Bericht: Bundesfinanzministerium verlangt Einsicht in Krypto-Transaktionen

Ich bin ja gespannt, ob das von Privatleuten so umgesetzt werden kann.

BTC-ECHO:

Dafür nimmt der Entwurf alle Transaktionsbeteiligten in die Bringschuld. Sofern die Transaktion nicht über einen Dienstleister abgewickelt wird, sind Sender und Empfänger dafür verantwortlich, “dass Namen und Anschrift der Transaktionsbeteiligten ermittelt und gespeichert werden”. Der “Verpflichtete” müsse zudem sicherstellen, dass “der ermittelte Name und die Anschrift jeweils zutreffend sind”.

D.h. als Privatperson muss ich dann ein KYC des Empfängers machen? :thinking:

Die Verwendung eines Mixers wäre dann wohl auch verboten.

Und müssen Börsen dann bei Kunden ein Wallet KYC durchführen, so wie es gerade in den Niederlanden wieder gestoppt wurde?

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Hallo Leutz,

auch ich denke, dass diese initiative zu erwarten war/ist. Hat jemand von Euch eine Entwurffassung um mal nachvollziehen zu können was wirklich drin steht?
Das jeder alle Transaktionen zumindest im main layer (ml), wenn man das so nennt, eigenverantwortlich einsehen und somit überprüfen kann ist bei denen wahrscheinlich noch nicht so richtig angekommen. Die Auflösung der Pseudonyme gelingt den Behörden ja auch mit zunehmender Erfahrung immer schneller, wie die Ermittlungserfolge der jüngsten Zeit im Themengebiet „darknet^^“ zeigen. BTC ist halt wegen seiner Grundstruktur (ml) nur pseudonym und eben nicht anonym

Den Adaptionsgedanken sehe ich nicht, denn kein Staat wird sich die Steuerungsmöglichkeiten durch ein FIAT-System aus der Hand nehmen lassen, weshalb ich die Umstellung des Zahlungswesens auf BTC auch in fernerer Zukunft für äußerst unwahrscheinlich halte.

Eine KYC-Pflicht für jedwede Transaktion halte ich in aller letzter Konsequenz für den Privatanwender für undurchführbar. Das haben die BTC-Nutzer selber in der Hand der Finanzverwaltung den Spaß daran zu verderben indem sie die Finanzverwaltungen (FVW) mit Daten zum Beispiel von Unmengen an Kleinsttransfers fluten. (wielviele Nachkommastellen sind bei BTC im LN eigentlich möglich?^^) Denn wir wissen ja aus der Blockgrößendiskusion wie schnell exponentielles Datenwachstum voranschreiten kann wenn man unnötig viele Transaktionsparameter speichern möchte. :sunglasses:

Das Finanzverwaltungen (FVW) die Nachweispflichten immer auf den Steuerpflichtigen übertragen ist keine Überraschung und wurde schon immer so praktiziert.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird es eine Bewertungsgrenze geben um eben nicht jede Transaktionen im Centbereich seitens der FVW verarbeiten zu müssen.

Seit Euch darüber im klaren: Der Staat wird immer wissen können wieviel BTC-Guthaben auf welchen Adressen liegt und wann es wohin transferiert wurde. Herausfinden wem es zugerechnet werden kann ist nur noch ein kleiner Schritt. Bislang kann er aber nicht darauf zugreifen und das sollte auch so bleiben! (ot-Alarm: War das nicht auch eine Kernidee von BTC?^^)

Verwaltete Guthaben wie Geld auf der Bank und sogar Sachwerte wie Gold im heimischen Tresor können einem jeden von uns weggenommen werden, Kenntnisse und Fertigkeiten aber nicht. BTC können jemandem nur durch seine eigene Mitwirkung (Offenlegung des privaten Schlüssels)weggenommen werden.

Korrigiert mich wenn ich falsch liege.

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@Arno-Nyme
1 BTC = 100.000.000 Sats
Referentenentwurf

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@osito
Ja, den Referentenentwurf lese ich heute im laufe des Tages. Bis hierher erst mal Danke.

Ja, aber wenn man zu viel reguliert, kann man es auch kaputtregulieren. Wenn es für den potentiellen Kleininvestor maximal schwer gemacht wird, wird er sich genau überlegen ob er einsteigen will. Kleininvestoren sind definitiv nicht zu vernachlässigen. Denn wie heißt es so schön: Kleinvieh macht auch Mist. :wink:

Da sehe ich die größe Gefahr.

Könnte man aber auch als Möglichkeit des Staates sehen, Kryptos für den Kleinanleger/ Privatanwender maximal zu erschweren und damit unattraktiv zu machen.

Falls es so kommen sollte, wäre das eine adeguate Gegenreaktion unserseits. :wink:

Nur weil es immer so war, muss es ja nicht richtig sein. :wink:

Das wäre dann der Super GAU und wohl das Ende von BTC.

Außer man bekommt eine auf den Kopf und leidet an Gedächtnisverlust. :joy:

Na ja, wenn der Druck von Seiten des Staates maximal aufgebaut wird (siehe damals das Verbot Gold privat zu halten) werden viele Kleinanleger und andere kalte Füße bekommen und vorher verkaufen oder halt offenlegen. Beides wäre für BTC nicht gut.
Wenn man bedenkt, was in letzter Zeit mit den BTC/ Kryptokursen los war, weil ein Vollpfosten „nur über Umweltbedenken“ getwittert hat…

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@skyrmion

Könntest du bitte diesen Thread hier mit diesen KryptowertetransferVO vereinen. Geht ja um das selbe. :slightly_smiling_face:

@skyrmion

Das ging aber schnell. Danke. :slightly_smiling_face:

hmm…dafür das es ein ziemlich wichtiges Thema ist, ist hier echt wenig los. :wink:

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Ja, ich weiß (ich berate dazu laufend;)). Die VO verweist auf die GeldtransferVO die eine Grenze von 1000 Euro vorsieht.

https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32015R0847&from=DE

Ja, ist „interessant“.

