Mit Bitcoin aussorgen

Hallo zusammen!

Ich weiß dass das Thema „Exit Strategy“ unter Bitcoinern nicht gern gehört wird und bin nun selbst auch schon so weit, dass ich mir nicht mehr vorstellen kann, irgendwann meine Bitcoins wieder zu verkaufen. Doch ein Gedanke lässt mir einfach keine Ruhe.

Was würdet ihr tun, wenn der Bitcoinpreis so hoch wäre, dass ihr damit (in EUR) locker für das restliche Leben ausgesorgt hättet, aber das nur funktioniert, wenn ihr eure Bitcoins verkauft, weil es ja momentan noch etwas schwierig ist, alles mit BTC zu bezahlen?

Versteht mich nicht falsch, ich bin weit davon entfernt, möchte aber trotzdem gern wissen, wie euer Plan so wäre oder ob ich da irgendwas falsch verstehe. Hodln bis zum Tod wär für mich nicht wirklich erstrebenswert :sweat_smile:

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  1. definiere „ausgesorgt“
  2. DCA funktioniert bei Bedarf in beide Richtungen … zumal wir alle ja auch mal unser Erspartes für irgendwas nutzen wollen … es geht ja nicht darum REICH zu STERBEN
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"das letzte Hemd hat keine Taschen " oder wie war das. Aber in dem vom TE erdachten Szenario müsste der Preis gefühlt bei 5-10mio pro btc liegen. Das Problem: vllt ist das dann nicht mehr viel.
Somit bräuchte man ein anderes Maß, zb die Kaufkraft, die ich jetzt habe für weiter ca. 400 monate umgerechnet in was auch immer

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Wenn der Bitcoin Preis bei einer Millionen wäre, würde es mich nur umso mehr bestätigen, dass ich nicht mehr in Fiat oder so zurücktauschen würde… „Vielleicht“ würde ich ab einem gewissen Punkt anfangen etwas zu diversifizieren und „vielleicht“ sowas wie eine ETF Notfall Rücklage zu bilden, die möglichst losgekoppelt von Bitcoin wäre, was übrigens wahrscheinlich schon sehr schwer zu finden wäre bei so einem Kurs, weil dann vermutlich ein Großteil der Institutionen auf BTC aufbauen würden… aber trotzdem, einfach um mich nochmal sicherer zu fühlen, wenn es eine Art Black Swan bei Bitcoin geben sollte.

Die Frage ist doch aber, wann hättest du ausgesorgt? Kann man wirklich genug Geld haben? Ich bin selbst ein ziemlich extremer Minimalist (Frugalist) und könnte nach der 4% Regel auch schon mit 500k in Rente gehen aber sein wir mal ehrlich… die größte Freude im Leben ist es doch anderen Menschen zu helfen… das sieht man bei reichen Menschen ziemlich gut, die sich alles im Leben gekauft haben was sie schon immer haben wollten und dann angefangen haben die eigene Erfüllung im Altruismus wiederzufinden. In diesem Sinne kann mein eigenes Kapital und damit auch der Bitcoin Preis eigentlich nie groß genug sein. :smiley:

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Unter ausgesorgt verstehe ich, dass ich, ohne jemals wieder arbeiten zu müssen, meine ganzen Kosten decke, die ich zum Leben benötige. Also so weiterleben wie bisher, nur ohne Arbeit. Ob ich dann wirklich nicht mehr arbeiten gehe sei mal dahingestellt, aber allein die Sicherheit würde schon reichen.

Ich würde auch nicht mehr in Fiat tauschen wollen, aber solange ich meine täglichen Kosten nicht mit Bitcoin bezahlen kann, würde sich halt nicht viel ändern. Ich hätte dann zwar die Gewissheit, genug in Bitcoin zu haben, muss aber weiterhin mit Fiat meine Kosten decken. Schon möglich, dass sich das in Zukunft ändern wird, aber ich wollte mal wissen, was ihr tun würdet, wenn das nicht passiert.

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Würde der doch sehr theoretisch Fall eintreten, dass ich genug Bitcoin habe um davon zu leben:
Ich würde dann pro Monat BTC abverkaufen um den jeweiligen Monat zu finanzieren.
Ich halte Bitcoin nicht zum Selbstzweck oder um sie irgendwann zu vererben.

