Und „worin“ finden diese Informationen statt? Für Informationen braucht es immer etwas, was diese auch wahrnimmt, also quasi Bewusstsein, oder Geist. Damit meine ich nicht Selbst-Bewusstsein.
Und wenn man mal in Zeit denkt, dann sehe ich es eher so, dass die Zeit ein Konstrukt des Verstandes ist, aber auf grundlegender Informations-Welt, da gibt es einfach immer nur das Jetzt. Und erst nach und nach ist ein Verstand entstanden und dann entstehen im jetzigen Moment Gedanken daran, was zuvor war, oder was demnächst sein wird. Aber in der Realität gibt es Zeit einfach nicht. Sondern halt einfach das was JETZT ist.
Und wieso gibt es halt überhaupt Informationen? Wenn es Zeit geben würde, dann müsste man sich fragen woher es kommt und wie lange es das schon gibt. Aber da Zeit ein Konstrukt ist, kann man einfach sagen, dass es das Quantenfeld einfach im ewigen Jetzt gibt. Es hatte keinen Anfang und braucht es auch nicht. Nur unser Verstand kann das nicht begreifen, da er für diese 3D Welt hier geschaffen ist und Ursache / Wirkung erklären will. Aber das was darunter liegt, da bricht er zusammen mit seiner Logik. Das Universum an sich muss sich nicht mal an Logik halten.
Volle Zustimmung. Ich würde sagen: Jede Information besteht immer aus wenigstens 2 Teilen: Einerseits der Messung und damit Aufnahme der Fakten und andererseits die Bewertung oder Einordnung der Fakten.
Information muss also immer einerseits gesammelt werden und hat andererseits immer einen subjektiven Aspekt: Was kann ich (bzw. der Bewerter) mit der Information anfangen.
Eine Information, die nicht bewertet wird ist komplett sinnlos und damit wertlos. Erst mit einem Bewerter erhält die Information einen Wert.
Es gibt z.B. den Fakt, dass Pi unendlich viele Nachkommastellen hat, egal in welchem Zahlensystem wir uns bewegen. Aber solange dieser Fakt nicht bewertet wird bringt dieser Fakt rein garnichts. Welchen Vorteil hat der Fakt z.B. für unsere Welt? Früher würde man sagen: Garkeinen. heute muss man aber zugestehen, dass dieses Wissen durchaus z.B. für Verschlüsselungen benutzt werden kann. Der Wert dieser Information steigt also mit dem Nutzen aus der Information.
Dazu kommt, dass nur weil ich keinen Nutzen daraus sehe bedeutet es nicht, dass andere einen Nutzen daraus haben könnten. Die Bewertung der Information durch Andere ist also durchaus relevant. Und all die Informationen kommen an einem Markt zusammen und aus der individuellen Bewertung wird der Kollektive Preis für die Information…
Jede Information wird also nur dann relevant, wenn sie bewertet wird. Aber es gibt verschiedene Bewerter: Tiere, Pflanzen, Menschengruppen, Firmen, Staaten,… Alle haben eine unterschiedliche Bewertung gegenüber einer Information. Selbst unbelebte materie kann man diese Bewertung unterstellen. Ein Ball bewertet vielleicht die Gravitation anders als eine abstrakte Zahlenkette…
Zeit ist die zwingende Konsequenz von kausalen Zusammenhängen. Also klar kannst du sagen, dass das nur ein Konstrukt des Verstandes ist. Aber Zeit ist nunmal elementar für die Einfache Erklärung dessen, was wir in der Welt wahrnehmen können.
Möglich dass es noch eine Bessere Kausale Erklärung als Zeit gibt, aber bis jetzt ist Zeit die Beste Erklärung, die wir haben.
Die Bewertung des Konzeptes Zeit ist also absolut nützlich für unser Leben.
Warum sollte es die zeit nicht in der Realität geben? Woher willst du wissen, ob es Zeit wirklich gibt oder ob es einfach nur ein gutes Konzept ist? Vorallem: Was macht es für ein Unterschied, ob Zeit nur für dich existiert oder für alle anderen auch oder nicht?
Das gleiche kannst du ja auch für die Welt sagen: Wenn es die Realität geben würde, dann müsste man sich ja fragen, woher es die Realität kommt und wie lange es die Realität schon gibt…
Klar kannst du dir diese Frage stellen, aber du kannst eben nicht erwarten, dass du eine Exakte Antwort darauf bekommst. Du kannst nur eine Antwort bekommen, soweit wir es eben wissen können. Und Spekulationen über Dinge, die außerhalb der möglichen erfahrbaren Welt liegen sind nunmal auf Spekulation eingeschränkt.
Klar muss das Universum sich nicht an Logik halten, aber offensichtlich hält sich die Realität an eine gewisse Logik, die sich über die Zeit nicht geändert hat. Diese Logik benennen wir mit universelle Naturgesetze.
Die Frage „woher kommt das Universum oder wie lange gibt es das schon“ … die ist falsch.
Stell dir mal vereinfacht Folge des vor. Stell dir vor das Universum ist eine 2D Fläche wo einfach Muster drin sind, die sich gegenseitig beeinflussen und verändern. Diese Muster gibt es einfach JETZT. Kein Anfang und keine Zeit. Es gibt nur jetzt. Die Muster haben quasi wahrnehmung und können aufeinander reagieren aber müssen es nicht. Die Energie in den Mustern kann entscheiden ob reagiert wird oder nicht. Ein Entscheidungspotential wenn man so will. Mit der Zeit entstehen komplexere Muster und irgendwann entsteht ein Muster so wie ein Gehirn. In diesem Gehirn entstehen Gedanken und im jetzigen Moment entsteht ein Muster, welches sich für uns so anfühlt wie ein Gedanke der uns sagt dass es Zeit gibt. Aber diesen Gedanken nimmst du genau JETZT wahr. Du erlebst halt immer nur jetzt. Im Jetzigen Moment erlebst du etwas und manchmal tauchen im jetzigen Moment Gedanken auf, die dir sagen dass du vorhin XYZ erlebt hast. Aber diese Erinnerung ist nur ein Gedankenmuster, welches halt JETZT auftaucht.
Wenn du träumst und dir bewusst bist dass du träumst, also einen luziden Traum hast, dann sind in diesem Traum andere Menschen und auch Gebäude. Aber all die anderen Menschen und die Umwelt um dich herum, bist auch „Du“. Also nicht Du als die Traumfigur, sondern das wirkliche du, also das Bewusstsein. Und alles um dich herum sind Projektionen. Und so sehe ich die Welt auch. Alles was du um dich herum wahrnimmst, das besteht aus der selben Energie wie dein Körper. Und alles was du um dich herum siehst, das wird in dir erzeugt. Du siehst die Realität nicht wie sie ist, sondern das was du siehst, sind so zu sagen abstrakte Formen die dein Gehirn erzeugt um in der Welt zu überleben. Ohne Interpretation hat die Welt sogar überhaupt gar kein Aussehen.
Und das reicht von Dingen, die du siehst, die aber gar nicht da sind (Schizophrenie und Wahn) bis zu Dingen, die real vorhanden sind, du aber nicht siehst, weil dein Gehirn sie mit Umgebungsinformationen überschreibt (Glaukom).
Das Bewustsein, so wie du es beschreibst ist eigentlich ziemlich identisch mit meiner Weltauffassung.
Alles was wir von der Welt mitbekommen können wird uns nur und ausschließlich durch unsere Sensoren bzw. Sinnesorgane mitgeteilt.
Dabei spielt es garkeine Rolle, ob dieser Akteur ein Computer ist, der seine Inputs durch ein Netzwerkkabel, einer Tastatur oder eine Maus bekommt, ob der Akteur ein Tier/Mensch ist, der durch Sehen, Riechen, Hören, Tasten, Hormone oder Muskelstellungen seinen Input bekommt, ob der Akteur ein Stein ist, der nur über seine Oberfläche irgendein Input (z.B. einen Schlag) bekommt oder ob der Akteur eine Firma ist, die über die eigenen Menschen oder Computersysteme ihren Input bekommt… Mit den Sensoren ist es ersteinmal nur wichtig, dass diese Information gesammelt wird, egal was das für eine Information ist.
Die Sinnesorgane liefern also ersteinmal nur die Informationen. Das ist genau der erste Teil des oben beschriebenen Denkprozesses bzw. Informationsflusses. Genauso wichtig wie die Qualität der Information ist aber auch die Bewertung bzw. Verarbeitung der Information. → Was bedeutet der Input von den Sinnesorganen, welche Handlungen muss der Akteur davon ableiten usw.
Ein Stein hat z.B. diese Informationsverarbeitungsmöglichkeit nicht so, wie ein Mensch oder ein Computer die Information verarbeiten würde. Ein Stein kann also nicht auf einen Input reagieren, z.B. dem Schlag ausweichen. Ein Computer kann diesen Input vielleicht verarbeiten, aber nur Menschen oder Roboter haben die Beweglichkeit, diese Info wirklich in eine Reaktionsbewegung umzusetzen.
Um diese Sinneseindrücke aber gut verarbeiten zu können, benötigen die Menschen ein Weltbild. Also Erfahrungen oder Wissen darüber, wie diese Sinneseingaben zu interpretieren bzw. zu bewerten sind. Im Gegensatz zu einem Computer, wo die Reaktionen auf die Eingaben fest vorgegeben werden, kann ein Mensch oder eine KI seine Datenverarbeitung direkt mit einem Input anpassen und verändern: Lernfähigkeit. Steine hingegen haben dieses Weltbild nicht. Sie können also nicht entscheiden, wie sie auf ein eintreffenden Schlag reagieren. Damit bleibt den Steinen nur die physikalischen Gesetzmäßigkeiten: Rollt er nach dem Schlag weg? Zerbricht er in Teilsteine? usw. Die Lernfähigen Akteure haben innerhalb der einfachen physikalischen Zwangsbedingungen darüber hinaus die Möglichkeit selber zu bestimmen, ob und wie sie reagieren → Sie können sich damit im Rahmen der möglichen Ergebnisse das für sie hoffentlich beste Ergebnis aussuchen.
Für KIs oder Gehirne geht die Lernfähigkeit im Grunde ganz einfach: Wenn ein Input mit Vorteilen verbunden werden, dann will die Verarbeitungseinheit diesen Input so oft wie möglich wieder bekommen. Wenn der Input mit Nachteilen verbunden wird, dann versucht die Verarbeitungseinheit diesen Input so gut es geht zu vermeiden.
Über die Masse an Inputs lernt ein Gehirn oder eine KI also, welche Ereignisse für sie selber gut sind und welche schlecht sind. Dieses Lernen bildet also das Weltbild von dem individuellem Akteur.
