DAC8 - Welche Broker fallen nicht unter diese Regelung?

Ja, genau, :slight_smile:
Was noch zu beachten ist, ist das Vererben der Bitcoin. Wenn die Erben dann die Bitcoin in FIAT wechseln müssen, dann fängt das Dilemma an. Schon deshalb ist eine saubere Dokumentation wichtig.

Klar kann man diese Dienste nutzen, aber gerade dann sollte gut dokumentiert werden. Ich glaube nicht, dass es möglich sein wird, ganz unter dem Radarschirm zu agieren.

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Aber ein Stablecoin macht ja so gesehen weder Gewinn noch Verlust und meine Frage zielte darauf ab, ob ich durch dieses Swapping-Manöver meine BTC-Bestände nicht vor den Neostasileuten verbergen könnte?

Es nehmen nicht alle Länder an DAC8 teil hörte ich.

Also Anbieter in Serbien oder den Philippinen dürften z.B. nichts melden.

Wenn ihr euren steuerlichen Wohnsitz wo anders habt wird ausserdem nur dorthin gemeldet angeblich.

Das ganze Thema der Regulierung…. Wir als echte Bitcoiner - sollten uns diese ganze Gegebenheiten nicht ein “Geschenk” sein. Ein Geschenk deshalb, weil wir mehr und mehr tüfteln müssen, um souveräner zu werden. Genau dieses Thema hat mich dazu veranlasst, mich nochmal mit dem Thema der eigenen Node auseinanderzusetzen. Nun läuft meine eigne node über umbrel (bin ja kein “Hacker” - habe also nicht die tiefste Ahnung in diesem technischen Umfeld - ChatGPT hat mich bestens dabei untzerstützt - musst nur eben aufpassen, dass keine sensiblen Daten weitergegeben werden). Weiterhin betreibe ich den Mempool über genau diese node, die Hardware-Wallet läuft nun auch darüber, das Lightning nutze ich auch darüber - kann nun sogar, wenn ich über Lightning zahlen möchte, dies ebenfalls mittels Zeus direkt über meine node abwickeln (habe es getestet mit einer Spende an das Blocktrainer-Team - hat funktioniert), mittels Robosats kann ich auch sats erstehen Person zu Person - wie genial ist das denn - wobei ich feststellen muss, dass der Marktplatz dort noch ziemlich “dünn” ist… War es nicht Satoshis Idee, ein freies Geldsystem zu kreieren? Wenn eben die ganzen Börsen und Exchanges geknebelt werden mit DAC8 und Co, dann gehen wir auf den Marktplatz - oder? Weiterer Nachtrag - Nach jedem Handel bei Robosatz kann man eine kleine Datei abspeichern - mit allen notwendigen Daten zur Transaktion - wegen Nachweis - falls benötigt.

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Ich habe hierzu eine Frage bezüglich der genannten Börsen die nur in der Schweiz tätig sind.

Werden nun Daten übermittelt wenn man als EU Bürger in einer der besagten Börse BTC kauft oder nicht?

Du kannst Bittr nutzen, ist auch in der Schweiz, aber im Unterschied zu Relai und Pocket kein FULLKYC notwendig…zumindest bisher. Du hast dann allerdings das 999€/Monat Limit wenn ich nicht irre.

Weißt du zufällig wie es bei DFX ist?

Ich verwende jetzt Bittr für meinen Sparplan. Die ca 1000€ im Monat genügen mir und ich habe nochmal explizit wegen Dac8 bzw Carf angefragt. In der Schweiz ist etwas derartiges in Vorbereitung aber aktuell wird nichts an niemanden gemeldet.

DFX wird das gleiche Limit haben, da dieses Limit nicht von Bittr/DFX vorgegeben wird, sondern von einer anderen regulietenden Stelle und für alle Non KYC Käufe als Limit gilt. Bei Pocket zB gibts auch so ein Limit.

Bei Pocket gilt das selbe Limit für Einzelkäufe und das ist wohl noch NON KYC. Für wiederkehrende Käufe bzw. Sparpläne wird FULL KYC verlangt.

Für Bittr brauchst Du doch deine IBAN. Dann ist das KYC eben bei deiner Bank, incl. Name, Adresse, Steuernummer usw.

