Coldcard Wallet Sicherheitslücke

Wie kommt man auf so eine Idee? Wenn dem so wäre, dann hätte diese Aktion nicht stattgefunden. Diese Coins sind weder weg, kaputt, noch unbrauchbar. Es werden Wege und Mittel gefunden, die Coins wieder in den Umlauf zu bringen. Ich könnte das nicht, aber ich könnte auch nicht über 1000 BTC klauen ;)

Vielen Dank für die ehrlichen Worte!

Ich kenne in meinem Umfeld niemanden der Bitcoin hält und bin immer davon ausgegangen, dass solche Punkte von Selbstverwahrern zum „kleinen 1x1“ gehören welches man sich am Anfang der Reise aneignet. Da habe ich die Situation komplett falsch eingeschätzt, vielen Dank für diese Erkenntnis.

Du hast keine Ahnung wovon Du sprichst.

Kennst du die Historie deiner bisherigen Sats? Bist du dir sicher, dass da nicht ein Sat zwischen ist der vielleicht auch bei einer dubiosen Aktion beteiligt war?

Ich habe meine Sats diesbezüglich noch nie geprüft. Bei einem 50€ Schein ist es auch jedem egal, dass dort Spuren von diversen Substanzen nachweisbar sind.

Ich komme auf dieses, weil alleine der Gebrauch von Mixern, oder Bitcoin aus anderen Hacks, die bekannt sind, werden Börsen nicht abgenommen wenn man den Nachweis nicht bringen kann, woher diese …. oder eben aus einem Hack wie diesem hier. Man wird zum Katz und Maus Spiel gezwungen. Bitcoin ist Pseudonym. Selbstverständlich finden sich Wege, aber man ist gezwungen unter dem Radar zu agieren. Tracking Tools und Sicherheitsfirmen sind garantiert mit Hochdruck dran. Aber vielleicht weisst du mehr darüber, wie es locker gehen kann.

Ich persönlich war immer sehr skeptisch mit dem Thema beim Auswürfeln des Seeds und habe mich damals bewusst für die Bitbox und Open Source entschieden, da Open Source an der forderster Front steht, angegriffen zu werden, um Schwachstellen zu identifizieren.
Am Ende ist dieser Coldcard Vorfall für Bitcoin ein wichtiger Meilenstein, um noch resistenter auf Angriffe durch Dritte zu wiederstehen.
Mit einer zusätzlichen Passphrase macht man aber meiner Meinung nach nichts falsch und erhöht die Entropie.

Ich kann nachweisen woher ich die SATs mit meinem Geld gekauft habe habe. Die gesamte SAT History natürlich nicht. (wäre die Verantwortung der Börse)

Aber hier um das Tracking zu veranschaulichen. Die aktuellen BTC Adressen sind bekannt.

Leider weiss ich auch nicht mehr wie du. Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass diesen Coins nicht über irgendwelche Verfahren die Historie entfernt werden kann und dann über eine Börse mit lockerer Regulatorik Stück für Stück wieder unter die normalen Leute gebracht wird.

Ansonsten wäre die Aktion sinnfrei, extrem unlogisch und unnötig mit eventuellen Konsequenzen verbunden.

Edit:

Genau, hier treffen wir uns gedanklich wieder :slight_smile:

Das ist auch so ein Reflex, der überall zu lesen ist: Schuldzuweisung.

Wenn ich jetzt 1 Mio. auf der Lehmann Bank habe und die geht hops, dann mag es zwar sachlich korrekt sein, dass Lehmann, Spekulanten oder die Fed oder Sonstwer die Schuld hätten, die Verantwortung liegt aber trotzdem bei mir.

Die Schuld anderer entbindet nicht von der eigenen Verantwortung.

Die eigene Verantwortung hört auch nicht beim Kauf einer Hardware Wallet auf.

Ich bleibe dabei. Wer die Entropie seiner Coins nicht versteht, nimmt Risiken in Kauf.

Nun wir wissen nicht was dahinter steckt. Es kann auch ein genereller Angriff auf CC sein. Ein Insider, keine Ahnung. Habe an anderer Stelle bereits erwähnt dass es überraschend ist das man einem Gerät vertraute dessen Code alles andere war als Vertrauenwürdig. Ich kann nur sagen habe mehrere Folgen von BTC Sessions gesehen (meistens im Hintergrund nur zugehört) aber die Videos endeten vielfach in Kumpelhaftigen-Gelächter. Man war sich so sicher …und nun die betretenen Gesichter zu sehen. Man hat realisiert was für eine peinliche Show man abgezogen hat und Geräte den Leuten angepriesen die sowas von … Naja lassen wir es. Hier in Europa sollten es wenige sein, die CC Geräte nutzen. Kenne keine Zahlen dazu.

Du bist eine der wenigen vernünftigen Stimmen in diesem Thread, und einer der Wenigen, der versteht, wovon er spricht. Ein kurzer Lichtblick, und dann mit der ersten Antwort auf deinen Post wieder zurück in die finsterste Nacht.

Ich hab mich jetzt nach Langem auch wieder mal angemeldet, extra um dir ein Herzchen zu geben – anscheinend sind die hier jetzt sonst weniger soliden Beiträgen vorbehalten.

Ich finde beide Aussagen zutreffend.

Klar, wer bei der Seederstellung darauf vertraut, dass die Bitbox das mit der Entropie richtig macht, macht eben das, er vertraut der Bitbox, und das kann nach hinten losgehen wie man derzeit sieht.