Wie diese Bewertung oder Informationsverarbeitung im Akteur genau stattfindet, das ist ja ersteinmal unerheblich. Also ob die Informationen wie bei einem Gehirn durch ein wabernden Zufall entstehen, der durch die Neuronen in günstige Bahnen gelenkt wird (deine benannten Muster), oder ob die Informationsbewertung wie bei einem Computer durch einen Algorithmus geschient oder wie bei Pflanzen rein durch chemische Effekte in den Zellen, das ist im Endeffekt nicht wichtig. Wichtig ist eigentlich nur die Reaktion auf die Information: Was macht der Akteur mit der Information. Lässt er sie passieren und ignoriert sie? Oder schafft der Akteur es, diese Information gewinnbringend einzusetzen (z.B. um was zu Essen zu finden oder gegen das Licht zu wachsen)? Ist die Information schädlich (muss ein Müllberg beseitigt werden oder Giftiges entsorgt werden)? …
Wenn du also sagst, dass man nur im Hier und Jetzt lebt und immer nur die Sinneseindrücke zu einem Zeitpunkt bekommt, dann stimmt das zwar ersteinmal. Aber dabei vernachlässigst du, dass die Sinneseindrücke der Vergangenheit immernoch statistisch verwurstelt im Weltbild des Akteurs vorhanden bleiben. Und da die Aktuellen Sinneseindrücke immer mit dem Weltbild abgeglichen und bewertet werden, haben auch die vergangenen Sinneseindrücke ein erheblichen Einfluss auf die Reaktion der aktuellen Sinneseindrücke. (Zumindest solange kein festgelegter Algorithmus oder eine Festgelegte Chemische Reaktion die Bewertung vornimmt)
Also für KIs oder Gehirne hier die Zeit zu vernachlässigen und einfach aus der Betrachtung des Systems zu streichen finde ich eine zu große Vereinfachung des Systems. Und zu große Vereinfachungen spiegeln sich eben in Abweichungen vom gedachten Modell (Weltbild) gegenüber der wirklichen Realität wieder.
Auch hier kommt die Evolution wieder ins Spiel: Umso geringer die Abweichung deines Weltbildes zur Realität ist, desto bessere Voraussagen kannst du auch über die Realität machen und umso besser kannst du auf eintreffende Ereignisse Reagieren. Und wenn du besser reagierst, dann hast du auch ein einfacheres, besseres oder längeres Leben gegenüber Menschen, die eine größere Abweichung ihres Weltbildes gegenüber der Realität haben (und damit tendenziell schlechtere Entscheidungen treffen).
Und was ich ich nochmal betonen will ist, dass wir offensichtlich nicht alleine in der Realität leben. Selbst wenn es nur unbelebte Dinge sind wie ein Haus oder ein Auto, diese Dinge wechselwirken offensichtlich mit uns und haben damit ein Einfluss auf unser Weltbild, alleine weil wir sie wahrnehmen/Messen können. Und gerade andere Lebewesen wie Menschen, Pflanzen, Firmen oder Staaten haben im Normalfall einen großen Einfluss auf unser Weltbild weil diese Lebewesen wie wir auch wirkmächtig in der Realität sind (Im Endeffekt ist es auch völlig egal, ob es Tote oder Lebendige Objekte sind, wichtig ist nur die Wirkmacht bzw. die Wechselwirkung zwischen den anderen Objekten und dem eigenem Ich).
Wir sind also in unserem Körper mit unseren Sinnesorganen, unserer Informationsverarbeitung und damit unserem Weltbild gefangen und über die Realität können wir nie direkt etwas mitbekommen sondern immer nur über den Filter unserer Sinnesorgane. Aber diese Kapselung zwischen Realität und eigenem Ich muss ja auch für alle anderen Objekte individuell gelten.
Wir wissen damit also nicht, wie diese anderen Objekte wirklich in der Realität aussehen, weil wir sie immer nur durch unseren Sensorenfilter bemerken können, aber wir bekommen durch die Sensoren eine Abbildung des anderen Objektes, das wir in unserem Weltbild speichern. Ob das Abbild aber die Realität korrekt wiedergibt, oder wir durch Wahnvorstellungen oder Träume ein verzerrtes Bild bekommen haben, das kann ersteinmal niemand genau bestimmen. Aber jeder kann durch erneute Abgleiche oder Messungen sein Weltbild korrigieren und versuchen es der Realität anzugleichen. Wie gesagt: Wer das bessere Weltbild hat, der hat eben Vorteile…
Ich habe noch nicht alles zu Ende gelesen. Aber auch manche Menschen „reagieren“ einfach, weil ihnen nicht bewusst ist, dass das Ego zum Beispiel sich verteidigt und so etwas. Es kommen Gedanken und das Bewusstsein glaubt an dieser Stelley es entscheidet bewusst welche Gedanken kommen. Aber so ist das nicht. Gedanken tauchen auf, so wie Gefühle auftauchen. Erst wenn einem das bewusst wird, kann man an der Stelle erwachen, und erkennen dass man quasi das Bewusstsein selbst ist.
Und ja, die Sinneseindrücke hinterlassen Spuren im Gehirn, welche weiterhin wirken. Aber das tun sie immer im JETZT. Die Vergangenheit ist nur eine Idee, oder ein Bild welches im jetzigen Moment entsteht. Wenn du an etwas denkst, gibt es bestimmte Muster im Gehirn. Wenn du an die Vergangenheit denkst, ist es ein anderes Muster, welches im jetzigen Moment auftaucht. Wenn du dich im Traum fragst, wie das Haus da hin kommt, dann kann es sein dass dann in diesem Moment eine Erinnerung im jetzigen Moment auftaucht, dass du das Haus angeblich damals mit Person XY gebaut hast. Ich kenne solche Träume tatsächlich wo ich Personen treffe, die ich angeblich kenne. Mit dazugehöriger Geschichte etc.
PS: Mein Weltbild ist eher so, dass es quasi nur Bewusstsein/Geist gibt. Und das kann man sich vorstellen wie einen unendlichen Programmcode der aber keine Hardware braucht. Und an unendlich vielen Stellen programmiert es sich selbst. Stell dir vor du lebst in GTA und dann gibt es Quantenverschränkung. Alle rasten aus und verstehen nicht wie sich etwas schneller als Licht bewegen kann. Aber nun stell dir vor an zwei Orten in dem Spiel gibt es eine Münze. Sobald die Münze an einer Stelle geholt wird, ist sie an der anderen Stelle weg. Die Information muss nicht durch den „Raum“ wandern, sondern in der darunter liegenden Dimension, also der Datenbank teilen sie sich einen Eintrag. Und so kann man sich meiner Meinung nach auch die Realität vorstellen. Alles was wir in der Welt sehen, dass sie eher „Icons“ aber nicht das was es wirklich ist. Und ohne etwas, was etwas interpretiert, gibt es auch nichts.
Auch Geruch und Geschmack ist nichts, was es wirklich gibt. Es entsteht erst durch dein Gehirn. Ein Hund frisst manchmal Scheisse, weil es ihm schmeckt und das selbe schmeckt für uns ganz anders. Das selbe gilt auch für Farben und alles andere auch. Farben werden vom Gehirn erzeugt, um Dinge auseinander halten zu können
Mal die erste Frage: Du schreibst das so absolut als ob du weißt, dass es mit Sicherheit nicht so ist Aber woher weißt du das so 100%tig?
Meine Gedanken dazu sind:
Eine Reaktion kann immer kommen, egal ob sich das handelnde Objekt darüber bewusst ist oder nicht. Ein Stein rollt ja auch den Berg runter ohne dass sich der Stein dieser Tatsache bewusst sein muss. Er tut es einfach.
Man kann jetzt physikalische Begründungen finden wie Schwerkraft, Reibung oder Statik, alles bestimmt gute Erklärungen für das Rollen. Trotzdem hat so ein Stein ziemlich sicher kein Selbstbewusstsein um davon irgendwas verstehen zu können.
Man könnte maximal soweit gehen, dass er von dem Rollen an der Oberfläche etwas mitbekommt und es dort Abplatzungen gibt. Das könnte man als Sensorik bzw. Messung des Steines mit seiner Umwelt betrachten.
Aber so ein Stein hat nunmal weder eine eigene Verarbeitungseinheit, um diese eintreffende Interaktion zu interpretieren, noch hat der Stein die Möglichkeit, mit den Schlussfolgerungen der Verarbeitung auf eintreffenden Geschehnisse einzugreifen.
Diese fehlenden inneren Aktionsmöglichkeiten bedeuten, dass dieser Stein rein auf die von Außen eintreffenden Interaktionen wie Schläge oder Gravitation reagieren kann und eben ungelenkt den Berg hinab rollt (von Außen gesteuert und nicht von inneren Prozessen).
Der Unterschied zu einem Tier oder Mensch ist, dass der Mensch vielleicht auch ersteinmal den Berg runter rollt, aber der Mensch diese Interaktion mit seinen Sensoren erfassen kann, diese Info intern als ein schlechtes Ergebnis bewerten kann und entsprechende Gegenmaßnamen wie Armbewegungen machen kann um weiteres Rollen zu verhindern.
In diesem Fall ist die Bewegung des Rollens natürlich auch ersteinmal von Außen vorgegeben, kann aber durch Innere Prozesse in (für den Menschen hoffentlich) günstigere Bahnen gelenkt werden.
Es gibt aber noch einen dritten Fall: Was ist, wenn ein Computer in Form eines einfachen algorithmischem (nicht lernfähigen) Roboter den Berg herunter rollt? Dieser kann durch seine Sensoren durchaus seine Lage erfassen und seine Algorithmen ihm Gegenmaßnamen ergreifen lassen, wie im Fall der Menschen. Auch der Computer kann also intern Entscheidungen treffen und lenkend in die Umgebung eingreifen. Aber Ist es dem Computer wirklich bewusst, dass er diese Entscheidungen trifft?
Ich würde sagen: Für die Entscheidung und die Interaktionen mit der Umwelt ist es ersteinmal völlig egal, ob die Objekte ein Bewustsein haben oder nicht. In jedem Fall interagieren die Objekte mit der Umwelt.
Aber das Bewustsein hat nunmal evolutionäre Vorteile. Wenn ein Mensch oder ein Tier sich bewusst ist, was es selber ist, wo sein Körper aufhört oder welche Territorien es beschützen sollte usw, also wenn das handelnde Objekt die Grenze zwischen dem eigenem Ich und dem anderen Äußeren relativ klar definieren kann, dann kann dieses Individuum diese eigenen Grenzen auch durch eigene Handlungen besser schützen als ohne das Wissen.
