IWF plädiert für ein stärkeres Finanzsystem in Schwellenländern

Im Juni 2021 hat Jim O’Neill einen Artikel beim IWF veröffentlicht.
Dort sagt er, dass Schwellenländer gerade jetzt nach COVID mit einem besseren Finanzsystem gestärkt werden müssen.
Er kritisiert auch die Bindung an den USD.

(Zitat übersetzt mit Google)

Nach COVID-19 müssen Schwellenländer, insbesondere die größeren, eine intelligente Finanzpolitik verfolgen – eine Politik, die öffentlichen Investitionen Vorrang einräumt. Wir brauchen eine andere Grundlage für die Beurteilung der realwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Umstände der Finanzpolitik. Um genau zu sein, ist es an der Zeit, wirklich zwischen staatlichen Investitionsausgaben und Konsumausgaben zu unterscheiden; Ersteres dürfte einen positiven Multiplikatoreffekt haben und sollte aus buchhalterischer Sicht nicht wie die Konsumausgaben des Staates behandelt werden. Die Bekämpfung des Klimawandels und künftiger Gesundheitsgefahren erfordert solche Investitionen. Die Verwirklichung ihres Wachstumspotenzials der Schwellenländer hängt von solchen Investitionen ab, die für das Wirtschaftswachstum wohl wichtiger sind als die finanziellen Bedingungen.

Ein Rahmen für eine intelligentere Finanzpolitik wird mit ziemlicher Sicherheit stärkere inländische Finanzsysteme erfordern. Die anhaltende Abhängigkeit von einem auf dem US-Dollar basierenden Währungssystem erschwert dies. Trotz des relativ sanften, aber anhaltend langsamen relativen Rückgangs des Anteils der US-Wirtschaft an der Welt bleibt das Dollar-Währungssystem im Großen und Ganzen so dominant wie zu Beginn meiner Finanzkarriere im Jahr 1982 müssen die zyklische Achterbahnfahrt der Geldpolitik der Federal Reserve, ihre Folgen für die Vereinigten Staaten und die daraus folgenden globalen Finanzbedingungen durchlaufen. Während die Fed die Straffung der Finanzpolitik im Großen und Ganzen verschärft, verschärft sich die Finanzlage der Schwellenländer – oft chaotisch. Mit der Lockerung der Fed passiert das Gegenteil.

Es gibt einen Ausweg, und eines Tages wird diese Veränderung stattfinden. Das Währungssystem muss sich weiterentwickeln, um der sich ändernden Dynamik der Welt besser Rechnung zu tragen, und bis dahin wird die Fähigkeit der Schwellenländer, ihr Wachstumspotenzial zu erreichen, eine Herausforderung bleiben, wenn auch vielleicht nicht ganz so herausfordernd wie andere inländische Initiativen wie Gesundheit und Bildungssysteme.

Was haltet ihr von dem Artikel?
Meint ihr, dass jetzt schon über Bitcoin als Währung nachgedacht wird?

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Spannender Artikel, danke fürs Teilen!

Continued dependence on a monetary system based on the US dollar makes this difficult.

There is a way out, and one day, this change will take place.

Bei diesen zwei Zitaten in einem Text muss man ja förmlich an Bitcoin denken, aber vielleicht ist das auch nur meine orange Brille…

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