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Hier wird oft so getan, als gäbe es Bitcoiner 1. und 2. Klasse. Die 1. Klasse Bitcoiner sind diejenigen, die ihre coins niemals wieder in Fiat tauschen würden. Die 2. Klasse Bitcoiner sind die, die auch mal dran denken bei einem bestimmten Preis auch mal Gewinne zu realisieren. Wobei ich das legitim finde, das ist nichts verwerfliches dabei.

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Ebenfalls ein Hallo,

ich würde mehrgleisig fahren. Ich gehe davon aus nur 30 % meiner Gesamtportfolie in BTC zu haben. Ansonsten umschichten:

Erstmal würde ich ermitteln wieviel Geld ich Jährlich benötige um mein angestrebtes Lebensstil zu bestreiten. Wichtig ist hier natürlich ob Du noch weiter ein Sozialversicherungspflichte Beschäftigung (Krankenkasse etc.) nachgehen möchtest oder nicht. Informiere Dich auch über die Gründung einer Vermögensverwaltung GmbH (Keine Empfehlung eine zu gründen aber man sollte wissen, das es möglich ist. Auch unter dem Stichwort Privatier mal schauen).

Nach momentanen stand:

  1. Ich würde einen Teil der BTC in Fiat US Dollar (ca. bis zu 14 % pro Jahr), USDC und/oder USD Tether (ca. 7 % pro Jahr) umtauschen und diese ins Lending verschieben.
  2. Einen anderen Teil der BTC (ca. 4 % pro Jahr) würde ich ebenfalls in Lending verschieben.
    Die Einnahmen aus dem Lending würde ich dann zur Bestreitung meines Lebensunterhalt nutzten, ich würde auf jeden Fall versuchen auch freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, sofern ich keine Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nachgehe oder diese ggf. zu niedrig ist.
    Auch Staking mit z.B. Cardano würde ich in Betracht ziehen.
  3. Einen Teil würde ich einfach auf einer Hardwarewallet lassen.

Überschüsse ansparen um später z.B. eine Sonderzahlung in die gesetzliche Rente bis zu 50.000 € ab den 50. Lebensjahr einzahlen und/oder eine alte Rentenversicherung mit 4% Verzinsung kaufen und weiterführen.
Warum die gesetzliche Rente? Weil, wenn alles schiefgeht, die kann „Man(n)“ (außer Vater Staat) dir nicht wegnehmen. Insolvenz!!! Außerdem liegt die Verzinsung momentan bei ca. 2 - 3 %.

Niemals Heiraten ohne Ehevertrag, möglichst keine Kinder. Die könne Dir deine Planung ziemlich vermiesen.

So dass soll reichen :wink:

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Mit wie viel Btc hat man in Zukunft überhaupt ausgesorgt? Was denkt ihr? Ich denke es reichen 3 aber die muss man erstmal zusammen bekommen

Wichtig ist zu wissen, dass du, falls du in den nächsten 24 Monaten zum Millionär werden solltest, um Mal eine Zahl zu nennen, das mit ziemlicher Sicherheit nichts besonderes mehr ist. Die Anzahl der Millionäre weltweit hat massiv zugenommen. Und warum: weil es einfach zusätzliche Geldmengen gab. Wie hier bereits erwähnt: dein Gefühl, mit Betrag X (z.B. Million) ausgesorgt zu haben, ist für den Fall, dass sich dein Vermögen allein aus der Kursentwicklung des Bitcoin in Dollar/Euro „vermehrt“ hat, ein reines sich selbst etwas in Tasche lügen. Selbstbeschiss. Solltest du aber in den Besitz von Geld kommen durch einen Zweitjob, Erbe, Lottogewinn etc., und sich der Kurs von Bitcoin bis dahin nicht verändert haben ab heute (37.000$), dann würde ich sagen, dann kannst du dich mit 1 Million noch so fühlen, dass du ausgesorgt hast und nicht mehr arbeiten musst.

Ahja, und solltest du darauf spekulieren, bei dem nächsten Blow-off-Top verkaufen zu wollen aus Trading-Aspektdn, dann ist das DCA in der Tat das rentabelste Verfahren. In 20% Tranchen wöchentlich oder monatlich raus, sobald 125.000$ erreicht.