Ist es ethisch vertretbar im Investment Banking zu arbeiten?

Ich hab mich gefragt ob es ethisch vertretbar ist im IB usw zu arbeiten weil das ja Jobs sind massiv vom Cantillon Effekt profitieren.
Oder ist es eher: „Dont hate the player hate the game“?

hilf mir kurz auf die Sprünge, IB steht für…?

Der Internationale Bund, ein Dienstleister für Jugend- und Sozialarbeit, wohl eher nicht. :wink:

Vielleicht meint Milchbroetchen einfach im „Investmentbanking“.

Bei IB muss ich immer an „IB noch möglich?“ denken :smile:.

Oder ist es eher: „Dont hate the player hate the game“?

Also der Cantillon Effekt würd mich da garnicht aufhalten.
Da gibt es andere Jobs die mehr von ungerechtigkeiten profitieren.

z.B. Beamte, öffentlicher dienst, öffentlicher Rundfunk, jeder der durch krankenkassen bezahlt wird (Also Ärzte, Pfleger, Psychotherapeuten).
Die sind alle Zwangsfinanziert.
Und dann gibts noch ganz viel Credentialismus usw. Man verdient mehr wenn man einen Master hat, obwohl man nicht mehr kann usw.

Vom Cantilloneffekt profitiert erstmal sowieso jeder der ein hohes einkommen hat. Weil wer ein hohes einkommen hat konnte z.B. vor 10 jahren günstige Kredite für Immobilien bekommen die sich dann im Wert vervielfacht haben.

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Investment Banking

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Dann seh ich da nichts verwerfliches dran.

wenn, dann das.

Aber ganz ehrlich, wenn du es nicht machst, dann macht es ein anderer. Also warum nicht selbst davon profitieren solange es geht

Ganz toller Spruch. Kann man auf ganz viele Dinge auf der Welt anwenden……

Naja weil er sein Talent auch in etwas Vernünftigem entfalten könnte!?

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Kommt auf die Persönliche Situation an. Wenn man es sich leisten kann auf das Gehalt zu verzichten ja. (gehe einfach mal davon aus dass man da einiges verdienen kann)

Natürlich kann man das auch auf andere (negative) dinge anwenden, ist aber so nicht gemeint.
Finde es gibt deutlich verwerflichere Sachen als sein Geld mit Investment Banking zu verdienen.
Als Investment Banker versucht man ja trotzdem Geld für die Kunden rauszuholen, wir gehen mal nicht davon aus dass er ahnungslosen Leuten ihr hart erarbeitetes Geld aus der Tasche zieht um sich die eigenen Taschen zu füllen.
Vielleicht bringt er die Leute ja dazu in positive Dinge zu investieren, die die Welt ein Stückchen besser machen, kann man so nicht pauschal sagen.

Ach schade, hättest Du den Joke doch stehen gelassen. :smiley:
Ich habe ihn appreciated, aber hätte mehr Herzchen verdient gehabt - das stimmt. :slight_smile:

Wieso sind die einen Jobs vernünftig und die anderen nicht?

Oh, oh, oh, das lass ich meine Frau, die seit 36 Jahren als Krankenschwester arbeitet, lieber nicht wissen. Wie auch einen guten Freund nicht, der als Arzt arbeitet.

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Vor allem haben sie alle dazu beigetragen, dass Du lebst und gesund bist, eine Bildung genossen hast, wahrscheinlich einer Arbeit nachgehst und Dich heute hier in einem Forum beteiligen kannst. Und genauso haben diese Dienste das vielen anderen Menschen dieser Gesellschaft ermöglicht, die von sich aus womöglich nicht die finanziellen Möglichkeiten dazu gehabt hätten.

Wenn es sich für Dich nach Zwang anfühlt hier zu leben, dann hast Du die Freiheit diese Gesellschaft zu verlassen.

Man kann auch dankbar sein, dass sich um das gesundheitliche Wohl und um die Ausbildung gekümmert wird. Das ist nicht ungerecht. Gerecht ist, wenn allen Menschen (möglichst) gerechte Chancen geschaffen werden.