Auf der anderen Seite gibt es selbst jetzt nicht den geringsten Hinweis dass es zB bei der Bitbox irgendein Problem gibt. Und die Abweichung von der einfachen standart Seederstellung kann Anfänger und Technik-Laien verschrecken oder zu fatalen Fehlern führen.

Auch WKs Argument finde ich legitim, denn wird auf der Bitbox irgendwann mal ein fehlerhaftes Update aufgespielt (wenn auch sehr unwahrscheinlich) könnte das dazu führen, dass der Master Private Key nicht aus den eingegebenen Wörtern und Passphrase berechnet wird. Dann ist es egal wieviel starke eigene Entropie man in die Wörter gesteckt hat.

Am Ende muss man immer dem Gerät vertrauen, das vor einem liegt. Deswegen mein Tipp für Fortgeschrittene: Diversifikation. Mehrere Wallets, mehrere Hardwarewalletanbieter, mit/ohne Passphrase.

Für Anfänger: Macht Euch nicht verrückt und fangt einfach an. Macht es nicht zu kompliziert.

Wer die Bremsanlage seines Autos nicht versteht und nicht selbst prüft sondern vom TÜV prüfen lässt (vertraut), nimmt Risiken in Kauf!

Meine learnings aus der Sache für die Zukunft sind: Erstens, die Hardwarewallet immer noch zusätzlich mit einer Passphrase zu schützen und zweitens immer noch zwei verschlossene neue Hardwarewallets verschiedener Hersteller auf Reserve zu haben, um bei einem solchen Fall schnell reagieren zu können und seine Coins auf eine Wallet eines dann nicht betroffenenen Herstellers zu ziehen.

Da wäre doch m.E. sinnvoller, die beiden alternativen HW bereits eingerichtet und getestet (hinsichtlich der Passphrase) vorzuhalten, um beim „schnellen reagieren“ nicht in Stress zu kommen, bei dem einem vielleicht Fehler unterlaufen.

Nachteil wäre halt: man setzt auf einen alten Firmwarestand. Aber wenn keine Risiken öffentlich werden (wie jetzt eben), sollte das ok sein.

Natürlich kann man das Flugzeug nicht selbst warten, bevor man eincheckt. Wir gehen im Leben ständig Kompromisse ein, und Vertrauen anderen. Es wäre schlimm, wenn das nicht so wäre. Dann wäre kein soziales Leben möglich. Jeder muss für sich selbst entscheiden wie viel Verantwortung er tragen kann und möchte.

Tatsächlich liefert die Causa ColdCard nicht nur eine Argumentationsgrundlage für mehr Self-Custody, sondern auch für weniger. Sinngemäß: „Der Exploit hat gezeigt, dass Plebs nicht in der Lage sind, ihre Coins selbst zu verwahren. Deshalb ist es für viele besser, ihre Coins einem Custodian anzuvertrauen, weil diese mehr Expertise bei der Verwahrung haben.“ (Es war kein Hack, es war ein Exploit).

Wir haben fälschlich angenommen, dass Self-Custody einfacher sei, als gedacht. Das wurde nun schmerzlich widerlegt. Unsere Annahme war falsch! Es genügt nicht, anstatt einer Börse einem einzigen Hersteller zu vertrauen.

Wer nicht weiß, wie er seine Coins selbst sichern kann, der sollte zurück auf eine Börse oder Bank wechseln. Wer denkt, sein 25. Wort biete ausreichend Schutz, sollte ausrechnen können, ob das wirklich der Fall ist. Letzteres ist mit Unterstützung von Sprachmodellen sehr einfach geworden:

Wie sicher ist ein Bitcoin Seed, der mit einer Passphrase gesichert ist, wenn die 24 Wörter selbst vollkommen komprommitiert sind?

Es gilt nach wie vor: Do your own research!

Jeder, der sich nicht tiefer mit der Entrophie seiner Coins beschäftigen möchte/kann, vertraut doch auf obige Aussagen und meint (meinte) zu wissen seine Coins ausreichend gesichert zu haben.

Natürlich!

Coinkite hat auch nie behauptet, dass die ColdCard zu meiden wäre, weil sie unsicher ist.

By using this security architecture, you can rest easy knowing that it is currently close to impossible to breach the COLDCARD Mk4. The use of two secure elements and a microcontroller for splitting secrets that are only accessible after going through extensive cryptographic handshakes greatly reduces the device’s attack surface.

unmatched hardware security

Funds remain under the user’s control, secured by COLDCARD’s battle-tested hardware design.

Will sagen: Das liest sich alles genauso.

Lieber doch zu Würfeln und eine Passphrase für das „kleine“ Konto zu nehmen und für das „große“ Konto multi-sig zu nutzen

Ich frage mich mittlerweile ob es bei soviel Zufälligkeit nicht möglich ist, dass z.B. eine BitBox, Trezor oder so, nicht rein zufällig einen Seed ausspuckt der im selben Adressraum liegt, der gerade abgesucht wird. Desweiteren erschließt sich mir der Hype um die Passphrase nicht wirklich. Sicher, wenn der Seed kompromittiert wird, das Backup in die falschen Hände gerät, dann ist das die letzte Bastion. Nichtsdestotrotz steckt dahinter auch nur ein Privatkey und der kann doch auch rein zufällig von z.B. einer HW generiert werden. Ist unwahrscheinlich aber möglich. Oder täusche ich mich hier komplett??? In meinen Augen ist MultiSig die sicherste Art seine Coins zu verwahren.

Genau so ist es :+1: