusproblem ist. Aber der Notgroschen wäre in meinem Fall heute doppelt so hoch, hätte ich ihn damals in Bitcoin investiert. Außerdem kann man den BTC-Sparplan ja in einem Notfall einfach pausieren und hat somit wieder etwas mehr Fiat zur Verfügung.

Ich möchte zu dem Thema ein paar Erfahrungen und Meinungen von euch hören. Denn ich bin immer noch ein wenig unentschlossen. Einerseits gilt „not your keys, not your coins“ und ich habe bisher immer die Coins ab Erreichen einer bestimmten Summe auf meine HW abgezogen.

Ich würde daher dazu tendieren, zumindest einen Teil meines Notgroschen (ca. 40%) in Form von Bitcoin auf der Börse zu lassen. Und die restlichen 60% bleiben als Euro auf dem Spar-Konto. Wenn ich dann nachkaufe (monatlicher BTC-Sparplan sowie Dip-Käufe) erhöht sich zwar jedesmal der BTC Betrag auf der Börse, aber genau diesen Teil könnte ich ja wieder abziehen in die sichere Verwahrung.

In einem Jahr wäre der Notgroschen steuerfrei, aber es kommt jedes Mal zu einer Vermischung mit den noch nicht steuerfreien Sparplan-Käufen. Diese Unübersichtlichkeit ist eigentlich mein einziges Problem bei der Sache.

Wie macht ihr das?

Das ist auch Sinn und Zweck eines Notgroschens.

Wenn man es Vorhersagen könnte, wäre es definitiv entspannter. Aber das geht nunmal nicht.

Du kannst natürlich deinen Notgroschen reduzieren. Aber Bitcoin ist kein Notgroschen.

Stell dir vor, du hast keinen Cent mehr auf dem Konto und du brauchst ganz dringend Geld. Nach der Überweisung von der Börse auf dein Konto sperrt die Bank dieses erstmal, um für 3 Monate eine sinnfreie Geldwäscheprüfung durchzuführen…

Bitcoin ist kein Notgroschen.

Für einen Angestellten sollten es meiner Meinung nach mindestens 3 und für Selbständige mindestens 6 Monatsgehälter sein, die auf einem Tagesgeldkonto liegen.

Den Notgroschen zu investieren, ist gierig.

Klar, man kann die Autoreifen auch ohne Profil fahren. Aber ist das sinnvoll? Muss jeder selbst entscheiden.

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Ich habe keinen Notgroschen in Form von Fiat.

Mein Notgroschen besteht aus mehreren Optionen:

  1. Sofort belastbarer Wertpapierkredit und Rahmenkredit

  2. Lange steuerfreie und gut im Gewinn befindliche Edelmetalle

  3. Lange steuerfreie und gut im Gewinn befindliche Bitcoin

Das ist sicherlich nicht für jeden ein geeigneter Notgroschen.

Gerade bei letzterem sollte man auch berücksichtigen, dass man es nur als Notgroschen betrachten kann, wenn man mehrere Börsen und Auszahlungskonten nutzt. Sonst ist der Weg bei einer vorübergehenden Sperrung aufgrund Mittelherkunftnachweis etc. schnell versperrt.

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Ist natürlich auch eine gute Option, aber nicht für jeden. Zahlt man eine Immobilie ab, gibt’s in der Regel keinen Rahmenkredit eingeräumt.

Wo hast du den Rahmen, wenn ich fragen darf? :slight_smile:

Das ist ganz wichtig :slight_smile:

Aber auch dann hat man ein Problem, falls gerade kein Handel möglich ist.

bei sauberer Dokumentation (zB mit Tool) kommt es zu keiner Vermischung, sondern ganz klar FiFo (Deutschland)

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Bei der ING.

War mir auch als einzige Option in D für einen vernünftigen Rahmenkredit bekannt.

Ich glaube bei der VW Bank gibt/gab es einen ähnlich guten.

Hinweis: Der Vergleich ist schon älter.

