Lohnt sich Traden (daytrading / mittelfristig)? | Steuern, Strategien

Noch schlimmer: die betroffenen Coldcard-User die jetzt mit anschauen müssen wie ihre geklauten BTC pumpen

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Sei doch froh und glücklich, dass du in der Lage warst Sats zu stapeln und diese Sats dir es ermöglicht haben dein Auto zu reparieren. Wozu ist Bitcoin da, wenn nicht um den A*#! zu retten oder das Leben leichter zu machen?

Edit: als ob man das ganze Leben, in allen Bereichen, alles optimal macht - als ob^^

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und wie ich sehe biste viel länger dabei als ich ! (gute 4 Jahre, da wusste ich nicht was BTC überhaupt wirklich ist).

Ich denke auch, du konntest es bestimmt gut verkraften. Oder haste erst viel später zum ersten Mal gekauft !?..

Da fängt man gerade an sich mit Gold als Beimischung zu befassen, da steigt der Bitcoin mal wieder signifikant. Tatsächlich bekomme ich Zweifel, dass es gut war so viel beiseite zu legen und auf den dippidip zu warten :smiling_face_with_tear:

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Eines Tages sagte ein weiser und erleuchteter Mann folgendes:

Oder man lässt einfach den Sparplan laufen ^^

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Das stimmt schon, aber es ist eigentlich meine Vorsorge und nicht mein Notgroschen, für Autorechnungen. Auch habe ich nicht im Verlust verkauft. Normalerweise kann ich mich gut von weiteren Kursverläufen nach Ver-/Käufen distanzieren, aber zur Zeit kneift es schon etwas, wenn ich sehe, dass sich die Autorechnung, bei einem Verkauf einen Tag später, teilweise selbst amortisiert hätte. :see_no_evil_monkey: Ist halt Jammern auf hohem Niveau, ich weiß. Freu mich trotzdem, heute wieder fahren zu können.

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Absolute Erleuchtung! Da spricht die pure Weisheit

​Lass den Sparplan laufen undlehn dich zurück! :man_in_lotus_position: Sats stacking in progress…

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Bin ich nicht der Typ für. Für das Trading braucht man ein klares Regelwerkt was man stur und emotionslos wie ein Roboter befolgt und trotzdem hier und da menschliche Intuition. Der Grund, warum reine Tradingprogramme langfristig nicht profitabel sind.

Dass ich nicht der Typ Mensch für das Traden bin, hat mich allerdings nicht davon abgehalten mich damit zu beschäftigen und das eine oder andere Buch dazu zu lesen.

Etwas, was ich den allermeisten die sich über das Trading äußern und in der Regel ziemlichen Unsinn von sich geben voraus hab. ;)


Ich meine, Traden ist letztlich ein Beruf wie andere auch. Es eignet sich auch nicht jeder zum Formel 1 Piloten, nicht jeder zum Rettungssanitäter oder zum Bibliothekar. Trotzdem würde niemand sagen, Formel 1 fahren funktioniere nicht, Menschen retten sei reine Glückssache und Bücher sortieren und archivieren sei irgendeine obskure Glasgugelkuckerei.

Das sagen nur Leute die keine Ahnung davon haben wovon sie sprechen und sich nie damit befasst haben.

Nein, ich sehe da einen riesigen Unterschied. Deine Beispiele sind Berufe, bei denen die grundlegende Tätigkeit zwar anspruchsvoll sein kann, aber die Tätigkeit selbst nicht davon abhängt, die Zukunft unter Unsicherheit vorherzusagen.

Ein Formel-1-Fahrer muss ein Auto beherrschen, auf die Strecke reagieren, Entscheidungen treffen und seine Fähigkeiten trainieren. Ein Rettungssanitäter muss Menschen versorgen, Situationen einschätzen und unter Druck handeln. Ein Bibliothekar muss Bücher organisieren, katalogisieren und archivieren. Das sind Fähigkeiten, die man erlernen, trainieren und anschließend anhand der tatsächlichen Ausführung beurteilen kann.

