Bitcoin in einer Welt OHNE STAATSFEINDE und OHNE BANKEN

folgende Gedanken richten sich an den Dialog von @ThePriWi und @Makowski.
Wenn ich dich richtig verstanden haben @Makowski siehst du die Demokraten in der Bringschuld da die Richtung in der BTC sich entwickelt, eine libertärere ist, als wir sie heute haben. habe ich das richtig zusammengefasst?
Ich muss zuvor erwähnen, dass sich mehr Fragen als Antworten in meinem Kopf befinden.
Ich stimme @ThePriWi in seinem „Staatsverständnis“ zu. Also wesentliche Prinzipien in unserer Demokratie sind Gewaltenteilung, freie Wahlen, Minderheitenschutz und natürlich die Anerkennung der Menschenrechte wie unter anderem Gleichstellung vor dem Gesetz.
Läuft es im wesentlichen Frage auf das hinaus, was passieren würde wenn BTC das Fiatsystem in unserer Gesellschaft ersetzen würde? Ich mute mir nicht zu die Frage zu beantworten.

Wobei ich jedoch nicht direkt zustimmen würde ist, dass BTC per se eine libertäre Richtung vorgibt.
Das Konzept der humanen Marktwirtschaft referiert ja die soziale Marktwirtschaft. Die soziale Marktwirthscfat halte ich zum Beispiel für eines der ausgewogensten Errungenschaften in unserer Geschichte, weil ich bis jetzt keine Theorie kennengerlent habe, die es so gut vermag Gerechtigkeit und Freiheit zu verbinden.
Mein jetziger Standpunkt ist sowieso eher ein bisschen nüchterner. Ich finde die technischen Aspekte und die Einfachheit ziemlich überwältigend. Ich schicke beispielsweise Bekannten in Argentinien easy Krypto. Das ist halt schon eine enorme alltägliche günstigere Erleichterung.
Für das Beispiel Argentinien oder auch Libanon (wenn ich an Ammous denke), stell ich halt fest, dass sich viele Kryptoenthusiasten da finde, wo staatliche Interventionen versagt haben.

die letzten fünf Zeilen waren eher eigene Gedankengänge, kann nicht einordnen ob sie für die Diskussion fruchtbar sind.

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Ja, unter der Annahme es wäre genau so, dass Bitcoin unsere Gesellschaft zu einer libertären hin entwickelt.
Einschränkungen sind meiner Meinung nach begründungsbedürftige Eingriffe. Unbegründete Eingriffe sind was?

Es ist ja auch nichts neues, dass Demokratie ein Eingriff in die persönliche Freiheit ist. Es wird auch seit Jahrhunderten versucht, das philosophisch und moralisch zu begründen.

Neu ist, dass wir mit Bitcoin eine bisher noch nicht dagewesene Gegenströmung haben. Die bisherigen Begründungen für Demokratie lauten in etwa so, dass alles im Chaos versinke, wenn wir uns nicht eine Hierarchie auferlegen. Bitcoin beweist für mich, dass das nicht stimmt. Der Mainstream widerspricht und kontert, dass das Chaos eben gerade im ungezügelten Stromverbrauch bestehe und ruft nach Regulierung – natürlich zum Wohle aller.

Was folgt aus der Unregulierbarkeit von Bitcoin? Was heißt das für eine Demokratie? Muss sie sich wandeln? Wenn ja wie?

Im Grunde sind wir alle frei, bis der Markt kommt und uns alles abkauft.
Die Demokratie sollte ein Gegengewicht zum Ausgleich davon sein.

Diese Pauschalisierung von wegen alle werden freier ist komplett sinnlos, denn wenn die Einen mehr Freiheit bekommen, haben die Anderen weniger. Da Freiheit bedeutet nicht durch Geldnot im Leben komplett eingeschränkt zu sein, würde Umverteilung mehr Freiheit schaffen.
Bitcoin = Geld = Zeit = Freiheit

Nur damit dies nicht zu übermächtig wird, gibt es den Staat der eigentlich unkorrumpiert ein Gleichgewicht halten sollte. Dieser Aufgabe kommt der Staat jedoch wie die Jahrhunderte zuvor nicht nach.

Also ist es offensichtlich, dass wir einen neuen digitalisierten Staat brauchen. Der Übergang wird interessant und ich denke es fängt in Afrika an.