Wichtiger Punkt, danke. Das ist nämlich derzeit bei mir nicht der Fall. Ich habe nur ein Auszahlungskonto.

Wenn jedoch die ganzen Käufe von diesem Konto aus getätigt wurden, also hin zum Solarisbank-Konto und Kauf über Bison, meint ihr es könnten dann auch Mittelherkunft-Nachweise erforderlich werden, wenn man auf gleichem Weg wieder zurück geht? Coins wären ja in diesem Fall nicht zwischenzeitlich auf einer anderen Wallet, sondern verbleiben auf der Börse.

bis mal so zwischendurch, ausgerechnet wenn du es dringend brauchst, spasseshalber 80% in den Keller rauscht :sunglasses:

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Ich mache automatisches DCA-Sats Sparplan mit Unterkonten: 75% in BTC, 25% Spenden, Spaß & Not-Konto. Seit dem schlaf ich ruhiger. Falls es doch zu Voll-Krise kommt, habe ich immer noch meine BTC-Wallet. Aus die Maus😊

PS: Hab mich verrechnet. Es sind 67% in DCA in Sats Monatlich und 33% in Unterkonten, sorry Leute🙈

Es ist wie alles hier eine rein individuelle Entscheidung. Die eher konservativen sagen Diversifizieren und die visionären 100% BTC auch im Notgroschen.

Desweiteren kommt es auch auf die individuellen Lebensbedingungen an.

Am Anfang hatte ich 2 Monatsgehälter in ETF und eins in Metallen.
Dann fing die Shitcoinphase an und der surfende Arzt hat mich mit seinem Video zur finanziellen Freiheit gekriegt.
Hierauf habe ich mir für jede Stufe einen festen Zeitraum gesetzt, der Plan wird strickt eingehalten und ich bin auf Kurs.

Nach Covid Verlusten in allen Bereichen kam dann das Rabithole in Sicht.
Nachdem ich anfing zu sparen habe ich nach und nach alles umgeschichtet. Ein Monatsgehalt blieb bei TR alles andere wurde BTC. Ich hab mir ein festes Ziel in Sats gesetzt und bei jedem Dip wurde etwas umgeschichtet bis das Ziel erreicht war.

Einen Notgroschen habe ich hinten angestellt, denn bisher hatte ich auch keinen. Ich war und bin gegen alles versichert was man versichern kann, habe kein Auto dafür viele Monate Kündigungsfrist.

Nun ist mein Sat Ziel in trockenen Tüchern und ich bin entspannt.
Fiat kommt per Sparplan weiter auf die Börse und wird per Limit order umgesetzt, kann auch mal ein Monstsgehalt erreichen je nach Entwicklung. Die Sats bleiben ganz klar als Notgroschen auf der Börse und werden inzwischen auch nur abgezogen wenn sie meine Wunsch UTXO größe erreicht haben will ja nicht mehrfach zahlen.

Dieses Jahr habe ich zum ersten mal meine Bonuszahlung nicht in BTC gesteckt sondern auf dem Konto gelassen für Urlaub und Lebensfreude.

Im absoluten Notfall ist auch noch etwas Spielgeld in MSTR das wäre ohne Probleme sofort verfügbar für mich persönlich ist Tagesgeldkonto genauso wenig geeignet wie das Kopfkissen. Wenn BTC als Notgroschen zu unsicher ist würde ich zumindestens in ETF gehen um.zumindestens die Inflation auszugleichen.

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Genau, ein Mini-Goldbarren wäre immer noch besser als das gesparte auf der Bank versauern lassen…muss ich noch mal drüber nachdenken mit Edelmetall Anlagen. Ach schön, ich träume schonmal von meinem Mini-Goldbarren😌.

Im Notfall kann ich auch Aktien verkaufen, ein Mausklick genügt. Aktien bezeichne ich als liquides Kapital.

Ich diversifiziere den Notgroschen genau wie den Rest.

Ein Teil in Aktien, die ich auf Knopfdruck auch verkaufen kann. Edelmetalle, aber im Bankdepot in Form von Xetra-Gold (ja ich weiß, kein „echtes“ Gold), Bitcoin und natürlich Cash (in Form von Geldmarktfonds).