Beim Trading kommt für mich eine zusätzliche Ebene dazu: Du musst Entscheidungen unter einer grundsätzlich unbekannten Zukunft treffen. Du kannst analysieren, Wahrscheinlichkeiten bilden, historische Daten untersuchen, Marktstrukturen betrachten und deine Strategie testen. Aber am Ende weißt du nicht, was als Nächstes passiert.

Ein gutes Beispiel ist für mich Poker. Niemand würde behaupten, Poker sei ausschließlich Glück. Ein guter Pokerspieler kann Wahrscheinlichkeiten verstehen, seine Gegner einschätzen, sein Risiko managen und langfristig einen Vorteil gegenüber anderen Spielern haben. Trotzdem weiß er bei jeder einzelnen Hand nicht, welche Karte als Nächstes kommt. Er kann mit der mathematisch besseren Entscheidung verlieren und mit einer schlechten Entscheidung gewinnen.

Genau das macht den Unterschied zwischen Entscheidungsqualität und Ergebnis aus. Ein einzelnes Ergebnis beweist nicht automatisch, dass die Entscheidung gut war. Und umgekehrt beweist ein Verlust nicht automatisch, dass die Entscheidung schlecht war.

Beim Trading ist es ähnlich. Ein Trader kann eine Entscheidung treffen, die unter den bekannten Informationen vollkommen sinnvoll war, und trotzdem verliert der Trade. Ein anderer kann eine schlechte Entscheidung treffen und damit Geld verdienen. Wenn man nur auf das Ergebnis schaut, verwechselt man schnell Glück mit Können.

Deshalb würde ich auch niemals sagen: „Trading ist reine Glückssache.“ Das wäre genauso falsch wie zu sagen, ein Pokerspieler gewinne langfristig nur durch Glück. Aber ich würde genauso wenig behaupten, Trading sei einfach mit jedem anderen Beruf gleichzusetzen. Die Unsicherheit ist hier nicht nur ein Nebeneffekt, sondern ein Bestandteil der Tätigkeit selbst.

Der Formel-1-Fahrer fährt ein Rennen. Der Rettungssanitäter behandelt einen Patienten. Der Bibliothekar archiviert Bücher. Der Trader versucht dagegen, Entscheidungen über einen Markt zu treffen, dessen zukünftiger Zustand grundsätzlich nicht vollständig bekannt ist und der gleichzeitig von Millionen anderen Entscheidungen beeinflusst wird.

Deshalb interessiert mich beim Trading viel mehr die Frage: Was davon ist tatsächlich eine reproduzierbare Fähigkeit und was davon ist Marktphase, Zufall, Risiko oder eine Kombination daraus?

Denn jemand kann mehrere Jahre sehr erfolgreich sein und trotzdem nicht wissen, ob sein Erfolg hauptsächlich aus einer dauerhaft funktionierenden Fähigkeit oder aus einer bestimmten Marktphase entstanden ist. Umgekehrt kann jemand eine gute Strategie haben und über längere Zeit trotzdem schlecht aussehen, weil die Wahrscheinlichkeiten eben keine Garantien sind.

Und hier kommt für mich wieder die Momentaufnahme ins Spiel. Heute kann eine bestimmte Fähigkeit sehr wertvoll sein. Morgen kann sich die Umgebung verändern. Neue Marktteilnehmer, andere Liquidität, andere Regulierung, neue Technologien und insbesondere KI können die Bedingungen verändern.

Das bedeutet nicht, dass der Trader heute etwas falsch macht. Es bedeutet nur, dass er wie eigentlich jeder Mensch seine Zukunft nicht vollständig kontrollieren kann.

Deshalb würde ich Trading durchaus als Beruf bezeichnen. Aber eben als einen Beruf, bei dem Wahrscheinlichkeit, Unsicherheit und nicht kontrollierbare Ergebnisse einen wesentlich größeren Teil der Tätigkeit ausmachen als bei deinen genannten Beispielen.

Deshalb finde ich den Vergleich mit Poker viel treffender als den Vergleich mit einem Bibliothekar. Nicht weil Trading Glücksspiel wäre, sondern weil man bei beiden sehr schön erkennen kann: Du kannst die Qualität deiner Entscheidung beeinflussen, aber du kannst das einzelne Ergebnis nicht erzwingen.