Weil Demokratie der Hebel ist, um vom Bottom am Top was zu verändern.
Es sollte nicht der Hebel sein, um jedem am Bottom im Handwerk rumzupfuschen.
Daher bin ich auch kritisch gegenüber Kommunal- und Lokalpolitik eingestellt.

Also man könnte ja präzise anfangen zu beschreiben, welche Teile der Kommunalpolitik offensichtlich vom Markt besser geregelt werden können und dort anfangen.

Wenn ich an den Minderheitenschutz denke, finde ich bei der Rechnung:
Person*Freiheit einen größeren Wert bei Demokratie, da in mehr persönliche Freiheiten von Einzelpersonen eingegriffen wird, wenn diese nicht geschützt werden.

Da sag ich immer gern:
Sonst regelt die der Markt weg.

?
Wer zwingt dich alles zu verkaufen und wenn du es machst warum sind dann andere schuld? Das Individuum entscheidet selbst, nicht andere. Folglich ist das Individuum freier.

Was? Absoluter nonsens… Genau, denn wir wissen, dass es einen festen Rahmen an Freiheit gibt, den wir verteilen können. Wenn ein Mensch aus dem Gefängnis kommt, wird automatisch ein anderer eingesperrt. Merkste selbst oder?

Jemanden zwingen etwas abzugeben und Freiheit ist ein Widerspruch.

Weil das System fundamental flawed ist. Die Anreize wurden entsprechend gesetzt, dass es zum Scheitern führt.

Nein ist es nicht. Demokratie ist der Hebel, um Minderheiten zu unterdrücken und die Pläne der Mehrheit allen aufzuzwingen.

Alle, aber warum sollte man das machen? Denkst du hier lesen Politiker mit, die darauf hören? „Öffentlicher Diskurs“ ist mindestens hier im Forum absoluter Unfug.

Wie denn? Welches Unternehmen zwingt dir etwas auf und wenn das passieren sollte, ist es ein Vertragsverstoß und somit Schadensersatzpflichtig.

Der Markt regelt etwas komplett weg, wenn es keinerlei Nachfrage gibt. Wenn es keinerlei Nachfrage gibt, will es niemand. Wenn es niemand will, warum sollten ein paar Bürokraten es allen aufzwingen? Es ist komplett absurd.

Man kann es folgendermaßen zusammenfassen: Wer gegen mehr Freiheiten für andere ist, sodass diese selbstständig mehr entscheiden können, ist autoritär und für die Unterdrückung von Menschen, wahrscheinlich um selbst zu profitieren.
Wer gegen mehr Freiheiten für sich selbst ist, kann diese freiwillig wieder abgeben und er verliert absolut gar nichts. Es gibt auch einen Markt für Bevormundung und der wird wahrscheinlich mindestens anfangs florieren. Niemand will euch abhalten, euch selbst zu versklaven.
Man kann auch mit Bitcoin in einer Gesellschaft wie der jetzigen leben, nur eben anderen nicht oder schlechter aufzwingen, dies auch zu tun.

Bei dir weiß ich ja, dass du anderen Zwang antun willst, das hast hier im Forum schon zugegeben, daher ist deine Motivation recht klar und andere vorgeschobene Gründe auch wohl nicht wirklich relevant.

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Warum gehst du immer davon aus, dass man so viel besitzt?

21 Mio.

Man hätte dann theoretisch die Kapazität. Wenn alle Gesetze durchgesetzt werden würden, würde einfach die Kapazität nicht ausreichen.
Deswegen haben wir diese veraltete Abschreckungstaktik. Hohe Strafen, damits keiner macht. Das macht aber jetzt ein eigenes Buch auf.

Falsch. Genau da ist der Denkfehler.
Das ist nichts außer einer unnötigen Pauschalisierung.

If 1 Person max Freiheit, dann hat er die Freiheit über die Freiheit von allen anderen zu bestimmen. Wie ein Staat, nur undemokratisch.

Bei Person*Freiheit kommt das Max eben bei größtmöglicher Umverteilung.
Bitcoin = Geld = Zeit = Freiheit = Macht
Also wenn die Bitcoin auf alle Menschen komplett gleich verteilt sind, hat man das Maximum an Freiheit, da alle Menschen frei am Markt handeln können und nicht mehr in ihrer Freiheit durch Armut eingeschränkt sind.

