Bitcoin - Kann die Ungleichverteilung auch das Ende von Bitcoin bedeuten?

Hallo, derzeit haben die meisten Menschen auf der Welt keine konkrete Meinung zu Bitcoin. Aber was wenn sich das ändert und Bitcoin viel wichtiger wird als derzeit. Was ich vermute.

These: Bitcoin wird aufgrund seiner Natur eine direkte Konkurrenz zu Fiat Währungen. Bisher hat Bitcoin noch wenig Einfluß. Nun entdecken Staaten und damit deren Einwohner folgendes: Wenige Millionen Menschen haben mit Abstand die größten Anteile an Bitcoin. Die restlichen Milliarden Menschen haben keine bis wenige Mengen. Diese Ungleichverteilung führt zur Ablehnung der Menschen und der Staaten. Ein Verbot erfolgt in den meisten Staaten der Welt: Börsen dürfen nicht mehr in Fiat tauschen, Firmen dürfen keine Zahlungen die aus Bitcoin stammen „könnten“ entgegennehmen. Mit Androhung sehr hoher strafen bis hin zur Inhaftnahme. Besitz und Handel stehen unter Strafe nach einer Übergangsphase.

Ich persönlich glaube nicht das es in der nächsten Zeit so passieren kann. Aber wenn ich so 10-20 Jahre in die Zukunft schaue könnte das durchaus passieren. Was denkt ihr?

Also ist Bitcoin im schlimmsten Fall genau so ungleich verteilt wie das aktuelle Fiat Geld?

Aber im Gegensatz zu Fiat, führt viel Bitcoin nicht automatisch zu noch mehr Bitcoin.

Bitcoin wird sparen belohnen und man muss seine Investments besser überdenken und weniger Risiken eingehen, egal ob man viel oder wenig besitzt.

Irgendwie lese ich in letzter Zeit so viel (sorry) absurde Ideen, was wäre wenn sein könnte aber oder Ideen. Ist das die Erkenntnis „Es ist zu einfach und gut um wahr zu sein?“ Es fehlt noch die Frage: Was ist wenn Aliens mit einer besseren Technologie kommen?

Es ist Sound Money. Es wird ungleich verteilt sein. Aber es ist fair. Es belohnt die Leute die nur ganz wenig davon haben genau so sehr. Diese profitieren meiner Meinung nach (effektiv) sogar am meisten von der Möglichkeit zu sparen ohne dafür extra zu investieren. Wer heute reich ist, wird wahrscheinlich auch unter einem Bitcoin-Standard reich sein.

edit: Es geht nicht darum, dass jeder Mensch gleich viel besitzt. Es geht darum, dass jeder Mensch gleich behandelt wird.

edit2: Lies dich mal in die Incentives für Bitcoin ein. (Nahezu) jede Person hat ein intrinsisches Interesse daran, für sich Bitcoin zu nutzen. Zentralbanken/Staaten als Organismus werden es bekämpfen, weil sie das aktuelle System ausnutzen

Ich stelle mir das so vor wie der YouTube Algorithmus vs Reddit Algorithmus. Um bei YouTube erfolgreich zu werden musst du sehr viel Arbeit reinstecken, um zum Beispiel auf eine Million Abos zu kommen. Aber wenn du einen erfolgreichen YouTuber kennst und mit diesem Kanal zusammenarbeitest, dann profitierst du sehr einfach von seinem Erfolg. Außerdem kopierst du einfach bestehende erfolgreiche Kanäle und produzierst etwa den selben Content. Wenn du dann eine Million Abos hast, ist es relativ einfach eine weitere Million Abos zu bekommen, weil YouTube weiß, dass deine Videos für sie viel Geld versprechen und sie deine Videos vielen Leuten „aufzwingen“. Teilweise werden mir Videos über Monate lang vorgeschlagen, bis ich sie endlich anklicke. Am Ende werden wahrscheinlich etwa 80% der geschauten Videos von 20% der YouTube Kanäle produziert. YouTube bestimmt was gesehen wird und sie optimieren es so, dass sie damit am effektivsten Werbung schalten können. (Nicht werbetaugliche Videos erscheinen nicht als Empfehlung)

Auf Reddit ist es (von der Idee her) egal ob du Präsident der USA bist oder ein Alpaka-Züchter aus Honduras. Dein Beitrag muss von Nutzern hochbewertet werden, um weiter oben zu erscheinen. Jeder Content hat die selbe Chance.