Ich bin ein großer Anhänger von Kontingentierung. D.h. Renovierungen/Reparaturen, Urlaub, neues Auto, der Notgroschen als „FuckYou“-Money, wenn ich oder meine Frau bspw. mal den Job verlieren, Studium der Kinder, klassische Altersvorsorge - alles wird getrennt gespart, auf extra Konten bzw. in extra ETF’s/Fonds.
Das ist recht aufwändig, aber man erfährt dadurch eine unheimliche Ausgabendisziplin. Weil man eben nicht einfach mal so einen Neuwagen kauft, weil das Geld halt auf dem Konto ist. Man hält sich strikt an die Ressorts (und kauft sich dann nie einen Neuwagen, weil es Jahre dauert :smile:)

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:bitcoin: :cowboy_hat_face:

das ist nicht ganz richtig. BTC ist sogar ein ziemlich guter „Notgroschen“ :wink:

Es gibt Anbieter, da kannst du deine BTC jederzeit sofort Beleihen. Kreditkarten gibts meist kostenlos dazu.

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Ja kann man im Notfall schon.
Aber der große Nachteil (in D) gegenüber Edelmetallen und Bitcoin, die die 1jährige Haltefrist überschritten haben, ist die Steuer. Du musst hinterher mehr einsetzen als du rausbekommen hast, um die gleichen Anteile wieder zu erlangen.
Gut, kann bei Bitcoin auch passieren bei den Steigerungsraten :wink:

Um mögliche Probleme beim auscashen von einer Börse zu vermeiden, könnte man die Karten Angebote in Erwägung ziehen. Theoretisch kann es aber auch mit solchen Anbietern Probleme geben. Die Karte kann aus welchen Gründen auch immer gesperrt werden. Vielleicht für kleinere Notgroschen trotzdem sinnvoll. Mit CL Card soll man Bitcoin sogar beleihen können.

wie groß ist der Minigoldbarren?
merke, die Semmel kostet immer genau so viel, wie der Minigoldbarren wert ist!
Warum? Weil der Bäcker ganz bestimmt nicht wechselt und ganz genau weiss, dass du
a) unbedingt die Semmel willst und
b) bestimmt nicht damit einverstanden bist, dass er ein Stückchen von deinem Minigoldbarren abbeisst.

Davon abgesehen, wie hoch ist der Aufschlag für die Ministückelung?

Außer es ist Wochenende. Oder ein Feiertag. Oder irgendjemand ist der Meinung, den Handel mal einzustellen, weil ein paar wildgewordene Kleininvestoren den Kurs manipulieren. Oder der Kurs mal ordentlich abrauscht und du im Verlust verkaufen musst. Oder oder oder…

Definitiv nein. Wir haben wohl eine andere Definition von Notgroschen. Will ich sehen, wie du bei einem etwas längeren Stromausfall deine BTC beleihst :wink:
Dazu ist es eher ungeil, die BTC an einen Anbieter zu senden. hust Celsius hust.

Solange nur so ein kleiner Teil wie jetzt Bitcoin verstanden hat, ist es eher ein Investment, als Geld.

Der Notgroschen ist für mich das Pflaster in der Hosentasche. Immer sofort verfügbar. BTC sind dann der Verbandskasten im Auto. Deutlich besser, aber eben mit gewissem Aufwand verbunden, ihn zu nutzen.

Es wird auch immer meine Empfehlung sein, Fiat bereit zu haben. Man weiß nie, was passiert. Die paar Sats, die man kaufen könnte, werden den Braten auch nicht mehr fett machen.

Guter Punkt. Niemand wird mit der Feile ein bisschen abraspeln :smiley:
Für ein Flugticket oder Boardkarten für ein Schiff außer Landes aber vielleicht trotzdem interessant. Wobei es da schon eher in Richtung Krisenvorbereitung geht als um einen einfachen Notgroschen.

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