Die USA geht ja nun vermutlich doch in Richtung 10k, obwohl 3k und 1k schon als mögliche Grenzen genannt wurden und Deutschland (Europa?) geht in Richtung 1k.

Eigentlich sollte man meinen, dass es umgekehrt sein müsste.

Das hat aber nichts mit Krypto zu tun oder sehe ich das falsch?! :thinking:

Nein, das ist nur der Link zu der EU VO auf die ja die KryptowertetransferVO verweist.

Bin mal auf den nächsten MICA Entwurf gespannt. Im Zweifel bleibt dann wohl nur noch auswandern :see_no_evil:

Ich auch, obwohl ich wenig gutes für „uns“ erwarte.

Jupp. Ob du es glaubst oder nicht, ich spiele wirklich mit den Gedanken. Es gibt hier leider immer mehr Dinge,die mir Missfallen (Coronakrise und deren Maßnahmen komplett ausgeklammert).
So eine Aktion, von Deutschland und/oder Europa, wäre für mich dann der letzte Tropfen, der mein Fass zum überlaufen bringen würde.

Natürlich würde ich den Forum hier treu bleiben. :wink: :slightly_smiling_face:

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Viel bedenklicher finde ich folgenden Generalverdacht aus der geplanten Verordnung:

„Darüber hinaus wird die Übertragung von Krytowerten auf eine elektronische Geldbörse, die nicht von einem Kryptoverwahrer verwaltet wird (selbstverwaltete elektronische Geldbörse), oder umgekehrt, als Fallkonstellation mit erhöhtem Risiko betrachtet. So kann die Weiterleitung von Kryptowerten auf eine selbstverwaltete elektronische Geldbörse ein Anhaltspunkt für eine auffällige Transaktion darstellen (FIU: Typologien der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung - Besondere Anhaltspunkte im Zusammenhang mit Transaktionen mit Bezug zu Kryptowerten und Kryptoverwahrgeschäften, veröffentlicht am 3. Dezember 2020, Seite 7; FATF Report Virtual Assets Red Flag Indicators of Money Laundering and Terrorist Financing, September 2020).“

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Ich finde es persönlich einfach sehr enttäuschend, dass die EU und damit auch Deutschland sich zunehmend als internationaler Finanzstandort abschafft. Man versucht ein tradiertes Finanzsystem und dessen Akteure aufrechtzuerhalten, welches m.E. schlichtweg nicht nachhaltig und zukunftstragend ist. Auf der anderen Seite maßt man sich an, den europ. Bürger vor sich selbst zu schützen, was ich eher als Bevormundung verstehe, weil man der Ansicht ist, er (der Bürger) sein nicht in der Lage, eigene eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen. Wenn ich mir aber die Gesetzesvorschläge und die Erwägungsgründe dazu durchlese habe ich nicht wirklich den Eindruck, dass man die Gesamtthematik „Crypto Assets“/Blockchain etc. wirklich verstanden hat.

Ich persönlich wünsche mir einfach mehr Vertrauen der Regierung in den Verstand und die Eigenverantwortung seiner Bürger und weniger Bevormundung.

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Amen Schwester! :slightly_smiling_face: Andere Staaten freuen sich über die Blödheit der EU.

Das erinnert mich an das Bildnis, bei den jemand ein nahezu totes Pferd krampfhaft versucht am Leben zu erhalten. Das hat auch nicht funktieniert.

Das hat wenig mit Vertauen zu tun, sondern die Regierung(en) erkennen langsam, das durch Kryptos ihre Kontolle über uns „Kleine“ abnehmen kann/ abnimmt. Das ist denke ich der springende Punkt Kontrollverlust über das „Vermögen“ der Bürger.

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Das gilt m.E. nicht nur für Kryptos sondern allgemein für alle „Verbraucherschutz-Vorschriften“ sowohl im Finanzsektor als auch außerhalb.

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Ich glaube auch, dass solche Gesetzesvorhaben aus Unwissenheit gepaart mit der Angst vor Kontrollverlust einhergehen.
Verbraucherschutz ist schon eine gute Sache, aber nur dann wenn ich ihn freiwillig in Anspruch nehmen kann und nicht, weil er mir aufgezwungen wird.
Es gibt ganz sicher Bürger/innen, die mit der Verwaltung ihrer Finanzen überfordert sind und deswegen einen gewissen „Schutz“ brauchen. Aber das kann man einzelfallbezogen regeln.

Vielleicht will sich irgendein Referent mit dem Thema Krypto nochmal schnell vor der Wahl profilieren, damit ihm sein Posten sicher ist.
Vom Entwurf bis zum Gesetz dauert es ja „glücklicherweise“ eine Weile. Kann man nur hoffen, dass sich da noch andere Kräfte zu Wort melden.

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Ich persönlich bin da eher pessimistisch. Das nächste was unweigerlich kommt, wird die Stellungnahme zu dem Thema NFTs und wie diese geregelt werden sollten (bzw. ob ggf. schon unter MICA). Falls diese als Kryptowerte iSd des KWG klassifiziert werden sollten, wären sie ja auch u.a. von der hier gegenständlichen VO betroffen.

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