Gefangen in der Netzwerkgebühr oder in der Verkaufsgebühr?

Roman sagt immer: „Prüfe und finde den Fehler von BTC“
ich hab einen gefunden :slightly_smiling_face:

sagen wir, ich verwahre 2024 5x 1000€ auf 5 verschiedenen Adressen über die BitBox02.
ich brauche in 5 Jahren diese 5000€ in Form von Euros (falls es € dann noch gibt)
Das Zurückwechseln dieser 5000€ von BTC in Euro könnte schwierig werden, wenn zB:

  1. „Die Regierung/EU“ ein Gesetz erlässt, dass ALLE BANKEN in der EU verpflichtet sind, zB 85% Wechselspesen einzubehalten und als Steuer an den Staat abzuführen.
    Dann hab ich zwar meine BTC, die mir keiner nehmen kann, aber ich komme nicht mehr zurück in Euro, ohne 85% Verlust zu machen

  2. Netzwerkgebühr in 5 Jahren?
    Was, wenn in 5 Jahren die Netzwerkgebühr 1000€ beträgt? Dann muss ich für den Transfer meiner 5000€ eine Gebühr von 1000€ bezahlen, auch nicht lustig.

Sind diese Fragen gerechtfertigt oder wo liegt mein Denkfehler?

Und wo ist jetzt der Fehler?

  1. Liegt außerhalb der „Zuständigkeit“ von Bitcoin. Wenn deine Regierung Müll macht, kann das Netzwerk es nicht ändern. Musst du eben auswandern und Länder-Arbitrage betreiben :slight_smile: Alternativ einfach nicht in Euro tauschen und direkt in BTC bezahlen.

  2. Ist alles eine Frage von Angebot und Nachfrage. Wenn keiner diese Gebühren bezahlen will, werden sie auch wieder sinken. So lange sie bezahlt werden, kann es ja kein Fehler sein. Das das natürlich für den Einzelnen mit kleinem Bag problematisch sein kann, ist klar. Dafür gibt es Lösungen wie Lightning.

Beide Fälle sind kein Bitcoin Problem, sondern eher individuell veranlagt. Fünf Jahre ist auch ein relativ kleiner Anlagehorizont, wenn man von Bitcoin als Investment sprechen möchte. Da du komplett „auscashen“ willst, gehe ich mal davon aus, dass du Bitcoin als Anlagevehikel siehst. Bei so kurzen Anlagezeiträumen schwingt immer ein enormes Risiko mit.

Dazu: Was siehts du als Alternative? Tagesgeld? Kopfkissen?

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Zu 1:
Der Gesetzgeber könnte natürlich immer ein krasses Gesetz machen, z.B. „Alle Aktiengewinne sind mit 110% zu versteuern“. Dann würde man durch Aktien unter Garantie nur noch Verlust machen.
Oder „Alle älteren Häuser die nicht teuer gedämmt werden dürfen nicht mehr vermietet werden“. Woraufhin dann die Immobilien an Wert verlieren würden. Ach ne, das ist ja echt! :smile:

Bitcoin ist aber aufgrund von seinen Eigenschaften von allen Vermögensklassen die bei welcher sich das immer am schwierigsten durchsetzen lässt.

Zu 2:
Ja das könnte sein. Muss man halt so sagen.
Wenn die Gebühren höher sind, ist aber auch der Kurs höher. Wenn die Gebühren bei 1000€ wären sollte auch der Preis entsprechend höher sein.
Wenn man die Bitcoin jetzt noch sinnvoll bewegen kann, geht das daher auch in Zukunft noch.
Aber könnte gut sein dass in Zukunft Bitcoin self-custodial unter Betrag X keinen sinn mehr macht.
Ist ja jetzt schon so unter 100€.

Sehr unwahrscheinlich dass zwar die Gebühren steigen aber der Kurs nicht.