Also klar, wenn du nicht weißt, dass z.B. dein Fuß zu dir gehört, dann bewertest du ihn auch nicht als so wichtig, dann kannst du ihn auch schnell mal verlieren. Wenn du nicht weißt, dass deine Familie zu dir gehört, dann bewertest du deine Familie auch geringer, hilfst ihnen weniger… Wenn du nicht weißt, ob deine Wohnung zu dir gehört, dann beschützt du sie auch nicht so stark,…
Das Bewustsein ist also ehr dafür da, dass aus den möglichen Entscheidungswegen diejenigen genommen werden, die möglichst gut für das eigene selbst ist und nicht einfach nur eine zufällige Entscheidung getroffen wird. Dazu muss man aber eine Definition des eigenen Selbst haben.
Also zusammengefasst:
Reaktionen gibt es immer, egal ob sich die handelnden Objekte darüber bewusst werden oder nicht
Eine Verarbeitung der eintreffenden Information erlaubt Entscheidungen über Reaktionen, auch völlig egal ob sich das Objekt über diese Entscheidungen bewusst ist oder nicht.
Ein Bewusstsein vergrößert nur die Chance, dass Entscheidungen sich gut bzw. positiv für das handelnde Objekt auswirken werden. Das Bewusstsein ist aber nicht persee nötig, um Entscheidungen zu treffen.
Wie die Gedanken, also der wabernde Zufall in einem Gehirn, wirklich entstehen ist bei dieser Makroskopischen Betrachtung des gesamten Individuums ersteinmal egal. Die Gedanken sind nur ein kleiner Teil des Individuums, die für die Entscheidungsfindung (unter vielen anderen Einflüssen) mitwirkt. Wenn man dann aber in das System Individuum hineinschaut und sich speziell auf die Objekte Gedanken fokussiert, dann spielt ja die Reaktion mit der Umwelt des Individuums ja keine Rolle mehr. Dann spielen nurnoch die Interaktion der Gedanken mit dem Individuum eine Rolle.
Und hier hast du wahrscheinlich recht. Zumindest ich teile wie schon geschrieben deine Einschätzung, dass die Gedanken einfach nur wabernder Zufall im Gehirn sind, zumindest sehen sie von außen gesehen so aus. Das Problem ist nur, dass nur weil diese Ströme für uns völlig Chaotisch und zufällig aussehen, so ist anhand unserer klaren Gedanken doch ziemlich sicher, dass dieser Zufall nicht einfach nur kompletter Zufall sein kann. Es gibt also definitiv eine Ordnung in den Gedankenströmen des Gehirns. Eine Ordnung, die wir nicht unbedingt erkennen müssen um von dieser Ordnung zu profitieren. Aber klar gibt es bestimmt Vorteile im Leben, wenn wir diese Ordnung bzw. diese Muster auch selber erkennen könnten…
Theorien für diese Objekte „Gedanken“ gibt es bestimmt zuhauf, welche davon kommt der Realität wohl am nächsten bzw. welche Theorie kann die besseren Voraussagen für die Zukunft machen, damit man von dieser Theorie profitieren kann?
Ja, dem stimme ich zu. Trotzdem gibt es nunmal eine Kausalkette, die den Zeitverlauf bestimmt, auch in jedem Gehirn.
Immer wenn du von einem JETZT sprichst, hast du wie du schon richtig schreibst ein aktuellen Status. Du hast ein aktuelles Muster im Gehirn, aktuelle Gedanken usw. selbst wenn du an die Vergangenheit denkst.
Aber dieses Muster ist nunmal nicht statisch. Jedes dieser Muster hat einen Vorgänger und einen Nachfolger. Der Status deines Gehirns verändert sich also. Und diese Kausalkette nennen wir nunmal Zeit bzw. genauer Zeitverlauf.
Du kannst dir also vorstellen, dass du den aktuellen Status des Individuums kennst. Wenn du jetzt noch alle äußenren Einflüsse kennst, die auf das Individuum eintreffen, dann kannst du auch vorhersagen, wie das Individuum sich kausal weiterentwickelt, also wie es sich zeitlich verändert (Determinismus).
Ja das geht definitiv, aber nur für einfache Systeme wie Computersimulationen. Das Problem ist, dass du für diese Vorhersage eben wirklich alle Informationen exakt benötigst. Einerseits kommt da die Physik um die Ecke die besagt, dass jede Messung immer Fehlerbehaftet ist (und du damit nie exakte Ergebnisse bekommen kannst) und andererseits benötigst du für die Berechnungen enorme Rechenkapazität: Die Anzahl an Atomen in einem Kubikzentimeter beträgt ungefär die Avogadro Konostante, also 10²³ Atome. Alle diese Atome in ihrer zeitlichen Bewegung zu erfassen und dann zu berechnen ist zumindest heutzutage schlicht unmöglich (und dann hätten wir nur einen Kubikzentimeter berechnet…).
Zusammengefasst: Die Zeit oder die zeitliche Entwicklung in den betrachteten Systemen ist meiner Meinung nach wichtiger als ein einzelner (zufällig ausgewählter) Status des Systems. Gerade auch weil die Summe aller einzelnen Statusse des Systems auch wieder den Zeitverlauf darstellen.
Ich kann mir das gut vorstellen (dazu später mehr), halte es aber für absolut unrealistisch
Ich meine ich kann doch täglich erfahren, dass mein eigenes Ich und meine Persönlichkeit an meinen Körper gefesselt ist. Genauso wie ein Computer an seine Hardware gefesselt ist…
Wie erklärst du dir all diese harten Objekte in der Realität, wenn es doch nur Bewusstsein und Geist gibt?
Zumal ja schon ziemlich gut und wissenschaftlich nachgeweisen ist, dass das Gehirn als Hardware für die Gedanken zuständig ist, genauso wie die künstlichen Nachstellungen des Gehirns, die KIs, auf die Hardware angewiesen ist, auf denen die KIs laufen.
Was du mit dem GTA-Vergleich andeuten willst ist zwar in der Fiktion oder in Simulationen wie Computerspielen möglich, aber diese künstlichen Naturgesetze wurden in der Realität eben noch nie beobachtet.
In der Realität gelten mit heutigem Wissen eben die Naturgesetze, die uns zwingend und uneingeschränkt limitieren und diese Naturgesetze haben sich auch stand heutigem Wissen nie geändert.
Bedeutet: Nur weil in GTA ein Objekt einfach so auftauchen kann oder teleportiert werden kann, weil die Physik in diesem Spiel das zulässt, bedeutet es nicht, dass die Realität die gleichen Naturgesetze hat und das in der Realität auch so möglich ist.
Und klar können wir wie schon geschrieben auch nur in einer Simulation leben, aber solange wir nichts von außerhalb der Simulation mitbekommen ist es auch völlig egal (und völlig ungewiss), was es außerhalb dieser Realität noch so gibt.
Ich persönlich habe mich schon oft gefragt, warum ich ich bin. Also warum stecke ich in meinem Körper und nicht in dem Körper meiner Eltern oder den Körper meiner Schwester oder warum bin ich nicht eine völlig andere Person?
Die Erklärung, die mir am besten gefällt ist folgende:
Ich glaube, dass das Bewustsein einfach nur ein Geist ist, der überall hinfliegen kann und sich unsere Realität anschauen und beobachten kann. Aber diese Geister können nicht mit unserer Welt interagieren, sie können nur beobachten. Und die Geister haben die Fähigkeit, sich ein Lebewesen auszusuchen und das Leben dieses Lebewesens zu durchlaufen.
Sobald ein Geist also in dieses Lebewesen hineingegangen ist, verliert er alles Wissen und Beobachtungen, die der Geist vorher hatte und bekommt dafür die Erfahrungen und Ansichten des Lebewesens, das er jetzt ist. Er durchlebt alle Höhen und Tiefen dieses Lebewesens und wenn das Lebewesen stirbt, dann verlässt der Geist den Körper wieder. Der Geist bekommt damit all seine Erfahrungen von vorher wieder und hat zusätzlich die Erfahrung des durchlebten Lebens gemacht. Jetzt kann der Geist weiter beobachten oder sich ein neues Lebewesen aussuchen, dass er durchlebt.
Diese Vorstellung stimmt wenigstens damit überein, dass es in der Realität keinerlei Interaktion mit dieser Geisterwelt gibt. Die Geister können maximal beobachten aber nicht eingreifen. Das erklärt, warum wir von diesen Geistern absolut nichts mitbekommen. Und es erklärt auch, warum ich genau ich bin und keine Andere: Mein Geist hat sich eben genau meinen Körper ausgesucht, um genau mein Leben zu durchleben. Und im nächsten Leben könnte mein Geist dann Interesse am Leben einer Ameise oder einer Meise haben und eben deren Leben durchlaufen…
Damit wird mein Leben einerseits zu etwas besonderem, weil sich mein Geist auch wirklich mich ausgesucht hat, andererseits ist mein Leben auch nur ein Leben von unendlich vielen, die der Geist nacheinander miterleben kann.
Also glaubst du, dass es etwas geben kann, ohne etwas was dieses „wahrnimmt“? Mit wahrnehmen meine ich nicht, darüber nachdenken, aber halt Wahrnehmung. Es gibt immer nur das, was jetzt gerade da ist. In Form von Eindrücken, Gedanken, Empfindungen. Mehr gibt es niemals. Immer nur das was im jetzigen Moment auftaucht.
Eine Frage dazu: Angenommen das Universum existiert irgendwann nicht mehr und alles ist wieder um „Ur-Zustand“. Hat es dann jemals etwas gegeben? Und noch eine Frage. Bei einer Entstehung von dem Universum, da soll es nichts gegeben haben, was das wahrnimmt. Für mich ist es nicht möglich, dass es etwas gibt ohne ein wahrnehmendes etwas.
Und wie wäre es wenn du einschläfst und niemals mehr aufwachen würdest? .. Ist es nicht das selbe wie, dass du geboren wurdest, ohne zuvor eingeschlafen zu sein? .. Das Leben selbst bringt eine neue Form hervor und wirkt durch diese Form. Erst mit der Zeit entstehen Gedanken,die auch nur Formen sind. Aber diese Gedanken sind es, die sie ganze Zeit sagen (Ich bin es, der das hier tut). Aber all das wird auch getan, ohne dass die Gedanken es dazu kommentieren. Das was an deiner Stelle wirkt, das ist die selbe Energie die in deinem Gegenüber wirkt.
Das Universum selbst schaut also durch unzählige Augen und nimmt an unzähligen Stellen gleichzeitig wahr.
Und es nimmt auch einen Verstand wahr, der erst die Trennung erschafft. Denn ohne einen Verstand gibt es keine Trennung in der Welt. Hell und Dunkel ist etwas, was erst durch dich entsteht. Ohne dich gibt es nicht mal Licht, sondern nur elektromagnetische Wellen, die aber nicht getrennt sind. Erst durch dein Gehirn und Seh-Apperat wird dadurch die Dualität. Denn der Verstand MUSS Dinge unterscheiden und erst durch den Verstand entsteht die Trennung.
