Mastodon

Aus gegebenem Anlass: ist jemand von euch dabei?
Eigentlich komisch, dass ausgerechnet Bitcoiner nicht viel prominenter in einer dezentralen Twitter-Alternative vertreten sind. Oder es wird halt gerade nicht als Alternative gesehen, wegen Reichweite und so, das ist natürlich ein Argument.

@tyn@mastodon.sdf.org

2 „Gefällt mir“

Ich bin nicht bei Twitter. Warum brauche ich also Mastodon. Naja, das letzte Album hab ich schon. Läuft rauf und runter bei mir.

Ich finde die Frage berechtigt… verstehe die Menschen nicht, die krampfhaft an den Datenkraken von Whatsapp, Google ect. klammern.

Es gibt freie Alternativen aber aus Bequemlichkeit und Ingnoranz ala „was störts mich wenn ne Firma weiß was ich aufm Handy hab“ wirds eben nicht weiter verfolgt…

Ich für meinen Teil bin genau aus den Gründen der Freiheit und unabhängigkeit solcher Institutionen zu Bitcoin gekommen :slight_smile:

[quote=„TynHau, post:1, topic:27790“]
dezentralen Twitter-Alternative
[/quodas

Kannte ich bisher nicht.
Allerdings ist Twitter auch keine Alternative für mich, wenn es um Infos und Kontakt geht.


Wollte es mir trotzdem mal ansehen, aber die Bewertungen aus Okt motivieren jetzt nicht gerade. Was ist da los?

Bin da auch offen für…
Was geht da denn so? Auf den ersten Blick siehts da halt eben so aus, als ob kaum Leute aktiv sind. Das schreckt eben schnell ab.
Und ja, den meisten Leuten ists egal, was mit Daten und Co. so passiert.

2 „Gefällt mir“

Auf Twitter schlagen ja derzeit die Wellen hoch, nachdem Elon angekündigt hatte, zukünftig für das blaue Häckchen mit dem ein Account verifiziert wird, Geld zu verlangen. Stephen King (ja, der Stephen King) schrieb zurück, dass Elon wohl eher ihm Geld zahlen müsse, damit er auf der Plattform bleibt:

Bildschirm­foto 2022-11-03 um 19.41.07

Ehrlich gesagt glaube ich, dass der gute Musk hier sehr wirksam von einem ganz anderen Deal ablenken will. Die paar Kröten sind ja peanuts im Vergleich zu den Userdaten: wer steht zu wem in welcher Beziehung, welche Interessen überschneiden sich über welche Gruppen hinweg, welche Entwicklung machen Gruppen und Einzelpersonen aus: das ist ein unglaublicher Datenschatz.

Bei Mastodon funktioniert das anders und das kann Segen und Fluch zugleich sein.
Anstelle einer zentralen Stelle gibt es verschiedene, voneinander unabhängige Server bzw. Instanzen die auch nicht alle miteinander kommunizieren müssen. Jede Instanz kann selbst entscheiden und als Nutzer kann ich mich natürlich auch bei verschiednen Instanzen anmelden. Das macht es aber dann auch gleich aufwendiger als bei Twitter.
Da bei Mastodon Privatsphäre wesentlich wichtiger ist, kann ich Listen nicht durchsuchen und so nicht einfach Gruppen analysieren oder Nutzer durchleuchten. Super für die Privatsphäre aber eben auch hinderlich, wenn man Informationen bzw. Quellen zu einem Themenbereich sucht.

Momentan steigen die Nutzerzahlen massiv aber das ist natürlich ein sehr temporärer Effekt, der vermutlich nicht halten wird.
Spricht aber nichts dagegen, sich einfach mal einen Account zuzulegen und zweigleisig zu fahren.

3 „Gefällt mir“

Gibts da nen live-Chart? :grin:

1 „Gefällt mir“

Bildschirm­foto 2022-11-03 um 20.45.01

1 „Gefällt mir“
1 „Gefällt mir“

Mastodon ist irgendwie ein komischer Name :smiley:
Hat das eine Bedeutung?
Edit: Ok ich habs. Mastodon – Wikipedia

Twitter kommt ja vom zwitschern. Blauer Vogel im Logo. Laut Wiktionary „(meist im Zusammenhang mit kleineren Vögeln) eine Reihe aufeinander folgender hoher Töne von sich geben“.
Das ist elegant gewählt.

