Inflation juckt doch keinen

Wirft man einen Frosch in kochendes Wasser, springt er sofort heraus. Setzt man ihn hingegen in einen Topf mit kaltem Wasser, das man langsam zum Kochen bringt, versucht er nicht, zu flüchten, weil er die Temperaturveränderung kaum spürt.

Ist zwar nur ein Mythos, aber ihr wisst worauf ich hinaus will.

Dass Zigaretten Heute 7 Euro kosten aber vor 20 Jahren nur die Hälfte und vor 30 Jahren 5 DM gekostet haben, juckt aucht keinen mehr. Nimmt jeder hin.

Hinzu kommen Generationenwechsel die nachwachsen und sich an größere Preissummen gewöhnen.

Es juckt heute keinen wenn ein durchschnittliches Haus 150.000 Euro kostet. Sind doch normale Preise. Dass es aber vor fast 100 Jahren, 7000 Dollar kostete weiß keiner und ist Schnee von Gestern.

Und dieses Spiel können wir weitere 100 Jahre spielen. Wenn es langsam passiert, merkt es keiner. Und der immerwiederkehrende Generationenwechsel das mit immer neuen Preisen aufwächst und als normal hinimmt unterstützt die Verschleierung der Inflation.

Außerdem kann man auch die Produktverpackung und Abfüllmengen reduzieren und den Preis gleichlassen. Man merkt es nicht und kann das Spiel noch länger ausdehnen.


Inflation Reset einfach durch Währungsreform?

Was wäre wenn von Heut auf Morgen der Dollar durch ein New Dollar (NUSD) abgelöst wird?

Der NUSD hat den Wert von 40$. Also genausoviel Wert wie der Dollar im Jahr 1750.

  • Die Geldmenge reduzieren wir um Faktor 40
  • Alle Preise werden um das 40 fache reduziert
  • 1 Bitcoin wäre 900 N$ wert
  • Ein Kinoticket würde 0,30 N$ Cent kosten
  • Mietpreise werden um das 40fache gekürzt
  • Löhne werden um das 40fache gekürzt
  • Die ganze Welt wird 40mal günster sein (sofern sich alle Staaten einigen - ja wir nehmen das mal für dieses Szenario hypothetisch hin)

Das Geld ist zwar weiterhin zentralisiert und es wird immer noch nach Belieben gedruckt. Aber man hat einfach 250 Jahre Inflation zurückgedreht und kann jetzt weitere 250 Jahre das Geld inflationieren.


These:

Wir werden Inflation nicht bewusst spüren. Auch nicht in 100 Jahren. Deshalb wird das kein Thema für die Menschen sein und werden weiterhin dem Fiat Geld vertrauen.

Meinung und Gegenargumente?

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Schöne Überlegung.
Woher hast du das Bild mit den Daten?
Was mir spontan einfällt ist, dass auch die Qualität der Produkte abnimmt. Sei es bei unseren Lebensmitteln oder eben die Sache mit der geplanten Obsoleszenz…

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Frage?
Wieviel hat dein ein Fabriksarbeiter vor 100 Jahren verdient?
Ich frage für einen Freund! ; )

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Tipp: Die Menschen damals waren ziemlich arm in vergleich zu heute! Und der Stundenlohn war sowieso katastrophal da 60h die Woche noch normal war.

Sag mal, ist das „Inflation Reset einfach durch Währungsreform?“ am Ende dein Ernst oder ist das nur eine provozierende (schwachsinnige) Frage auf die du jetzt Beispielantworten willst?

Ja! Wer nicht fragt bleibt dumm :nerd_face: Klär mich auf :slight_smile: Provokativ einfache Fragen und Clickbaits provoziert Antworten :slight_smile:

Inflation ist was gutes. Es wird neues Geld gedruckt das man neu verteilen kann. Wie jetzt in der Corona Krise an Selbstständige und Unternehmen.
Die Reichen mit viel Geld müssen ihr Geld anlegen und ein Risiko eingehen weil sonst ihr Geld durch die Inflation aufgefressen wird. Die Reichen müssen quasi „arbeiten“
Und es ist gut das durch die Inflation die Schulden immer weniger wert sind. Davon profitieren die Armen.

ps: der Bitcoinpreis ist hauptsächlich durch die Inflation gestiegen. Dadurch wurden die Leute belohnt die sich über Bitcoin formiert haben. Die Bitcoinhalter wurden reicher weil sie quasi „gearbeitet“ haben.
Die Reichen die faul waren und ihr Geld noch auf dem Sparkonto haben deren Geld wurde entwertet.