Was genau bringt das “Non-KYC” bei Bittr dann im Endeffekt?

Gegen KYC hätte ich indem Fall nichts, ich Frage mich nur ob diese Börsen (bittr, DFX oder Mr.Pelerin) jetzt schon an DAC8 teilnehmen oder nicht, was zumindest Kunden aus der EU angeht.

Soweit ich weiß haben Börsen/Broker außerhalb der EU nichts mit DAC8 zu tun. Das heißt du musst wie bisher deinen Steuerpflichten selbst nachkommen!

Richtig, meine Daten wären über die IBAN dennoch herauszufinden. Das lässt sich nur durch direkten P2P Trade vermeiden. Und auch da nicht immer 100%. Der Kreis der möglichen Wisser der Transaktion und Daten der Teilnehmer wird nur verkleinert.

Aber in erster Linie ging es mir darum, einen Service zu finden der nicht DAC8/CARF unterliegt - was ich mit Bittr gefunden habe.

@whoami23 Nein, diese 3 Dienste unterliegen (noch) nicht DAC8/CARF. Aber man arbeitet auch in der Schweiz bereits an einer Umsetzung von CARF. DAC8 ist EU-weit und trifft damit nur schweizer Broker die auch irgendwo in der EU einen Sitz haben. Nicht aber solche, die nur in der Schweiz sind.

@phifi danke für deine Einschätzung, genau da war ich mir bzw bin ich mir nicht sicher, den ja ich habe das selbe gelesen wie Du, allerdings behaupten manche Quellen, das obwohl sie an DAC8 noch nicht teilnehmen, sie trotzdem Kunden aus der EU melden müssen. Was aber ein Wiederspruch ist, denn dann nehmen sie ja doch an DAC8 Teil :thinking:

Entscheidend ist nicht, woher der Kunde kommt, sondern ob die Firma/Broker/Börse einen Sitz in der EU hat. Dann unterliegen sie DAC8.

Wie so oft bei rechtlichen Themen gibt es viel Halbwissen “da draußen” bzw. bei uns kaum mehr Rechtssicherheit. Ich habe meine Info zumindest direkt vom Bittr Support und verlasse mich da letzten Endes auch nur auf Fremdwissen.

Nein, entscheidend ist, ob sie Nutzer mit Steuerwohnsitz in der EU auf ihrer Plattform zulassen. Wenn sie nicht aktiv verhindern, dass sich steuerpflichtige Personen aus der EU bei ihnen einen Account erstellen, sind sie dazu verpflichtet DAC 8/CARF umzusetzen. Egal, ob sie ihren Firmensitz in der Schweiz, den Kaimaninseln, Singapur oder der Westsahara haben.

Wie aktiv sie die Accounterstellung aus der EU verhindern ist dann die andere Frage. US Bürger, die weltweit steuerpflichtig sind, sind außerhalb der USA äußerst ungern gesehene Kunden, da ein Konto für sie mit allen Auflagen der USA verbunden ist. Inwieweit die EU hier in Zukunft ihr Recht bei Plattformen in Singapur oder China durchsetzen kann, bleibt abzuwarten.

Die Schweiz ist aber auf jeden Fall leichte Beute und hat in den letzten Jahrzehnten bereits umfangreiche Zugeständnisse an die sie umgebende EU gemacht. DAC8 wird da auf jeden Fall umgesetzt werden.

Genau wie CARF jetzt schon. Es gibt aber Banken, die historisch noch EU Kunden haben und trotzdem noch nicht melden. Es ist auch nicht davon auszugehen, dass die EU sofort einen Flugzeugträger auf den Genfer See schickt, aber sie werden da schon Wege finden, das durchzusetzen.

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Jop, so ist es.

Danke für die detailierte Ausführung.

Auch wenn ich von einem aktiven Verhindern nichts gemerkt habe. :man_shrugging:

Heißt das, dass ihr deswegen alle nun keine BTC mehr kauft?

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Doch, und am Besten auch damit bezahlen, damit das Netzwerk lebt! Denn die Überschrift des Bitcoin Whitepapers lautet:

Bitcoin: Ein elektronisches Peer-to-Peer-Cash-System

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