Ledger Adressen zuerst testen oder direkt schicken?

Hallo,
hatte im Netz einen Bericht gelesen (weiß leider nicht mehr wo das war) in dem stand, dass man nach dem Erstellen einer Adresse (z.B.) für Bitcoin erstmal einen geringen Betrag an die Ledger Adresse schicken soll bevor man größerere Beträge schickt um sicherzustellen, dass die Adresse funktioniert und der Betrag ankommt. So als Probelauf weil der Ledger die Adressen (public, private keys) ja erstmal generiert und hier seitens Ledger unsicherheiten auftreten könnten.

Wie sind dazu eure Erfahrungen/Wissen. Ist das notwendig? Kann man da nicht drauf vertrauen dass der Ledger im Hintergrund die Adresse korrekt berechnet?

Mir wäre es bei den 10€ Transaktionskosten es nicht wert eine Probeüberweisung durchzuführen und würde soweit ich das kann lieber alles zweimal prüfen. Kommt auch etwas auf den Betrag drauf an, habe aber nie eine Probeüberweisung gemacht und bis jetzt ging alles gut. Kenne mich aber auch sehr gut aus.

Das wäre für mich jetzt auch der springende Punkt. Wenn du das schon sehr oft gemacht ist, ist das Risiko, dass etwas schief läuft, sehr gering. Nach dem Kopieren natürlich mindestens nochmal Anfang und Ende der kopierten Adresse prüfen. Der Fehler entsteht nicht bei der Adress-Erzeugung deiner Wallet, sondern wenn du das kopierst oder generell eine Fehler im Prozess machst.

Wenn du das aber zum ersten Mal machst, oder deine erste Transaktion von einer Börse machst, wo du dich neu angemeldet hast, dann würde ich persönlich schon einen Test machen.

Von den meisten Börsen kostet es aber dann wie @Chaot112 schreibt um die 12…15 € pro Transaktion. Bei manchen Anbietern wie z.B. Bison oder Bitwala ist es vernachlässigbar.
Wenn du von einer privaten Wallet eine Test-Transaktion machst, dann zahlst du nur direkt die Transaction Fees auf der Blockchain. Da hatte ich in letzter Zeit meist Glück und nur um 1 €, kann aber auch wesentlich höher sein (aktuell bis ca. 10 €). In manchen Wallets kann man einstellen, ob man eine geringere Gebühr haben möchte, um dafür aber länger auf die Transaktion zu warten.

Genau die Transaktionskosten sind ja aktuell sehr hoch bei bitcoin.

Habe schon mal ein paar Transaktionen gemacht und achte immer darauf dass ich den korrekten Account (bitcoin senden nur auf bitcoin Adresse) und die genaue Überprüfung des public Keys (erste 5 Ziffern, letzte 5 Ziffern) und Abgleich mit dem Ledger Display mache.

Meine Frage zielte eher darauf ab inwiefern man 100% sicher sein kann dass der Ledger (nicht kompromittiert und natürlich vom offiziellen Hersteller gekauft) die Adressen korrekt erstellt werden und ob man wenn man erstmalige Transaktionen von sagen wir mal über 1000 Euro Kurspreis bei einer frischen Adresse zuvor Probe testet.

Danke schon mal für eure Antworten. Wie ich aus einem anderen Beitrag erfahren habe gibt es ja auch den Mechanismus (zumindest bei dash/LTC) dass die Adressen bei jedem senden/empfangen neu generiert werden und somit ein Testlaut da eh kaum möglich ist.

Richtig, du verwendest normalerweise jedes Mal eine neue Adresse (macht der Ledger automatisch). Wenn du dich also auskennst und den Ledger auch schon verwendet hast, brauchst du eigentlich keinen Testtransfer. Außer vielleicht wenn es um Summen gehen würde, die richtig weh tun.

Wenn Du die Bitcoin auf z.B. einem Electrum oder ähnlichem Wallet hättest, dann könntest Du eine 1€ Überweisung mit 1€ Gebühr machen. Da der Ledger den Mempool durchsucht, dürfte die Überweisung angezeigt werden, obwohl die vielleicht nie durchgehen wird, aber Du wüsstest, dass es richtig gemacht wurde.