Inflation ist was gutes.

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Ich hoffe, Dein Beitrag ist sarkastisch gemeint, denn so ziemlich alles, was Du schreibst, ist totaler Quark.

Neues Geld drucken ist gut. Die Armen profitieren von der Inflation. Der Bitcoinpreis steigt wegen der Inflation.

:man_facepalming:

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Ist ja durchgängig bekannt, dass die Armen in unserer Finanzwelt profitieren und die Reichen stattdessen für die Erhaltung ihres Reichtums „arbeiten“ müssen.
Wer Sarkasmus findet, kann ihn behalten…!!!111elf

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Es würde gar nichts passieren, das ist ja nur ein Verschieben der Kommastelle. Du musst die Verhältnisse beachten, nicht wieviele Zahlen vor der Kommastelle stehen. Diese neue Währung würde ja die ganze Entwertung und Ungerechtigkeit der Vergangenheit nicht rückgängig machen. Folgendes Beispiel:

  • Ich verkaufe meine Wohnung im Jahr 2010 für € 200.000,-. Das entspricht für mich einem Jahresgehalt.

  • Durch massive Asset-Inflation ist die Wohnung Anfang 2022 mehr als € 400.000,- wert. Mein Jahresgehalt ist in diesen 11 Jahren um 10% gestiegen = € 220.000,-

  • Ende 2022 kommt eine neue Währung, alles wird durch 10 dividiert. Mein Jahresgehalt liegt jetzt bei € 22.000,- und der Wert der Wohnung liegt bei € 40.000,-. Der Wertzuwachs der Wohnung ist durch die Politik der Zentralbank genau gleich hoch gewesen (gemessen in %).

Daran, dass du durch die Inflation beraubt wurdest hat sich ja nichts geändert. Und auch in der Zukunft wird sich daran vermutlich nichts ändern. Wenn die Zentralbanken früher 100 Milliarden in den Markt gepumpt hätten, pumpen Sie jetzt halt 1 Milliarde in den Markt. Das ist genau das gleiche Verhältnis zu deinem Gehalt, dem Wert deines Autos und auch dem Preis eines Biers.

Als Beispiel können wir ja mal Kroatien nehmen: 1€ = 7 Kuna. Nur weil die Recheneinheit dort höher ist, ist ja nicht die Inflation höher. Der Apfel kostet in Deutschland 1€ und in Kroatien dann halt 7 Kuna.

Ich empfehle dir dieses Buch zu lesen: What Has Government Done to Our Money? | Mises Institute

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Genau das gleiche hab ich doch geschrieben :grinning_face_with_smiling_eyes: Es ändert sich ja nichts. Ist nur eine Illusion.

Hab ich so aus deinem 1. & 2. Beitrag nicht so rausgelesen und die Sinnhaftigkeit dieses Threads ist mir auch nicht ganz klar.

Ich schätze mal @Alexander1 geht es nur darum, ob wir der These zustimmen, dass sich das Volk einfach immer wieder durch ein „neues“ System und Zurücksetzen der Zahlen vera…en lässt. Oder ob es Bedarf an einer neuen, besseren Währung wie z.B. Bitcoin erkennt.

Ich finde aber super, dass du doch nochmal geantwortet hast, passt ja irgendwie auch zu deinem Avatar Bild :slight_smile:. Wie immer sehr interessante Referenz. Auf YT gibt es dieses Buch übrigens auch vorgelesen, wenn man zu faul ist.

Ich bin leider viel weniger als ich gerne möchte im Thema Geldsystem drin. Was mich verbunden mit dieser These mal interessieren würde:

Wenn eine alte Währung abgelöst wurde (z.B. …Gold/Silber, Mark, Rentenmark, Reichsmark, Deutsche Mark, …), hing das meistens mit einem Wechsel zwischen Gold-Deckung und keiner Deckung zusammen, wobei letztere dann irgendwann zu stark inflationiert war?

Zumindest mir erscheint das so. Wahrscheinlich gab es in allen Längern vor langer Zeit irgendwann den Wechsel auf das Währungsmonopol des Staates.
Die Deckung wurde dann immer wieder aufgegeben, um Kriege zu finanzieren, oder um als Staat allgemein Geld ausgeben zu können, welches der Bürger später über Kaufkraft-gesenkte Löhne indirekt zurückzahlt. Später wurde dann teilweise wieder auf gedeckte Währungen zurückgewechselt.

Für die USA im speziellen käme eine Deckung wahrscheinlich nie wieder in Frage. Sie müssten dann einen Teil ihrer Macht abgeben, der dadurch entstanden ist, dass sich andere Länder in Dollar verschulden mussten. Deckung würde bedeuten, dass sie weniger verleihen könnten.

