Ich kenne die beiden Wallets nicht, aber wenn es schnell gehen muss kannst Du zur Not auch Electrum (open source software wallet) herunterladen und den Seed vom Ledger importieren.
Tool - bip39-standalone.html
Und was gilt jetzt: „2 hoch 256“ oder „2 hoch 160“ Adressen - weiß nicht was Du damit meinst?
Wir sprechen von diesem Tool GitHub - iancoleman/bip39: A web tool for converting BIP39 mnemonic codes ?
Hier ist aber auch das Problem deines Vergleichs,
du hast quasi den „Zufall betrogen“ wie von @sutterseba bereits oben erklärt.
Mit der zugehörigen Mnemonic können alle Konten, die von einem Ledger-Gerät erstellt wurden auch auf jeder Hardware- oder Software-Wallet wiederhergestellt werden, die dieselben Standards wie Ledger unterstützt (BIP32 / BIP39 / BIP44).
nun ja, das wäre ja sicherheitstechnisch eher Kontraproduktiv weil HotWallet - aber sicher besser wie gar nichts - danke für den Hinweis
sorry, aber als „Anwärter“ war ich jetzt bzgl. Antwort geben 24 Std. gesperrt🤷
Hallo BTCommander, nun habe ich auch Punkt 3 durch - soweit so gut - mir fehlt immer noch irgendwie der Kern, drum schildere ich nochmal meine Denke und vielleicht kennst Du ja ein klärendes Thema oder Artikel.
Wenn man das mit den Walletadressen mal ganz einfach betrachtet, sind die ja alle schon vorhanden und bekannt und unverschlüsselt. Ich weiss es sind sehr viele und deswegen geht man davon aus dass es keine Überschneidungen gibt. Trotzdem: Die Anzahl ist endlich, der zur Verfügung stehende Bereich ist eingrenzbar und ich benötige „lediglich“ den PrivateKey um über dort liegende BTC´s zu verfügen. Nun wurde ja in dem Artikel „Derivation Path“ erklärt, dass aus einem Seed quasi unendlich viele PrivateKeys/Öffentl.Keys/Adressen generiert werden können. Kommt es dann nicht zwangsläufig irgendwann zu massenhaften Überschneidungen wenn jeder unendlich Schlüssel ableiten kann?
Sprich wenn Einer mit Seed1 unendlich Schlüssel ableitet und der mit Seed2 auch, dann gibt es doch irgendwann eine Schnittmenge oder nicht?
Richtig, du hast irgendwann Überschneidungen. Das gilt nicht nur bei Bitcoin Schlüsseln, sondern in der gesamten Kryptografie. Alles auf Computern ist endlich, also wird es auch keine 0% Wahrscheinlichkeiten für Kollisionen geben.
Du kannst mit endlicher Zeit und Hardware allerdings nicht „unendlich viele Schlüssel ableiten“ und die Wahrscheinlichkeit zufällig einen Treffer zu landen ist vernachlässigbar gering. Das musst du einfach akzeptieren.
Versuch dir klar zu machen wir groß diese Zahlen sind über die wir hier sprechen.
Um das Beispiel SHA-256 zu nehmen: Du musst 2^{256/2} = 2^{128} Hashwerte absuchen damit du mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% eine Kollision findest. Die Wahrscheinlichkeit den genau richtigen Hash zu finden ist nochmal dramatisch geringer.
Das ist heute rechentechnisch unmöglich, auch wenn es theoretisch möglich ist. Es ist allerdings auch theoretisch möglich dass ich auf Tatooine fliege und dir von dort ein Silizium Atom mitbringe, welches du dann an die genau gleiche Stelle wieder zurück bringst.
Diese Diskussionen gibt es hier im Forum wie Sand am Meer, siehe z.B. diese Threads:
Ich meinte damit ja auch nur „zur Not“, falls Dein(e) Gerät(e) defekt sind und Du ganz dringend überweisen müsstest. Klar, ASAP wieder HW-Wallet und neue Seed.
Btw. ist Ledger auch die einzige HW-Wallet, die ich kenne, die sowohl ein Cryptochip hat als auch „Exotencoins“ wie z.B. RUNE und XMR unterstützt. Ggf. auch Trezor T, aber den kenne ich nicht.
Ein begrenzter Derivation Path, z.B. m/84’/0’/0’ wie er für bc1q-Adressen für Bitcoin standardmäßig nach BIP39 gewählt würde, hat max. 2^31 gehärtete und 2^31 ungehärtete Adressen. Das ist nicht unendlich, aber mehr als ausreichend, nämlich mehr als 2 Milliarden. Dann wiederum hätte man 2^31 gehärtete Accounts auf dem Pfad, jeder wiederum 2^31 Adressen.
Wer dann noch Adressmangel haben sollte, kann längere Derivation Paths wählen, vermutlich nur durch Speicherplatz/RAM/Wallet-Bugs begrenzt.
Private Key Kollisionen sind mathematisch nicht unmöglich, aber wie schon geschrieben wurde, ist deren Wahrscheinlichkeit sehr … sehr nahe bei Null.
(Wenn du mit dem iancoleman-Skript bip39-standalone.html einen Seed neu per „Generate“ erstellt hast, ohne daß du ggf. an der Entropie rumgefummelt hast, dann sollte es nahezu unmöglich sein, daß du einen bereits beladenen Private Key gefunden hast, so jedenfalls die Mathematik. Ausschließen kann man „dein Glück“ nicht, denn es gibt zumindest eine endliche Wahrscheinlichkeit größer Null für diesen Kollisionsfall. Das iancoleman-Skript verwendet einen in Javascript vorhandenen CSPRNG (cryptographically safe pseudo-random number generator), auch solche Pseudozufallsgeneratoren brauchen ein Anfangsgeheimnis, das sie aber üblicherweise aus mehreren mehr oder weniger zufälligen Quellen sammeln. Normalerweise sollte es nicht vorkommen, daß man zufällig dieselben Startbedingungen erfüllt, wie irgendjemand auf diesem Planeten (oder Universum).
Mach dir wg. Key-Kollisionen keine Gedanken. Es gibt viel mehr andere und wahrscheinlichere Fehlerquellen als diese.)