Die C’t hatte vor einigen Monaten dazu mal einige Beiträge gemacht, auch auf youtube:

Das kommt wohl in Anlehnung zu Twitter, aber statt Vögeln und tweten von Mamut-Tieren/Elephanten und tröten :trumpet:
(Ist aber schon eine weile her dass ich das Video geschaut habe)

Ich finde das ganze Mastodon Projekt auf jedenfall sehr interessant und hoffe dass es der Anstoß, zusammen mit Bitcoin ist, das Internet wieder etwas freier von der Macht der großen Firmen zu gestalten. Die Frage ist halt nur, ob es sich durchsetzen wird.

2 „Gefällt mir“

Für mich würde es schon reichen, wenn ich die mir wichtigen Menschen kontakten und gute Informationen kriegen kann.
Aber leider sind viele dieser Menschen nicht so technikaffin und Infos… Werden die durch dezentrale Strukturen besser?
Na ja, auf jeden Fall freiheitlicher und die User sind etwas geschützter.

Im Grunde ist Mastodon ja auch nur eine Anwendung im FEDIVERSE, die halt derzeit besonders im Rampenlicht steht.
Der Gedanke, sich das Internet gewissermaßen zurückzuerobern, sollte Bitcoinern so fremd nicht sein. Wir haben es aus Bequemlichkeit internationalen Konzernen überlassen.
Hier wird auf einige interessante Aspekte näher eingegangen:

Fediverse und Selbstorganisation

Kommt teilweise etwas kapitalismuskritischer rüber als mir unbedingt recht ist aber die aufgeworfene Frage, wie sich ein freies Netzwerk finanzieren könnte, ohne auf Almosen angewiesen zu sein, schließt wieder den Kreis zu Bitcoin.

Was ist denn an „was störts mich wenn ne Firma weiß was ich aufm Handy hab“ kein legitimer Standpunkt? Wenn die Person den Standpunkt für sich abgewogen hat? Für manche Menschen ist es nunmal nicht wichtig oder wichtig genug, in wieweit ein Unternehmen Daten sammelt. Das ist ein Standpunkt der komplett legitim ist. Ich finde wir haben nicht darüber zu urteilen.

1 „Gefällt mir“

Naja, das nehm ich soooo genau nicht an :joy: klar darf ich nicht urteilen. War evtl etwas unkorrekt ausgedrückt. Andererseits weiß ich aus Erfahrung, dass so denkende Personen, wenn sie sich einmal ein wenig mit dem Thema auseinandersetzen kurz drauf schon entsetzt nachhaken und dann meist auch viel mehr erfahren wollen!

Das Hauptproblem ist meines erachtens die Bequemlichkeit den leichten Weg zu nehmen… schau mal Google oder Apple an. Deren Sachen funktionieren einfach gut und sie machen das was die Menschen haben wollen. Daher ist es sehr bequem sich an deren Angeboten zu bedienen… funktioniert ja auch für die Masse problemlos.

Aber schau ma im Gegenzug allein die Google Werbeeinnahmen… das sind unmengen an Geld, die mit den Daten der oft auch unfreiwilligen oder unwissenden Nutzern gemacht wird.

Oder Whatsapp, für fast 20 Millionen Dollar verkauft ect.

Windows backdoors, Cortana und Datensammelwut. Lässt sich normal nichtmal abschalten.

Antiviren Software…

Smart TV’s… Alexa und Co.

Blockchainanalysefirmen…

Ich könnte da stunden weitermachen. Alle legen Profile von Menschen an um Kasse zu machen.

Diese Firmen tun das nicht aus Nächstenliebe und schenken der Menschheit die Ressourcen für so eine App…

Es wird einfach zu viel mit dieser ganzen Tracking und Profilinggeschichte um noch mehr Geld damit zu machen… also ich bins echt leid und nehme lieber den unbequemeren Weg, unterstütze Open Source oder bezahle für eine bessere, freiere Alternative (wenn möglich).

Meine Meinung! :wink:

1 „Gefällt mir“