Ich kenne halt leider nur wenige Beispiele und mich würde das natürlich weltweit interessieren.

Übrigens gerade noch festgestellt:
Der Wikipedia Artikel zu „Währungsmonopol“ ist erstaunlich kurz und auf Deutschland fixiert. Zu „Currency Monopoly“ habe ich dort nicht mal einen Artikel gefunden.

Meines Wissens war meistens die starke Inflation bzw. eine sehr hohe Staatsverschuldung der Grund, ja. Hab jetzt aber keine Statistik parat in der aufgezeigt wird warum Währungsreformen durchgeführt wurden. Die meisten Beispiele die ich im Kopf habe haben aber mit Staatsbankrott und hoher Inflation zu tun.
Es gibt auch noch andere Gründe z.B. das Gründen einer Währungsunion wie wir es in der Eurozone in den ganzen Ländern hatten. Oder wenn sich Länder aufteilen, werden sie danach meistens auch zur eigenständigen Währung greifen - das gilt auch umgekehrt, wenn sich ein Land z.B. irgendwo anschließt.
Ein Grund kann aber auch sein, dass die Rechnungseinheit einfach nicht mehr praktikabel ist. Dann wird eine neue Währung aufgesetzt und nur die Kommastelle verschoben, so wie es @Alexander1 beschrieben hat. Das gab es in Frankreich ein paar Jahre nach dem 2. Weltkrieg mal. Das ist aber per se keine Reform der Geldpolitik, da es ja weder den Kaufkraftverlust der Vergangenheit noch den der Zukunft gut macht.

Um kurz auf deine Beispiele einzugehen:
Die Währung musste oft gar nicht abgelöst werden wenn die Deckung durch Gold aufgehoben wurde. Siehe 1. Weltkrieg oder 1971. Die Grundwährung blieb und man hat ganz einfach frech gesagt: „Ja, ähm sorry das Leute ermorden wird hier jetzt ziemlich teuer. Wir müssen mal kurz Geld erschaffen, ohne mit Gold zu decken. Wir bringen das aber später wieder in Ordnung, okay?“.

Mark: Hyperinflation, brauchen wir glaub ich nicht zu besprechen.
Rentenmark & Reichsmark: Das interessante hierbei ist, dass beide Währungen zugleich existierten. Rentenmark war als Übergangslösung gedacht und die Reichsmark kam dann dazu und beide wurden dann zugleich herausgegeben & als Währung verwendet und anschließend zugleich von DM abgelöst. Grund war hier auch der totale Verlust der Kaufkraft und natürlich auch die Niederlage des Krieges hat eine Rolle gespielt.
Deutsche Mark: Wurde vom Euro abgelöst und hatte nichts mit starker Inflation zu tun. Kurzfristig gesehen sicherlich ein Segen für die deutsche Wirtschaft aber aktuell und in den nächsten Jahren bekommt DE die Quittung dafür.
Die nächste spannende Währungsreform (oder mehrere sogar) steht uns schon kurz bevor: €. Gebe dem ganzen Projekt noch ein paar Jahre und dann zerbricht mit der Währungsunion auch die gesamte EU. Ich glaub aber dazu wird keine richtig krasse Hyperinflation nötig sein. Es bleibt spannend. :wink:

Desto mehr du dich mit „Staat kontrolliert Geld“-Stories befasst, wirst du merken, dass es schon immer ein risikoreiches Unterfangen war seine geleistete Arbeit (langfristig) in Staatswährungen zu speichern. Die Besitzer von Fiatwährungen (hauptsächlich der kleine Sparer) wird nicht nur ständig durch die Geldentwertung beraubt sondern auch spätestens bei der Währungsreform beschissen. Das war in Österreich beim Wechsel Schilling → Reichsmark → Schilling so und auch beim Wechsel von D-Mark/Schilling auf € so.
Und dann soll mal einer sagen, dass ein Investment in Bitcoin oder Gold reine Spekulation ist.

Aber wir befinden uns ja zum Glück in einem Forum in dem die meisten das geschnallt haben. :wink:

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Die Inflation steigt weiterhin rasant an.
Die USA ist heute schon fast bei 7% so hoch wie seit 40 Jahren nicht mehr.

Was denkt ihr, wächst das ganze noch dramatisch weiter?

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Da ich nicht sehe, dass sie zeitnah mit der Druckerei aufhören: Ja.

Oder es kommt zu einer Art Crash. :thinking:

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