Das nur rein mathematisch. In der Realität bin ich da auch mehr für einen Mittelweg, um produktiven Menschen usw. durchaus gute Vorteile in ihrer Freiheit dafür zu geben.

Zustimmung.

Wenn Minderheiten die sind, die sonst die ganze Freiheit ansammeln bin ich da schon dafür.
Dabei Pläne der Mehrheit aufzuzwingen bin ich vorsichtiger, aber in bestimmten Richtungen wie Artenschutz und Klimawandel ist dies absolut notwendig in der Theorie.

Ja und evtl. Denkst du hier sind nur irrelevante Idioten, die eh nix verändern?
Bin selbst auch Politiker einer Kleinpartei, also jaa natürlich muss man irgendwo anfangen. Da kommt schon wieder das „mir egal, alles weg“ raus, weils zu komplex wird.

Es nimmt dir Freiheit eine Entscheidung am Markt zu treffen weg durch Macht.
Da man nicht genug Kapital hat, um z.B. den teureren Anbieter zu nehmen.

Oder einem wird von jemand mit mehr Freiheit das Grundwasser abgepumpt und dann für den tausendfachen Preis in Flaschen verkauft. Alles schon unzählige Male von vielen verschiedenen Personen hier erläutert.

Bestes Beispiel: Exxon Mobile hat die Freiheit von millionen Menschen genommen durch die Disinformationskampagnen: Klimawandelleugnung – Wikipedia

Es ist kein aufzwingen, sondern viel hinterhältiger. Ausbeutung durch Machtgefälle.

Die Freiheit von Menschen die Geld ablehnen zu schützen ist Teil des Staats.
Da wären z.B. Obdachlosenheime, welche natürlich kritikwürdig sind.

Das ist schon echt problematisch, wenn Freiheit und Macht nicht unterschieden wird.

Da Macht das ist, was die Demokratie einschränken soll. Wie sehr ist die Frage, aber die Macht muss etwas eingeschränkt werden.

Also er schaut anderen beim Verletzen des Allgemeinguts zu während er boykottiert, aber die ungebildete Masse einfach nicht drüber nachdenkt.

Wenn du sagst ein privates Unternehmen kümmert sich um die Sicherung der Erde z.B. müsste es ja damit auch die Freiheit von allen einschränken und du hättest das demokratischen Staatsorgan durch ein Unternehmen ersetzt. Der Bringer? Ich zweifle stark.

Es geht doch eher darum, dass man keine Lust hat anderen zuzusehen wie die Mist mit ihrer Freiheit bauen, bei dem schon ein großer Konsens besteht, dass dies nicht sein darf. Fridays for Hubraum vll.? Deren Freiheit würde ich gerne noch etwas einschränken.

unter der Annahme würde ich persönlich noch entgegnen, dass libertärer nicht gleich besser ist, da die Frage der Gerechtigkeit dann noch im Raum stünde. Ich glaube, mann müsste dann erstmal aufbröseln was libertärer genau hieße und warum bei Bitcoin, dass der Fall ist?
Ich habe das bis jetzt so verstanden, dass ein Punkt die Inflationsresistenz ist, warum für eine Bitcoinwährung sein sollte. Also, dass das Fiatsystem als das Schlechte angesehen wird. Also es gab ja das Goldverbot. War das da nicht auch so, das man den Us-dollar von dem Goldbestand entkoppelt hatte? Also war das nicht ein Eintreten des Fiatsystems in jüngster Zeit?.
Das sind für mich sehr schwere Fragen, ich persönlich weiß nur, dass ich das Gefühl habe (wenn ich mir die Entwicklung der letzten Jahre anschaue, abgesehen von Klimaveränderung, ich immer mehr Freiheiten empfinde und auch der Wohlstand zunimmt, vielleicht bin ich in einer privilegierten Lage, glaube aber die Tendenz auch in anderen Ländern zu sehen. )

Ist dieses Zitat jetzt auf den Bitcoin oder generell auf andere Staatsformen bezogen? Also bei anderen Staatsformen klar,sehe ich ein. ist eine Bedrohung.
Beim Bitcoin kommt es ja eben darauf an, was es bewirkt,oder? Also die Frage wäre ja jetzt wie es sich verhält, wenn Bitcoin Staatswährung würde oder?
Vielleicht sollte man sowas mal auf einer Insel probieren für 15 Jahre :slight_smile: Demokratie mit allem Pipapo, nur halt BTC als Staatswährung.