Also ohne den Verstand gibt es quasi keine Dualität. Ohne den Verstand gibt es die Non-Dualität. Also die Einheit. Der Verstand ist der Teil, der alle immer weiter seziert. Alles unterteilt er konzeptionell immer weiter. Und der Verstand geht dann fälschlicherweise davon aus, dass die von ihm erschaffene Trennung auch tatsächlich in der Welt existiert. Aber Atome an sich sind auch schon Formen, die der Verstand als Bild hat. Die Atome oder was auch immer gibt es nicht exakt in der Form. An sich gibt es nicht mal Materie an sich, sondern nur Muster, die unser Verstand erfasst und sogar erschafft.
Und noch ein Nachtrag zu deiner Idee, dass wir Geistwesen sind, die sich hier einen Körper aussuchen. Klingt spannend.
Meine Wahrnehmung ist da leicht anders. Ich denke, dass sobald man geboren wird, da handelt das Bewusstsein an der jeweiligen Stelle und macht Erfahrungen. Wenn du zum Beispiel in der Kindheit lernst, dass es gefährlich ist, wenn du Widerworte gibst, dann lernt dies dein Nervensystem. Später verhält man sich automatisch so, dass man sich anpasst. Manche würden es den Charakter nennen. Dies läuft komplett automatisch an, und die meisten Menschen würden sagen „so bin ich halt“. Oder das Gehirn würde sich verteidigen und das halt sagen. Aber sobald man sich selbst beobachtet und sich seine Muster bewusst wird, dann können die automatischen Prozesse nicht mehr automatisch ablaufen. Automatisch ablaufen kann nur das, was im Schatten ist und nicht gesehen wird. Also man baut sich quasi seit Geburt seine eigenen Muster, aber erst später entwickeln wir einen Verstand, sodass wir bewusste schauen können, dass viele unserer Muster im Erwachsenenalter eher hinderlich sind. Dann fühlt es sich Gefährlich für den Körper an, seine eigene Wahrheit zu sprechen.
Und erst wenn du deine automatischen Muster beobachtest und merkst wie ein „ziehen“ da ist, weil alles in deinem Körper so handeln will, und du es in dem Moment beobachtest, ERST dann hast du so etwas wie Wahlfreiheit. Vorher denkst du zwar, dass du entscheidest, aber es sind deine Programmierungen. Auch dabei kommen Gedanken, die sagen (Ich will es aber so und so) und DU bist der Teil der dann den Menschen hier beobachten und beruhigen kann. Du kannst quasi Elternschaft übernehmen und deinem Ego mit Verständnis entgegen kommen und verstehen dass es jetzt xyz will. Aber es entscheidet nicht mehr. Und wer oder was da die Entscheidung trifft, darüber lässt sich streiten. Meiner Meinung nach ist es das Universum selbst.
Und man spricht immer von „freiem Willen“. Aber ich habe bei mir erkannt, dass „wollen“ auch etwas ist was auftaucht. Ich bin irgendwo und ich merke, dass Wollen auftaucht. Beispielsweise merkt man, dass ein Teil in mir eine bestimmte Frau „will“. Aber ist das etwas was ich bewusst entschieden habe? Nein. Ich kann beobachten dass ein Teil das will und konnte sogar mit der Zeit bemerken wieso es so war. Weil diese Frau toxische Anteile hatte, die sich für einen Teil in mir sicher angefühlt haben, weil ich es aus der Kindheit kannte. Und dann merkt man, dass ein Teil in mir etwas möchte, aber es wird einfach beobachtet obwohl alles in deinem Körper danach verlangt zum Beispiel.
Dies beobachtet man, und man gibt dem Nervensystem korrigierende Erfahrungen. Es kann sogar vorkommen, dass das Gehirn dabei sagt (Nein, ich will das nicht. Das machen wir so nicht). Und auch diesen Teil beobachtest DU, also das was du wirklich bist. Und dann verlieren die Gedanken an Macht, weil du erkennst, dass deine Gedanken so etwas sind wir ein internes ChatGPT sind, welches die Außenwelt interpretiert. Aber irgendwann erwächst du mir etwas Glück aus dem Traum ein getrenntes Ich zu sein. Du erkennst deinen eigenen Verstand. Der Verstand macht das, wofür er gemacht ist. Er analysiert, interpretiert, bewertet, vergleicht. Und wenn du dein eigenes EGO erkennst, dann wirst du freier. Aber der Weg ist teilweise sehr hart. Weil du quasi so zu sagen gegen deine innere Natur gehst, also gegen deine Programmierung aus der Kindheit. Du musst bereit sein zu „fühlen“. Denn das Ego möchte Gefühle vermeiden, die noch nicht integriert sind. Immer wenn wir etwas nicht fühlen wollen, dann ist es das Ego welches sagt, dass irgendwas im außen gerade anders sein sollte. Erst wenn man lernt, den jetzigen Moment so zu nehmen wie er ist, wird man frei. Dazu gehört auch, dass in dem Moment das eigene Ego auftauchen darf und unzufrieden sein darf. Das Ego möchte dann, das andere Menschen im außen anders sein sollen oder Situationen anders sein sollen. Aber nur, weil das Ego manche Gefühle noch nicht integriert hat. Das Ego ist so zu sagen der Teil der NIEMALS im jetzigen Moment sein kann. Das Ego kennt nur Vergangenheit oder Zukunft. Denn im Jetzigen Moment bist DU es, der aktiv ist und einfach fühlt und handelt.
Und zu der Frage, wieso bin ich ich. Du kennst vielleicht den Vergleich mit der Welle und dem Ozean. In Wirklichkeit bist du der Ozean, er formt eine Welle und die Welle entwickelt einen Verstand. An allen Stellen wo eine Welle ist, nimmt der Ozean sich als getrennt wahr und macht Erfahrungen. Eine Welle ist traurig weil sie sieht, dass andere Wellen größer oder schneller sind. Und irgendwann zerfällt die Form wieder. Aber die Welle war zu jeder Zeit Wasser. Das was du bist, das kann nicht benannt werden. Denn jede „Benennung“ wäre wieder ein Konzept und wäre limitierend. Aber das was du bist, das ist das, was hinter allem steht und was allem zu Grunde liegt. Alles unterliegt der Veränderung. Gedanken kommen und Gehen, genau wie Empfindungen und alles halt. Aber da gibt es eine Sache die unveränderlich ist. Und das ist dein „Ich bin“. Das ist das einzig unveränderliche. Das was Veränderung wahrnimmt, das ist selbst das unveränderliche Sein.
Sagen wir mal so: Ich halte deine Vorstellung, dass es nichts außerhalb der Wahrnehmung geben kann für absolut gefährliche Gedanken.
Denn wenn du das mal weiter denkst, warum kann ich dauernd irgendwelche Menschen sehen und wahrnehmen, wenn ich in die Stadt oder auf Arbeit gehe? Menschen, die ich vorher nicht gesehen habe. Und vorallem: Das sind (wenigstens auf Arbeit) immer die gleichen Menschen.
Die Menschen spawnen also nicht einfach irgendwie zufällig wie in GTA und verschwinden wieder, wenn ich mich umdrehe. Diese Menschen haben ein Leben, selbst wenn ich das nicht sehe und absolut nichts davon mitbekomme.
Auch wenn ich keine Ahnung habe, was gerade auf dem Jupiter los ist, so kann ich mit doch sicher sein, dass dort etwas passiert, z.B. dass irgendwelche Stürme die Atmosphäre da umherwirbeln.
Die ganze Welt ist ziemlich einfach zu erklären, wenn man annimmt, dass sie immer existiert auch ohne dass ich das wahrnehmen oder messen muss.
Wenn du jetzt aber davon ausgehst, dass außerhalb deiner Wahrnehmung nichts existiert, dann kannst du sehr schnell falsche Schlüsse aus dieser Theorie ziehen.
Z.B. ist es ja dann eine naheliegende Schlussfolgerung, dass, nur weil du keine anderen Menschen gerade wahrnimmst, dass dich genauso gerade keiner Wahrnimmt. Wenn Dieser aber z.b. dich mit einem Handy als Wanze überwacht, dann bekommt der Andere sehr wohl was von dir mit ohne dass du etwas von dem Anderem mitbekommst.
Oder wenn du davon ausgehst, dass z.B. die Polizei ja nicht existieren, nur weil du gerade nicht an sie denkst und keine Polizisten siehst bedeutet es nicht, dass ungeachtet deiner Aktionen die Polizei am Morgen vor deiner Tür stehen kann…
Wenn du aber davon ausgehst, dass außerhalb deiner Wahrnehmung etwas existiert, dann kannst du auch vorausdenken, z.B. wann und wieso die Polizei oder der Briefträger vor deiner Tür stehen wird…
All diese Ereignisse, die natürlich nur immer zu einem Zeitpunkt von einem Menschen wahrnehmbar sind, haben im Hintergrund trotzdem eine Kausalitätskette und wer Lust hat kann sich auch immer diese Kausalitätskette nachträglich anschauen und z.B. ein RCA (Root-Cause-Analysis) durchführen. Solange man gründlich genug ist kann man immer diese Kausalitätskette nachempfinden und nachvollziehen und damit ein Leben der Dinge aufdecken, die man zum Zeitpunkt der Ereignisse eben nicht gesehen oder wahrgenommen hat.
All diese wichtigen Effekte, die Kausalität, die Zeit usw., all das vernachlässigst du, wenn du alles auf nur ein einen Zeitpunkt festnagelst.
Klar kannst du das machen, aber ich halte diese Weltanschauung für sehr gefährlich weil du dich damit einem sehr nützlichen Werkzeug für die Voraussage und Planung deines Lebens verwehrst. Die Wahrscheinlichkeit, dass du dann über wichtige Dinge nicht gut genug nachgedacht hast, und somit dich für eine „Falsche Richtung“ entscheidest ist damit deutlich größer.
Naja, du redest hier von Phänomenen, die (wenn überhaupt) noch in sehr weiter Entfernung liegen. Phänomene, die wir wahrscheinlich aktuell nichtmal annähernd erfassen können (wir können ja schon den Urknall, wenn es ihn überhaupt gegeben hat, nichtmal wirklich erfassen, wie sollen wir da was über eine Zukunft sagen, die milliardenfach unsere eigene Lebensspanne übersteigen wird?)
Ich hingegen rede hier von den Wahrnehmungen, die wir aktuell machen können. Die Zukunft von der du sprichst, die kann jetzt noch keiner wahrgenommen haben (einfache Kausalität).
