Bitcoin automatisiert auscashen im Bullenmarkt

Ich weiß wahrscheinlich sind zwei Begriffe in dieser Szene verpönt: „Bitcoin verkaufen“ und „Altcoins“. Trotzdem möchte ich wissen, wie ihr vorgeht, wenn ihr (einen Teil) eurer BTC bzw. Altcoins in einem kommenden Bullenmarkt möglichst mit einem Plan und automatisiert verkauft.

Bitte keine Antwort wie „AbEr BiTcOiN VeRkAuFt mAn NiEmAlS“. Ich kenne die Argumente pro Bitcoin sehr gut. Trotzdem ist es „nur“ ein Investment und sehr guter Wertespeicher, solange man nicht mit Bitcoin flächendeckend bezahlen kann. Es gilt auch immer die richtige Diversifikation im Portfolio zu haben.

Ich habe mir folgendes gedacht:

  • Verkauf bei je 10% Preissteigerung
  • Verkauf 15% der Investitionssumme pro Preissteigerung-Periode
  • 20% meiner initialen Summe wird niemals verkauft
  • Übersicht in Google-Tabellen und Ausführung über Trading-Skript auf einer Börse

Es würde mich schon interessieren, wie ihr das handhabt, wenn ihr ähnliche Pläne für den (kommenden) Bullenmarkt haben. :blush:

Ich verkaufe nur, was ich brauche um meinen Kredit wieder zu tilgen. Der Rest bleibt liegen. Derzeit verkaufe ich bei 240.000€, wenn die Summe nicht erreicht wird, verkaufe ich gar nicht.

Was ich immer wieder sage: Steuerfreie BTC sind immer besser als neue BTC. Falls sich das Gesetz ändert, musst du die Steuern dann erstmal wieder outperformen. Und wenn du dann nur noch 20% übrig hast und BTC klettert und klettert, kommst du damit zurecht?

Daher: ich verkaufe nur für den Kredit, der Rest wird durchgehodlt.

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Verstehe, du verkaufst über Summe X und dann dynamisch, je nachdem was du benötigst. Also auch eher manuell, statt automatisiert lese ich daraus?
Die Preishöhe für den Beginn wäre mir persönlich zu riskant. Eine 4,5-verfachung im nächsten Bullenmarkt sehe ich bei weniger als 50%

Und wenn du dann nur noch 20% übrig hast und BTC klettert und klettert, kommst du damit zurecht?

Ja, absolut. Das wäre der Preis der Diversifikation.

Danke fürs Teilen :pray:

Nein, ich verkaufe nicht dynamisch. Ich habe eine Verkaufsorder bei 240.000€ und wenn die erfüllt ist, tilge ich meinen Kredit. Wenn die Summe nicht erreicht wird, zahle ich lieber Zinsen und halte mehr BTC. Thats it. Bei 240.000€ gebe ich eine BTC-Menge ab, mit der ich einverstanden bin, den Kredit zu tilgen.

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was du suchst ist doch eine klassische Limit order oder nicht?
Du kannst ja jetzt einfach schon eine Sell order einstellen, 0,1 BTC bei 100k USD z.B und dann halt enstprechend weitere, 0,1 bei 110k und nochmal 0,1 bei 120k oder wie auch immer.
Du kannst die orders jetzt platzieren und sie werden dann automatisch ausgelöst wenn der Preis erreicht ist.
Sinnvoll wäre es dann nur, die order bei krummen Summen knapp unter deinem Ziel zu platzieren, also zB 99k statt 100k. Psychologische Hürde und so

Ich verdiene derzeit 53k€ im Jahr, hab aber meinem Vermieter versprochen: Sobald wir bei 240k€ Einkommen p.a. sind, gibt es auch wieder die Monatsmiete :disguised_face:

Soweit ich das nach 42 Jahren Berufstätigkeit beurteilen kann, ist es hilfreich, eigene Ziele SMART zu gestalten:
Spezifisch (:heavy_check_mark:),
messbar (:heavy_check_mark:),
attraktiv (:heavy_check_mark:),
realistisch (:x:),
terminiert (:x:)…

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240k halte ich ehrlich gesagt nicht für hardcore unrealistisch.
Ist schon ein recht hohes Ziel, aber so 250-300k kann ich mir durchaus vorstellen.
Solang die liebe Bundesregierung nicht an weitere Bestände kommt

Ein Ziel könnte sein, wenn die eigenen BTC-Anteile 500k wert sind, 15% p.a. für den Lebensunterhalt rauszunehmen und darauf spekulieren, dass der Wertzuwachs die Entnahme durchschnittlich ausgleicht.

Ich hoffe natürlich inständig, dass ich falsch liege. Aber euren Optimismus, der nur auf der Überlegenheit der Technologie beruht und den Menschen (der aber nachfragen muss!) außer Acht lassen, teile ich nicht.

Ja, das wäre schon eine gute Möglichkeit. Einziger Nachteil, den ich hier sehe, dass ein entsprechend großer Anteil BTC/Altcoins auf einer zentralen Börse liegen müssten. Dauer ungewiss. Man könnte natürlich nach und nach rechtzeitig die nächste Trache an die Börse senden, dann wäre es aber wieder nicht 100% automatisiert.

Ja, aber da wirst du nicht drum herum kommen. Wenn du was verkaufen willst, muss es auf einer Börse liegen.

Ja, das ist mir bewusst. Aber der erwähnte Unterschied ist

  1. Das ganze zu verkaufende Guthaben
  2. Nur den für den nächsten Verkauf relevanten Teil des Guthabens

(1) kann je nach Betrag risikoreich sein