Vielleicht war es ein Mitarbeiter, der für solche (Re-)Tweets noch ein paar hinter die Löffel kriegt … :wink:

Und um nicht soviel den schlechten messages in den social media den Raum zu geben - kannst du mal einen POSITIVEN Hashtag zu Staat / Demokratie raussuchen und hier verlinken? Das wäre doch mal eine schöne Aktion!
:upside_down_face:

So pauschal gesagt, begünstigt jede Organisationsform Menschen, die nach Macht streben, die Wahl der Mittel mag unterschiedlich sein. Die Menschheitsgeschichte ist voll davon.

Zu meinem persönlichen Erfahrungsschatz gehört viel Lebenszeit in Unternehmen, Kapitalgesellschaften v.a. – und was ist meine Erfahrung? Machtstreben und Machtkämpfe ohne Ende – und das fängt nicht erst bei den großen Alphatieren an. Und es beschränkt sich auch nicht auf das Innenleben der Unternehmen, sondern setzt sich über die Unternehmensgrenzen hinaus fort.

Ist für mich also kein Argument. Und wenn, dann ebenso gegen Privatrechtsgesellschaftsformen.

Danke für die Einengung des Themas als Neuversuch. Aber zwischen deinen Fragen sind mir zu große Sprünge. Lass mich die Fragestellungen einfügen, die ich zunächst tangiert sehe – bevor man allgemein staatspolitische Debatten führt. (Vielleicht bin ich langsamer im Denken als ihr, aber dann habt ihr mich mit ein paar Sätzen ja ganz schnell aufgenordet.)

Wenn der Bitcoin seinen vollen Charakter entfalten soll, auf die Straße bringen soll sozusagen – gemeinsam mit LN und Strike und was vielleicht noch dazukommt in den nächsten Jahren – dann sollten wir als nächstes aber über das Banken- und Finanzwesen sprechen.

EZB – nein. Nationalbanken – nein. Geschäftsbanken - nein. Börsen?

Also keine Geldpolitik mehr, keinen Leitzins.

Fiskalpolitik weiterhin, allerdings in Währung Bitcoin. Es reicht eine Staatskasse, wir brauchen keine Zentralbank.

Aber Börsen? Braucht’s die noch? Wollen wir überhaupt, dass mit Bitcoin der ganze Finanzzauber veranstaltet wird, den es heute gibt mit den künstlichen und verkünstelten Finanzprodukten? Der würde uns doch irre viel absaugen aus dem limitierten Bestand des Bitcoin, was dann nicht mehr für die Realwirtschaft zur Verfügung stünde. Dabei wäre es finanziell ja eh’ enger als heute - per definitionem.

Was meint ihr dazu?
@makowski @bontii @Mojo @TynHau @GLN @skyrmion und alle, die sich zu DIESEN Fragen äußern wollen oder können.

(Wer nur das Hohe Lied auf von Mises, Austrian School, den Anarchokapitalismus singen will und das partout nicht sein lassen kann - ihr wisst schon -, der tut das dann bitte woanders.)

>>>>>>>>>>>>> BITCOIN IS FREE <<<<<<<<<<<<<

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Ich finde ja. Das ist die Fragestellung, die mich zumindest brennend interessiert.

WISSEN tut das niemand (Sätze mit „tun“ tun nicht gut, ich weiß). Also anders: WISSEN kann das niemand. Aber darüber nachdenken, was kommen könnte, das können wir alle.

Let’s go, buddy.

Magst du mal ausführen warum das abgelehnt wird? Ich nehme an es geht um Inflation?

Aktien abschaffen oder worum soll es hier gehen? Börsen als Handelsplätze abschaffen, wozu? Oder bestimmte Wertpapierformen verbieten?

Nicht überall dort wo Machtstreben existiert führt es auch zum Erfolg.

Machtstreben allein macht ein Unternehmen nicht erfolgreich, und kann dafür sogar hinderlich sein. Bei der Politik ist das nicht so. Da geht es nur um Macht, und Machtstreben ist der wichtigste Erfolgsfaktor in der Politik.

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An Börsen ist nichts verkehrt. Börsen dienen der Kapitalallokation. Auch an Derivaten ist per se nichts verkehrt. Auch sie senden wichtige Marktsignale und dienen der Preisfindung.