Wenn man diese Systeme jetzt auf Geld überträgt…

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"Also ist Bitcoin im schlimmsten Fall genau so ungleich verteilt wie das aktuelle Fiat Geld? "
Diese Aussage ist nicht korrekt. Die Verteilung von Bitcoin ist in keiner Weise annähernd ähnlich verteilt wie FIAT. ca. 106 Millionen Wallets Weltweit. ca. 5 Milliarden erwachsene Menschen auf der Welt besitzen irgendwas an FIAT Währung. Das bedeutet Bitcoin hätte noch einen sehr langen Weg vor sich um auch nur annähernd eine ähnliche Verteilung zu erreichen.

„Irgendwie lese ich in letzter Zeit so viel (sorry) absurde Ideen, was wäre wenn sein könnte aber oder Ideen. Ist das die Erkenntnis „Es ist zu einfach und gut um wahr zu sein?“ Es fehlt noch die Frage: Was ist wenn Aliens mit einer besseren Technologie kommen?“ Also das eine neue gute Technologie aufgrund von fehlender Akzeptanz in der Bevölkerung nicht umgesetzt oder abgelehnt wird ist bei weitem nicht mehr der sehr geringen Wahrscheinlichkeit zu vergleichen das „Aliens mit besserer Technik kommen“. Vielleicht ein Beispiel die meine These stärken sollen. „Atomkraft“

„Lies dich mal in die Incentives für Bitcoin ein. (Nahezu) jede Person hat ein intrinsisches Interesse daran, für sich Bitcoin zu nutzen. Zentralbanken/Staaten als Organismus werden es bekämpfen, weil sie das aktuelle System ausnutzen“ Absolut. Ich darf vielleicht daran erinnern das wir alle der Staat sind (Deutschland). Also nutzen wir alle das aus.

Man kann über FIAT viel schimpfen und diverse Nachteile aufzeigen. Jetzt aber mal Vorteile die entstanden sind obwohl FIAT genutzt wurde. Die Sterblichkeit von Kindern war weltweit niemals so gering wie in den letzten Jahrzehnten. Das weltweite Vermögen aller war nie so hoch wie in den letzten Jahrzehnten.
Das Problem das ich sehe: „Bitcoin kann wie du beschreibst das beste Geld/Währungssystem sein das es je geben wird.“ Aber es gibt eine Wahrscheinlichkeit das Bitcoin das eben nicht erfüllen kann oder wird. Und das kann bei einer hohen Adoption ebenfalls zu einer Weltwirtschaftskrise führen. Beides sollte allen bewusst sein die in Bitcoin investieren oder hodln. Ich sehe halt nie eine Risikobewertung von denjenigen die im Kaninchenbau gelandet sind.

Falls du den zweiten Punkt nicht glaubst dann mal ein paar Punkte aus der Vergangenheit:

  • Niemand hätte Deutschland zugetraut den zweiten Weltkrieg zu erzwingen.
  • Niemand hätte 1610 gedacht das die größte Weltmacht aus einer kleinen Siedlung und Ureinwohner an der Ostküste der USA entsteht.
  • Niemand hätte gedacht das Fukushima passiert

Hallo, das ist auch der einzige Grund, warum ich noch nicht investiert bin, weil ich mir genau die gleiche Frage stelle. Wenn eine Resource knapp ist und teuer (der Bitcoinpreis liegt bei über 30.000€), dann können sich Reiche natürlich größe Anteile daran sichern als Arme! Ja, es kommt zur Spaltung von Staat und Geld, der Staat wird die Oberhoheit über das Geld verlieren, das ist positiv. Auch neue Wege der Demokratie zu beschreiten ist positiv, aber die soziale Ungleichheit wird sich verstärken. Vielleicht nicht einmal so sehr zwischen den Reichen und Armen, sondern zwischen denen, die früh eingestiegen sind und denen, die erst spät dazu gekommen sind. Die Blockchaintechnologie wird genau wie KI, das Internet der Dinge und das Metaverse die Welt stark verändern, aber trotzdem werde ich wahrscheinlich nur 5% meines mir für Investitionen zur Verfügung stehenden Kapitals investieren. Es wird auf jeden Fall nicht der Stein der Waisen werden und die Welt in ein Paradies verwandeln. Ich glaube, manche sind da zu utopisch.

