Information - der 5. Zustand der Materie?

Ich habe heute das hier geschickt bekommen:

Hat jemand von unseren Physikern hier eine Idee (oder gar profundes Wissen), wie Informationen in der Materie kodiert sind?

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Ähm, haben wir nicht schon 5?
Bose-Einstein-Kondensat (keinerlei Teilchenbewegung)
fest
flüssig
gasförmig
Plasma (auch Doppelatome wie Wasserstoff kommen nur noch Atomar vor)

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Ich habe die Aggregatzustände bis jetzt ehr als sehr grobe Einteilung empfunden. Vergleichbar wie die Elemente in der Frühzeit: Feuer, Wasser, Luft und Erde.

Diese Einteilung der Kategorien basiert wie bei den Aggregatzuständen auf makroskopischen meist thermodynamischen Eigenschaften. Aber auch für die Aggregatzustände gab es schon immer ausnahmen (Flüssigkristalle, Flüssiger Sand, usw) die nie in eine Kategorie komplett hinein gepasst haben. Zusätzlich hat die Physik in Phasenübergängen immer spannende Phänomene bereitgehalten, da sich jedes Material am kritischen Punkt (der thermodynamischen Größen) anders verhält.

Generell gesagt stellt die Physik lediglich Konzepte und Modelle auf, die nur für bestimmte und definierte Fälle mit der Natur übereinstimmen. Wenn die Grenzen der Modelle überschritten wurden stimmt die Vorhersagbarkeit der Modelle nicht mehr und man muss sich überlegen, wie man entweder das benutzte Modell anpasst (verbessert) oder ein neues Modell erschafft.

Was Information angeht, ist dies meiner Meinung nach lediglich ein subjektiver Begriff der Menschheit. Es ist wie der Wert in unserem Geldsystem eine abstrakte Größe, die wir der Natur oder den Vorgängen in der Natur zuschreiben weil wir in einem physikalischem Modell damit rechnen können.

Mal als Beispiel: Was ist der Informationsgehalt eines Steines?
Für einen Spaziergänger ist der Stein lediglich ein ein Hindernis auf dem Weg.
Für einen Liebhaber ist der Stein die Erinnerung an eine vergangene Beziehung.
Für einen Geologen ist der Stein ein Hinweis auf verschiedene Mineralien
Für einen Archäologen könnte der Stein ein Hinweis auf vergangene Zivilisationen oder Fossilien sein.
Für einen Chemiker ist der Stein eine Ansammlung von Molekülen.
Für einen Astrologen könnte der Stein ein Komet aus dem Weltall sein.

Informationsgehalt ist eben für jeden höchst individuell und die Information wird lediglich im Kopf der Menschen Real.

Mathematisch kann man Informationen abstrahieren auf die einfache Unterscheidung von 0 und 1. Auf dieses Fundament kann man !alle! Arten von Informationen abspeichern indem man Regeln vorgibt. Mal ist die Folge von Nullen und Einsen ein Bild, mal ein Text und mal nur eine Zahl. Es kann aber auch die Folge von DNS Molekülen sein oder ein Kristall beschreiben. Information wird es meiner Meinung nach erst, wenn man die Zahlenfolge im Kopf interpretiert und bewertet. Zb. welche Modelle man für bestimmte Probleme anwendet oder sich neue ausdenkt.

Physicist Dr. Melvin Vopson has already published research suggesting that information has mass and that all elementary particles, the smallest known building blocks of the universe, store information about themselves, similar to the way humans have DNA.

In Bezug auf den verlinkten Artikel würde ich ehr zur Skepsis tendieren. Ich kann mich natürlich irren, aber selbst wenn sie sowas wie eine „DNA“ der Elementarteilchen gefunden haben würde das „nur“ bedeuten, dass die bisherigen kleinsten Teilchen (Quarks) sich aus weiteren kleineren Bausteinen zusammensetzen. (Was ja schon eine Fundermentale Entdeckung wäre, wenn sie es auch Beweisen können). Was wir mit dieser Information darüber anstellen ist eine ganz andere Frage. Aber die Paper so zu formulieren verleiht den Papers etwas mehr Aufmerksamkeit.

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