Von der Sache her funktioniert das wie bei der Kreditvergabe. Nur die Konditionen sind andere. Anstatt eines festen Zinses, werden ggf. Dividenden ausgeschüttet. Anstatt die Zinslast bedienen zu müssen können sich Unternehmen durch den Verkauf von Anteilen Investitionskapital besorgen.

Wertpapiermärkte sind eher liquide, und der Handel braucht nicht unbedingt eine Bank um Kapitalgeber und -nehmer zusammenzubringen.

Entscheidend ist nicht die Frage, ob das Kapital in der Realwirtschaft ist, oder an den Kapitalmärkten. Gebundes Kapital verknappt das in Umlauf befindliche Geld und wertet dieses auf. Das wirkt wiederum der Kapitalanlage entgegen, weil die reale Kaufkraft des gebundenen Kapitals wächst. Dadurch stellt sich ein Gleichgewicht ein.

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Die Aussage halte ich in dieser absolutistischen Form für unzulässig. Und wird auch durch die Realität widerlegt – es wird ja ständig um Lösungen gerungen in Ausschüssen und im Parlament, es werden Entscheidungen getroffen und Arbeitsergebnisse veröffentlicht - je nachdem, wer sich in den Ausschüssen und Verhandlungen durchsetzen konnte.

Ich verstehe sowieso nicht, wie du in der Machtfrage Unternehmen der Politik vorziehen kannst, denn da brauchen sich Unternehmen nicht zu beklagen. Wenn man sich die Lobbyismus-Zahlen anschaut, dann kann man davon ausgehen, dass die Wirtschaft ihre Machtposition besser zu vertreten weiß als die Politik. Denn sie dehnt ihre Machtposition in den anderen Bereich aus. Wenn man’s ganz zynisch formulieren will, dann hat sie in der Politik - der aktuellen Regierung - einen guten Multiplikator.

An den Produkten, die sie handeln, schon. Ich gehe davon aus, dass mit dem knappen Geld, das wir für die Realwirtschaft global benötigen, kein Volumen verfügbar bleibt für diesen ‚second layer‘ der heutigen Finanzwirtschaft.

Deine Antworten zeigen doch noch sehr das finanzkapitalistische Denken der heutigen Zeit. Passt nicht so richtig zu einer innovativen Idee wie demokratischem PoW-money (nicht PoS), dessen größtes Risiko auch noch im ‚Not your keys, not your coins‘ zu finden ist.

Meine (Verständnis-)Frage ist vielmehr in die Richtung gedacht, ob wir Börsen für den Fluss von Bitcoin benötigen, global, oder ob dann alles im OTC-Handel über Full Nodes der community laufen kann. Ohne BaFin und vergleichbare Institutionen in anderen Ländern, die wir dann auch abschaffen können.

Ein großer, großer Entschlackungsprozess – und wir können ganz frank und frei im Modell drin rumdenken. Denn uns wird ganz sicher nichts weggenommen, keine Angst, denn uns betrifft’s sowieso nicht mehr.

Uns alle nicht, im 22. Jahrhundert betrifft es ganz andere Generationen. Die auch noch ganz andere Probleme zu lösen haben, in die wir im letzten Jahrhundert geraten sind bzw. die wir geschaffen haben.

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Willst du jetzt über demokratische Utopien reden oder nicht?

Da kommt irgendwie nichts.

Also die Demokratie muss sich ganz unabhängig von Bitcoin etwas wandeln und durch Digitalisierung näher zu Volk und Wissenschaft rücken.

Aber eigentlich hat das prinzipiell erstmal keinen großen Unterschied.

Man musste nur die vorher genutzte Inflation durch Steuern ersetzen und mehr der Cashflows offen legen.

Also für mich würde Bitcoin dann mit Steuererhöhungen einhergehen und damit verbundene Sozialhilfe, welche aber dann nicht so wie Harz ausgelegt wird, sondern mehr BGE denn dies macht einfach viel mehr sinn mMn.

Aber dann kommen wir erst von der Speerspitze des Kapitalozän in eine weltweite Kreislaufwirtschaft wo das Geld hoffentlich über Jahrzehnte immer irrelevanter wird. (Da Geld mMn heutzutage überbewertet ist und es mehr um Menschen und Ökosystem gehen sollte, statt Konsum.)

Stimmt, man fängt ja nicht in der Politik an, weil man sich denkt „Mensch, jetzt erstmal Macht gewinnen“ sondern eher weil man schon etwas verändern will.