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Ja verstehe ich. Ich meine der größte Kritikpunkt ist immer, dass die Mehrheit verliert.
Wenn man deine Regel anlegt auf: Mindestens X Jahre Berufserfahrung, dann wird die Statistik auch anders aussehen.
Wenn jeder von heute auf morgen Arzt werden könnte, dann hätte der Beruf Arzt auch einen schlechteren Ruf, da die Todesstatistik ansteigen würde.

Allerdings verstehe ich die Leute, die vor Trader warnen. Grund ist, dass im Allgemeinen dies als sehr easy verkauft wird, welches es einfach nicht ist. Wenn die allermeisten neuer Trader verlieren, dann zeigt dies einfach sehr sehr sehr viel aus. Es ist schön, dass es profi trader gibt, aber die meisten werden es nicht sein & mit einem sparplan die allermeisten trader outperformen.

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Auch Poker ist kein Glücksspiel sondern Mathematik.

Am Ende gewinnst du, wenn du mehr richtige Entscheidungen triffst als falsche. Und die Grundlage dafür ist Wahrscheinlichkeit.

Und wie beim Traden geht es vor allem auch um Risiko - und Geldmanagement.

Ja, das ist ein Unterschied. Meine Aussage war aber, dass nicht jeder für jeden Beruf geeignet ist.

Dass die Berufe unterschiedliche sind ist eine andere Sache.

Und beim Trading geht es eben nicht um „Vorhersagen“ sondern um Wahrscheinlichkeiten und Risiko - und Geldmanagement.

Der Erfolg bei Poker ist nicht zu 100 % Mathematik.

Die Mathematik kann dir Wahrscheinlichkeiten und Erwartungswerte geben, aber sie kann dir nicht sagen, welche Karte tatsächlich als Nächstes kommt. Du triffst deine Entscheidung also auf Grundlage eines bestimmten Prozentsatzes und musst dich anschließend trotzdem der Unbekannten stellen.

Wenn ich beispielsweise weiß, dass meine Hand eine bestimmte Gewinnwahrscheinlichkeit hat, ist das mathematisch sehr wertvoll. Aber die Wahrscheinlichkeit wird dadurch nicht zur Gewissheit. Die nächste Karte bleibt unbekannt. Ich kann die mathematisch bessere Entscheidung treffen und trotzdem verlieren.

Beim Trading kannst du ebenfalls Wahrscheinlichkeiten, Risiko und Geldmanagement verwenden. Du kannst historische Daten analysieren, Wahrscheinlichkeiten ableiten und deine Position entsprechend dimensionieren. Aber auch dort wird aus einer Wahrscheinlichkeit keine Gewissheit. Der Markt macht anschließend einfach das, was er macht.

Poker ist Mathematik + Entscheidungen unter Unsicherheit. Trading ist ebenfalls Analyse + Entscheidungen unter Unsicherheit. Die Mathematik hilft dir dabei, mit der Unbekannten umzugehen. Sie beseitigt die Unbekannte aber nicht.

Und genau das war mein Punkt mit dem Vergleich zu Formel 1, Rettungssanitäter oder Bibliothekar: Bei diesen Tätigkeiten ist die Unbekannte natürlich ebenfalls vorhanden, aber beim Poker und Trading ist sie ein zentraler Bestandteil dessen, worauf die Entscheidung überhaupt gerichtet ist. Du kannst deine Entscheidung optimieren, aber du kannst aber das Ergebnis nicht erzwingen.

Genau das ist doch mein Punkt. :grinning_face_with_smiling_eyes:
Wahrscheinlichkeiten sind keine Vorhersagen, aber sie beziehen sich trotzdem auf eine unbekannte Zukunft. Du kannst Risiko und Geldmanagement perfektionieren und trotzdem nicht wissen, was als Nächstes passiert. Die Mathematik hilft dir, mit der Unbekannten umzugehen, aber sie beseitigt die Unbekannte nicht. Und genau deshalb bleibt der Vergleich mit Poker für mich so passend.