Aber wenn du meine Meinung (kein Fakt) dazu wissen willst: Ja, ich glaube dass die physikalischen Gesetzmäßigkeiten auch dann noch weiter gelten werden was bedeutet, das diese Zeitlinie wirklich existiert haben wird, selbst wenn es unser Universum dann nicht mehr geben sollte. Wenn unsere Realität bis ins Nichts ausgelöscht wird, dann bedeutet das, dass es etwas außerhalb unserer Realität gegeben haben muss, das extern unser Universum geschaffen und dann wieder vernichtet haben muss. Denn von alleine wird unser Universum nicht vernichtet. Das Leben vielleicht, aber es bleibt ja dann immer noch irgendwelche Materie übrig, die weiter existiert (was wir bei jedem Toten sehen können). Sollte also all diese Materie ausgelöscht werden, dann muss es einen externen Einfluss gegeben haben (wie der Leser eines Buches über unser Universum) und genau da geht dann das Leben bzw. die Beobachtung und Informationsverarbeitung weiter.
Und selbst wenn das nicht so ist, dann macht es auch keinen Unterschied mehr, denn wenn unsere ganze Realität ins Nichts übergeht, dann gibt es hier ja auch nichts mehr, der irgendwas davon wahrnehmen kann. Denn anders als bei einem Normalen Tod gibt es ja dann auch keine Materie mehr.
(Und wieder sind wir an einem Punkt angelangt, wo wir mit absoluter Sicherheit sagen können, dass wir dieses Wissen nie erlangen können und jede Theorie, die die gleichen Vorhersagen macht auch als gleichwertig anzusehen ist.)
Was ist hier genau die Frage?
Sagen wir mal so: Die Urknalltheorie ist lediglich die aktuell plausibelste Theorie, die wir anhand unseren aktuellen Beobachtungen aufstellen können. (Auch das können wir nur, weil wir die Kausalität und Zeit annehmen und berücksichtigen.)
Aber die Urknalltheorie ist nicht die einzigste Theorie, die wir aufstellen können. Das Problem an neuen Theorien ist nur, dass sie alle beobachtbaren Fakten erklären muss. Aber das tut die Urknalltheorie auch nicht, wie ein Physikprofessor im Ruhestand hier auflistet. Es gibt also aktuell keine Theorie über die Geburt des Universums, die alle Fakten gleichzeitig in einem logischen Einklang bringt.
Naja, dann wäre ich ja tod. Und was mit mir nach meinem Tod passiert habe ich ja oben geschrieben ^^
Bei einem Tod gibt es eben zwei Sichtweisen: Einmal die des Toten. Da aber keiner aus dem Totenreich zurückgekommen ist können wir auch nicht wissen, was da passiert. Hier ist wieder jede Theorie exakt gleichwertig. Jeder Gott, jede Hölle- oder Himmel-Theorie ist absolut gleichwahrscheinlich.
Aber was mit den verbleibenden Lebenden passiert, dass können wir sehr gut beobachten.Was mit dem fleischlichen Körper passiert, auch das können wir untersuchen und analysieren.
Physikalisch gesehen muss jedes Objekt die Bindungsenergie seiner Bestandsteile sicherstellen. Hat das Objekt nicht mehr genug Energie für diese Bindung, dann zersetzt das Objekt sich in seine Einzelteile. Egal ob das ein Besen, ein Lebewesen wie ein Mensch oder ein Staat oder ein Stein ist. Für alle gilt: Wenn sie nicht mehr ihre Bindungsenergie aufbringen können, dann zersetzen sie sich. Für Lebewesen nennt man das eben Tod, für Nicht-Lebendige Materie nennt man das dann eben kaputt oder defekt. Aber es macht hier eben keinen Unterschied zwischen Leben und toter Materie zu unterscheiden. In jedem Fall gilt: Wenn sich ein Objekt zersetzt, dann stirbt es ab und hört auf, so zu existieren, wie es vorher vorhanden war.
ich sehe hier leider absolut keinen Zusammenhang
Jedes Objekt hat eine Geburt oder den Beginn der Zusammenarbeit oder des Zusammenschlusses seiner Einzelteile. Und jedes Objekt hat ein Ende, wenn dieser Zusammenschluss der Einzelteile aufgelöst wird. Das ist der sogenannte Lebenszyklus des Objektes (in der Informatik gibt es z.B. den Fachbegriff des User-Lifecycle-Mamagement, das das Erstellen, Updaten und Löschen der Userobjekte beschreibt. Auch diese User-Objekte beginnen ihr Leben also und es endet irgendwann)
Aber was das Einschlafen oder Aufwachen hier zu tun hat, das sehe ich nicht wirklich, zumindest weil du es meiner Meinung nach absolut unlogisch verwendest.
Klar kann man darüber nachdenken, dass man mit jedem Einschlafen abstirbt und mit dem Aufwachen neugeboren wird. Nur dass man beim Aufwachen dann immernoch alle Gedanken des vorherigen Menschen, der eingeschlafen ist, wieder bekommt.
Wie man aber geboren werden kann ohne vorher „eingeschlafen“ oder gestorben zu sein, das kann ich mir nicht wirklich vorstellen. Logisch gesehen wäre man ja dann zwei Menschen gleichzeitig, der alte, der noch nicht weg ist und der neue…
Das widerspricht zumindest allen Erfahrungen, die ich so bisher in der realen Welt gemacht habe außer du meinst vielleicht das auftauchen aus einer Computerspielsimmulation, wo man quasi eins mit seinem Charakter wird… Nur dass diese Simulation dann eben nicht mehr die reale Welt ist sondern eben eine Simulation bzw. eine virtuelle Welt mit eigenen neuen „physikalischen“ Regeln.
Warum beschränkst du dich nur das Leben? Was ist die Form eines Steines? Was ist die Form der Sonne? Auch diese hat einen Lebenszyklus… Was denkst du: Wie würde die Sonne auf die Erde sehen? Wie nimmt die Sonne die Erde wahr? Kann es nicht auch Magmaströmungen auf der Sonne geben, die wie die Ströme durch unser Gehirn wirken und damit eine Art Intelligenz in der Sonne existieren?
Ich meine Beobachtungen können selbst Lebewesen ohne Gehirn machen wie z.B. Pflanzen. Für eine Beobachtung ist also kein hochentwickeltes Leben mit Gehirn oder Selbstwert notwendig. (Ich habe ja oben geschrieben, für eine Reaktion sind nichtmal Sensoren notwendig, aber die Kette: Sensoren-Verarbeitung-Reaktion erhöht eben die Überlebenschancen)
Gedanken und ein Selbstbewusstsein trennen das eigene ich von allem anderen ab, da stimme ich dir zu. Aber es gibt sehr viele Trennungen auch ohne irgendwelche Gedanken, die diese Trennungen interpretieren können.
Auch ohne dass die Sonne bei ihrer Entstehung beobachtet werden konnte muss es schon eine Trennung zwischen Sonne und Erde gegeben haben. Andernfalls hätten die Menschen nicht auf der Erde entstehen können um diese Trennung (nachträglich) festzustellen.
Ich glaube, auch mit Blick auf all die obigen Fragen, dass du das Leben oder die menschlichen Gedanken auf eine Stufe stellst, die meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt ist. Du fokussierst dich auf die Gedanken und die Beobachtungen, die du machen kannst, was ja erstmal nicht verkehrt ist. Aber dabei scheinst du alles zu vernachlässigen, was da außerhalb des menschlichen Geistes und der menschlichen Gedanken noch so möglich ist.
Ich habe zumindest den Eindruck, dass du auf dem Standpunkt bist, dass Ereignisse eben irgendwie auf die Menschen einprasseln und dann auf die Ereignisse reagiert wird. Das ist auch ersteinmal richtig, aber viele dieser Ereignisse sind nicht einfach zusammenhangslos sondern haben eben eine Kausalkette. Und diese Kausalkette muss der Mensch nicht unbedingt mitbekommen. Aber es hat eben Vorteile, wenn man diese Kausalkette mitbekommt oder wenigstens sich darüber Gedanken macht.
Was bedeutet dieser Satz?
Du sagst ihn so, als ob das ein Fakt ist, aber ich verstehe ihn gerade so: Ohne Verstand gibt es keine Informationen und dem würde ich sofort widersprechen.
Nur weil du oder dein Verstand da keine Informationen sieht (weil man z.B. deinen Verstand aus der Gleichung herausgenommen hat), bedeutet es nicht, dass es keinen anderen Verstand mehr gibt, der doch einen Sinn in diesen Informationen sehen kann.
Und weil du nie weißt, wer vielleicht doch noch beobachtet und Informationen und Schlüsse ziehen kann, kannst du auch nicht bewusst alle Beobachter persee ausschließen.
Wir wissen also nicht, ob es nicht doch einen z.B. äußeren Beobachter gibt. Aber ziemlich sicher wissen wir, dass es noch viele andere Menschen, Tiere, Pflanzen, Bakterien und sonstige Lebewesen gibt, die auch ohne uns weiter beobachten können. Auch hier einfach jeden Verstand aus der Gleichung zu ziehen macht meiner Meinung nach schon kein Sinn mehr.
Gerade weil es genug andere Beobachter gibt, die du nie alle einfach vernachlässigen darfst, wird es die Informationen auch weiterhin geben. Gerade wenn du nur deine eigenen Gedanken aus dem System herausnimmt (denn generell kann man ja nur für sich oder seine Gruppe sprechen was bedeutet, es gibt noch sehr viel Mehr außerhalb des eigenen Einflussbereiches, das man nicht einfach ignorieren sollte).
(Das ist ja das gleiche wie am Bitcoinmarkt: Nur weil irgendein Analyst keinen Wert in Bitcoin sieht bedeutet das nicht, dass es andere Menschen gibt, die offensichtlich einen Wert in Bitcoin sehen, sonst wäre der Preis ja nicht in der Höhe, wie wir ihn beobachten können. Wenn der Analyst recht hätte wäre der Marktpreis ja wirklich 0, das ist er aber nicht.)
Aber jeder Mensch hat hier ein anderes Bild. Zum Einen hat sich das Weltbild über Atome schon rein physikalisch über die Zeit sehr stark weiterentwickelt und zum Anderen haben Physiker Beispielsweise überhaupt kein Bild mehr im Kopf sondern bilden Atome lediglich als Formeln ab. Beispielsweise für den Spin eines Atoms gibt es keinerlei Entsprechung in unserer Vorstellung. Was ist auch ein Objekt, dass sich nach 1,5 Umdrehungen erst wieder gleicht? Physiker haben also die reine Mathematik im Kopf und erklären den Spin Beispielsweise durch die Paulimatrizen.
Also ja, der Verstand Objektifiziert die Muster, die ihm seine Sinnesorgane liefern. Aus den elektomagnetischen Wellen wird dann z.B. ein Baum, ein Gesicht oder ein Haus. Aber was ist denn falsch daran, wenn man annimmt, dass diese wahrgenommenen Projektionen eine Repräsentation in der Realität haben?
Wenn wir einen Baum sehen, dann können wir uns umdrehen und zurückblicken: Da steht wieder exakt der gleiche Baum. Jeder Ast ist immernoch an seinem Platz. Wir können weggehen und wiederkommen: Immernoch hat der Baum die gleichen Äste.
Warum sollten wir also nicht davon ausgehen, dass es immernoch der gleiche Baum ist? Und ja, auch der Baum verändert sich leicht: Der Wind raschelt durch die Blätter, er wächst langsam,… Aber diese Regeln bleiben immer gleich. Eine Buche wächst nicht über Nacht um mehrere Meter. Eine Buche fällt auch nicht bei leichtem Wind um usw. All diese Regeln haben wir mit der Zeit von Kindheit an gelernt und können damit auch erwarten, dass diese Regeln weiterhin gelten.
Was ist jetzt genau falsch an den Gedanken, dass die Projektionen, die wir wahrnehmen können eine Reale Entsprechung in der Wirklichkeit bzw. Realität hat? Immerhin haben diese Gedanken einen Enormen Vorteil: Wir können z.B. abschätzen, wann so ein Baum umfällt und damit z.B. das Auto kaputt macht… Wie würdest du solche Szenarien durchdenken, wenn es diesen Baum nicht in der Realität geben würde?
Da der Baum ja nicht wirklich existiert würdest du doch in deinem beschriebenem Weltbild irgendwann überrascht sein, dass ein Ereignis: Baum hat Auto kaputt gemacht, zu sehen ist. Aber da du während dem Umfallen nicht hingeschaut hast bist du von dem Ereignis völlig überrascht. Wenn du hingegen davon ausgehst, dass der Baum da auch steht, wenn du nicht hinschaust, dann kannst du auch damit rechnen, dass er umfällt, wenn du weg bist…
Naja, dem hab ich nie widersprochen. All die Erfahrungen, die Kinder machen, die sind statistisch im Gehirn als neuronales Netz gespeichert. Hier unterscheiden sich unsere Weltanschauungen also überhaupt nicht
Hier will ich aber widersprechen.
Hast du irgendwann mal auf deine Atmung geachtet? Klar läuft die dann wieder weiter, selbst wenn du nicht mehr auf die Atmung achtest.
Hast du mal auf dein Herzschlag gehört? Generell sind die Menschen nicht in der Lage, den Herzschlag direkt zu beeinflussen, auch wenn es Menschen gibt, die das mit Meditation wirklich geschafft haben. Der Herzschlag läuft also größtenteils automatisch ab, selbst wenn wir darauf achten.
Ich glaube nicht, dass es einen generellen Unterschied macht, ob wir bewusst eine Entscheidung treffen oder ob diese Entscheidung unterbewusst gemacht wird.
Also klar gibt es im Einzelnen Unterschiede: Über manche Entscheidungen hätte man lieber tiefgründiger nachgedacht, andere hätte man lieber schneller treffen sollen ohne groß darüber nachzudenken. Aber trotzdem sind es in beiden Fällen immernoch Entscheidungen.
Im Endeffekt spielt die Energiebilanz wieder eine Rolle: Über ein Problem tiefgründig nachzudenken kostet dem Menschen viel Energie. Ja heutzutage haben wir viel Energie und wir können uns das Nachdenken leisten. Aber wir können eben nicht über alles nachdenken. Stell dir mal das Obstpflücken vor: Wenn wir bei jeder Frucht, jede Kirsche oder jede Johannisbeere, tiefgründig überlegen müssten, ob wir sie wegschmeißen weil sie verschimmelt ist oder ob wir sie in das gute Körbchen legen, dann bräuchten wir für jede Ernte Jahre. Nein, wir überlegen erst am Anfang darüber und danach passiert das Aussortieren „vollautomatisch“. Einfach weil es energiesparender ist, wenn das der Autopilot macht und nicht die bewusste Gedankenwelt.
Andere Probleme benötigen aber das Tiefen-Nachdenken: Wenn du bei einer Rechenaufgabe das richtige Ergebnis haben willst, dann musst du eben auch richtig rechnen. Reicht dir ein Überschlag, dann kannst du das Ergebnis abschätzen, bekommst aber eventuell entsprechende Fehler… Aber auch hier ist die Gedankenwelt eine Energieoptimierung: Willst du viel Zeit und Mühen in das Ergebnis legen oder riecht eine grobe Abschätzung nicht auch aus…
Wenn du also auf der Ebene der Entscheidungen bist, da ist es ersteinmal völlig egal, ob die Entscheidung bewusst mit viel Energie gekommen ist oder ob die Reaktion reine Automatismen oder Reflexe gewesen waren. Es sind in jedem Fall Entscheidungen. Wie gut die Entscheidung dann war und wie viel Energie die Entscheidung gekostet hat, das steht dann auf einem anderen Blatt.
Ja, aber wir könnten genauso auch überleben, wenn wir dieses Bewusstsein nicht hätten. Aber wir können eben bessere Entscheidungen treffen, wenn wir bewusst darüber nachdenken. Aber diese bewussten Entscheidungen kosten eben auch sehr viel Energie…
Es hat also einen Sinn, dass wir eine bewusste Entscheidungsfindung haben, genauso wie es Sinn Macht, dass es unterbewusste Entscheidungen oder Reflexe gibt.
Aber nicht jedes der Entscheidungssysteme macht eben für jedes Problem Sinn. Die richtige Auswahl, wann welche Entscheidung durch welche Entscheidungsebenen getroffen werden ist aber auch nicht unbedingt leicht…
Und, weil du die hinderlichen Muster erwähnst: Das gilt nur für Muster, die wir bewusst als Negativ bewerten. Aber es gibt genauso auch Muster, die wir als Positiv bewerten und diese ändern wir eben nicht mehr weil diese Muster ja vermeintlich gut für uns sind.
Jain. Im Endeffekt handeln wir immer nach unser neuronalen Programmierung, selbst wenn wir das Bewusste Denken für die Entscheidung nutzen. Aber auch diese bewussten Entscheidungen sind genauso durch unsere Erfahrungen und Beobachtungen oder unserem Körper geprägt und damit „vorprogrammiert“.
Die Entscheidungsfindung auf Ereignisse bleibt ja immernoch deterministisch, aber trotzdem lässt die Entscheidungsfindung uns tendenziell bessere Entscheidungen treffen als wenn wir diese Vorprogrammierung nicht hätten.
Die Entscheidungsfindung selber ist ja auch ein Prozess, den wir zeitlich mit Gedanken miterleben. Und dieses Miterleben, das Ablaufen des Programme und das durchdenken vieler möglichen Lösungen als Reaktion auf Ereignisse, das lässt einem eben denken, dass wir eine Wahlfreiheit haben. Und im Grunde haben wir ja auch diese Wahlfreiheit zwischen all den möglichen Entscheidungswegen, gerade weil wir unseren eigenen Determinismus ja nicht kennen können.
All die Theorien zwischen unbekanntem Determinismus und Wahlfreiheit sind wieder unentscheidbar und damit gleichwertig Oder anders gesagt: Egal ob du jetzt an dem Determinismus und einem vorgegebenem Programm glaubst oder ob du an die Wahlfreiheit deiner Gedanken glaubst, im Endeffekt haben beide Theorien die gleiche Vorhersagekraft: Die möglichst beste Lösung auf Ereignisse oder Probleme zu finden. Und damit sind beide Theorien auch gleichzeitig gültig und valide, selbst wenn sie sich gegenseitig widersprechen (innerhalb der jeweiligen Theorie gibt es erstmal keinen Widerspruch).
Mag sein, dass das für dich gilt, für mich aber definitiv nicht . Ich weiß, dass meine Gedanken zu mir gehören, und das mein Körper auch meine Gedanken vorgibt. Meine Gedanken leben in einer Einheit mit meinem Körper und es gibt eine Rückkopplung zwischen meinem Körper und meinen Gedanken und meinen Gedanken wirken auf meinen Körper ein.
Physikalisch ist das mit Hormonen oder generell mit Konzentrationen im Blut zu erklären. Der Blutzuckerspiegel steuert das Hungergefühl und damit die Gedanken zum: Ich will was Essen. Genauso gibt es Glückshormone oder Sexualhormone… Die Gedanken reagieren auf diese Hormone, die Hormone steuern also die Gedanekn. Aber das ist keine Einbahnstraße: Das Gehirn nimmt auch selber Einfluss auf den Hormonspiegel. Das Gehirn kann sich durchaus selber entscheiden, ob es glücklich ist, traurig usw. Aber genauso können diese Gefühle vom Körper vorgegeben werden. Es ist eben eine Bidirektionale Kommunikation
Ich weiß wer ich bin, ich weiß wie mein Körper auf andere Menschen reagiert und ich weiß, wie ich bestimmte Reaktionen meines Körper beeinflussen kann. Ich weiß aber auch, wann ich auf meinen Körper hören sollte und welche Signale ich nicht überhören sollte…
Zumindest so wie du das schreibst lebst du nicht so im Einklang mit deinem Körper und hast andere Erfahrungen gemacht. Willst du deinen Körper immer dominieren und ihm alle Reaktionen vorschreiben? Oder lässt du dich von deinem Körper zu sehr dominieren und fürchtest die Gedanken, die er dir bringt?
Ich denke es ist eben am wichtigsten, friedlich im Einklang mit seinem Körper zu sein. Der Geist kann ohne Körper nicht leben, aber ein Körper ohne Geist ist auch nur eine Willenlose Hülle (sieht man zB. an Demenzkranken)
Also, damit ich das richtig verstehe:
ich bin Analog der Ozean und es gibt darin Wellen. Aber warum trennen die Wellen den Ozean? Die Wellen sind ein teil des Ozeans und damit in diesem Bild ein Teil von mir. Ja die Wellen selber sind damit neue Objekte, die sich von anderen Wellen, also anderen Objekten abgrenzen, aber trotzdem sind diese ein Teil von mir.
Warum sind die Wellen Traurig? Also ja, da jedes Objekt makroskopisch aus kleineren Objekten besteht (Bindungsenergie usw.) bedeutet es, dass die Gesamtheit des großen Objektes aus dem Zusammenspiel der kleineren Objekte bestimmt wird. Das Zusammenspiel aller Wellen bildet also in diesem Bild mich ab. Und klar können die einzelnen Wellen gegeneinander kämpfen oder Friedlich nebeneinander existieren. Ich als Ozean bin dann eben ruhig und Friedlich oder sturmgepeitscht und aufbrausend.
Aber warum sollte das nicht benannt werden können? Für so einen Austausch sind doch die Worte überhaupt erst erfunden worden :) Und ja, Worte beschreiben nie 100% Komplett, was ich wirklich bin, aber es gibt eben anderen Menschen eine Vorstellung davon, wie ich denke und was in mir abläuft
Ich schaffe es jetzt gerade nicht die ganze Nachricht auf einmal zu lesen. Aber andere Menschen, bei denen findet ja auch Wahrnehmung statt. Also es war so gemeint, dass das Bewusstsein an vielen Stellen gleichzeitig Erfahrungen machen. An manchen Stellen erwacht das Bewusstsein und erkennt was es ist, an anderen Stellen ist es total mit seinen Mustern und Gedanken identifiziert und an wieder anderen Stellen erlebt es noch ganz andere Dinge. Das Ding ist, dass alles was wahrgenommen wird quasi zur Welt der Formen gehört, aber das was man im Kern tatsächlich ist, das liegt außerhalb der Formen. Ich versuche am Tag mal später die Nachricht noch komplett zu lesen und teilweise darauf einzugehen.
da habe ich versucht zu erklären, was das kleinste Etwas ist und was weniger als das kleinste Etwas ist. Also eine Informationseinheit, „das Nichts“ wäre ja schon etwas, deswegen wäre das wahre Nichts, etwas was niemand beschreiben kann, denn könnte man es beschreiben, dann hätte es Informationen verinnerlicht, durch die Beschreibung selbst. Weiß nicht ob ich es jetzt verständlicher erklären konnte
zu deiner Erklärung mit der Evolution der Urzelle. Ich verstehe deine Analogie mit dem Haus, ja. Ich bin Biochemiker, deswegen bleibe ich lieber bei der Zelle selbst, weil wozu das Ganze komplizierter zu amchen als es schon ist ;-) Dein fertiges modernes Haus ist ja die Zelle so wie wir sie heute kennen. Sehr sehr komplex. Die Evolution bis dahin, da gehe ich mit, hat sich im Laufe der Zeit entwickelt und neben der Replikation, Transkription und Translation gibt es noch Tausende wenn nicht sogar Millionen weiterer Mechanismen, die dadurch entstanden sind.
Das Zusammenspiel der Replikation, Transkription und Translation ist voneinander abhängig. Es gibt keine Replikation ohne Proteine. Es gibt aber auch keine Translation ohne Nucleinsäuren. Selbst wenn wir eine Tonne DNA, 1 Tonne der entsprechenden Proteine und eine Tonne Fett nhemen, mischen und zugucken, würden siese durch die Strahlen der Sonne irgendwann physikalisch degradieren. Du hast kein Leben. Aber irgendwo muss ja die allererste Nucleinsäure entstanden sein. Manche Forscher gehen von einer RNA-Welt aus, die am Anfang entstanden sein sollte. Selbst diese RNA-Welt braucht RNA-Moleküle, die sich gegenseitig vervielfältigen. Nehmen wir 1 Million Tonnen RNA vermischen es mit 1 Tonne Fett und Wasser und beschleunigen den Zufall damit und werfen diese Masse auf einen Haufen. Es wird sich nichts tun. Der Haufen wird zersetzt und wir stehen am Anfang.
Sicher waren die ersten Zellen nicht so komplex wir die heutigen Zellen, aber selbst die einfachste Zelle, die sich vermehren soll ist und bleibt zu komplex für 14 Mrd Jahre. 14 Mrd. Jahre sind ein Furz für solch einen Zufall. Das sind gerade mal 14000 Millionen Jahre. Davon existiert die Erde laut den neuesten Einschätzungen gerade mal 4-5 Mrd. Jahre. In den ersten 1-2 Mrd. Jahren war die Erde dazu noch Lava und war am kochen. Dann bleiben 3 Mrd. Jahre für solch einen Zufall??? Niemals.
ja die wichtigste Funktion war die Zellteilung, aber dafür brauchst du Moleküle, die miteinander wechselwirken. Heutzutage machen das ein Haufen spezialisierter Proteine, die für sich schon hochkomplex sind. es gibt keine einfachen Moleküle die eine Zellteilung ausführen können. Die Prozesse der Abschnürung erfordern schon komplexe Makromoleküle. Und selbst wenn es durch Zufall irgendwo entstanden ist, dann ists vieleicht 1x passiert und wurde danach direkt wieder durch die Witterungsverhältnisse degradiert. Dieser Zufall muss also mehrmals passieren und Zufälle mussten darüber hinaus hintereinander passiert sein, bis eben das Zusammenspiel aller Makromoleküle eine nachhaltige „Fortpflanzung“ bewirkt, die nicht ausstirbt. Die Zufälle wären also nicht additiv sondern multiplikativ und würden die Zeit für solch einen Riesenzufall exponentiell ansteigen lassen.
Exponentielles Wachstum… da sind wir Bitcoiner eigentlich Profis drin. 14 Mrd. Jahre für deisen Zufall, niemals. Eher 14.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Jahre ;-)
neben biologischer Zersetzung gibt es noch die chemische, physikalische und thermische Zersetzung.
muss Information in irgendwas drin sein?Kann eine Informationseinheit nicht für sich alleine stehen?Ich muss diese ja nicht wahrnehmen. Wenn du dich im Keller befindest und niemand davon weiß, bist du ja trotzdem im Keller ;-) aber wir können den Spieß ja mal umdrehen. was denkt ihr ist das kleinste etwas ist, also das was nach dem Nichts direkt kommt?
ich denke schon dass es sowas wie Zeit gibt, ohne den Verstand einzubeziehen. Zeit ist einfach eine Zustandsänderung zwischen 2 Massen.
Zum Thema Information. In einem Buch sind Informationen nur dann Informationen, wenn diese von einem Bewusstsein wahrgenommen werden. Ansonsten ist es nur Tinte auf Papier. Aber selbst Papier und Tinte sind schon „Icon’s“ in unserem Bewusstsein quasi.
Ich denke nicht, weil eine Information, die ohne Bewertung im Raum steht, einfach keine Bedeutung hat.
Also klar kann man Definieren oder sich vorstellen, dass eine Information einfach da ist, so wie man sagen kann, dass die Sonne oder die Erde einfach da ist. Für handelnde Objekte ist aber nicht relevant, ob irgendetwas da ist oder nicht da ist, für handelnde Objekt wie Lebewesen ist es relevant, wie diese vorhandenen Objekte interpretiert und bewertet werden und wie auf diese Objekte reagiert werden soll.
Solange Informationen also nicht bewertet werden, sind diese Informationen quasi wertlos oder egal. Diese Informationen können nicht für irgendwelche Entscheidungen oder Aktionen verwendet werden. Und damit ist es völlig egal, ob es diese Informationen gibt oder ob es diese Informationen nicht gibt. (Wieder ein Fall, wo beide Theorien (Information ist einfach da oder Information entsteht erst mit der Bewertung) im Endeffekt zum gleichem Ergebnis kommen und somit als gleichwertig anzusehen sind. Beide sind also gleichzeitig richtig.)
Informationen bekommen also nur einen Sinn, wenn sie bewertet werden. Nehmen wir doch mal Exkremente als Beispielobjekt. Wir Menschen sehen das als Giftstoff an und bewerten diese Objekte als Negativ. Bedeutet: Wir geben sogar Energie/Macht/Einfluss dafür aus, dass diese Objekte verschwinden (z.B. mit teuren Kanalisation). Eine Fliege bewertet das gleiche Objekt aber grundlegend anders. Eine Fliege sieht einen höheren Wert in diesen Exkrementen weil es ihre Nahrung ist… Eine Fliege handelt in Anwesenheit dieser Exkremente also wegen der Bewertung deutlich anders als Menschen.
Dagegen ist es einem Stein wahrscheinlich herzlich egal, ob er neben Exkrementen liegt oder nicht. Wenn man dem Stein also eine Bewertung über die Exkremente zuschreiben könnte wäre es wahrscheinlich exakt Null.
Und diese Bewertung kann von jedem Objekt über jedes beliebige existierende oder ausgedachte andere Objekt passieren. Mathematische Formeln oder Zahlen wie Pi sind einem Stein oder einer Fliege wahrscheinlich höchst egal, da sie sich darüber keine Gedanken machen. Erst wenn wir diese mathematischen Objekte bewerten und ihre Nützlichkeit erkennen, dann machen diese Abstrakten Gebilde für Menschen einen wirklichen Unterschied im Leben.
(Das erklärt auch die Diskussion darüber, ob es zB. Bitcoin schon immer wenigstens als Idee gegeben hat oder ob es erst mit Satoshi entstanden ist. Beide Theorien liefern exakt das gleiche Ergebnis, da die betrachtete Innovation vor der zeitlichen Entdeckung für uns absolut irrelevant war und damit vor der Entdeckung nicht von uns bewertet wurde. Beide Theorien sind damit wieder exakt gleichwertig und somit beide richtig…)
Für die Aufnahme des eigentlichen ist-Zustandes ist Information also nicht wirklich relevant. Relevant wird eine Information erst dann, wenn wir sie bewerten und die Informationen damit einen Einfluss auf die tatsächlich realisierten Aktionen von uns haben. Es ist genau eine Aktionen aus allen möglichen Aktionen, die physikalisch zur Verfügung stehen (Fachbegriff Thermodynamik: Zustandssumme, analytischen Mechanik: Phasenraum, Quantenmechanik: Hilbertraum… Überall findet sich das gleiche statistische Konzept wieder, dass alle möglichen Zustände gesammelt werden, aber nur ein Zustand im Endeffekt wirklich realisiert wird.)
Informationen sind also nur relevant, wenn sie diese drei Schritte durchlaufen haben:
Aktion/Reaktion/Interaktion/Schlussfolgerung (auch eine bewusste nicht-Aktion ist eine mögliche Reaktion auf den Dateninput)
Erst mit der Reaktion auf die eintreffende Informationen macht eine Information wirklich Sinn. Ohne diese Kette ist die Information bedeutungslos weil sie nicht in die realisierten Aktionen der handelnden Akteure mit einfließt. Und deswegen halte ich die Bewertungen anderer Objekte (also Informationen von unseren Sinnesorganen) für grundlegend wichtig. Diese Verarbeitungsfähigkeit, die Bewertung beliebiger Objekte, die gibt uns Vorteile im Leben (die möglichst besten Aktionen aus dem gigantisch großen Phasenraum auszuwählen.)
Und nur weil es einen Informationsverarbeiter gibt, bedeutet es nicht, dass ein Anderer diese Information auch bewerten muss. Vorallem, wie oben gezeigt, kann ein anderer Bewerter die (mehr oder weniger gleiche Information) völlig anders bewerten.
Ich persönlich denke, dass es überhaupt kein kleistes Objekt gibt.
Sagen wir mal so: Alles was wir so sehen und von der Welt mitbekommen, das objektifizieren wir indem wir die Informationen unserer Sinnesorgane bewerten und kategorisieren. Wir können also alles, was wir uns irgendwie vorstellen können, als komplett beliebige Objekte vorstellen, die wir in ein System packen und diese Objekte miteinander interagieren lassen.
Jetzt kann man aber jedes Objekt immer in kleinere Teile (Unterobjekte) unterteilen, die in ihrem statistischem Zusammenspiel alle Fähigkeiten und Aktionen des großen Makroskopischem Objektes im System erklären.
Da wir mit den Unterobjekten aber wieder generelle Objekte haben, lässt sich das rekursiv praktisch unendlich lange fortsetzen.
Als grobes Beispiel: Staaten funktionieren, weil die Teilobjekte wie Menschen, Autos, Schweine, Bäume usw. miteinander interagieren und im Zusammenspiel genau den makroskopischen Staat wie Deutschland bilden, den wir beobachten können.
Menschen funktionieren, weil die Teilobjekte wie Organe, Herz, Gehirn, Lunge, Magen usw. funktionieren und im Zusammenspiel die Fähigkeiten des Menschen bilden.
Organe funktionieren, weil die einzelnen Zelltypen miteinander interagieren und im Zusammenspiel die Fähigkeiten der einzelnen Organe zur Verfügung stellen.
Biologische Zellen funktionieren nur, weil all die einzelnen Zellorgane wie Zellkern, Mitochondrien, Golgi-Apparat, Zellmembran usw. funktionieren und im Zusammenspiel die Fähigkeit der Zelle bilden.
die Zellorgane funktionieren nur, weil die einzelnen Moleküle, die die Zellorgane bilden funktionieren und im Zusammenspiel die Funktionen der Zellorgane bilden.
Moleküle funktionieren nur, weil die einzelnen Atome funktionieren und im Zusammenspiel die Funktionalität der Moleküle abbilden.
Atome funktionieren nur, weil die Bestandsteile der Atome, die Elektronen und der Zellkern funktionieren und dem Atom seine Fähigkeiten geben.
Atomkerne funktionieren nur, weil die Bestandsteile, die Quarks funktionieren und im Zusammenspiel die Zellkerne bilden…
Kleiner als Quarks nachzuweisen ist aktuell nicht möglich, z.B. auch wegen der Unschärferelation. Aber es ist ja nicht ausgeschlossen, dass wir irgendwann einmal auf atomarer Ebene Maschinen entwickeln können, die ausreichend genaue Messmethoden haben (Die Unschärferelation ist auf die Messmethode von Elektromagnetischer Strahlung zurückzuführen, die selber einen Energieübertrag auf das zu messende System bringt. Umso genauer man z.B. die Position von Atome messen will, desto kürzerwelliges (und damit höherenergetisches) Licht benötigt man was aber bedeutet, dass man dem Atom einen enormen Schubs mit auf dem Weg gibt. Wenn die Energie der Messung also in vergleichbare Größenordnungen wie die Eigenenergie der zu messenden Objekte kommt, dann wird das Ergebnis der Messung relativ zufällig: Quantenmechanik)
Aber Theoretisch könnte man sich ja jede beliebige Theorie ausdenken, die genau das Vorhandensein von Quarks und deren Funktionalität erklärt. Wenn ich also sage, dass da kleine rosafarbende Einhörner umherspringen, die immer genau dann hüpfen, wenn die Quarks interagieren, dann ist das ersteinmal eine valide Theorie (zumindest wenn sie wirklich alle Phänomene der Quarks erklären würden).
Wenn ein anderer aber sagt, dass das eine 14 Dimensionale Stringvibration ist, die die Bewegungen der Quarks erklärt, dann ist das auch ersteinmal eine valide Theorie.
Und von diesen validen Theorien gibt es praktisch unendlich viele, die alle solange gültig und gleichwertig sind, bis irgendwann einmal ein nachprüfbares physikalisches Experiment neue Daten über die Quarks liefert, die dann von einigen Theorien (wie z.B. den Einhörnern) nicht mehr erklärbar sind. Diese Theorien müssen dann eben als Falsch verworfen werden (also neu bewertet werden).
Worauf ich also hinaus will: Nach unten bis ins kleinste Detail gibt es keine Grenze und selbst wenn wir physikalisch an eine messbare Grenze kommen gibt es immernoch genug Phantasie, die hinter der Grenze sich immernoch irgendwelche Effekte oder Interaktionen vorstellen kann. Aber eines muss einem immer klar sein: Solange die Theorien jenseits der evidenten und messbaren Realität liegen ist jede Theorie absolut gleichberechtigt und gleichwahrscheinlich. Nur dass es quasi unendlich viele solcher Theorien geben kann und die Gleichberechtigung aller Theorien die Wahrscheinlichkeit der Realisierung einer einzelnen speziellen Theorie im Experiment sehr gering macht.
Exponentielles Wachstum ist hier eindeutig das Stichwort.
Gehen wir den oben genannten Weg von den großen Staaten bis hin zu den kleinsten Quarks doch mal wieder rückwärts.
Stellen wir uns ein System vor, in dem es nur Quarks gibt, die irgendwie durch die Welt wabern (z.B. Urknall). Diese Quarks schaffen es nicht, irgendwie zu interagieren um stabilere Objekte zu schaffen und schwirren einfach weiter umher. Irgendwann gibt es dann aber einen Zeitpunkt, da schaffen die Quarks es doch: Sie clustern sich zu Atomen zusammen (Weil die Temperatur ausreichend gesunken ist).
Die einzelnen Atome können aber nicht nicht viel machen, es entsteht größtenteils nur das einfachste Atom: Wasserstoff. Aber dieser Wasserstoff clustert sich zu immer größeren Gebilden und fängt irgendwann an, Kernschmelze zu betreiben: schwerere Atome entstehen…
Ich denke nicht, dass ich die ganze Urknalltheorie wiedergeben muss, aber interessant an der Entwicklungsgeschichte ist doch, dass sie erst eine physikalsiche Evolution durchmacht und später dann eine biologische Evolution. Und heutzutage gibt es eine technische Evolution. Diese Entwicklung verläuft nunmal hochgradig exponentiell.
Das Grundprinzip der Evolution ist die Machtmaximierung durch Selektion, also wie kann ein Objekt an mehr Macht bzw. Einfluss kommen um Vorteile für sich zu erhalten?
Ich hab ja oben schon geschrieben, dass man jedes Objekt auch in Teilobjekte unterteilen kann, die im Zusammenspiel die Fähigkeiten des großen Objektes bilden. Solange die mikroskopischen Objekte also funktionieren, solange „lebt“ auch das makroskopische Objekt im Sinne von: Es existiert. Damit das makroskopische Objekt aber irgendwie mit der Umwelt interagieren kann, muss es für jede Interaktion seine eigene Macht ausgeben, die es in seinen Teilobjekten gespeichert hat (Bindungsenergie). Sobald das makroskopische Objekt all seine Macht ausgegeben hat, kann es die Bindung seiner Einzelteile nicht mehr aufrecht erhalten und zerfällt, es stirbt ab.
Ein Objekt kann also nur langfristig überleben bzw. bestehen/existieren, wenn es mehr Energie bzw. Macht durch Angriffe einsammelt als es für die Fähigkeiten und die Versorgung seiner Einzelteile benötigt, ansonsten stirbt/zersetzt sich das Objekt früher oder später.
Objekte werden also nur mächtiger, wenn es Angriffe gewinnt (riskannt, weil es dafür Macht für seine Fähigkeiten ausgeben muss) oder sich mit gleichen oder ähnlichen Objekten zusammen tut und durch Arbeitsteilung oder Emergenz seine Machtausgaben reduziert (die eingesparte Macht kann das Objekt dann für andere Dinge einsetzen).
Objekte können sich also Zusammenclustern und zusammen mächtiger werden als sie es alleine schaffen würden. Aber dieses Clustern hat eine Maximalgröße. Denn ist ein Objekt zu groß, gibt es zu viel Macht für die eigene Bindung aus. Es muss also mit der Größe immer mehr Macht eingenommen werden, die dann aber nicht mehr für Interaktionen mit der Umgebung zur Verfügung steht… Wie kann man trotzdem über diese Grenze kommen und mächtiger werden? Indem sich die makroskopischen Objekte wieder zusammenclustern und damit ein noch größeres Objekt bilden, für das dann wieder die gleichen Regeln gelten,… Das kann man also für jede der ebenen Fortsetzen: Auf jeder einzelnen Ebene gilt das Evolutionsprinzip:
… → Quarks → Atome → Moleküle → Zellen → Menschen → Firmen → Staaten → …
Und mit diesem evolutionärem Prinzip haben sich aus dem Clustern der Quarks die Atome entwickelt, aus dem Clustern der Atome die Moleküle, aus dem Clustern der Moleküle biologische Zellen und aus den clustern der Zellen die Menschen und aus dem Clustern der Menschen die Staaten…
Jedes dieser neuen größeren Objekte hat eine exponentiell größere Wirkmacht mit der Umgebung aber alles ist rein aus dem evolutionärem Selektionsprinzip hervorgegangen. Von den vielen Tausend schiefgelaufen Experimenten zur Bildung von Atomen bekommen wir ja nichts mit. Wir bekommen nur von den Atomen was mit, die stabil sind. Von den tausenden gescheiterten Zellen bekommen wir ja nichts mit. Wir sehen nur die Zellen, die stabil vorhanden sind, sodass wir sie nachweisen können…
Was ich damit sagen will ist: Die biologischen Zellen sind nur ein Baustein zwischen den bisher kleinsten nachgewiesenen Teilchen, den Quarks bis zu den größten Lebewesen, die wir beobachten können: Die Gesellschaft eines menschlichen Staates. Diese Entwicklung ist exponentiell über viele Größenordnungen vonstatten gegangen, vom Bereichen im 10⁻²⁰ Meter bis mehrere Tausend Kilometer. Von Freiheitsgeraden einzelner Atome bis zu ~10²⁸ Freiheitsgerade der Atome in Menschen oder 10⁴⁹ Freiheitsgerade von den Atomen eines Staates…
Wenn man sich diese exponentielle Entwicklung so ansieht, dann kommt die zufällige Entwicklung einer biologischen Zelle einem nicht mehr soo zufällig vor. Es war eine notwendige Entwicklung, dass sich Moleküle zusammenclustern um gemeinschaftlich mehr Macht ausüben zu können. Genauso wie sich die Staaten zusammen tun müssen, um an mehr Macht zu kommen (wie lange dauert es wohl noch bis zum galaktischem Imperium Sicher ist, dass die Machtakkumulation zwangsweise darauf hinaus läuft, wie auch immer so ein Imperium dann ausehen wird…).
Im Endeffekt reden wir von einem Zufall, der durch Selektion in die „richtigen“ Bahnen gelenkt wird. Und die Selektion kennt nunmal nur eine Richtung: Tendenzielle Machtakumulation. Aber weil dieser Zufall auf jeder Evolutionsebene in die richtige Bahn gelenkt wird, was wir an dem exponentiellem Verlauf der Machtakkumulation sehen können, ist es eben auch nicht mehr so unwahrscheinlich wie eine einfache angenommene Gleichverteilung es dir sagen würde.