Das Problem ist eben, dass man so viel reinackert bis man nach vielen Jahren oben ist und dann die gewonnene Macht evtl. auskosten will.

Dazu spielt auch, dass Wahlen ja immer so gleich ablaufen und keine große Variation stattfindet wegen den Parteien. Also finde ich sollte man bei Parteien ansetzen.

Also Nahrungsleverage ist hier ein gutes Beispiel. Long auf Wheat vor ner Hungersnot:
Die Libertären behauten, es würde dann mehr angebaut werden… Aber das wäre langfristig evtl.
Faktisch gibt es dann direkt unruhen und manchmal sogar Krieg wegen Hungersnöten.

Hab nich gesehen, dass irgenjemand auf meine parteilosen Ansätze oder auch nur die Idee Parteien durch Teams oder sowas zu ersetzen eingegangen ist…

Dein Thema ist, unabhängig von Bitcoin-Adoption, die Ausprägung unseres Demokratiesystems (vielleicht auch ein bisschen das von @Bontii). Das kannst du aber auch in einem rein staatspolitischen Blog diskutieren, denn deine Kritikpunkte sind genereller Natur. Diese Diskussion hättest du auch schon vor 2008 führen können. Bevor der Bitcoin das Licht der Welt erblickt hat.

Deshalb ist das nicht meine Diskussion – und du wirst vergeblich darauf warten, dass ich in eine allgemeine staatspolitische Debatte einsteige (und schon gar nicht in eine à la „alle Politiker sind nur an Macht interessiert“).

Mein Thema ist wirklich, wie eine BTC-gestützte Gesellschaft aussehen kann, und zwar unter dem gesetzten Rahmen einer Demokratie. Ich nähere mich dem Thema also von einer anderen Seite, ich dachte, ich hätte das oben schon zur Genüge erklärt. Ich will nicht ausschließen, dass in einem x-ten Schritt auch staatspolitische oder demokratie-immanente Faktoren zur Diskussion gestellt werden oder gestellt werden müssen. Aber nicht per se.

Wie schon ausgeführt, interessiert mich eher, da Bitcoin ja nicht nur als Wertspeicher parallel zu FIAT-Währungen gehyped wird, sondern als Geld potentiell diese ablösen soll, welches Änderungspotential dies mit sich bringt und wie es umgesetzt werden kann. Ich dachte, du hättest verstanden, dass das der hiesige Themenfokus ist.

Ich würde an folgendem Punkt gerne nochmal ansetzen: get rid of the banks. And of exchanges, too, perhaps, tbc. Denn da ist für mich zunächst mal der größte Ansatzpunkt für diese BTC-Gesellschaft.

In einem der vielen podcasts, die ich mir in letzter Zeit so reingezogen habe, ich glaube, es war von Alex Gladstein, bin mir aber nicht mehr sicher, wurde gesagt, dass es ein IWF-paper gäbe, in dem davon gesprochen wird, dass es auch ohne Banken geht. Dass es zumindest als denkbar beschrieben wird. IWF!! Ich bin seither auf der Suche nach diesem paper oder einer Pressemitteilung o.ä. dazu, werde aber nicht fündig.

Kennt jemand vielleicht dieses paper? Oder meinetwegen Interviews dazu?

@Bontii – aus deinem reichen Quellenfundus – hast du irgendwo mal Input, ob sich dMn und wenn ja, was, im Finanzsystem / Kapitalmärkte ändern würde?

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Das wäre nicht überraschend. CBDCs würden die Rolle von Banken extrem einschränken. Das hätte dann zwar nichts mit Bitcoin zu tun, aber abgesehen davon fordert auch Bitcoin die Banken heraus. Es wird so oder so krachen.

Will sagen: Wenn du die Rolle der Banken beleuchten willst, kommst du nicht am Thema Central Bank Digital Currencies a.k.a. E-Euro vorbei.

