Auf dem Weg zur BTC-Konferenz in Riga am letzten Wochenende sprachen wir über den Vorteil des Heizens beim Hausmining.
Mein Mitfahrer und ich leben allerdings in einer Klimazone in der über das Jahr eher Kühlung als Heizung erforderlich ist.
Es darf nicht vergessen werden, dass in stark isoliertem Wohnraum häufig die Umlüftung fehlt und eigentlich die Klimaanlage auch ohne Kühl-/Heizfunktion laufen sollte.
Wäre es nicht clever, wenn jemand diese Idee in ein Produkt umsetzt?
Was soll das für ein Produkt sein? Ein Gerät welches überwiegend zum kühlen genutzt wird und gleichzeitig Wärme erzeugt aufgrund von mining? Hört sich für mich wie Quatsch an. Oder täusche ich mich?
Klammert man das mining aus, gibt es da ja ein Gerät was ein jeder zuhause hat. Einen Kühlschrank
Aber das was sich der Threadersteller hier vorstellt zeigt, dass nicht viel nachgedacht worden sein kann. Beim Kühlschrank entsteht die Wärme als Nebenprodukt vom Kühlen. Beim Miner entsteht als Nebenprodukt Wärme. Um damit jetzt zu kühlen, müsste man die Abwärme erst einmal wieder umwandeln. Klingt erst mal nach Schnappsidee.
Ich hatte tatsächlich mal die naive Vorstellung, das irgendwie sinnvoll kombinieren zu können. Aber auch hier muss grundsätzlich Kälte erzeugt werden um die Feuchte herauskondensieren zu können….
Ich verbrate ca. 30-50€ im Monat, um meinen Keller zu trocknen. Leider ohne Mining.
Aktuell liegt eine Hitzeglocke über Europa. Mining regt dabei an den Bitcoinmotor zu überdenken. Es ist eine Achillesferse und die Antwort darauf ist nicht einfach. Grundsätzlich sehe ich die Lösungen in den Geräten selber. Wie kann gerechnet werden ohne Lärm und Wärme zu erzeugen?
Habe aus reiner Neugier die professionelle Seite genauer betrachtet. Da landet man schnelle in den globalen Hotspots. In den Ländern wie Äthiopien und andere die an sich schon in einer heissen Klimazone liegen. Es geht nur um die günstige Stromquelle. (Öl, Gas, Wasserkraft) Je nähe man an dieser ist, umso eher sind die Profis vor Ort. Wind und Solar sind im Vergleich die Energie Juniorpartner.
Das Gerät das gesucht wird ist nicht erfunden. Es existiert nicht. Die Wärmeerzeugung als Heizung im Winter oder Hydroplantage wenn jemand sich in Botanik auskennt. Bleibt noch der Lärm. Was damit, da fällt mir nicht viel ein.
Ganz von der Hand zu weisen ist es nicht. Man kann durchaus physikalisch durch Wärme abkühlen.
Wärme durch einen Bitcoinminer zu haben bedeutet ja nicht einfach nur einen Warmen Raum zu haben sondern ein Wärmereservoir zu produzieren. Dieses Wärmereservoir hat also einen Wärmegradienten zur Umgebung und dieser kann prinzipiell wieder für eine Wärmekraftmaschine verwendet werden, z.B. für eine Wärmepumpe.
Beispielsweise kann man diesen Gradienten durch ein Termoelement wieder direkt in Strom wandeln (den man dann aber wahrscheinlich doch lieber wieder fürs Mining ausgibt).
Das ist dann eben nur ein Sekundärprozess und der Wirkungsgrad entsprechend schlecht weil die Wärme überall hin dissipiert. Deutlich einfacher ist es, die primäre Energie gleich für die Wärmepumpe zu verwenden ohne sie erst durch Bitcoinmining in das Wärmereservoir zu lenken.
Allerdings gibt es auch andere Effekte, mit denen man durch Wärme direkt “kälte“ Produzieren kann. Dieser Prozess läuft dann ähnlich wie eine Wärmepumpe mit unterschiedlichen Thermodynamischen Zuständen, die sich abwechseln.
Das kann man sich so vorstellen, dass durch die Abwärme Wasser verdunstet wird. Dieser physikalische Prozess entzieht der Umgebung ihre Wärme, macht sie also kälter. Genauso wird die Umgebung kälter, wenn man das Gas bzw. die Flüssigkeit entspannt, also den Druck reduziert (genau darauf basieren ja die Funktionsweisen einer Wärmepumpe).
Wenn man es also z.B. schafft, den Druckzustand der zu bauenden Kältemaschine durch die Wärmezufuhr und Wasser soweit abkühlen zu lassen, dass sie bei Entspannung das Haus kühlen kann, dann funktioniert diese Kältemaschine generell. Die Thermodynamik dahinter wird Sorptionsisotherme – Wikipedia erklärt.
Der Energiefluss ist also damit nicht nur für zwei Wärmebehälter zu betrachten, sondern für drei.
Einmal haben wird das Wärmereservoir, das vom Bitcoinminer erzeugt/gespeißt wird. Dann haben wir die Umgebung, die kühler als das Bitcoininingreservoir sein sollte, damit der Wärmeenergiefluss zwischen Wärmereservoir und Umgebung überhaupt benutzt werden kann. Aus diesem Energiegradienten kann man dann eine Wärmepumpe betreiben, die den dritten Wärmebehälter abkühlt, das Haus.
Ob die ganzen Wirkungsgerade dafür aber ausreichen, um eine signifikante Kühlung zu erzielen, müsste man wirklich durchrechnen. Physikalisch ist es aber durchaus möglich.
Was hilft mir das aber, wenn ich einen Raum kühlen will, wenn ich zusätzliche wärem erzeuge?! Hilf mir doch bitte, wo ich einen gedankenfehler habe… ;-)
Klimageräte blasen die Wärme , den warmen Luftanteil , nach aussen
Bei Kühlschranken bleibt es natürlich meist im Innenraum - bei Haushaltsgröße
Ist in diesem Falle auch machbar, da der gekühlte Innenraum hoffentlich gut gedämmt ist, Wärmeerzeugung dann, zwar nicht ganz, aber insgesamt vertretbar.
Geh in deinen Keller und schau, was deine Umlaufpumpe der Heizung alleine schon an Wärme verursacht
Wurde ja von mir bereits gesagt. Deine Antworten bringen hier irgendwie keinen Mehrwert weil all das bereits vorher schon durchgekaut wurde.
Kühlschrank: Strom rein → Kühlt → führt Wärme ab.
Miner: Strom rein → minert → führt Wärme ab.
So, wie führt man nun den Prozess des Miners weiter damit am Ende kalte Luft raus kommt? Genau, man muss irgendwas nachschalten, das die Abwärme jetzt auf welche Weise auch immer in Kälte umwandelt.
Das ist eigentlich gar nicht so kompliziert zu verstehen und hat 21weeknd und alle anderen sicher auch schon längst.