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Auf einen Großteil der „Bildung“ in der Schule hätte ich gut und gerne verzichten können, aber schön dass es wenigstens einer genossen hat.

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Die Welt ist nicht starr. Du kannst ja Veränderung anregen.

Meld’ Dich mit Deinen Bildungsplan-Alternativen doch einfach mal hier.

Du scheinst ja über alle Fachbereiche hinweg zu überblicken auf welche Inhalte man hätte verzichten können. :wink:


PS: Du profitierst übrigens durch den gesamten Wohlstand, der durch die gesamte Gesellschaft geschaffen wird und dieser ist eben sehr stark von der Bildung abhängig. Es geht also nicht nur um Dich und wie Du die Bildungsangebote erlebt hast. Am Ende geht es darum, wie die Bildungsangebote im Mittel wirken. Und das tun sie wie folgt: Bessere Bildungsleistungen → höheres Wirtschaftswachstum. Nachzulesen hier.

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Ich möchte niemandem moralische Werte vorschreiben. Jeder hat seine eigenen.

Und ich denke, dass man langfristig nur dann glücklich wird, wenn die eigene Arbeit mit den eigenen(!) moralischen Werten übereinstimmt.

Ich habe soweit ich weiß noch nie jemandem aufgrund seiner Arbeit anders behandelt. Und ich kenne Leute aus der Rüstungsindustrie, der Automobilindustrie, der Pharmaindustrie und sogar Beamte :sweat_smile: (Öffentlichen Dienst könnte ich zum Beispiel nicht mit meinen Werten in Einklang bringen :upside_down_face:)

Ja, Menschen, deren Job es ist für ein menschliches Dasein als notwendig erachtete Güter und Dienstleistungen bereitzustellen, könnte ich überhaupt nicht mit meinen Werten in Einklang bringen. /s

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Willst du dich nach den Empfehlungen der Mehrheit richten oder nach deinem eigenem Gewissen? Manche werden dir davon abraten, andere werden es verharmlosen und Leute wie ich werden fragen was eigentlich du willst. :smiley:

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Mal konkret: Wie würde deine Welt - ohne Polizei, Busfahrer, Krankenpfleger, Müllabfuhr, Straßenreinigung, ohne Schulen, Universitäten, Wasserversorgung oder andere Bereiche, bei denen privatwirtschaftliche Unternehmen nachteilig wären, aussehen?

Ich denke, die Entwicklung im Post- und Paketwesen oder bei der Bahn, aber auch im Gesundheitswesen, haben uns in den letzten Jahrzehnten den Wert des öffentlichen Dienstes eindrucksvoll bewiesen…

Das ist lustig. weil ich mich bei der Polizei beworben habe, aber nicht genommen wurde, weil meine „moralische Überzeugung“ für den Job zu stark ist. Ich habe im Gespräch gesagt, dass ich einen Befehl verweigern würde, wenn er entgegen meiner Ansicht nach Menschenwürde geht. Mir wurde klar gesagt, dass dieser Punkt mich für den Job disqualifiziert. Das finde ich fair und verständlich, aber ich könnte diesen Job nicht ausführen. Und ihr regt euch auf darüber…? Na ja.

Ich kenne eine die macht Tierversuche. Natürlich wegen eines „gesellschaftlichen Interesse an besserer Medizin für Menschen auf der ganzen Welt.“
Ich respektiere die Arbeit und bin froh, dass es Menschen gibt, die es machen. Es ist nix für mich. Darum geht es hier im Thread doch?

Macht doch was ihr wollt. Ich will NICHT urteilen, aber have das Gefühl, dass ich mich dafür rechtfertigen soll. Verstehe ich nicht…

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Alleine das finde ich eine klasse Aussage. Geht mir auch so.

Geht nicht so hart mit den Beamten ins Gericht.
Staatsdiener klingt doch toll. Ich dachte früher mal ich würde als solcher Euch allen dienen. Das kann leider eine Weile dauern bis man da desillusioniert wird.

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