ich würde diese Fragestellung für mich ausklammern, weil ich da echt null Plan von habe.
Ich kann deine Bedenken der Börse gegenüber verstehen, die du in den folgenden Posts beschrieben hast. Allerdings folge ich @Makowski wenn er sagt, dass die Börse für die Preisfindung wichtig ist.
Ich stimme @Bontii zu, krass bei Nahrungsmitteln. Aber ich denke so funktioniert Kapitalismus auch irgendwie.
Wie es sich verhalten würde, wenn BTC Staatswährung wäre und dann dennoch an Börsen gehandelt würde, kann ich nicht zu hundert Prozent beurteilen. Wird nicht auch die türkische Lira oder der libaneische Pfund an der Börse gehandelt? Wie verhält es sich bei denen, weil die sind ja auch krass eingegangen oder kann man das nicht vergleichen?
Die Aussagen, dass es sich bei Politik nur um Macht dreht halt ich auch wie meine Vorsprechenden als falsch. Ich erinnere an ein Zitat von Bill Gates (auch wenn der Ärmste in jüngster Zeit genug mit Anschuldigungen zu kämpfen hatte). Auf die Frage, ob er gerne US Präsident werden würde, verneinte er mit der Aussage er könne jetzt viel mehr bewirken. (Das Zitat muss ich nachreichen, ich finde es zu meinem Bedauern gerade nicht)

Ich würde beispielsweise nicht davon ausgehen, dass Banken per se abgeschafft würden. Ich hab ein Interview mit Philip Sander gelesen. Der forscht im Bereich Blockchain Technologie und lehrt glaub an einer privaten Uni in Frankfurt. Der hat was kluges meiner Ansicht nach dazu gesagt. er denkt, Banken würden ihr Modell einfach anpassen. „Wenn Banken etwas können“ so Sander „dann auf Sachen aufpassen“
Also er ist der Annahme dass Banken dann die Keys verwahren, oder ähnliches. (also ich weiß, da kommt es einem wieder hoch „not your keys not your coins“.
Aber ich denke, da gehts auch um Themen wie digitale Krankenakten etc.
Ich werde aber den thread in den kommenden Tagen verfolgen, ich hab halt nur zu wenig Ahnung um mich zu konkreten finanzpolitischen Themen zu äußern.

Verstehe.
Also können wir annehmen, auch wenn es durch das Auftauchen solch eines papers noch nicht bestätigt ist, dass der IWF sich Gedanken um CBDCs gemacht hat und im Zuge dieser die Überlegung angestellt hat, auf Banken könne – wie weit auch immer – verzichtet werden.

In dem Fall würde der Bitcoin, quasi im Schlepptau, ja von der Überlegung profitieren. IWF und Nakaomoto on the same page, fast witzig. Für Nakamoto gehören Banken ja deshalb nicht ins Weltbild, weil sie die „third party middlemen“ repräsentieren, denen man vertrauen müsste. Was die Kryptografie ja glücklicherweise überflüssig macht.

Mit den Börsen bin ich noch nicht durch.
Kannst du dir das vielleicht vorstellen, ob man mit reinem OTC-Trading den globalen BTC-Währungskreislauf aufrecht erhalten könnte? Auf Full Nodes, also ebenfalls in beliebiger Hand anstelle von ausgewiesenen Finanzinstituten? Technisch? Wahrscheinlich ja. Aber auch was die deals angeht? Z.B. gibt es heute ja auch schon semi-private oder semi-professionelle, wie auch immer, Plattformen, die Kreditvergabe peer-to-peer organisieren. Mehr nicht. So könnte ggf. dann auch der BTC-OTC weltweit organisiert werden. Oder?

@Mojo
Da nehme ich jetzt einfach die Worte des Schöpfers sehr ernst, der mit seiner Bitcoin-Schöpfung ja Folgendes gegeißelt hat: das Vertrauen, das in middlemen wie Banken gesteckt werden muss.
Wenn man das wirklich ernst nimmt, dann müssen die halt weg.
Radikal, aber so war ja auch seine Erfindung…

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Genau wir zahlen ja viel zu wenig Steuern :wink:

Ich sehe auf die Staaten ein riesiges Problem zu rasen wenn bitcoin der Standard wird denn wie @ThePriWi richtig schreibt :point_down:

Und wenn es als Zahlungsmittel verwendet wird, dann wird Steuer eintreiben schwierig und Steuerhinterziehung leicht sein.

Meine Frage die ich gerne in den thread stellen möchte ist. Wie treibt der Staat dann Steuern ein?
Klar Lohnsteuer und Steuern im offiziellen Handel sind möglich aber einen Schwarzmarkt wird er nicht kontrollieren können und das Vermögen wird ein Staat auch nicht nachweisen können.

Beispielsweise:
Löhne können teilweise schwarz gezahlt werden.
Kapitalerträge können auf defi Plattformen anonym erwirtschaftet werden.

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