''Boom-and-Bust''-Zyklen unter einem Bitcoin-Standard

In der Weltwirtschaft sind immer wieder ‚‚Boom-and-Bust‘‘-Zyklen beobachtbar. Würde ein Bitcoin-Standard dieses Problem lösen?

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sehr schöner Artikel, auch wenn sich über eine Realität nur mutmaßen lässt.

Tristan, neuer Autor bei blocktrainer.de :o

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Spannender Artikel, gerne mehr davon! :clap:

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Inhalt ist Top!
So lese ich gerne wieder mehr vom Blocktrainer.

Besser als „Der Staat is kagge“ ist „Dies läuft hier immer falsch“ auf jeden Fall!

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Als ob wir jemals irgend wo geschrieben hätten „Der Staat ist kacke“… das Zitat suchste mir mal bitte raus.

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War eine Anspielung auf das Video, in dem viele starke Vereinfachungen gemacht wurden, die mir so gar nicht geschmeckt haben:

Nach dem Motto „BGE is kagge, weil kommt aus Inflation“

Aber wenn wir bei Quellen sind, wie wäre es bei diesem Satz im Artikel:

„In anderen Märkten ist man sich doch meist einig, dass ein freier Markt das beste Ergebnis zum Vorschein bringt.“

Wo ist denn dieser „freie Markt“?

Sehr spannender Artikel. Es ist wohl davon auszugehen, dass Boom and Bust Zyklen sehr wohl ihr Fundament in der lockeren Geldpolitik haben. Durch die Bestimmung des Preises von Geld (Zinsen), treffen die Marktteilnehmer Entscheidungen, die sie vielleicht sonst nicht getroffen hätten.

Aufgrund der Tatsache, dass eine zentrale Instanz niemals alle Informationen korrekt bewerten und daher auch keine rationalen Schlüsse ziehen kann, führt jeder Boom Zyklus, über kurz oder lang, zu einem Bust Zyklus, weil Ressourcen durch falsche Anreize, falsch allokiert werden. Je länger die künstliche Boom-Phase dauert, desto tiefer auch die darauffolgende Bust-Phase.

Angurten nicht vergessen, die nächsten Monate / Jahre wirds krachen. Versicherung mit Bitcoin abschließen!

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Hey, damit ist gemeint, dass in anderen Bereichen der Preis eben nicht durch den Staat/Zentralbank, sondern durch den Markt festgelegt wird. Da hat der Staat zwar auch seine Finger im Spiel und gibt quasi die Rahmenbedingungen vor, aber dennoch wirken dort die Mechanismen des freien Marktes/Wettbewerbs. Und da sind sich auch die Mainstream-Ökonomen einig, dass man diese Mechanismen wirken lassen sollte, um einen Gleichgewichtspreis herausbilden zu können.

Danke auf jeden Fall für dein Lob!

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Vielen Dank für die Erklärung, das war mir nicht klar.

Dachte immer freier Markt und staatlich regulierter Markt schließen sich aus, das kam bei mir immer so an.

Das man keine Planwirtschaft machen sollte finde ich auch korrekt, daher sollte man ab und an evtl. die Begriffe genauer deklarieren.

Kein Problem!
Ja, an sich haben wir auch keinen freien Markt. Aber wir haben auch keine komplette Planwirtschaft. Eine zutreffende Bezeichnung für das aktuelle vorherrschende Wirtschaftssystem ist meiner Meinung nach ein „gehemmter Markt“.
Dementsprechend ist die Schuldzuweisung für das Schlechte in der Wirtschaft auch immer schwierig. Viele behaupten z.B., dass die Schere zwischen Arm und Reich wächst wegen freien Märkten und Unternehmertum. Andere wiederum schieben das auf u.a. den nicht freien Geldmarkt. Meiner Meinung nach gibt es aber für das Letztere die eindeutig besseren Argumente :wink:

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Das heisst die Finanzmärkte werden bald crashen ?

Das kann leider niemand wirklich wissen. Wir haben ja schon Kurseinbrüche in den Finanzmärkten gesehen. Es wäre auch denkbar, dass jetzt wieder weiter Geld gedruckt wird und die Zinsen gesenkt werden. Das könnte die Finanzmärkte wieder auf neue Höchststande katapultieren. Die Prognose in dem Artikel ist eher, dass wir diese Zyklen immer sehen werden, solange es Fiatgeld gibt.

Schließt sich doch eigentlich nicht aus oder?

Also das Unternehmertum, welches völlig enthemmt akkumulieren kann könnte zusammen mit dem „nicht freien“ Geldmarkt verantwortlich sein. Das Menschen immer gieriger werden und Gelddruck ein Problem ist schließt sich ja nicht aus.

Genau, das schließt sich nicht unbedingt aus. Man kann aber festhalten, dass Länder in denen es freiere Märkte und mehr Unternehmertum gibt, auch die Länder sind, in denen es dadurch allen immer besser gibt. Interessant ist dabei auch das Beispiel von China. China war ein extrem armes Land und seitdem es freiere Märkte gibt, gibt es immer mehr Millionäre, aber auch geht es der Ärmsten immer besser.

Als Unternehmen ist das Hauptziel immer mehr wert zu sein („shareholder value“). Dadurch „müssen“ sie quasi „gierig“ sein und immer mehr Gewinne/Umsätze erwirtschaften. ABER, das schaffen Unternehmen eigentlich nur dadurch, dass sie etwas anbieten, was für die Menschen einen Mehrwert hat.

Bei Monopolen ist das wieder etwas schwieriger, aber es gibt gute Argumente dafür, dass wirkliche Monopole nur in Zusammenarbeit mit dem Staat entstehen können und nicht auf einem gänzlich freien Markt.

Das sind alles ultra komplizierte Thematiken, aber da lohnt es sich auf jeden Fall mal die Argumente aller Seiten sich anzuhören und sich dann eine eigene Meinung zu bilden.

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