Größtes negatives difficulty-adjustment seit 3 Jahren.... Hashrate nimmt stark ab

Von heute:

Aktien auf Talfahrt
Bitcoin-Miner wie Riot und Marathon geraten zunehmend in Bredouille

Bitcoin-Miner stehen vor einem neuen Verkaufsdruck, da ihre Einnahmen stark gesunken sind. Dies berichtet der Datendienstleister Kaiko.

Für Sie zusammengefasst

  • Bitcoin-Miner leiden unter Einnahmerückgang nach Halbierung.
  • Unternehmen versuchen Verluste durch höhere Gebühren auszugleichen.
  • Experten warnen vor negativen Auswirkungen auf Märkte durch Verkaufsdruck.

Quelle: https://www.wallstreet-online.de/nachricht/18094279-aktien-talfahrt-bitcoin-miner-riot-marathon-geraten-zunehmend-bredouille

Diese Effekte werden jetzt alle 4 Jahre extremer. Zumal die Transaktionsgebühren auch noch so tief sind.

Dass das kein wirkliches Problem werden soll, gilt unter Bitcoinern quasi als gesetzt. Ich bin da nicht so sicher.

Ich sehe da kein generelles Problem. Die Miner, die nicht mehr rentabel sind, werden durch das Halving aus dem Markt gedrängt. Einige halten sich durch verstärkte BTC-Verkäufe über Wasser. Die Hashrate sinkt und damit die Difficulty. Das Mining für die verbleibenden Miner wird dadurch wieder rentabel. BTC-Verkäufe ebben ab, der BTC-Preis steigt und damit die Gewinne der Miner.

Dauert halt ein paar Monate, bis sich das wieder einspielt.

Dieses Spiel funktioniert nur noch einige wenige Jahre. In 10 Jahren sind 99 % aller verfügbaren Bitcoin durch Mining bereits gefunden. Die Anzahl der Rewards geht einfach gnadenlos gegen 0. Alle Geschäftsmodelle die Rewards benötigen, um zu überleben, werden verschwinden, das ist mathematisch in der Bitcoin-DNA festgelegt.
Der Gedanke wird nur von Bitcoinern durch die Festlegung auf den Glauben, dass die Transaktionsgebühren dann schon hoch (genug) sein werden, um das Netzwerk noch sicher betreiben zu können, verdrängt.

Satoshi selbst hat es gesagt: Es wird in ein paar Jahren sehr viel Transaktionsvolumen geben. Oder gar keins mehr. Aktuell sind wir bei 13 sat/vB Transaktionsgebühren. Ich hätte nicht gedacht, dass die Gebühren noch mal so längere Zeit so runtergehen würden. Und durch das Halving werden die Probleme der Miner dadurch bereits real. Riot Platforms hat bereits 42 % Kursverlust der Aktie - allein in den letzten 3 Monaten.

Ich will hier keine FOMO betreiben, ich bin selbst wöchentlicher BTC-Sparplan-Käufer, aber diese Sache treibt mich einfach um.

Die Gebühren werden langfristig so hoch sein, dass die meisten Miner rentabel bleiben. Zusammenbrechen kann das nur wenn die Gebühren für die meisten Bitcoiner inakzeptabel hoch sind und die Leute Bitcoin abstoßen. Du kannst dir auch selbst die Frage stellen, ab welcher Gebühr, für dich Bitcoin gestorben ist und du anfängst zu verkaufen. Dabei solltest du auch Lightning berücksichtigen.

Verlustbringende niedrige Gebühren könnten eigentlich auch Absicht sein. Sozusagen eine kollektiv selbstorganisierte Strategie von den dominanten Minern, um dadurch die wackelige Konkurrenz in die Knie zu zwingen. Der Zeitpunkt nach dem Halving ist dafür eigentlich ideal.

Ja klar, aber das ist eine andere Geschichte und hat nichts mit dem Halving zu tun. Eine Nachfrage nach Transaktionen ist notwendig, sonst stirbt das Netzwerk.

Deine Sorge kann ich verstehen und sie ist berechtigt, aber wenn Du die Halvings dafür verantwortlich machst, dann stimmt was nicht. Mehr Inflation als Subvention für Miner? Unbegrenzte Geldmengenausweitung zum Schutz der Miner? Ich weiß nicht…

Ich finde es gut wie es ist. So werden wir zumindest nicht ewig warten müssen, bis sich BTC etabliert oder scheitert.

Mining ist ein Geschäft, nichts weiter. Dahinter steckt keine Ideologie oder Religion um den besten Wertspeicher zu schützen. Natürlich kann ein Geschäftsmodell nicht überleben, wenn es nur auf 2 Säulen steht, die eine nahezu komplett wegbricht in den nächsten 12 Jahren und die andere kein exponentielles Wachstum zeigt.

Ich auch.

Sehe ich auch so. Wenn das Netzwerk nicht groß genug wird, um durch Transaktionen zu überleben, dann war das Design von Bitcoin nicht gut genug, so einfach ist das. Wir lernen dann daraus für den nächsten Wertspeicher :slight_smile:

Ich denke übrigens, dass wir keine 8, 10 oder 12 Jahre mehr warten müssen. Beim nächsten Halving wissen wir es bereits. Wenn die Transaktionsgebühren in 3 - 3 1/2 Jahren nicht dauerhaft deutlich gegenüber heute steigen, dann wäre ich sehr vorsichtig, was das gesamte Konstrukt angeht.

Meiner Meinung nach ist diese ganze Sat/vB Diskussion nicht der Richtige Ansatz.
Am Ende entscheidet doch wieder der Preis/Wert von Bitcoin.

Steigt der Preis wird es auch für die Miner wieder profitabel, da die ihren Strom in Fiat bezahlen (oder zumindest gegenrechnen)
Ist BTC bei 1.000.000 angekommen, kann auch eine Transaktion mit 1Sat/vB wieder ein realistischer Wert sein.

Die Frage ist halt, geht das Vertrauen durch sinkende Hashrate zuerst verloren, oder setzt sich Bitcoin durch und der Preis geht 2 ze moon.

Der nächste Wertspeicher von der Art Bitcoin hätte aber ein bisher ungelöstes fundamentales Problem: Wie startet man ein dezentrales proof of work Netzwerk dass von Anfang an dezentral und nicht leicht angreifbar ist? Bitcoin löste das auch nicht und hatte eigentlich nur Glück, dass die die es in seiner verwunbaren Phase kannten, es nicht zerstört haben. Während die Menschen die es zerstört hätten, einfach nicht von seiner Existenz und Bedeutung wussten.

Kann sich irgendjemand ernsthaft vorstellen das Ethereuem oder Cardano irgendwann Wertspeicher und Weltwährung werden? Und wie dann alle Nationen regelmäßig zuhören was Charles Hoskinson oder Vitalik Buterin an Neuigkeiten für den nächsten Update ankündigen. Und China gar kein Problem damit hat, einen Wertspeicher zu adoptieren, der von zentralisierten Entitäten aus dem Westen geleitet wird. Völlig absurd. :smiley:

2 „Gefällt mir“

Richtig. Sollte Bitcoin wg. seiner nicht vorhandenen Inflationierung scheitern, wäre es nahezu unmöglich noch mal ein dezentrales Netzwerk dieser Bedeutung aufzubauen, sehe ich genau so.

Exakt. Das ist die einzige Frage, die mich im Moment in Bezug auf Bitcoin umtreibt.

Und genau genommen ist Bitcoin ja nur scheinbar der erste Versuch. Es wirkt so als wäre von Anfang an alles extrem gut durchdacht. Selten funktionieren menschliche Erfindungen auf Anhieb so gut. In Wirklichkeit ist Bitcoin aber der Höhepunkt einer längeren Entwicklung und einiger Vorläufer Projekte.

Aber bisher läuft es doch ganz gut? Es gibt eine ziemlich große Miningindustrie und wir erleben alle 4 Jahre bedeutende Fortschritte in der Adoption. Und es gibt eigentlich keinen Grund anzunehmen, dass die Adoption nicht schnell genug passiert. Der Preis entwickelt sich auch entsprechend ganz gut. Ich würde sagen die Blutwerte von Bitcoin sind aktuell sehr gut. :smiley:

Ich greife immer sehr weit voraus und suche das Haar in der Suppe. Misstrauen, wenn alle Euphorie verbreiten, hat mir in Sachen Geldanlage schon oft die Haut gerettet. Aber ich gebe Dir recht, aktuell scheint alles in Butter zu sein. Evtl. sehe ich auch zu schwarz, aber in der Frage habe ich ein waches Auge, gerade wenn Mining-Unternehmen drastisch an Börsenwert verlieren, weil das Geschäft nicht mehr so läuft.

1 „Gefällt mir“

Ich glaube Miner können auch einen Teil ihrer Geräte abschalten, und die Hosting-Plätze solange an andere Unternehmen vermieten.

Oder es gibt mal wieder ein Rettungspaket, finanziert durch BlackRock. :wink: (wie bei Core Scientific in der Vergangenheit)