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Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Die richtige Richtung der Preisberechnung zu kennen, ist - wenn überhaupt - nur die halbe Wahrheit. Viel wichtiger ist den richtigen Exit zu finden. Denn Mal ist die Volatilität groß und mal klein.

@radieschen, Deine Beschreibung des Tradings gefällt mir sehr gut. Folgender Absatz am besten:

Das ist Traden mit Hilfe der Statistik auch. Nicht alles, was einem das Auge suggeriert, ist statistisch relevant. Und wenn man dann noch echte Vorhersagesignale mathematisch verifizieren kann, ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Das heißt natürlich nicht, dass der Trading Erfolg mit Wissen um das richtige Signal zum Selbstläufer wird. Es ist nur ein Schritt von vielen, deswegen zeige ich die Prognose Signale auch nicht öffentlich, sondern nur jenen mit Erfahrung und Lernbereitschaft.

Ich sage damit übrigens überhaupt nicht, dass Können in diesen beiden Bereichen langfristig unwichtig ist. Im Gegenteil: Gerade beim Poker und beim Trading können genau diese Fähigkeiten darüber entscheiden, wer langfristig einen statistischen Vorteil hat und damit tatsächlich dauerhaft Geld verdienen kann. Sonst wäre es für mich ja auch kein Beruf.

Einen Unterschied sehe ich aber trotzdem, der mir gerade im Laufe dieser Diskussion aufgefallen ist. Danke übrigens dafür. :grinning_face_with_smiling_eyes: Beim Poker ist das grundlegende Spielfeld relativ stabil. Du kannst deine Mathematik, Wahrscheinlichkeiten, Gegnerbeobachtung und dein Spielverständnis immer weiter verbessern, aber die grundlegenden Regeln des Spiels ändern sich nicht ständig.

Beim Trading musst du dich dagegen permanent an eine sich verändernde Realität anpassen. Märkte verändern sich, Marktteilnehmer verändern ihr Verhalten, neue Technologien kommen hinzu, Regulierungen verändern sich, Liquidität verändert sich und irgendwann kommt vielleicht KI dazu, die genau die Muster erkennt, auf die sich menschliche Trader bisher verlassen haben.

Beim Poker muss ich also mein Wissen erweitern. Beim Trading muss ich mein Wissen erweitern und gleichzeitig ständig überprüfen, ob mein bisheriges Wissen überhaupt noch funktioniert. :grinning_face_with_smiling_eyes: Wenn ich schon nur begrenzte geistige Kapazitäten habe, würde ich persönlich wahrscheinlich beim Poker bleiben. Da weiß ich wenigstens, dass sich das Spielfeld nicht morgen komplett neu erfindet. :joy:

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Das nennt man Wahrscheinlichkeit…

Ist okay, Doktor. :grinning_face_with_smiling_eyes:
Ich glaube, wir reden heute einfach ein bisschen aneinander vorbei. Ist ja nicht tragisch. Manchmal finden wir denselben Nenner, heute vermutlich nicht. Ich habe aus der Diskussion trotzdem einiges mitgenommen und auch wieder ein paar neue Gedanken bekommen. Dafür danke ich dir. Schönes Wochenende dir! :slightly_smiling_face:

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Kinders, was hat das alles mit dem Thema zu tun? Bitte überlest doch den Doktor!

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Warum denn?
Mir hat er mit seinen Argumenten und Denkanstößen deutlich mehr Mehrwert gegeben als die nächsten 100 Beiträge darüber, wer gerade den Dip gekauft hat.

Aber gut, wenn solche Diskussionen hier nicht erwünscht sind, dann bin ich hier wohl auch unerwünscht.

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Für mich ist buy the fucking dip ein Trading Thema. Was soll es sonst sein?

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Es geht mehr um toxische Teilnehmer im Forum. Es ist natürlich anmassend zu behaupten, wer das sein soll. Löse solche Probleme mit dem blockieren. Mag sein dass nicht jeder es verdient, aber Zeit und Inhalte, (inkl. Bubblegenehmes) sind ein Faktor.