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Hi mapleloopsong, sei mir nicht böse, aber dein Ton regt mich auf. Wir sind alle hier auf dem Forum, um zu diskutieren. Jeder von uns hat sich in irgendeiner Form mit dem Thema auseinander gesetzt und natürlich macht man sich Gedanken um den ein oder anderen Aspekt der Thematik. Doch wenn du nicht konstruktiv an solchen Diskusstionen teilnehmen willst, und andere durch deinen Ton einfach als dumm abtust, dann verlass doch das Forum. Du scheinst ja schon Alles zu wissen.

Wo liest du das denn nun raus?

Hä? @mapleloopsong hat doch ein sehr konstruktives Statement zu der Thematik abgegeben.
Zusammenfassend wurde doch nur gesagt, das es nicht Bitcoin‘s Aufgabe ist, eine faire Verteilung (wie auch immer man diese definiert) zu erreichen.

Aber vielleicht wirst du in einem anderen Thread glücklicher. Das Thema wurde schon oft hier diskutiert:
https://forum.blocktrainer.de/search?q=Verteilung

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Sorry, wenn ich zu harsch rüberkam. Meine Absicht war es nicht, die Gedanken anderer als dumm darzustellen.

Die meisten dieser Fragen wurden in den Blocktrainer Videos und auch hier im Forum schon sehr häufig beantwortet. Es ist dann ein bisschen zermürbend, wenn man immer wieder diese Fragen liest.

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Hey Nadine, ich gehe einfach noch einmal auf deine Sichtweisen ein. Alles natürlich nur meine Meinung. :v:

Es ist aber im Grunde völlig egal wie teuer der Bitcoin ist. Wer das Potenzial früh für sich erkennt und auf Grund dessen mehr Bitcoin für sich akquirieren kann, der sollte natürlich auch mehr aus dem Netzwerk für sich rausholen können. Das wäre, anders wie im Fiat Standard, einfach nur naturgegeben.

Ich bin diesbezüglich zwar auch sehr optimistisch, aber ob das wirklich positiv sein wird, ist natürlich abzuwarten.

Ich finde hier muss man klassifizieren. Geht es nach deiner Meinung nach nur um den Geldsegen oder auch um soziale Aspekte. Wie oben beschrieben und von dir ja auch selbst betont: Natürlich wird es gewisse monetäre Ungleichheiten geben in der Verteilungskette. Für mich wäre die logische Konsequenz allerdings… und das zeigt ja auch bereits die Vergangenheit… dass sich diese Veteilung über die Jahre, Jahrzente und vielleicht sogar Jahrhunderte immer weiter lösen wird. Die Leute, die Wallets heute mit hunderten oder gar tausenden Bitcoins besitzen, werden in 99% der Fälle schätze ich jetzt einfach mal, ab einem gewissen Punkt einen anderen Lebensstil führen, als es zB zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht der Fall ist. Und die Ausnahmen, die weiterhin ohne erbarmen ihr Leben lang eisern weiter hodln, die werden irgendwann sterben und ihre Wallets weitergeben müssen an jemanden, der evtl. ein wenig lockerer mit seiner finanziellen Situation umgehen wird und sich auch mal etwas mehr gönnen wird.

Ich denke dahingehend… also auf einen sehr langen Zeitraum gesehen, ist Bitcoin eine großartige Sache, der eher ein Treiber für mehr Gleichheit ist.

Utopie ist dies in meinen Augen nicht. So etwas wie der World Coin ist Utopie… von jetzt auf gleich, oder die eierlegende Wollmilch Sau gibt es mMn nicht und wird es vermutlich auch nie geben ausser wir lernen komplett ohne Geld in einer Gesellschaft zu leben.

Noch einmal darauf zurückkommend: Das Problem der physischen Verteilung mal aussen vor gelassen, ist Bitcoin in meinen Augen ein natürlicher Treibstoff um einen bewussteren Umgang mit seinem Hab und Gut in sein Leben zu integrieren. Niedrigere Zeitpräferenz usw. DAS wäre für unsere Gesellschaft wirklich wertvoll.

Blockchaintechnologie in Verbindung mit Bitcoin: Ja, vielleicht! Bei den anderen Dingen bin ich eher skeptisch bzw. noch teilweise gar nicht oder noch nicht genügend überzeugt, dass sie wirklich jemals das sein können, was heute bereits so viel angepriesen wird.

Ich weiß zwar nicht mehr genau, was dieser Zauber Stein genau konnte, aber ich gebe dir recht… Bitcoin ist keine Magie und unterliegt den gleichen Naturgesetzen und den gleichen Märkten, wie alles andere auch im Leben.

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