FAZ: Bitcoin = Lehman Brothers

„Auf die Lehman-Omas sollten nicht die Krypto-Omas folgen.“:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/thema/lehman-brothers

Es gibt einige starke Gegenstimmen bei der FAZ degen, dass Banken wie die Sparkasse Bitcoin nehmen sollten, denn dies könnte ja die Omas schröpfen.
(Genau, Bitcoin schröpft Ersparnisse, nicht die Inflation…)

Aber im selben Atemzug gibt der Wirtschaftsredakteur Tim Kanning an:
„Doch für den Moment gilt: Was genau da gehandelt wird (irgendwas mit Datenpaketen in der Blockchain), dürften die wenigsten verstehen.“

Das is auch mal wieder Inkompetenz auf einem anderen Niveau…

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Naja, so ganz falsch ist das nicht.

Doch wenn die Banken und Sparkassen den Kryptohandel nun für die breite Kundschaft öffnen wollen, sollten sie und die Aufsicht sicherstellen, dass die Kunden wissen, was sie da tun.

Damit hat er ja erst einmal Recht. Die Frage ist berechtigt, ob die Sparkassen-Mitarbeiter hier kompetent beraten werden. Das hängt ja oft auch von der subjektiven Sicht auf Bitcoin ab. Erfahrungswerte gibt es ja leider nur ein paar Jahre.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Leute mit dem Wunsch zur Bank gehen werden, auch mal in diesen „Bitcoin“ zu investieren, ohne das Risiko zu kennen.

Du meinst das Risiko nicht in Bitcoin zu investieren?

Bankberater handeln nicht im Interesse des Kunden. Die aktiven Fonds schlagen über Jahrzehnte nicht einen einfachen World ETF und das wird den Kunden verschwiegen oder falsch verkauft. Ich habe selber schon mehrere Freunde aufgeklärt und konnte dort deutlich erkennen, dass die Performance der Bank-Fonds wirklich schwach war und die Kunden aus Unwissenheit dem Berater vertrauen. Das wird bei Bitcoin genau so sein. Banken ist egal wie Volatil Bitcoin ist, so lange sie hohe Gebühren für die Verwahrung verlangen können. Wahrscheinlich wird einem diese Verwahrung noch als „die sicherste Option“ verkauft.

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Also sie können sagen „kaufen“ oder „verkaufen“. „Not your keys, not your coins“ wohl eher nicht…

Gerade dabei werdren die Banken doch zur Vorsicht raten. Genau das ist doch ihr Beruf.
Zumindest in der Theorie, wenn es nicht um Schulden geht…

Wenn sie den Job nichtmal können, sollte man sich fragen wie oft man sich schlecht beraten lassen will, bevor man sich selbst informiert. Bei der Oma ist es auch so, die checkt den Kurs nicht alle 5 Tage und wird daher das Investment wahrscheinlich so lange liegen lassen, bis es tendenziell mehr wert ist.
:thinking:

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Na gut, stimmt schon!

Bei Lehman habe ich mir damals auch gedacht selbst schuld, wenn man etwas kauft ohne sich anderweitig zu informieren.

Auf den Bankberater zu vertrauen ist natürlich Unsinn.

Trotzdem stelle ich mir die Oma vor, die Bitcoin kauft weil sie es von den 100% überzeugten Enkeln gehört. Morgen fängt dann der nächste Bärenmarkt an und wir sind wieder bei 20k.

Also das Risiko mit Aktien (ETFs) ist auf jeden Fall geringer. Die Chance natürlich auch.

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Leider! Wir vertrauen doch auch dem Arzt, dem Koch, dem Elektriker usw. → in allen Branchen gibt es schwarze Schafe … im Investment-Sektor gibt es nur zu wenige weiße ….

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Aber um fair zu sein. Viele Menschen wollen die Verantwortung abgeben und nicht ihre Keys selber verwalten. Und dafür soll die Bank sich auch bezahlen lassen.

Das ist halt in unserem System integriert: Verantwortung bitte abgeben, dann bist du sicher.

Ich freue mich schon auf die ganzen: „Mann verliert Millionen in Bitcoin, weil er der Key nicht findet. Bitcoin selber verwalten ist unsicher!“ und „Börse gehacked. Bitcoin verwalten lassen ist unsicher!“ → Bitcoin ist unsicher!

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